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Reviews: Nintendo Wii

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Rabbids Go Home

Action Adventure

08.12.2009

Zum Video-Review

Autor: Marcel Witte

 

 

Der örtliche Schrottplatz

 

Wer wusste das nicht: Hasen schlafen gerne auf leuchtenden Kugeln. Doch nachdem zwei Hasen etwas zu spät auf dem örtlichen Schrottplatz eintrafen, waren alle großen Glühbirnen belegt. Rein zufällig war in dieser Nacht Vollmond und als die Rabbids diesen sahen, war ihnen sofort klar, dass die größte aller Glühbirnen der geeignetste Schlafplatz für sie wäre. Doch wie kommt man zu dieser riesigen "Glühbirne", die Augenscheinlich gar nicht so weit weg zu sein scheint? Ganz einfach! Man sammelt zahllose Gegenstände ein und türmt sie aufeinander, so dass man irgendwann den neuen Schlafplatz erreichen kann. Gesagt, getan und so machen sich die beiden Hasen mit ihrem Einkaufswagen und einer Hasen-Kapelle auf den Weg, um jeglichen Kram zu sammeln. Dabei beginnt die lustige Einkaufstour direkt auf dem Schrottplatz, wo sonst findet man leichter Krempel, der sich bis zum Mond türmen lässt. Nachdem sämtliche Teile des Schrottplatzes absucht wurden und alle Teile zu einen großen Berg zusammen getragen wurden, wird den Hasen schnell klar, dass sie mehr und vor allem größeren Krempel brauchen. Da kommt den Rabbids die Idee, dass in der Stadt eigentlich genug Kram zu finden sein müsste. Also machen sich die beiden Hasen, ihr Einkaufswagen und die Hasen-Kapelle durch das Abwassersystem auf zur Stadt, wo ihr Abenteuer wirklich beginnt.

 

 

Gameplay

 

In der Stadt angekommen, findet sich der Spieler dank gut eingearbeiteter Unterstützung durch Pfeile auf dem Boden gut zurecht. Diese Pfeile führen euch zu den Levels, welche die Hasen absolvieren müssen, um den Mond zu erreichen. Ansonsten dient die Stadt nur zum Vergnügen und um ein paar extra Teile für den Berg aus Krempel einzusammeln. Nachdem der Spieler die Teile eingesammelt hat und sich in der Stadt etwas orientiert hat, muss er zum Lumpensammlerhasen. Hat der Spieler diesen gefunden, übergibt er dem Hasen sämtliches Zeug und betritt anschließend die Missionen. Sind die Hasen in den Missionen erfolgreich und haben sie genug Teile eingesammelt, wird ein weiterer Lumpensammlerhase in der Stadt auftauchen und somit weitere Areale freigeschaltet, die es dann ebenfalls zu bestehen gilt.

 

In den Missionen selber holen sich die Hasen am meisten Krempel. Dabei wird grundsätzlich zwischen kleinen und großen Teilen unterschieden. Ein kleines Teil ist jedes, das der Spieler beim Durchrennen des Levels findet. Jeder Level beinhaltet 400 solcher Teile. Die großen Teile sind besonders wichtig: Es gibt sie in jedem Level und sie sind soviel Wert wie 600 kleine Teile. Das bedeutet, dass die Hasen pro Level Teile zusammen tragen können, die insgesamt 1.000 Meter hoch sind. Dabei müssen die Hasen das große Teil im Level einsammeln, um zum Ausgang des Levels zu gelangen. Der Ausgang eines jeden Levels ist ein stilles Örtchen. Genau wie wir es aus den Vorgänger-Spielen kennen, haben die Rabbids eine sehr große Affinität zu Klos und dem Abwassersystem. Haben die Hasen das Zielklo erreicht, jagt die Hasen-Kapelle alles, was eingesammelt wurde, den Abfluss hinunter. Anschließend werden die Teile auf den riesigen Müllberg geworfen.

 

Jedoch wird es dem Spieler und den Hasen nicht ganz so einfach gemacht, wie gerade beschrieben. Denn neben stachligen Kakteen und explodierenden roten Luftkissen, gibt es noch jede Menge anderer Fallen und Gegner im Spiel. Auch ganz normale Menschen, die sich in der Stadt aufhalten, sind mit von der Partie. Falls einigen Spielern Rabbids Go Home zu schwer sein sollte, hat Ubisoft eine gute und unterhaltsame Hilfe eingebaut. Man kann das Spiel nämlich auch zu zweit durchspielen. Dabei verhält sich das Eingreifen des zweiten Spielers ähnlich wie in Super Mario Galaxy. Man kann dem ersten Spieler helfen, Kram und Teile einzusammeln, indem man mit dem Pointer auf die Gegenstände zielt. Zusätzlich dazu kann der zweite Spieler, genau wie der erste Kanonenkugelhasen abfeuern. Die kann er zum in die Flucht schlagen von Gegnern nutzen. Diese Hasen kann man durch Schütteln der Wiimote aufladen, damit noch mehr Power dahinter steckt. Außerdem kann man, durch Drücken und Halten der entsprechenden Taste und anschließendem Schütteln der Wiimote, Menschen in den Levels in den Wahnsinn treiben.

