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Reviews: Nintendo Wii

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Teenage Mutant Ninja Turtles Smash Up

Beat 'em Up

13.11.2009

Autor: Nico Ahrens

 

 

Einführung:

 

Die Turtles waren gegen Ende der 1980er bis Anfang der 1990er aus fast keinem Kinderzimmer wegzudenken. Wie fast überall auf der Welt, grassierte auch in der BRD eine regelrechte Turtle-Mania. Mit ihrer eigenen Cartoon-Serie, zahllosen Action-Figuren, Hörspielen oder bedruckten T-Shirts mit dem Kampfschrei „Cowabunga!“ als Aufdruck, das Merchandising um die vier Schildkröten erschien endlos. Mit zunehmendem Alter dieser Generation verschwanden auch die Faszination und das Interesse, bis 2007 der vierte Turtles-Film in die Kinos kam – das Comeback war eingeläutet.

 

Auf dem Videospielsektor belebt Ubisoft seitdem die Marke wieder und wie schon sein Vorgänger auf der Wii, greift auch der aktuelle Titel auf das Universum des letzten CGI-Animationsfilm zurück. Fans der vergangenen Dekaden werden somit leider enttäuscht, denn Figuren wie Bebop, Rocksteady oder das körperlose Hirn Krang aus der Dimension X glänzen durch Abwesenheit. Das versprochene „Best of“ aus 25 Jahren Turtles wird damit jedenfalls nicht erreicht.

 

Der Plot zu diesem Spiel ist schnell erzählt. Damit seine vier Schüler nicht einrosten, veranstaltet Meister Splinter ein Kampfturnier, an dem auch Starreporterin April O’Neil, der Hockeyschläger schwingende Casey Jones sowie die Kampfratte selbst teilnehmen. Bei den paar Recken wäre das Spektakel allerdings viel zu schnell vorbei und so mischt Erzfeind Shredder nebst seiner üblen Spießgesellen ebenfalls mit.

Natürlich unangemeldet und ohne Einladung. Erzählt wird diese belanglose Story im Comicstil mit animierten Standbildern. Während hier das Design der Ursprungscomics aufgegriffen wird, präsentiert sich das restliche Game im Look des CGI-Films.

 

 

Zum Spiel:

 

Gleich zu Beginn des Spiels drückt sich ein Eindruck förmlich auf. Dieses Game fühlt sich wie Super Smash Bros. Brawl im TMNT-Gewand an. Das kommt daher, dass Ubisoft die Entwicklung des Titels in die Hände von Game Arts gegeben haben, die maßgeblich an der Herstellung des oben genannten Prügelhits aus dem Hause Nintendo beteiligt waren.

 

Schlagt ihr euch zu Beginn des Spiels durch den Arcade-Modus, stehen euch zunächst nur die Turtles, Meister Splinter sowie April O’Neil und Casey Jones zur Verfügung. Nach und nach könnt ihr allerdings 13 weitere Charaktere frei spielen. Anders als bei seinem Vorbild, habt ihr bei „TMNT – Smash Up“ keine Anzeige, deren prozentuale Erhöhung darüber entscheidet, wie weit ihr nach jedem eingesacktem Treffer fliegt, bis ihr im Aus landet. Wie in einem klassischen Beat ’em Up entscheidet auch hier ein K.O.-Sieg, wenn der Energiebalken von 100 auf 0% gesunken ist.

 

Ein Durchgang dauert je nach ausgewähltem Schwierigkeitsgrad und eigenem Stehvermögen ca. 30 Minuten. Dabei bekämpft ihr 1 bis 3 Gegner pro Stage oder absolviert eines von sechs Mini-Games. Darin gilt es entweder einen Turm vor Ablauf der Zeit zu erklimmen oder so viele Pizzen wie möglich in einem Areal zu vertilgen, gleich dem Target-Test aus der Super Smash Bros.-Serie.

 

Die Mini-Games sind später auch separat anwählbar und laden zur weiteren Highscore-Jagd ein. Darüber hinaus könnt euch am Missions-Modus an 51 Herausforderungen versuchen. Das können ganz normale Kämpfe sein, aber auch besondere Ereignisse, wie einen anderen Charakter zu beschützen oder den Gegner auf eine ganz bestimmte Art zu erledigen. Im Überlebens-Modus gilt es schließlich einer endlosen Gegnerschar solange Paroli zu bieten, bis die eigene Energieanzeige auf Null gesunken ist.

