Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo Wii

< zurück

Igor: Das Spiel

Jump 'n Run

25.05.2009

Autor: Mario Kablau

 

 

Zu hässlich für diese Welt?!

 

Es gibt normale Videospiele und es gibt Spiele, die einem Film nachempfunden sind und in der Regel ist die erste Gruppe der zweiten vorzuziehen. Dann gibt es fokussierte Spiele und Spiele, die für eine möglichst große und breite Zielgruppe gemacht wurden und in der Regel ist die erste Gruppe der zweiten vorzuziehen. Wenn man nun ein Spiel entwickelt, das einem Film nachempfunden ist und für eine möglichst große und breite Zielgruppe gemacht wurde, kann dabei doch nur Schund rauskommen? Oder? Ja, wie das Spiel zum letztjährigen Animationsfilm Igor erneut beweist.

 

Das Chaos fängt schon mit der platten Geschichte an: Igor will beweisen, dass auch er sich eine bösartige Erfindung einfallen lassen kann und will damit Anerkennung gewinnen. Blöd ist nur, dass sein Monster im Stil von Frankensteins Monster zwar groß und böse aussieht, aber das Mädel ist genau das Gegenteil. So kann er auf jeden Fall nicht gewinnen, also versucht er, einen Weg zu finden, diese Böse zu machen und dann den Wettbewerb zu gewinnen. Auf dem Weg dahin versucht er es mit einer Gehirnwaschanlage und anderen kuriosen Dingen, um am Ende einem ganz anderen Problem auf die Schliche zu kommen.

 

Der Spieler bewegt die Heldentruppe, die neben Igor noch aus seinem „Monster“ und zwei weiteren Figuren besteht, entweder per Steuerkreuz oder über den Stick auf dem Nunchuk. Ohne Letzteres hält man die Wiimote quer und benutzt 1 und 2 für Sprünge und Angriffe. Mit dem Nunchuk lassen sich die Figuren weiterhin so steuern, aber zusätzlich kommen noch die beiden Tasten auf dem Zusatzcontroller sowie A und B zum Einsatz.

 

Die Figuren haben unterschiedliche Attribute und Fähigkeiten. Igor ist eher der Durchschnittstyp, der aber durch seinen Erfindergeist viele Dinge in den Levels zum Laufen bringen kann. Andere Figuren sind stärker oder schneller als er oder können einfach nur höher springen. Ebenso unterscheiden sich die Angriffsarten, womit jeder Charakter für verschiedene Gegner unterschiedlich gut geeignet ist.

 

Das alles klingt jetzt zwar irgendwie vielseitig und gut durchdacht, aber das Gegenteil ist der Fall. Bis auf wenige Ausnahmen reicht es, stupide von A nach B zu laufen und man muss dabei in den meisten Fällen nicht mal Gegner angreifen, da der Spieler absolut keinen Nutzen daraus zieht. Außerdem ist das eh nur nervig, da fast immer neue Gegner erscheinen, wenn man alle besiegt hat. Ähnlich nervig sind die Endgegner. Da man nicht sterben kann und Taktik hier nicht groß geschrieben wird, reicht stupides Draufkloppen immer aus, um irgendwann den Kampf gewonnen zu haben.

 

 

Die technische Seite!

 

Neben der mauen Story und dem nicht vorhandenen Anspruch, stört dazu auch noch die echt miese Technik. Die Umgebungen könnten ebenso wie die Figuren direkt aus dem N64 stammen und die Musik ist langweilig und wiederholt sich schnell. Dazu kommt die wohl schlechteste Sprachausgabe, die ich je gehört habe. Es wurden zwar alle Dialoge in deutscher Sprache aufgezeichnet, aber in einer Qualität, die selbst Babys zum weinen bringen dürfte. Die Teletubbies wirken dagegen endlos seriös…

 

Daneben stört extrem, dass die Kamera nicht steuerbar ist und sie das Geschehen immer aus gefühlten 100 Metern Entfernung beobachtet. So erkennt man zwar große Teile der Umgebung, aber zielgenaue Sprünge auf kleine Plattformen sind absolut unmöglich. Doof wird es auch dann, wenn man mal ein Stück zurück gehen will / muss, denn dann dreht die Kamera nicht um, sondern man läuft ständig auf das Bild zu,

 

Das einzig Positive am Spiel ist, dass es nur 7 Level gibt und man daher nach etwa 3 Stunden den Horror hinter sich lassen kann. Man hat zwar noch die Möglichkeit, einzelne Level zu wiederholen, um alle Sammelgegenstände zu finden, da das aber keinerlei Auswirkungen hat, muss man sich nicht unnötig quälen.

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.

 

PS: Die Bilder stammen entweder von der PC-Version oder sind nachbearbeitet worden, so sieht das Spiel aber definitiv nicht aus....


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Igor: Das Spiel ist das mit Abstand schlechteste Spiel, das ich seit langer Zeit gespielt habe, mit sehr großem Abstand. Die Geschichte dürfte nicht einmal Kleinkinder begeistern können, ganz davon abgesehen, dass sie aufgrund der miesen Darstellung und der schlechten Steuerung eh niemals mit dem Titel klarkommen würden. Darüber hinaus fühlt sich alles so an, als sei das Spiel mal eben – verzeiht den Ausdruck – dahingerotzt worden, ohne dass das Ergebnis irgendwen auch nur ansatzweise kümmern würde. Wer dafür auch nur einen Cent ausgibt ist selber Schuld, ja sogar mit Bezahlung würde ich es mir sehr gut überlegen!

Grafik

sch...

Sound

sch...

Steuerung

schwach

Spielspaß

sch...

9%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

27.03.2009

Developer

Deep Silver

Publisher

Koch Media

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes