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Guitar Hero 5

Musik

01.12.2009

Autor: Marcel Witte

 

 

Mikrofon, Schlagzeug, Bass, Gitarre... ROCK ON!

 

Wie auch im Vorgänger World Tour kommen die vier populärsten Instrumente des Rock zum Einsatz. Das Augenmerk liegt dabei auf der Gitarre, denn in meinem Freundeskreis wollten alle meistens Gitarristen sein und das zu Recht. Meiner Meinung nach versprüht kein anderes der Instrumente so viel Charme wie die Gitarre. Man fühlt sich einfach wie ein echter Rockstar, wenn man diese in die Hand nimmt und die Saiten anschlägt. Außerdem wirkt die Gitarre, als könnte man sie am leichtesten handlen. Dazu kommt noch, dass man durch die Vorgänger wohl am meisten Übung mit der Gitarre hat. Beim Mikrofon ist das etwas anders. Es kostet schon ganz schön Überwindung, sich vor seinen Freunden mit seiner nicht so rockigen Stimme zum Affen zu machen. Doch gerade bei Guitar Hero 5 fand ich das Singen eine nette Abwechselung zum ständigen Knöpfe drücken. Einige Songs machen sogar richtig Spaß zu singen und zu performen. Das wohl populärste Musikinstrument nach der Gitarre ist das Schlagzeug. Schwer zu lernen und zu spielen, doch wenn man es erst einmal kann, macht es fast noch mehr Spaß als einfach nur Knöpfe zu drücken. Man muss jetzt sogar aufpassen, wie hart man einige Noten anschlägt. Der Bass funktioniert ähnlich wie die Gitarre, wird aber oft verpönt, da man eigentlich nur vier Saiten benutzt, und kommt dadurch gar nicht richtig zur Geltung.

 

Aus diesen vier Instrumenten wählt man seinen Liebling aus und beginnt das Spiel. Hierbei gibt es direkt zu Beginn eine kleine Änderung zum Vorgänger. Der oder die Spieler müssen sich nicht mehr durch langweilige Menüs klicken sondern können sofort anfangen zu spielen und zwar das Lied, welches gerade auch im Hintergrund gespielt wird. Hat man dieses erfolgreich gerockt, schließt sich per Zufall der nächste Song direkt an. Man kann aber auch erst ins Menü und sich einen Charakter erstellen, mit der Karriere beginnen, online andere Spieler herausfordern oder einfach offline seinen Lieblings-Song spielen. Außerdem ist es mit Guitar Hero 5 nun möglich in der Roadie-Schlacht seinen Nintendo DS mit dem Spiel zu verbinden, um so in einem Duell Gegner zu sabotieren oder sich selber zu helfen, indem man zum Beispiel das Instrument repariert. Ein weiterer Menü-Punkt ist der Mii-Freestyle Modus. Hier kann man mit allen Instrumenten, außer dem Mikrofon, zu fertigen Beats und Rhythmen jammen. Hat man seinen DS schon mit Guitar Hero 5 verbunden, kann man zusätzlich dazu die Session mit Kamera-, Licht- und Pyro-Effekten aufwerten. Anschließend kann man die Jam-Session online mit anderen Freunden teilen.

 

Auf der Karriere liegt wohl das Hauptaugenmerk eines jeden Rockers. In dieser wählt ihr einen vorgefertigten Rockstar oder erschafft euren eigenen. Mit diesem versucht ihr dann sämtliche Bühnen dieser Welt zu rocken. Dabei funktioniert die Karriere wie im Vorgänger. Es werden euch Konzerte angezeigt, die ihr dann nacheinander oder wirr durcheinander spielen müsst. Die Karriere kann man wieder allein oder als Band absolvieren. Im Band-Karriere-Modus gibt es die Möglichkeit, mit bis zu vier Spielern lokal offline zu spielen, sich einer Band online anzuschließen oder eine eigene Band online zu gründen.

 

 

Die heißeste Songliste ever?

 

Mit diesem Slogan wirbt Activision auf der Verpackung, doch wird der Titel der Songliste gerecht oder ist sie nicht wirklich gut? In meinen Augen wird die Songliste dem Slogan nicht gerecht. Es gibt zwar 85 Songs von insgesamt 83 Interpreten, doch nur gerade mal ein Drittel dieser Songs haben mir richtig gut gefallen. Das waren natürlich die, die kommerziellen Erfolg verbuchen konnten, was natürlich nicht heißt, dass die anderen Songs nicht gut sind. Wenn ich jedoch Guitar Hero World Tour und Guitar Hero 5 gegenüberstelle, gefällt mir die Songliste des vierten Teils um Längen besser. Zu den absoluten Top-Interpreten von Guitar Hero 5 gehören große Namen wie Blink-182, Bon Jovi, Coldplay, Iron Maiden, Johnny Cash, The Killers, KingsofLeon, Santana, The Racounteurs, sowie The White Stripes und noch einige andere. Alles in allem ist gerade die Songliste Geschmackssache, jedoch hätte ich mir mehr Ohrwurm-Songs wie aus Guitar Hero World Tour gewünscht. Da der Musikgeschmack jedoch individuell sehr verschieden ist, muss das jeder für sich selbst entscheiden. Und wie ginge das besser als durch die Studie der gesamten Liste?

 

  • 3 Doors Down - "Kryptonite"
  • AFI - "Medicate"
  • A Perfect Circle - "Judith"
  • Arctic Monkeys - "Brianstorm"
  • Attack! Attack! UK - "You And Me"
  • Band Of Horses - "Cigarettes, Wedding Bands"
  • Beastie Boys - "Gratitude"
  • Beck - "Gamma Ray"
  • Billy Idol - "Dancing With Myself"
  • Billy Squier - "Lonely Is The Night"
  • Blink-182 - "The Rock Show"
  • Blur - "Song 2"
  • Bob Dylan - "All Along The Watchtower"
  • Bon Jovi - "You Give Love A Bad Name"
  • Brand New - "Sowing Season (Yeah)"
  • The Bronx - "Six Days A Week"
  • Bush - "Comedown"
  • Children Of Bodom - "Done With Everything, Die For Nothing"
  • Coldplay - "In My Place"
  • Darker My Love - "Blue Day"
  • Darkest Hour - "Demon(s)"
  • David Bowie - "Fame"
  • Deep Purple - "Woman From Tokyo ('99 Remix)"
  • Dire Straits - "Sultans Of Swing"
  • Duran Duran - "Hungry Like The Wolf"
  • Eagles Of Death Metal - "Wannabe In L.A."
  • Elliott Smith - "L.A."
  • Elton John - "Saturday Night's Alright (For Fighting)"
  • Face To Face - "Disconnected"
  • Garbage - "Only Happy When It Rains"
  • Gorillaz - "Feel Good Inc."
  • Gov't Mule - "Streamline Woman"
  • Grand Funk Railroad - "We're An American Band"
  • Iggy Pop - "Lust For Life (Live)"
  • Iron Maiden - "2 Minutes To Midnight"
  • Jeff Beck - "Scatterbrain (Live)"
  • Jimmy Eat World - "Bleed American"
  • John Mellencamp - "Hurts So Good"
  • Johnny Cash - "Ring Of Fire"
  • King Crimson - "21st Century Schizoid Man"
  • Kaiser Chiefs - "Never Miss A Beat"
  • Kings Of Leon - "Sex On Fire"
  • Kiss - "Shout It Out Loud"
  • Love and Rockets - "Mirror People"
  • Megadeth - "Sweating Bullets"
  • Motley Crue - "Looks That Kill"
  • Muse - "Plug In Baby"
  • My Morning Jacket - "One Big Holiday"
  • Nirvana - "Lithium (Live)"
  • Nirvana - "Smells Like Teen Spirit"
  • No Doubt - "Ex-Girlfriend"
  • Peter Frampton - "Do You Feel Like We Do? (Live)"
  • Public Enemy Featuring Zakk Wylde - "Bring the Noise 20XX"
  • Queen & David Bowie - "Under Pressure"
  • Queens Of The Stone Age - "Make It Wit Chu"
  • Rammstein - "Du Hast"
  • Rose Hill Drive - "Sneak Out"
  • Rush - "The Spirit Of Radio (Live)"
  • Santana - "No One To Depend On (Live)"
  • Scars On Broadway - "They Say"Screaming Trees - "Nearly Lost You"
  • Smashing Pumpkins - "Bullet With Butterfly Wings"
  • Sonic Youth - "Incinerate"
  • Spacehog - "In The Meantime"
  • Stevie Wonder - "Superstition"
  • Sublime - "What I Got"
  • Sunny Day Real Estate - "Seven"
  • The Derek Trucks Band - "Younk Funk"
  • The Duke Spirit - "Send A Little Love Token"
  • The Killers - "All The Pretty Faces"
  • The Police - "So Lonely"
  • The Raconteurs - "Steady As She Goes"
  • The Rolling Stones - "Sympathy For The Devil"
  • The Sword - "Maiden, Mother & Crone"
  • The White Stripes - "Blue Orchid"
  • Thin Lizzy - "Jailbreak"
  • Thrice - "Deadbolt"
  • Tom Petty - "Runnin' Down A Dream"
  • Tom Petty & The Heartbreakers - "American Girl"
  • TV On The Radio - "Wolf Like Me"
  • T. Rex - "20th Century Boy"
  • Vampire Weekend - "A-Punk"
  • Weezer - "Why Bother?"
  • Wild Cherry - "Play That Funky Music"
  • Wolfmother - "Back Round"

 

Mit Freunden doppelt... ähm viermal so viel Spaß, online achtmal!

