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Resident Evil: The Darkside Chronicles

Action

26.11.2009

Zum Video-Review

Autor: Mario Kablau

 

 

Die dunkle Seite der Geschichte!

 

Das 2007 in Europa - wegen der USK jedoch nicht in Deutschland - erschienene Resident Evil - The Umbrella Chronicles (zum Test) befasste sich mit den Titeln Zero, 1 und 3 sowie der bisher nicht erzählten Geschichte vom Fall der Umbrella Corporation. Etwa zwei Jahre später hat Capcom bereits einen Nachfolger am Start, der sich nun mit den noch nicht behandelten Teilen 2 und Code Veronica befasst sowie einen Teil der Hintergrundgeschichte von Resident Evil 4 erzählt. Dieser Titel ist für volljährige Spieler auch in Deutschland, sogar ungeschnitten, erhältlich und verrät wieder einiges mehr, als es die beinhalteten Titel in ihrer ursprünglichen Form getan haben.

 

Zu Beginn ist man als Leon S. Kennedy, dem Helden des zweiten und vierten Teils der Hauptserie, in Südamerika unterwegs, um einer dubiosen Person das Handwerk zu legen. Dieser Javier Hidalgo scheint nicht nur für die Entführung von zahllosen Mädchen in der Gegend verantwortlich zu sein, sondern auch irgendwie mit Umbrella in Verbindung zu stehen. Deshalb hat Leon einen Auftrag direkt vom Präsidenten, diese Person unschädlich zu machen. Er wird bei seinem Auftrag von Jack Krauser begleitet, einem Soldaten eines Special Ops Teams, der sich in Teil vier Leon als Gegner gegenüberstellt. Somit ist also direkt am Anfang klar, dass es auch darum gehen wird, zu erzählen, was Krauser böse gemacht hat.

 

Doch zunächst sind die beiden gemeinsam unterwegs und schleichen in der der ersten Mission durch das anfangs recht leer scheinende Dorf. Doch schon bald treffen sie auf den ersten Bewohner, der sie sogleich angreift. Und schon bricht das Chaos aus, immer mehr Gegner stürmen auf die beiden los und so kommen sie nur langsam vorwärts, nicht zuletzt, weil sie auch ihren Führer irgendwann halbtot auffinden. Er erwähnt kurz vor dem Ableben noch ein Mädchen, das den Teufel ins Dorf gebracht haben soll. Kann es sein, dass es eine von Javier Entführte ist, die einen der berüchtigten Viren mitgebracht hat? Auf jeden Fall finden die beiden bald die Antwort auf einige dieser Fragen, doch bevor das Abenteuer in Südamerika weiter geht, muss Leon erst mal die Verangenheit für seinen Begleiter erklären.

 

Die Geschehnisse bauen nämlich auf den Entwicklungen von Resident Evil 2 und Code Veronia auf, deren Geschichten im Spiel auch komplett erzählt werden. Man erlebt als Spieler dabei sowohl Bekanntes als auch neue Inhalte aus der Sicht von Leon und Clair in Teil 2 und Steve und Clair in Code Veronica. Dazwischen gibt es ein weiteres Kapitel in Südamerika und ganz zum Schluss erst wird diese Geschichte zu Ende erzählt. Der Spannungsaufbau hat sich als gegenüber dem Vorgänger deutlich verändert, da nun alles mehr oder weniger zusammenhängt.

 

 

Schießen auf Schienen!

 

Wie schon der Vorgänger ist auch The Darkside Chronicles wieder ein Shooter auf Schienen, man bewegt sich also nicht selber durch die Umgebung, sondern wird gegangen und muss "nur" mit dem Pointer Zielen und mit der B-Taste feuern, um die Zombie-Stürme zu überleben. Das Ganze wird unterteilt in 21 Kapitel erzählt und bietet natürlich wieder jede Menge Extras. So kann man zum Beispiel, für das Genre untypisch, jederzeit die Waffen wechseln, so dass man immer auf das komplette Repertoire zurückgreifen kann.

 

Insgesamt gibt es neun Waffen, von denen ich euch aber nicht alle nennen darf. Die Klassiker sind aber selbstredend dabei, also gibt es neben der Pistole, die über unendlich Munition verfügt, eine Schrotflinte, ein Maschinengewehr und Handgranaten. Insgesamt sind es neun verschiedene, eine davon aber nur in einer Mission. Für die anderen Waffen findet man in den Levels immer wieder neue Munition, die sich über den A-Knopf einsammeln lässt.

 

Ebenso werden über diese Taste weitere Extras eingesammelt, so zum Beispiel das Erste Hilfe Spray und grünes Kraut, die die Charaktere heilen können. Das grüne Kraut setzt man im selben Menü ein, wo man auch die Waffen austauschen kann und das Spray rettet automatisch, sollte man einmal das Zeitliche segnen. Darüber hinaus gibt es nun noch mehr Archivdateien zu finden, die jede Menge Hintergründe verraten. Man findet geheime Nachrichten zwischen beteiligten Personen, Wissenschaftsberichte, Notizen und mehr, wodurch man die Hintergründe der Geschichte besser versteht. Diese ganzen Extras lassen sich, zusammen mit den schon gesehenen Videos, im Archiv jederzeit ansehen und durchlesen. Diese Vielzahl an Informationen ist es, was das Spiel vor allem für Kenner der Serie interessant macht.

