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Reviews: Nintendo Wii

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Das Zauberkarussell

Sonstiges

21.04.2009

Autor: Marcel Witte

 

 

Ein besonderer Tag!

 

Der Magier Zebulon, eine Puppe auf einer Sprungfeder, möchte Pollux, einem liebenswerten und netten Hund, beibringen, nicht so gierig und selbstsüchtig zu sein. Dazu erfindet Zebulon den Tag der Freundschaft. An diesem Tag erscheinen wie von Zauberhand Hunderte von Postern im verzauberten Garten. Ziel dieses Tages ist es seinen Freunden zu helfen. Und damit die ganze Angelegenheit nicht sinnlos erscheint gibt es auch einen Preis für den am meisten hilfsbereiten der Gartenbewohner: ein Füllhorn!

 

Pollux ist ganz aufgeregt und möchte dieses tolle Geschenk sein Eigen nennen, also macht er sich sogleich auf, um seinen Freunden Margot, Hugo, Wilma und Castor zu helfen. Ziemlich leicht denkt sich Pollux, doch ganz so einfach, wie er sich das vorstellt, ist denn doch nicht. Es passieren nämlich seltsame Dinge im verzauberten Garten. So funktioniert das Zauberkarussell nicht und auch mit der Eisenbahn stimmt etwas nicht. Da heute aber der Tag der Freundschaft ist, nimmt sich Pollux auch diesen Problemen an und versucht zu helfen.

 

Im Großen und Ganzen war das die Story. Ihr lauft also in Gestalt des Hundes Pollux umher und löst allerhand Aufgaben. Diese sind immer unter Zeitdruck zu bewältigen. Das Zauberkarussell ist demnach eine Minispielsammlung mit immer wiederkehrenden Lauf- und Suchpassagen. Was ihr während zwischen den Minispielen in den Suchpassagen findet, sind allerhand nützliche und nicht so ganz nützliche Items, welche ihr euch im Hauptmenü nochmals zu Gemüte führen könnt.

 

 

Die Dementierung eines Vorurteils!

 

Wie ihr sicherlich in unserem Podcast gehört habt (wenn nicht ist es nicht schlimm, denn ich wiederhole es gerne noch mal), steht auf der Rückseite des Spiels, dass man nur in den vollen Genuss des Spiels kommt, wenn man lesen kann. Das möchte ich hiermit dementieren. Ich musste während des ganzen Spiels tatsächlich nur einmal irgendeinen Satz wie „Möchtest du das Abenteuer beenden?“ lesen. Bei allem anderen, wo man hätte Lesekenntnisse besitzen müssen, sei es die Erklärung eines Minispiels oder das Sprechen mit anderen Charakteren, gibt es eine Sprachausgabe. Also bitte nicht dem Vorurteil des Herstellers glauben schenken, man müsste lesen können. Diese Fähigkeit braucht man nicht, um in den vollen Genuss dieses Spiels zu kommen. ;o)

 

 

In Sachen Glück!

 

Da das Zauberkarussell eindeutig für jüngere Spieler gemacht wurde, Spieler die noch kein zweistelliges Lebensalter erreicht haben, sind auch die Minispiele dementsprechend einfach. Die Ideen zu den Minispielen gerade für Kinder sind gar nicht mal so schlecht. Man muss sich das wie eine Gewöhnung an die Wiimote, wie es seiner Zeit auch Wii Sports gemacht hat, vorstellen.

 

Doch worauf ich hinaus will, ist, wie sich die Minispiele aufbauen. Man sucht zum Beispiel fünf Dinge, die zu dem jeweiligen Charakter passen. Nicht sonderlich schwer. Doch in einem Gegenstand, den man durchsuchen muss, befindet sich Zebulon. Dieser entfernt einem ein, zwei, oder drei bereits gefundene Gegenstände. Auch das ist noch nicht sonderlich schlimm. Wenn man jedoch während des Minispiels auf Zebulon trifft, kann man es nicht mehr schaffen, denn der Gegenstand, den er euch abnimmt, taucht nirgendwo wieder auf. So hatte ich das Vergnügen, eines dieser besagten Minispiele satte 23 Mal spielen zu müssen. Während also meine Freundin schon vor Wut die Wiimote in Richtung meines Fernsehers werfen wollte, musste ich ran. Und auch ich musste mich zusammen reißen.

