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Reviews: Nintendo Wii

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Ben 10: Alien Force

Action

10.10.2009

Zum Video-Review

Autor: Marin Küpper

 

 

Ben der Verwandlungskünstler

 

Ben Tennyson, Titelheld der erfolgreichen Cartoon-Serie Ben 10, wäre eigentlich ein ganz normaler Junge, wenn da nicht dieses außerirdische Gerät Ominitrix wäre, mit dessen Hilfe er sich in die unterschiedlichsten Aliens verwandeln kann. Wie bei einem erfolgreichen Cartoon üblich, hat sich Ben schon einmal als Videospielheld versucht. Leider konnte uns der Titel seinerzeit nicht wirklich überzeugen, doch mit etwas Glück macht Ben den Fehlstart mit Ben 10: Alien Force im zweiten Anlauf wieder wett.

 

Die erste Ernüchterung gleich vorweg: Wie schon im Vorgänger werden Leute, die mit der Serie nicht vertraut sind, wieder ohne Erklärung in die Handlung geworfen. Für Fans mögen die zahlreichen Handlungspunkte, die aus der Serie aufgegriffen werden, sicher interessant sein, für alle anderen erschließt sich so die Welt und Geschichte von Ben 10 allerdings nicht. Kleine Einleitungen und Erklärungen wären hier nett gewesen.

 

Wenigstens das Spielprinzip erschließt sich sofort, da dieses sehr Simpel gestrickt ist. In den acht Leveln muss sich Ben mit Hilfe seiner Verwandlungskünste vornehmlich mit zahlreichen bösen Kreaturen – der sogenannten Elite – prügeln. Leider wartet hier schon die nächste Enttäuschung, Ben kann sich im Spiel nicht mal in die betitelten 10 Alienformeln verwandeln – dabei hat Ben in der Serie inzwischen sogar ein Repertoire, das die anfänglichen 10 Formen locker übertrifft. Zur Auswahl stehen lediglich fünf Aliens: Schlammfeuer, Froster, Spidermokey, Turbomanta und Gigantosaurus. Alle Aliens haben natürlich unterschiedliche Fähigkeiten, die sich schon vom Namen ableiten lassen. Froster kann etwa Feinde zu Eis gefrieren lassen, während Schlammfeuer ihnen Feuer unterm Hintern macht. Trotz des Fehlens weiterer Formen, bringen die Alien so wenigstens ein bisschen Abwechslung in die Kämpfe. Ebenfalls nett sind die zahlreichen Kombos, die man im Spielverlauf erlernt. So kann man die Gegner teilweise sehr stylisch bezwingen.

 

 

Abwechslung?

 

Neben den Kämpfen lockern kleinere Rätsel und Jump ’n Run Passagen das Spielgeschehens auf. Auch hier kommen die verschiedenen Eigenschaften der Aliens zum Einsatz: Mit Spidermonkey kann man an bestimmten Wänden hoch klettern, Turbomanta gleitet auch über größere Abgründe und Giantosaurs räumt notfalls auch größere Hindernisse aus dem Weg. Die Rätsel sind hingegen recht simpel gestrickt, mehr als die gängigen Schalter- und Kistenrätsel gibt es hier leider nicht.

 

Darüber hinaus schlüpft man in bestimmten Abschnitten auch in die Haut von Bens Begleitern Gwen und Kevin, die ebenfalls außergewöhnliche Fähigkeiten haben. Kevin kann sich an bestimmten Punkten in Stein, Holz oder Metal verwandeln, während Gwen sich durch ihr starkes Schutzschild vor den Angreiffern schützen kann.

 

Leider muss ich euch an dieser Stelle vor dem Trugschuss bewahren, dass das Spiel abwechslungsreich ist, denn trotz all dieser Ideen scheitert Ben 10 am eintönigen Spielablauf. Gerade gegen Ende folgt zu oft ein Kampf auf den nächsten, viel zu selten kommt es zu Bosskämpfen oder den erwähnten Jump ’n Run- und Rätselpassagen. Die Abschnitte mit Gwen und Kevin sind dabei meist noch schlimmer, da man die Gegner hier – mangels Alienformeln – auf immer gleiche Weise verdrischt.

 

Auch der Beitritt eines Freundes, der je nach Situation auch als Ben, Kevin oder Gwen spielt, kann den Spielspaß nur geringfügig steigern – zumal das Spiel die Stärke der Gegner beibehält, wodurch das Spiel gerade zu lächerlich einfach wird.

 

 

Steuerung und Präsentation

 

Nach so viel Negativem, zunächst eine gute Nachricht: Die Steuerung klappt einwandfrei und lässt die freie Wahl, ob man die Gegner durch Schütteln von Wiimote und Nunchuk oder durch Knöpfchendruck besiegt. Sehr löblich!

 

Ebenfalls löblich ist, dass die englischen original Seriensprecher an Bord sind. Doch gerade in Anbetracht der jungen Zielgruppe, währe eine deutsche Synchronisation natürlich noch deutlich besser gewesen und die Einzeiler der Aliens nutzen sich leider viel zu schnell ab. Die Hintergrundmusik stört hingegen zumindest nicht, bleibt aber auch nicht positiv im Ohr. Die Grafik ist bestenfalls Mittelmaß. Gerade die matschigen Texturen und die veralterten Effekte (besonders Feuer) fallen negativ auf.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Ben 10: Alien Force hätte durchaus das Potential gehabt ein richtig gutes Lizenzprodukt zu werden. Mit den verschiedenen Alienformeln und ihren Fähigkeiten hätte man ein sehr abwechslungsreiches Spiel schaffen können. Stellenweise macht Ben 10 auch richtig Spaß, doch traurigerweise überwiegt die Langeweile bei weitem. So müssen sich selbst Serienfans den Kauf zwei mal überlegen, auch wenn die Story eigentlich recht cool ist.

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

schwach

45%

Singleplayer

50%

Multiplayer

Release

24.09.2009

Developer

Monkey Bar Game

Publisher

3D Publisher

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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