 

 

Weitere Features

 

Der Storymodus ist aber noch lange nicht alles, was Rabbids Go Home zu bieten hat. Zwei Modi möchte ich an dieser Stelle ganz besonders hervorheben. Zum einen kann der Spieler im Spiel seine Hasen nach belieben gestalten. In diesen Modus gelangt der Spieler während des Storymodus. So ist gewährleistet, dass jeder Spielstand auch seine eigenen Hasen beinhaltet. Der Gestaltung der Hasen sind in diesem Modus kaum Grenzen gesetzt. Es können Körperteile nicht nur farblich verändert werden, sondern auch deren Größe. Außerdem kann man die Kopfform nach belieben quetschen oder dehnen. Allerdings muss man erst im Spiel die dafür benötigten Werkzeuge freischalten. Das geschieht ganz automatisch, indem die Hasen sämtliche Sachen einsammeln.

 

Das zweite Feature befindet sich zwar auf der Spieledisk, gehört aber eigentlich gar nicht zum Spiel. So haben die Entwickler Rabbids Go Home, ähnlich wie bei Mario Kart, einen eigenen Kanal spendiert. Dieser Kanal wiederum ist, ähnlich wie der Mii-Wettbewerbs-Kanal, ein Design-Kanal. Hier könnt ihr Hasen designen und mit dem neuen Design der Häschen an Wettbewerben teilnehmen. Auf Grund der Werkzeuge, mit denen man die Körperform verändern kann, ist der Kanal um einiges besser als der Mii-Wettbewerbskanal. Damit einem beim Designen nicht langweilig wird, gibt es jede Woche bestimmte Themen-Wettbewerbe. In diesen muss der Spieler dann seine Hasen dem Thema entsprechend umgestalten. Anschließend kann man dann im Internet und im Kanal an der Abstimmung teilnehmen. Dieser Kanal ist auf Grund der Vielfalt die Alternative für den Mii-Wettbewerbskanal, in meinen Augen sogar ein Stück besser.

 

 

Steuerung, Grafik und Sound!

 

Auch der technische Aspekt weist in Rabbids Go Home keinerlei Macken auf. Die Steuerung funktioniert tadellos. Einige Tasten rufen Aktionen im Spiel hervor, andere sind für das Aufrufen des Menüs oder zum Fotos schießen da. Auch von der Schüttel- sowie von der Pointerfunktion wird Gebrauch gemacht, dabei funktioniert alles tadellos.

 

Grafisch sieht das Spiel sehr schön aus. Die vielen bunten Farben der Großstadt passen perfekt zu den Rabbids. Und auch wenn die Passanten im Spiel etwas unkreativ wirken, so runden sie die Welt der Hasen doch sehr gut ab. Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, dass Rabbids Go Home keine Ruckler aufweist, auch dann nicht, wenn sich die Hasen eine Turbine eines Flugzeugs schnappen und damit auf Highspeed-Shoppingtour gehen.

 

Was soll ich zum Sound noch sagen außer, dass ein schön klingendes „Bwahhhh!“ mein Herz einfach höher schlagen lässt. Neben diversen schönen Sounds bleibt hier auch die Sprachausgabe hervorzuheben. Natürlich können die Rabbids nicht sprechen, aber Passanten und Gegner lassen hin und wieder lustige Sprüche los, sogar komplett in deutscher Sprache. Dazu biete Rabbids Go Home einen ohrwurm-verdächtigen Soundtrack. Die Songs passen wunderbar zum Abenteuer-Debüt der Hasen.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Rabbids Go Home ist ein sehr gelungener Einstieg der Hasen in ihre Solokarriere. Mit sehr schöner Grafik und toller Sprachausgabe entfaltet das wohl witzigste Spiel, in welchem die Hasen jemals vorkamen, seinen Charme. Der Designmodus und der dazugehörige Kanal, indem die Rabbids der Öffentlichkeit preisgegeben werden, runden diesen Titel ab. Somit hat der Titel meine uneingeschränkte Kaufempfehlung, da es meines Erachtens der witzigste Titel diesen Jahres ist und er einfach unter jeden Weihnachtsbaum gehört.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

super

85%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

05.11.2009

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1(-2)


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