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Reviews: Nintendo Wii

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Resident Evil 4

Action Adventure

15.07.2007

Autor: Gunnar Schreiber

Es gibt Spiele, die legt man nach dem Antesten oder ersten Durchspielen beiseite und wird sie nie wieder oder nur noch selten mal in die Konsole einlegen. Andere waren seinerzeit was besonderes, doch Jahre später will der Funken einfach nicht mehr überspringen. Und dann gibt es Spiele wie Resident Evil 4, die reifen wie ein guter Wein und werden einfach immer besser.

 

Resident Evil 4 ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Nicht nur, dass es eines der besten Spiele der letzten Jahre ist, nein, es hat bei der ersten Veröffentlichung auf dem GameCube im Januar 2005 nicht nur Capcoms Vorzeigeserie, sondern gleich mal das komplette Survival Horror Genre reformiert. Vorbei waren die Zeiten der starren Kameraperspektiven und hakeligen Steuerung. Kein unnötiger Rätselballast mehr und hässliche Zombies. Resident Evil 4 ist zwar immer noch ein Action Adventure, aber das Verhältnis der beiden Charakteristika hat sich von mehr Adventure in den früheren Teilen zu deutlich mehr Action verschoben. Während manchen Serienveteranen dieser Schritt missfiel, übertrafen sich Kritiker und die meisten Kunden aber mit Lobeshymnen. Nun, gute 2 Jahre nach dem Release, kommt das Spiel erneut auf den Markt und zwar in einer Wii Edition. Lohnt sich der erstmalige oder gar erneute Kauf? Was hat sich gegenüber den anderen Versionen geändert? Diese Fragen und mehr werden wir nun klären.

 

 

Die Geschichte

 

Resident Evil 4 spielt 6 Jahre nach den Ereignissen in der amerikanischen Stadt Racoon City. Damals konnte das tödliche T-Virus aus einem Laboratorium der Firma Umbrella, die u.a. an einem geheimen Biowaffenprogramm arbeitete, durch einen folgenschweren Unfall in die Umwelt gelangen. Daraufhin mutierten die Bewohner und die Tiere der Stadt zu blutrünstigen Monstern, bis die Regierung keine andere Option mehr sah als die kleine Stadt mit einem gezielten atomaren Schlag komplett zu vernichten. Danach wurde der Handel mit Aktien von Umbrella verboten und die Firma ging Pleite. Was genau in den Jahren zwischen den Vorfällen und Resident Evil 4 geschah, wird Capcom in dem demnächst erscheinenden Spiel Resident Evil Umbrella Chronicles, was ebenfalls exklusiv für Wii auf den Markt kommt, erklären.

 

Leon S. Kennedy, Hauptcharakter von Resident Evil 2 und auch 4, war damals dabei in Racoon City. Die Hölle brach genau an dem ersten Tag seines Dienstes als Polizist aus. Sein Abenteuer wird bis heute von vielen Fans als besten Teil der Serie angesehen und sollte von jedem Neueinsteiger ins Resident Evil Universum mal gespielt werden. Nachdem Leon rechtzeitig aus der Stadt flüchten konnte, schloss er sich einer Spezialeinheit an, die direkt unter dem amerikanischen Präsidenten steht. Als dessen Tochter Ashley Graham entführt wird, soll Leon das Mädel finden und retten. Die Spur führt in ein kleines spanisches Dorf und das Abenteuer beginnt. Die spannende Geschichte wird in tollen Sequenzen in Ingame Grafik erzählt und durch Gespräche und Notizen vertieft.

 

 

Das Gameplay und die Steuerung

 

