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Reviews: Nintendo Wii

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Donkey Kong Jungle Beat (New Play Control)

Jump 'n Run

22.06.2009

Zum Video-Review

Autor: Martin Küpper

 

 

Im Urwald ist die Hölle los

 

Im Urwald ist Hölle los. Das ist nicht nur eine verdammt schlechte Komödie, sondern auch das Motto von Donkey Kong Jungle Beat. Böse Kreaturen haben nämlich – mal wieder – den Bananenvorrat der Affenbande geplündert und beanspruchen zu allem Überfluss auch noch die Herrschaft über die Affenreiche. Donkey Kong findet das natürlich gar nicht lustig und stellt sich den fiesen Kreaturen. Um Bananen und Freiheit wiederzuerlangen, muss sich DK durch 13 Reiche kämpfen und den Halunken zeigen, was eine Harke ist.

 

In klassischer 2D Jump 'n Run-Manier gilt es in jedem Reich zwei Abschnitte von links startend bis zum Ziel am rechten Levelende zu überstehen, bevor man sich schließlich dem Bossgegner stellen darf. Die Abschnitte bieten genau das, was man von einem Donkey Kong-Titel erwartet: Man springt und schwingt über Abgründe und andere Hindernisse, erklimmt an Lianen sonst unerreichbare Plattformen und kämpft gegen putzige Gegner aus dem Reich der Tiere. Um diese zu besiegen, reicht ein Sprung auf ihren Rücken allerdings nicht aus, stattdessen schlägt man sie zunächst bewusstlos, um ihnen dann mit weiteren Schlägen den Rest zu geben. Des Weiteren feiern DK's treue Tiergehilfen ein Revival. Mit tropischen Vögeln geht es hoch in die Lüfte und mit dem Stier rast man mit einem Affenzahn durch verschiedene Levels.

 

Wie gewöhnlich gibt es in den Levels natürlich wieder haufenweise Bananen zum Einsammeln, doch hier erfüllen sie einen besonderen Zweck. Die Lebensenergie, die normalerweise aus drei Herzen besteht, ergibt sich in Bosskämpfen nämlich aus der Anzahl der gesammelten Bananen. Man sollte auf dem Weg durch die Level also möglichst viele einsammeln. Am effektivsten ist es dabei eine Combo aufzubauen, indem man Donkey Kong möglichst lange in der Luft hält. So bringen eingesammelte Bananen nämlich deutlich mehr Punkte. Andererseits verliert man aber auch alle Punkte, die man während einer Combo gesammelt hat, sofort, wenn man Schaden nimmt. Am Ende eines Abschnittes wartet noch ein kleines Minispiel, in dem man sich einige Extra-Bananen verdienen kann.

 

Bei den Endgegnern gibt es verschiedene Varianten. Im Kampf gegen andere Primaten gilt es ähnlich wie in Punch-Out!! geschickt ihren Attacken auszuweichen, um dann selbst zu kontern, während andere Gegnertypen ganz andere Taktiken erfordern. Hat man sich im Kampf gut geschlagen, erhält man zum Abschluss des Levels je nach übriggebliebener Bananen-Anzahl Orden. Da man das Spiel in nur fünf bis sechs Stunden durchspielen kann, ist das eine nette Idee, um den Spieler am Ball zu halten.

 

 

Trommeln oder Schütteln?

 

Im Original für den GameCube ließ sich das Spiel mit dem Bongo-Controller (zwei Trommeln) steuern und erntete wegen der neuartigen Steuerungsart viel positive Kritik. Im „Wiimake“ fällt diese Option allerdings flach. Obwohl es für Nintendo technisch sicherlich kein Problem gewesen wäre, auch den Bongo-Controller als Steuerungsvariante anzubieten, kann Jungle Beat nur per Wii Remote und Nunchuk gesteuert werden. Das Spiel kommt dabei mit wenigen Tasten und Aktionen aus: Per Analogstick steuert man DK durch die Levels, mit einem Druck auf die A-Taste lässt man ihn springen und durch Schütteln von Wii Remote und Nunchuk löst man Schläge aus. Unterm Strich ist die neue Steuerung also gelungen, doch die Eingabe per Trommeleinlagen war doch ein Stück weit intuitiver. Übrigens weiß die Steuerung, obwohl sie schnell erlernt ist, dennoch zu fordern, denn das ganze Schütteln macht sich schnell bei den Armen des Spielers bemerkbar. Nicht umsonst wird man vom Spiel hin und wieder aufgefordert eine kleine Pause einzulegen.

 

 

Augen und Lauscher auf und genießen!

 

Satte Farben, viele Details, Fell- und Lichteffekte. Alles Dinge mit denen man bei einem Wii-Spiel leider nicht wirklich rechnen darf und schon gar nicht bei einem Port von einem GameCube-Titel. Doch allem zum trotz bietet Donkey Kong Jungle Beat genau das und darf sich brüsten, zu den optisch besten Spielen auf der Wii zu zählen. Es kommt zwar nicht an ein Super Mario Galaxy ran, aber es ist definitiv endlich noch immer ein wahrer Augenschmaus.

 

Auch der Sound überzeugt, vor allem weil es einige Stücke der guten alten Donkey Kong Country-Teilen zu hören gibt. Deren Soundtracks werden nämlich zu Recht zu den besten überhaupt gezählt. Hier dreht man gerne den TV etwas lauter und summt ein wenig mit.

 

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Eine passende Wertung zu finden ist nie eine leichte Aufgabe und Donkey Kong Jungle Beat macht es einem wirklich nicht leicht. Auf der einen Seite hatte ich lange nicht mehr soviel Spaß an einem Spiel, aber andererseits ist der Umfang mit ca. sechs Stunden recht arm und die neue Steuerung kann das Trommeln auf der Bongo nicht ersetzen. Aber wenn man sich überlegt, dass dies meine einzigen Kritikpunkte sind und das Spiel mit 30 Euro recht preiswert ist, gibt es eigentlich keinen Zweifel daran, dass Jungle Beat eine wirklich gute Wertung verdient hat. Sechs Stunden voller Abwechselung, Spaß und Nostalgie... Wieso beschwer' ich mich eigentlich?

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

super

85%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

05.06.2009

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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