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Reviews: Nintendo Wii

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Scooby-Doo! - Geheimnisvolle Abenteuer

Action

10.11.2009

Autor: Nico Ahrens

 

 

Einführung

 

Die Mystery Inc., bestehend aus dem draufgängerischen Fred, der anmutigen Daphne, der genialen Velma, dem stets hungrigen „Shaggy“ und dessen besten Freund, der Deutschen Dogge Scooby-Doo, dürfte jedem Cartoonliebhaber ein Begriff sein. Seit 1969 tingeln diese Fünf in ihrem Van durch das Land und stoßen dabei immer wieder auf rätselhafte Ereignisse. Doch der Spuk, ausgelöst durch unzählige Geister, Dämonen und andere Wesen der Dunkelheit, findet zumeist am Ende eine ganz rationale Erklärung. Sind es doch stets Schurken und Bösewichte, die in Verkleidung andere Menschen das Gruseln lehren, um von ihren eigentlichen Motive oder Schandtaten zu abzulenken. An diesem einfachen Rezept hat sich seither wenig getan und so greift auch der aktuelle Scooby-Doo-Titel aus dem Hause Warner Bros. darauf zurück.

 

Zum Spiel:

 

Nach einem kurzen Intro machen sich unsere tapferen Recken auf dem Weg in ihr erstes von insgesamt vier Abenteuern. Diese sind kleine, in sich abgeschlossene Geschichten mit jeweils anderen Szenarien. Von einer Highschool mit spukendem Phantom bis hin zum grabenverseuchtem Hafengelände. Bereits nach den ersten Schritten bekommt man allerdings das Gefühl, einen Klon gängiger Lego-Videogames zu spielen, zu ähnlich fällt doch das Gameplay aus.

 

Im Singleplayer macht man sich im Zweiergespann auf den Weg, die Gegend zu erkunden, kleine Rätsel zu lösen und haufenweise „Scooby-Snacks“ zu vertilgen. Dazu schlagt ihr auf alles in eurer Umgebung ein, was nicht niet- und nagelfest ist. Von Mülltonen, über Straßenlaternen bis hin zu Autos erwacht in euch langsam aber sicher der kleine Anarchist. Ganz nebenbei verhaut ihr noch die schier endlosen Ströme an Gegnern, die sich euch in den Weg stellen. Diese wurde passend zu ihrer jeweiligen Umgebung umgesetzt und verfügen über unterschiedliche Angriffsmuster. Doch durch einen Mangel an Künstlicher Intelligenz der Gegner, gepaart mit euren spärlichen Angriffs-Fähigkeiten verkommen diese Duelle zu einem stumpfsinnigen Schlagabtausch, dessen Monotonie sich durch das gesamte Spiel zieht. Immer wieder haut ihr auf die gleiche Taste um euch durch das Gegnermeer zu schlagen. Spielt ihr allein, so müsst ihr euch mit einem ebenfalls dummen Partner abgeben. Dieser prügelt zwar fleißig mit auf die Bösewichte ein, nimmt dafür aber auch gern jeden Abgrund mit. Mit etwas Glück springt der Angreifer gleich noch hinterher. Besonders frustrierend können sich hierbei dir Rücksetzpunkte auswirken. So kann es vorkommen, dass ihr selbst nach einem Absturz von einer Klippe an der Stelle wieder abgesetzt werdet, an der ihr zuvor abgerutscht seid. Mit viel Geschick hüpft ihr aus diesem Schlamassel wieder heraus. Leider kann es sogar vorkommen, dass euer zweiter Mitspieler an solch einem Punkt fest hängt und nicht mehr steuerbar ist. Da bleibt nur noch ein Neuanfang.

 

Egal ob im Singleplayer oder mit einem Freund an der Seite, gestartet wird jeder Level mit einer vorher bestimmten Auswahl zweier Charaktere. Diese besitzen jeweils unterschiedliche Spezialfähigkeiten, unter deren Verwendung kleinere Rätsel gelöst werden müssen. Verschiebt mit Fred schwere Gegenstände oder lasst Scooby-Doo durch eine Hundetür an einen anderen Ort verschwinden. Darüber hinaus habt ihr nach erfolgreichem Abschluss eines Levels jederzeit die Möglichkeit, weitere Geheimnisse zu lüften. Dazu verlasst ihr den Storymodus und begebt euch in den Erkundungsmodus. Nun dürft ihr euch die spielbaren Helden jederzeit im laufenden Spiel selber aussuchen und könnt somit an Stellen gelangen, die durch die festen Charaktere im Storymodus unerreichbar waren. Während des Spiels gelangen noch diverse Hinweise vom Tatort in euer Gepäck, mit deren Hilfe ihr serientypisch am Ende der jeweils vier Episoden den waren Täter überführen könnt.