Während andere Spiele eher gemütlich anfangen, um den Spieler an die Steuerung und Geschehnisse heranzuführen, geht Resident Evil 4 gleich auf die Zwölf! Nachdem man den ersten übel reinschauenden Dorfbewohner, der zwar kein Zombie ist, aber ähnlich emotionslos und affektlos handelt, (mund)tot gemacht hat, betritt man recht schnell ein kleines, verträumtes Bauerndorf. Doch die Idylle täuscht. Ein Blick durch das Fernglas zeigt ein ordentliches Lagerfeuer, auf dem die Bewohner statt Thüringer Bratwürste lieber ein paar Polizisten grillen. Vorwitzig wie Leon nun mal ist, versucht er sich der Grillparty zu nähern, woraufhin die Hölle losbricht. Mit Mistgabeln und Äxten bewaffnet stürmen die Bewohner rücksichtslos auf Leon zu und der Alptraum beginnt. Kam der Horror in früheren Teilen der Serie durch Schockeffekte zustande, erzeugt Resident Evil 4 Angst und Panik durch die schiere Überzahl an Gegnern. Zunächst nur mit einer Pistole und einem Messer bewaffnet, muss Leon nun mit den Angreifern fertig werden. Aber schon bald wird eine der großen Stärken des Spiels deutlich. Denn das ganze Dorf ist frei begehbar und das sollte Leon nutzen. Schnell an den heranstürmenden Bewohnern vorbei, in einer sicheren Ecke verschanzen und dann die Widersacher ausschalten. Wird es brenzlig einfach in das nächste Haus rennen, die Türe verbarrikadieren und abwarten, von wo die Gegner als nächstes angreifen. Da die künstliche Intelligenz der Dorfbewohner aber meistens wirklich vorbildlich ist, kann Leon sich nie in Sicherheit wiegen, was ein weiterer Grund für die Angst des Spielers ist. Denn was nützt eine verbarrikadierte Tür, wenn plötzlich ein Wahnsinniger mit einer Kettensäge kommt, diese aufsägt und es dann gleich auf Leons Denkapparat abgesehen hat. Aber auch eine Flucht ins Obergeschoss hilft nur bedingt, da die Bewohner schon Leitern an das Haus angestellt haben und über die Fenster und über das Dach eindringen. Da helfen nur noch die Shotgun und gezielte Schüsse möglichst direkt gegen die fiesen Visagen, die dann zugleich oft auch platzen wie reife Melonen. Zum Glück ist Leon aber noch beweglicher und agiler als seine Widersacher. Dabei hilft der Kontext sensitive A Knopf. Mit dem lasst ihr Leon angestellte Leitern umwerfen, aufstellen oder hochklettern, Items aufsammeln, aus Fenstern springen, Zäune überspringen, Schalter aktivieren etc. Trotz der augenscheinlichen Übermacht der Gegner, ist der Spieler durch Leons Agilität immer Herr der Lage und das gesamte Dorf wird zum großen Spielplatz.

 

Mit dazu bei trägt die sehr gelungene Steuerung, die natürlich in der Wii Version auch die Fähigkeiten von Wiimote und Nunchuk nutzt, ohne aber zwanghaft darauf zurückzugreifen. Ihr bewegt Leon mit dem Analogstick des Nunchuks. Die Wiimote ist für sämtliche Aktionen zuständig. Schüttelt ihr die Wiimote, dann zückt Leon sein Messer und schnetzelt drauf los. Haltet ihr die B Taste gedrückt, dann geht er in den Zielmodus. In diesem könnt ihr mit der Wiimote das Fadenkreuz bewegen und punktgenau Zielen, um dann mit der A Taste zu schießen. Nie war das Eliminieren der Feinde leichter. Allerdings dreht sich das Sichtfeld nicht mit wie in einem Egoshooter, wenn ihr mit dem Fadenkreuz an den Rand des Bildschirms kommt. Dazu müsst ihr im Zielmodus den Ananlogstick betätigen. Was im ersten Moment ein Manko zu sein scheint, stellt sich schnell als sehr sinnvoll heraus, da dadurch das Spiel nicht zu einem simplen Shooter verkommt, sondern immer noch die alten Elemente beibehält. Übrigens wird nachgeladen, indem ihr im Zielmodus mit der Wiimote wackelt. Bewegungsmuffel können aber alternativ auch einfach eine beliebige Richtung auf dem Steuerkreuz drücken.

 

Die Wiimote kommt aber auch beim Betätigen von Kurbeln etc. und den teils interaktiven Zwischensequenzen zum Einsatz. Denn anders als sonst, dürft ihr euch bei den Videos nie entspannt zurücklehnen, denn es kann jederzeit passieren, dass eure Reaktion gefragt ist. So müsst ihr manchmal plötzlich die Wiimote schütteln oder die A und B Taste drücken. Diese so genannten Quick-Time-Events sind eine der tollen Features des Spiels und wirken durch die Wiimote noch authentischer und spannender.

 

Man muss also wirklich festhalten, dass durch die neue Steuerung das Spiel sich noch besser kontrollieren lässt und somit an zusätzliche Qualität gewonnen hat. Nur eine Sache wurde etwas halbherzig umgesetzt. Benutzt man nämlich ein Scharfschützengewehr, kann man im Zoom-Modus nicht das Fadenkreuz via Wiimote bewegen, sondern muss auf altertümliche Weise mit dem Analogstick zielen, was natürlich eher umständlich ist. Das fällt insbesondere dadurch sofort negativ auf, da man ja sonst die blitzschnellen Reaktionsmöglichkeiten der Wiimote gewohnt ist. Ziemlich unverständlich, warum Capcom sich dafür entschieden hat.

