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Pro Evolution Soccer 2009

Sport

23.05.2009

Autor: Martin Küpper

 

 

Schäfer nach innen geflankt. Kopfball. Abgewehrt…

 

Mit der 2008er Version feierte die renommierte Fußball-Simulation Pro Evolution Soccer - oder kurz PES - einen gelungen Einstand auf der Wii und konnte gerade wegen der innovativen Steuerung Fachpresse und Fans überzeugen. Für die 2009er Version hat Konami nun noch einmal deren Feinheiten überarbeitet und einige neue Modi hinzugefügt.

 

Auf den ersten Blick hat sich an der Steuerung, die man am ehesten als Point & Click bezeichnen könnte, nicht viel geändert. Wie schon im Vorjahr kann man quasi per Fadenkreuz zielgenaue Pässe und Flanken schlagen oder Mitspieler in den freien Raum schicken. Überarbeitet wurde die Schusstechnik, die im Vorgänger als zu ungenau kritisiert wurde. Zwar kann man noch immer durch ein einfaches Schütteln des Nunchuks schießen, doch wer selbst bestimmen will, in welcher Ecke der Ball landen soll, kann nun auch per Pointer zielen und mittels B-Knopf abziehen.

 

Im Spiel nach vorne klappt also nach wie vor alles wunderbar. Doch was ist mit der Defensive, die letztes Jahr noch nicht wirklich überzeugen konnte? Hier hat Konami vor allem an der KI gefeilt, die Steuerung aber größtenteils beibehalten. Per A-Taste kann man Gegenspieler ganz leicht mit einem oder mehr Spielern versehen, die den betreffenden Spieler dann je nach Situation verfolgen oder decken. Im Zweikampf hat man natürlich weiterhin die Wahl zwischen Bedrängen und Grätschen, wobei Timing bei beiden Varianten der Schlüssel zum Ballgewinn ist. Insgesamt ist die Defensivarbeit dank der verbesserten KI deutlich angenehmer, doch noch immer weit entfernt vom Ideal, denn meistens laufen die Spieler auch weiterhin dem Gegner chancenlos hinterher.

 

Des Weiteren gilt auch dieses Jahr: Übung macht den Meister, denn die komplexe Steuerung benötigt eine gewisse Einspielzeit. Falls man mit der Steuerung aber absolut nicht klar kommen sollte, darf man nun auch zu Classic- und GameCube-Controller greifen, wobei dabei Einiges an Spielwitz verloren geht.

 

 

…aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen.

 

Wie Eingangs erwähnt, hat sich auch in Sachen Spielmodi einiges getan. Zu dem sowieso schon umfangreichen Paket gesellen sich nun auch die UEFA Champions League und die Meisterliga, die Kenner der Serie auf Playstation und Xbox schon lange kennen. Die Meisterliga ist im Grunde eine gewöhnliche Liga, mit dem Unterschied, dass die Spieler von Spiel zu Spiel Erfahrung gewinnen und sich ihre Eigenschaften somit verbessern.

 

Die Champions League wäre eigentlich auch eine gute Erweiterung, doch hier scheitert PES am Mangel an Lizenzen. Gerade für deutsche Spieler verliert der Modus durch das Fehlen von Bayern München und Werder Bremen, wohl deutlich an Reiz. Immerhin kann man nun mit einem Editor nachbessern, doch wer hat schon die Geduld, komplette Manschaften nachzubilden.

 

Das Herzstück bleibt also weiterhin die exklusive Champions Road, in der man sich mit seinem Team durch die Teilnahme an Turnieren und Ligen zur Weltspitze hocharbeitet, wobei die eigenen Spieler ebenfalls Erfahrung sammeln. Außerdem schnappt man sich nach einem Sieg einen Kicker der gegnerischen Mannschaft, um das eigene Team zu stärken.

 

 

Rahn schießt…

 

Zu guter letzt hat Konami auch den Mehrspielerpart überarbeitet. Sehr löblich ist vor allem der innovative Kooperations-Modus, indem ein Spieler mittels Point & Click Steuerung als Regisseur agiert, während der andere Spieler mit der klassischen Steuerung zwei Spieler – einen in der Abwehr und einen im Sturm – steuert. Diese Variante ist gerade dann spaßig, wenn man einen Freund zu Besuch hat, der keine Lust hat, sich durch die ausführlichen Tutorials zu kämpfen, um sich einigermaßen an die Steuerung zu gewöhnen.

 

Während der Online-Modus vergangenes Jahr an den vielen Ruckel-Einlagen scheiterte, läuft nun (fast) alles flüssig. Sicherlich, hier und da kommt es zu ein paar Lags, in denen der Ball kurze Zeit verschwindet, aber im Großen und Ganzen bleibt es in einem gesunden Rahmen. Neben normalen Spielen mit Zufallsgegnern und Freunden, gibt es nun Ranglistenspiele, der die Ergebnisse gegen bestimmte Spieler abspeichert - Ideal für Freunde, die oft gegeneinander spielen und einen Statistik haben wollen.

 

Der einzige Kritikpunkt am Mehrspielerpart ist, dass man im lokalen Mehrspielermodus nicht mit verschiedenen Steuerungsarten gegeneinander spielen kann.

 

 

…Tor! Tor! Tor! Tor!

 

Einen solchen Emotionsschub wie es Rahns Siegtor bei der WM 1954 auslöste, wird man in PES 2009 leider nicht erleben. Dafür ist die Präsentation einfach viel zu zurückhaltend. Fangesänge, Kommentatoren und die Zwischensequenzen schaffen es einfach nicht, eine packende Stadion-Atmosphäre aufzubauen. Gerade wenn man einen Titel gewinnt, rechnet man ja mit tobenden Fans und einer glorreichen Siegesfeier, doch die bleibt einem hier verwehrt, beziehungsweise ist leblos dargestellt. Allgemein überzeugt die Optik nicht wirklich, denn über durchschnittliches PS2 Niveau kommt die Grafik nicht hinaus.

 

 

Vielen Dank an Konami für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Konami hat es eindrucksvoll geschafft, den Vorgänger zu überbieten, doch auch weiterhin gibt es noch viel Luft nach oben. Die Steuerung ist mit dem zielgenauen Torschuss im Angriff nahezu perfekt, doch in der Defensive fehlt einem noch immer die nötige Kontrolle. Die zahlreichen Spielmodi bringen viel Abwechslung und der Onlinemodus überzeugt, doch die Präsentation kann nicht wirklich begeistern. Im Endeffekt ist PES 2009 aber dennoch für jeden Fußballfan ein Pflichttitel, denn wo kann man schon so taktisch agieren wie hier?

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

super

Spielspaß

super

88%

Singleplayer

85%

Multiplayer

Release

26.03.2009

Developer

Konami

Publisher

Konami

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-8


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