 

Das Zugpferd von Musikspielen ist in der Regel der Multiplayer. Abends mit ein paar Freunden oder der Familie zu geilen Songs abzurocken macht nicht nur unheimlich Spaß, sondern gehört schon fast zu jedem guten Party-Wochenende. Aber auch wenn die Freunde keine Lust verspüren, schon wieder ein Wochenende durchzurocken, hat man Dank des Online-Modus immer jemanden, der mit rockt. Dabei punktet der Multiplayer-Modus aber nicht nur mit dem Band-Modus, wo jedes Mitglied der Band ein anderes Instrument spielt, sondern mit der Vielfalt, die Instrumente nach Belieben zu kombinieren. So ist es möglich, dass bis zu vier Spieler Schlagzeug oder Gitarre spielen, unter der Voraussetzung, dass man das nötige Equipment hat. Und auch im Online-Modus hat man die Möglichkeit im Band-Battle mit bis zu acht Spielern zu einem Song abzugehen, das heißt, es können acht Wiis online miteinander verbunden werden. Außerdem haben sich die Macher von Guitar Hero ein nettes Gimmick einfallen lassen, um richtigen Hardcore Rockstars, oder denen, die es noch werden wollen, die Langzeitmotivation zu erhöhen. So gibt es, wenn man sich registrieren lässt, VIP-Einladungen. Als VIP-Rockstar kann man Statistiken einsehen, an Turnieren teilnehmen und Preise gewinnen.

 

Neben diesen tollen Aspekten des Multiplayer-Modus gesellen sich noch weitere hinzu. Man kann online eigene Songs erstellen. Diese können veröffentlicht und von anderen Spielern heruntergeladen werden. Zusätzlich dazu kann natürlich auch online gejammed werden, was das Zeug hält. Und man kann neue Songs per Pay to Play herunterladen und anschließend spielen. Außerdem können Besitzer von Guitar Hero World Tour ihre heruntergeladenen Songs in Guitar Hero 5 importieren, so muss man nicht noch mal einen Song herunterladen, den man aus dem Vorgänger bereits hat.

 

 

Grafik und Sound!

 

Der Grafik-Stil wurde vom Vorgänger weitestgehend übernommen und an einigen Stellen verbessert. Die Bühnen, das Publikum, die Vollblut-Rocker Rocker wirken viel lebendiger, als sie es im vierten Teil taten. Es gibt schöne Kamerawechsel und so werden die einzelnen Bandmitglieder in ein viel besseres Licht gerückt. Auch die Möglichkeit, den Nintendo-DS mit Guitar Hero zu verbinden und dort noch mehr Kamera-, Licht- und Pyro-Effekte einzubauen, bereichert dieses Spiel in Sachen Grafik ungemein.

 

Ähnlich sieht es beim Sound und dessen Qualität aus. Mit der richtigen Anlage spuckt Guitar Hero 5 die Töne auch in Dolby Pro Logic II aus. Ein unglaublich gutes Klangbild gibt es auch dann noch, wenn die Anlage voll aufgedreht ist. Aber Vorsicht: im Rockstar-Wahn könnte es auch Probleme mit dem Nachbarn geben.

 

 

Wir Danken Activision für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Das Potenzial von Guitar Hero 5 ist unverkennbar. Das Spiel punktet mit neuen, besseren Modi, hervorragenden Soundqualitäten und einer besseren Grafik als beim Vorgänger. Trotzdem ist die Songliste nicht das, was sie hätte sein können. Alles in allem ist es aber ein unglaublich gutes Spiel, welches eine Menge positive Veränderungen zum Vorgänger mit sich bringt, so dass man allen Rockstars, oder denen, die es einmal werden wollen, diesen Titel nur ans Herz legen kann. Wer es also noch nicht hat, sollte es unbedingt auf die Wunschliste für Weihnachten packen, getreu dem Song „Jingle Bells Rock“!

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

89%

Multiplayer

Release

19.09.2009

Developer

Neversoft

Publisher

Activision

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-8


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