 

Ebenfalls im Archiv findet man Infos zu den Charakteren und kann sich die freigeschalteten Erfolge ansehen. Man bekommt nämlich Medaillen für bestimmte Dinge, so zum Beispiel wenn man eine gewisse Anzahl an Gegnern getötet, besonders viele Kopfschüsse abgefeuert oder mächtig viel Geld eingesammelt hat.

 

Und wo wir gerade beim Thema Geld sind: Damit lassen sie die gefunden Waffen aufrüsten, so dass sie mehr Feuerkraft haben, schneller nachgeladen werden können, mehr Munition fassen, eine höhere Mannstopwirkung haben oder einfach nur schneller schießen können. Selbst wenn man gründlich alles nach Geld absucht, wird ein Durchgang nicht reichen, um alle Waffen komplett aufzuleveln, weshalb sich ein zweiter Durchgang durchaus lohnt. Mit stärkeren Waffen sind auch die höheren Schwierigkeitsgrade nicht mehr ganz so unheimlich und außerdem kann man beim zweiten Mal sicher mehr Archivdateien finden, denn die sind teilweise echt gut versteckt.

 

Man hat also, auch wenn ein einfacher Durchgang kaum mehr als 6-8 Stunden in Beschlag nehmen wird, durchaus noch mehr zu tun, wenn man das will. Das gleiche galt auch schon beim Vorgänger, hier ist aber so viel mehr versteckt, dass man als Liebhaber mit Sicherheit noch mehr Zeit damit verbringen kann.

 

 

Technik und Steuerung!

 

Grafisch ist der Titel eine absolute Augenweide. Klar, bei vordefinierten Bahnen ist es leichter das Optimum herauszuholen, als wenn man sich frei bewegen kann, allerdings haben die Entwickler bei Cavia es genau verstanden, mit der Wii richtig umzugehen. Die Umgebungen sind nicht nur vielseitig, sondern auch absolut traumhaft und schaurig zugleich. Vor allem in Südamerika sind einige Augenöffner dabei. Wer in einem der fortgeschrittenen Kapitel vom Staudamm in den Außenbereich kommt, der versteht, was ich meine. Es gibt zwar bei hoher Weitsicht recht deutliches Kantenflimmern, das trübt das grafische Erlebnis jedoch kaum. Auch toll ist, dass man viele Objekte in der Umgebung zerstören oder beeinflussen kann. Oft verbergen sich dahinter geheime Extras, so dass es sich durchaus lohnt, auf alles zu schießen, was so aussieht, als könnte man es zerstören. Dazu kommen toll gemachte Videosequenzen, bei denen man manchmal fast vergessen könnte, dass es sich nur um eine virtuelle Realität handelt.

 

Der Sound spielt auf ähnlich hohem Niveau. So sorgt die orchestral eingespielte Musik sowohl für Grusel als auch für Freude, denn alles ist perfekt und stimmig. Ebenso gelungen sind die Soundeffekte und die umfangreiche Sprachausgabe brauche ich wohl kaum zu erwähnen. Die bekannten Stimmen haben wieder ganze Arbeit geleistet und auch die neuen Darsteller kommen gut zur Geltung.

 

Einen kleinen Kritikpunkt muss ich bei der Steuerung zum Besten geben. Zwar funktioniert der Pointer einwandfrei und auch der Joystick auf dem Nunchuk zur Wahl der Waffe ist eine gute Idee, jedoch hakt es hier und da ein bisschen. So kann man zum Beispiel nach dem Abfeuern einer Waffe nicht direkt zu einer anderen wechseln, was besonders bei Endgegnern schnell gefährlich werden kann. Es ist durchaus möglich, dass das von den Entwicklern so gewollt ist, damit man nicht blind feuert, sondern auch das Magazin im Auge haben muss, manchmal sind jedoch schnelle Waffenwechsel zwingend nötig, so dass ich es etwas unglücklich finde. Wirklich störend empfand ich jedoch die wackelnde Kamera, die man nicht reduzieren oder gar ausschalten kann. Das führt dazu, dass man recht nah vor dem Fernseher sitzen muss, um überhaupt eine Chance zu haben, die teilweise kleinen Ziele zu treffen. Grundsätzlich finde ich das für die Atmosphäre zwar gut, allerdings ist es mir hier einfach zu viel, weshalb ich es schade finde, dass man es nicht reduzieren kann, wie in anderen Onrail-Shootern.

 

 

Vielen Dank an Capcom für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Resident Evil: The Darkside Chronicles ist ein mehr als gelungener Nachfolger, der zum Glück auch in Deutschland normal zu kaufen ist. Es gibt tonnenweise Inhalte, jede Menge Extras, eine spannende und gut erzählte Geschichte und fast nicht besser zu machende Technik. Das Erlebnis wird lediglich durch einige kleinere Mängel getrübt und durch die Tatsache, dass man in 6-8 Stunden durch ist. Wenn man keine Lust darauf hat, alles zu entdecken, und dann hat man eine Menge zu tun, ist der Spielspaß recht schnell vorbei. Etwas mehr Neues hätte ich mir aber dennoch gewünscht, so dass die Note zwar sehr gut, aber nicht überragend ist.

Grafik

super

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

84%

Singleplayer

87%

Multiplayer

Release

27.11.2009

Developer

cavia

Publisher

Capcom

USK Freigabe

18+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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