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Reviews: Nintendo Wii

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Need for Speed: Nitro

Rennspiel

16.02.2010

Autor: Martin Küpper

 

 

Drücken wir es mal vorsichtig aus, die letzten Ableger der Need for Speed Reihe sind qualitativ nicht gerade auf der Überholspur gefahren. Auf Xbox 360 und Playstation 3 hat der neuste Ableger der Reihe Need for Speed: Shift aber unlängst wieder einen Gang höher geschaltet und allseits gute Kritiken eingefahren. Das lässt neue Hoffnung tanken, dass auch Need for Speed: Nitro für die Nintendo Wii wieder Vollgas gibt, auch wenn die beiden Titel in eine völlig andere Richtung abfahren. So nun aber genug der Wortspiele...

 

 

Mit Bleifuß zum Erfolg

 

Wie schon erwähnt geht Need for Speed: Nitro in eine völlig andere Richtung als der große Bruder Shift. Während dort nämlich mehr oder weniger realistische Rennen auf dem Programm stehen, gibt es bei Nitro pures Arcade-Gerase. Das heißt im Klartext: Fuß aufs Gaspedal, ordentlich Nitro tanken und möglichst flott durch die Kurven driften. Zur Auswahl stehen dabei natürlich wieder verschiedene Renntypen.

 

Da wären zunächst natürlich die ganz normalen Rundkurs-Rennen, in denen man nach einer bestimmten Anzahl von Runden als erster durchs Ziel muss. Selbiges gilt für das Team-Rennen, nur dass hier zwei Teams mit jeweils vier Fahrern gegeneinander antreten. Man sollte also stets im Hinterkopf behalten, zu welchem Team (Blau oder Rot) man gehört, um nicht die eigenen Teammitglieder zu rammen. Auch ein Drag-Rennen ist für Need for Speed Kenner kein Neuland. Hier gilt es auf einer kurzen Distanz am schnellsten aus den Startlöchern zu kommen, um vor der Konkurrenz zu landen. Dafür ist vor allem perfektes Schalten und taktisch kluger Einsatz des Nitros gefragt – wobei Kollisionen mit anderen Fahrzeugen tunlichst vermieden werden sollten, da diese in einem Totalschaden enden. Last but not Least gibt es noch die Eliminator-Rennen. In diesem Renntyp scheidet alle 30 Sekunden der Letztplatzierte aus. Hier wird es also mit der Zeit immer enger, bis nur noch zwei Fahrer um den Sieg kämpfen.

 

Im Karieremodus, in dem weitere Renntypen wie Zeitfahren und Drift-Challenge hinzukommen, gilt es in drei Cups – Bronze, Silber und Gold – sein fahrerisches Können zu beweisen. Anfangs kann man die verschiedenen Herausforderungen nur in einer Stadt auswählen, doch im späteren Spielverlauf hat man dann die freie Wahl zwischen Madrid, Kairo, Rio de Janeiro, Dubai und Singapur. Der Fortschritt wird dabei in Sternen gemessen, für die man oftmals mehr als nur gewinnen muss. So gibt es etwa bei manchen Herausforderungen auch für eine bestimmte Rundenzeit oder für eine gewisse Anzahl an Style-Punkten einen Stern. Mit den Sternen erlangt man aber nicht nur Zugriff auf neue Städte und Aufgaben, sondern steigert auch seinen Rang und schaltet neue Fahrzeuge frei, die man sich dann für sein hart verdientes Geld kaufen kann. Natürlich kann man seine Schlitten nach dem Kauf auch dem eigenen Geschmack entsprechend anpassen. Man darf sogar selbst mittels Pointer zur Spray-Dose greifen, was allerdings selten zum gewünschten Ergebnis führt. Da sind die vorgefertigten Motive die deutlich besseren Alternativen um das Design des Autos zu verändern.

 

 

Tatütata

 

Die größten Probleme bereiten einem bei Nitro übrigens nicht die direkte Konkurrenz, sondern die gute, alte Polizei. Straßenrennen sind illegal und dementsprechend vehement versuchen die Polizisten auch, die beteiligten Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Das Problem ist nur, dass die Polisten manchmal viel zu aufdringlich sind und sie es geradezu unmöglich machen, vernünftig zu fahren. Wenn man von drei oder mehr Polizeiwagen bedrängt wird, ist die Konkurenz schnell außer Reichweite und der Frust groß. Zum Glück gibt es hin und wieder Items auf der Strecke, mit denen man die Polizei von sich selbst auf die Konkurrenz umlenken kann. Mindestens genauso nützlich ist auch as zweite (und letzte) Item, der Schraubenzieher, mit dem man seinen Wagen reparieren kann.

 

Abseits der Kariere kann man im Arcade-Modus mit bis zu drei Freunden an einer Konsole um die Wette rasen. Einen Online-Modus gibt es aber leider nicht. Eine Besonderheit am Mehrspielermodus ist, dass man im Eliminator-Rennen nach dem Ausscheiden als Polizist für Unruhe sorgen darf. Interessanterweise ist das oftmals viel spaßiger, als das eigentliche Rennen. Umso enttäuschender ist es, dass es keinen Modus gibt, in dem man direkt als Polizist antreten darf.

 

 

Steuerung, Grafik und Sound

 

Bei der Steuerung hat man die Wahl zwischen drei Einstellungen. Natürlich wird das Wii Wheel unterstützt, mit dem man durch Neigen der Wii Remote durch die Strecken lenkt. Besonders genau funktioniert das allerdings nicht, doch zum Glück darf man auch mit dem Analogstick des Nunchuks lenken. Die letzte Option ist die Wii Remote gerade zu halte und durch das Neigen nach links und rechts zu lenken, was leider auch nicht immer 100%ig genau funktioniert.

 

Auch bei der Grafik ist Nitro das genaue Gegenteil von Shift. Statt Realismus ist die Grafik in einem Comic-Stil gehalten. Der hat zwar durchaus Style, kann aber die Detailarmmut nicht ganz verbergen. Hin und wieder poppen auch Objekte auf und auch Treppchenbildung gibt es hier und dort zu sehen. Insgesamt ist das Spiel aber dennoch ganz nett anzusehen.

 

Der Soundtrack des Spiels bietet EA-typisch eine gute Mischung aus Independent-Songs und einigen Charthits, wobei man wirklich bekannte Lieder vergebens sucht. Klar, so ein Soundtrack ist immer Geschmackssache, doch man kann nicht abstreiten, dass die Songs wunderbar zu den Rennen passen.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für die Bereistellung des Testmusters.


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Fazit

Im Großen und Ganzen macht Need for Speed: Nitro nicht viel Falsch. Die Polizei rückt einem oftmals zu hartnäckig auf die Pelle und einen Onlinemodus sucht man vergebens. Der Grund warum Nitro keine höhere Wertung bekommen hat, liegt vielmehr daran, dass es aber eben auch nicht wirklich viel Neues oder Außergewöhnliches bietet. So kann ich das Spiel Freunden von Arcade Racern leider nur mangels Konkurrenz auf der Wii wirklich ans Herz legen. Wer kann greift aber besser zu Burnout 2 für den guten, alten GameCube.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

70%

Singleplayer

65%

Multiplayer

Release

05.11.2009

Developer

Electronic Arts

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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