 

Freie Auswahl bietet der Battle-Royal Modus. Hier könnt ihr euch mit bis zu drei weiteren Mitspielern ins Chaos stürzen und eigene Regeln definieren. Neben typischen Last Man Standing, zeitbasierten Matches oder Teamspielen dürft ihr auch Zeit, Leben, Energie und Handicaps vor dem Kampf festlegen. Trotz einer reichhaltigen Charakterliste, fällt die taktische Auswahl eher mau aus. Schwerer und leichter Angriff sowie auch die Spezial-Attacken gleichen sich am Ende charakterübergreifend doch zu sehr.

 

 

Präsentation:

 

Grafisch reißt der Titel sicherlich keine Bäume aus, die einzelnen Arenen jedoch sind mit vielen Details gespickt und glänzen durch ihr abwechslungsreiches Setting. Besonders gelungen sind hierbei die verschiedenen Ebenen der 14 Kampfplätze. Mal kracht ein riesiger Ozeandampfer gegen einen Eisberg und ihr müsst auf den Rücken eines Walfisches flüchten oder Feuerwerkskörper zerstören das Dach eines asiatischen Tempels, auf dem ihr euren Schlagabtausch zelebriert.

 

Dynamische Kamerafahrten setzen das Spektakel, wie schon bei Smash Bros.-Titeln, gekonnt in Szene.

Die Animation der Charaktere sowie der Effektzauber bei Spezialangriffen ist etwas dürftig ausgefallen, was dem Massengetümmel auf dem Bildschirm in hektischen Situationen aber nicht schlecht bekommt. Dennoch verliert man ein ums andere Mal die Übersicht, denn gerade die Turtles gleichen sich, trotz unterschiedlichem Farbenschimmer, aus der Ferne wie ein Ei dem anderen. Die Hardware wird jedenfalls bei Weitem nicht ausgereizt.

 

Die Zwischensequenzen wie auch die einzelnen Kampfschreie während des Turniers sind in englischer Spracheausgabe und tragen, wie auch die stimmigen Soundeffekte, gut zum Flair des Spiels bei. Anders verhält es sich mit der Musik. Hier bekommt man stumpfen Techno-Beat um die Ohren geschleudert, der weder für eine besondere Atmosphäre noch mit eingängigen Melodien für längere Freuden sorgt.

 

Bei der Steuerung hat der Spieler ähnlich wie bei Super Smash Bros. Brawl die Qual der Wahl, ob er lieber mit dem Classic-Controller, dem GameCube-Pad, der Solo-Wiimote oder dem angeschlossenen Nunchuk das Turnier beschreiten möchte. Die Steuerung ist schnell erlernt, denn die zwei Schlag-Buttons sowie eine Steuerung durch Digi-Kreuz oder Analogstick, gehen schnell ins Blut über. Schwieriger erweißt sich allerdings der Einsatz des Pointers (findet bei den herab fallenden Spezial-Items Verwendung) beim Spielen mit der Wiimote und gerade bei Sprungpassagen weißt die Steuerung leichte Defizite auf.

 

Ein weiterer Vergleich zu Super Smash Bros. Brawl ergibt sich aus dem Gebrauch der Wi-Fi Connection. Im Online-Modus könnt ihr entweder gegen Freunde antreten oder gegen zufällig erwählte Gegenspieler. Leider kann es während der Verbindung zu Lags kommen, ebenso ist der Gebrauch von Wii Speak nicht eingebunden.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

TMNT – Smash Up gleicht im Wesentlichen der Super Smash Bros.-Reihe, kann aber weder im Umfang noch der Spielbarkeit dem Nintendo-Prügler das Wasser reichen. Für jene, die SSBB mittlerweile in- und auswendig kennen sowie Fans der Turtles, ist dieses Spiel sicherlich wie geschaffen. Leider lässt der Titel den Tiefgang sowie die Charaktervielfalt missen. Gerade bei einem Kampfspiel hätte man aus dem Turtles-Universum mehr Stoff ziehen können.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

64%

Singleplayer

72%

Multiplayer

Release

24.09.2009

Developer

Game Arts

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-4


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