 

Kommen wir noch einmal auf die Bedeutung der „Scooby-Snacks“ zurück. Dem fleißigen Sammler dieser Hundekuchen eröffnet sich dadurch der Einkauf von Spezial-Kostümen. Während des Spiels stoßt ihr auf Schatzkisten, deren Inhalt ein solches Verkleidungsstück beinhaltet, welches aber später durch den Einsatz von „Scooby-Snacks“ nochmals gekauft werden muss. Auch die kleineren Level-Gegner kommen auf diese Weise in euren Kleiderschrank. Ansonsten laden euch noch diverse Trophäen zum längeren Verweilen im Spiel ein. Je nach Anforderung ergattert ihr euch diese beispielsweise durch Bestzeiten oder einen hohen High-Score.

 

Präsentation:

 

Das Spiel dürfte gerade jüngere Spieler durch seinen Comic-Look erfreuen. Sowohl im Leveldesign als auch bei den Charakteren verzichtet man auf eine realistische Darstellung und so wirkt alles bonbonfarben und überzogen. Die Charaktere wurden der scheinbar angestrebten Zielgruppe im Design angepasst und so erlebt man die Geschichten nicht aus der Sicht der einstigen Teenager sondern deren jüngeren Egos. Warum diese Kinder allerdings schon mit dem Van durch die Lande fahren dürfen, bleibt ein Rätsel.

 

Bei der Gestaltung des einzelnen Levels bedienen sich die Entwickler klassischer Horror- und Hollywoodklischees. So habt ihr es beispielsweise im nebligen Hafengebiet mit Krabbenmonstern zu tun, während euch in der typisch amerikanischen Highschool grünhäutige Hexen auf einem fliegenden Besen das Leben schwer machen. Leider fallen die Level in ihrer Gestaltung doch recht eintönig aus.

 

In den zahlreichen Zwischensequenzen sorgen die deutschen Synchronsprecher für eine gelungene Atmosphäre. Im Menü hat man zusätzlich die Möglichkeit, die Synchronisation mit zusätzlich eingespielten Lachern sowie Untertiteln zu genießen. Leider wirken die Lacher am Ende aber zu aufgesetzt.

 

Während des Spiels kommentieren die Helden ihre einzelnen Aktion, welche trotz der zahlreichen Sprachvariationen schnell in die Monotonie abgleitet, wenn jeder dritte eingesammelte Scooby-Snack mit einem „Mmh… Scooby-Snacks!“ kommentiert wird. Die Hintergrundmusik hingegen gestaltet sich genauso wie das Leveldesign. Klischeebeladen und mit wenig eingängigen Melodien untermalen sie die Kulissen der einzelnen Levels.

 

Leider haben es die Entwickler nicht für nötig gehalten, die Vorzüge der Wii-Steuerung gegenüber der PS2-Variante im Spiel einzubauen. So kommen weder Pointer noch Bewegungserkennung zum Einsatz und das Spiel lässt sich im simpelsten Fall allein mit der Wiimote steuern, die ihr dazu waagerecht mit beiden Händen haltet. Eine Taste für Sprünge, eine weitere für die Attacke. Dazu noch zwei weitere Buttons belegt für das Pause-Menü sowie den Charakterwechsel im Single-Player. Für eine saubere Steuerung der Protagonisten empfiehlt sich jedoch der Analog-Stick von Nunchuk oder wahlweise auch der Classic-Controller.

 

 

Vielen Dank an Warner Bros. Interactive für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

„Scooby-Doo! Geheimnisvolle Abenteuer“ ist ein solides aber leider viel zu kurzes Action-Game, welches erst zu zweit richtig Spaß macht. Fans der Serie können einen Blick riskieren, ansonsten richtet sich das Spiel eher an ein jüngeres Publikum. Das Spiel hat den Charme der Cartoon-Vorlage eingefangen und besticht durch seine humorvollen Zwischensequenzen mit deutscher Sprachausgabe. Das Gameplay wie auch die Rätsel sind hingegen leider recht simpel gestrickt.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

65%

Singleplayer

70%

Multiplayer

Release

09.10.2009

Developer

Torus Games

Publisher

Warner Bros. Interactive

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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