 

Das hat einfach nichts mehr mit Spielspaß zu tun. Außerdem wird dadurch nicht der Umgang mit der Wiimote gelernt, sondern nur noch verzweifelt versucht, dieses Minispiel zu absolvieren. Für die Zukunft, liebe Spiele-Entwickler, bitte noch mal zu überdenken, ob bei diesem Minispiel nicht zu viel dem Zufall überlassen wurde.

 

 

Grafik und Sound!

 

Die eben erwähnte Sprachausgabe bringt uns direkt zum nächsten Punkt: Welche technischen Mankos weißt der Titel auf? Oder gibt es überhaupt welche? Ja es gibt Mängel in der Ausführung. Die Sprachausgabe ist geradezu perfekt für kleinere Kinder. Sie müssen nicht wirklich viel lesen. Gerade wenn Kinder in dem Alter sind, wo es mit dem Lesen noch nicht super funktioniert, bleibt der Spielspaß im Zeitalter der Sprachausgabe nicht auf der Strecke. Jedoch sollte man, wenn man Sprachausgabe einstellt, auch auf deren Qualität bzw. auf die Abmischung achten, denn die Sprachausgabe ist viel zu leise im Vergleich zur Hintergrundmusik. Da man das im Menü nicht verstellen kann, sollte man sich als Hersteller schon um eine gute Abmischung kümmern. Die Hintergrundmusik oder das musikalische Thema hat mir noch relativ gefallen. Ich glaube aber, dass Kinder noch mehr darauf anspringen als ich. ;-)

 

Grafisch entspricht der Titel auch nicht der Leistungsfähigkeit der Wii, das ist aber bei diesem Spiel auch gar nicht erforderlich. Immerhin will man mit dem Zauberkarussell Kinder ansprechen und für dafür reicht es allemal. Leider hätte ich mir aber dennoch noch etwas mehr Feinheiten gewünscht. Warum muss jeder Haufen Blumen gleich aussehen? Warum gibt es keine Wasserbewegungen. Warum muss auf einer so kleinen Karte dauernd viel zwischen-geladen werden? Etc. etc. etc.!

 

 

Die Probleme mit der Steuerung!

 

Steuerungstechnisch bietet das Zauberkarussell keine Highlights. Aber hier ist es nicht zwingend notwendig diese einzubauen. Aber eine Sache stört mich dann bei der Steuerung doch. Während die Schüttelfunktion der Wiimote, die man fast immer gebraucht, und die Tasten einwandfrei funktionieren, hat man es nicht geschafft, selbiges auch für die Pointerfunktion zu programmieren. Mann muss sich das vorstellen, als ob es eine halbsekündige Verzögerung gibt. Das hat natürlich zur Folge, dass die Minispiele, welche man mit dem Pointer absolvieren muss, ungeheuer schwer werden. Ich habe selbst einige Versuche gebraucht, die Maden von den Blättern zu schießen.

 

Ansonsten spielt man das Zauberkarussell nur mit der Wiimote. Es wird bis auf den Lautsprecher auch von alle Funktionen Gebrauch gemacht.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Auch wenn es hart klingt und Pollux vielleicht ein doch recht angesehenes Vormittags-Programm für Kinder ist, rate ich hier von keinem Kauf ab. Die Steuerung ist nicht wirklich gut, die Sprachausgabe schlecht und wenn die Kinder nicht mehr weiterkommen (wie bei den oben erwähnten Minispielen), landet dieser Titel ganz schnell in der Ecke und verstaubt. Es gibt genug andere Titel für Kinder, die um Klassen besser sind. Weiter kann ich nur sagen, sollte man sich so einen Schund nicht zum Vollpreis holen. Lieber noch drei bis vier Monate warten und es dann entweder gebraucht kaufen oder auf einem der zahllosen Wühltische für 20€ mitnehmen. Also: bitte nicht kaufen!

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

sch...

Spielspaß

sch...

32%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

27.03.2009

Developer

Game Life

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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