 

Mittlerweile hat Leon in dem Dorf richtig aufgeräumt und eine Kirchenglocke ertönt. Sofort wenden sich alle Gegner von dem Protagonisten ab und gehen in die Kirche. Auch wenn Leons Vermutung, dass die Bewohner zu einer mittäglichen Partie Bingo gehen würden, sich als nicht wahr herausstellt, kann er die Zeit nutzen, um das Dorf nach Items abzusuchen, die eine wichtige Rolle in dem Spiel einnehmen. Zunächst einmal hinterlassen besiegte Gegner entweder Geld oder Munition. Wofür die Munition ist, kann man sich denken. Was man mit dem Geld anstellt, werde ich später noch erläutern. Neben den hinterlassenden Gegenständen, kann Leon aber auch so im Dorf mehr oder weniger versteckte Sachen finden. Dazu lassen sich Schränke, Fässer und Kisten öffnen. Neben der Munition und Geld findet Leon aber auch Granaten, Schmuck, Edelsteine (Schätze jeglicher Art) und Kräuter (Herbs). Letztere dienen als Heilmittel und können kombiniert werden.

 

Es gibt drei Farben an Herbs: Gelbe sorgen gemischt mit mindestens einem grünen dafür, dass Leons maximal verfügbare Lebensenergie steigt. Der Verzehr ist also eine Methode, um die Energie dauerhaft zu steigern. Grüne Herbs geben ein wenig Lebensenergie zurück. Rote Herbs bringen bei einem Verzehr erstmal rein gar nichts. Wenn man diese aber mit grünen kombiniert, wird daraus eine vollständige Heilung. Man kann immer bis zu drei Kräuter miteinander vermischen, was ein wenig taktische Tiefe in das Spiel bringt. Allerdings dürfte der Einsatz für Veteranen der Serie nichts neues sein. Lediglich die gelben Kräuter und deren Funktion sind neu.

 

Alle Gegenstände, die Leon mit sich führt, verstaut er in einem Koffer. Geht man in das Menü, sieht man diesen Koffer aufgeklappt vor sich. Dieser hat eine bestimmte Anzahl an Slots, die ihr mit Items belegen könnt. Eine Granate verbraucht zum Beispiel gerade mal einen Slot, ein Herb 2, aber eine große Waffen wie eine Schrotflinte 10 oder mehr. Sind alle Slots belegt, könnt ihr keine weiteren Items mehr aufnehmen und müsst entweder was wegwerfen oder benutzen. Zum Glück werden aber nicht alle Gegenstände in den Koffer gepackt. So trägt Leon das Messer, gefundene Schätze, Geld und zum Fortgang relevante Items wie Schlüssel so mit sich rum. Außerdem kann man bei einem Händler im Laufe des Spiels größere Varianten des Koffers kaufen.

 

 

Waffengewalt und Shopping Touren

 

Eine weitere Besonderheit des Spiels ist der gerade angesprochene wandelnde Händler, der Leon an verschiedenen Orten des Spiels mit Waffen, Karten der Areale samt eingezeichneten Schätzen und Koffern versorgt, ihm aber auch die Möglichkeit gibt, überschüssige Gegenstände zu verkaufen. Also vertickt ihr eure gefundenen Schätze bei dem Händler und nutzt euer Geld gezielt, um Leon zu verbessern. Eine wichtige Anschaffung zu Anfang ist sicherlich ein größerer Koffer, damit ihr mehr mit euch rumschleppen könnt. Dann habt ihr im Laufe des Spiels die Chance sehr hilfreiche Waffen zu kaufen. Neben unterschiedlichen Handfeuerwaffen und Schrotflinten stehen euch auch so schlagkräftige Argumente wie Gewehre, Raketenwerfer oder Minenwerfer zur Verfügung. Alle Waffen verfügen über bestimmte Grundwerte in Feuerkraft, Nachladegeschwindigkeit, Schussgeschwindigkeit und Magazingröße. Eine Besonderheit von Resident Evil 4 ist, dass ihr die Waffen bei dem Händler gegen Geld in den eben genannten Charakteristika quasi aufleveln könnt. Dieses System ist sehr motivierend, da man auf der einen Seite sein gewähltes Waffenset personalisieren und somit an seine Spielweise anpassen kann und auf der anderen Seite dieses Feature auch dafür sorgt, dass man gewillt ist, möglichst viele Schätze und Geld zu finden.

 

 

Hummeln im Hintern

 

Wohl kaum ein anderes Spiel hat jemals so gut das Gefühl vermittelt, dass man stetig vorankommt, wie Resident Evil 4. Das liegt zum einem an dem recht hohen Spieltempo, aber vor allem auch an der großen Vielzahl an unterschiedlichen Locations und daraus resultierenden Highlights. Jeder Raum, jeder Bereich sieht anders aus. Ständig wird man mit neuen Situationen konfrontiert und ist immer wieder überrascht von dem Ideenreichtum, mit dem die Entwickler zu Werke gegangen sind. Kleinere Rätseleinlagen bilden eine willkommene Abwechselung in der stetig steigenden Action. Abgefahrene Gegner und wahnwitzige Endbosse steigern den Adrenalinspiegel. Beim ersten Durchspielen werdet ihr locker über 20 Stunden brauchen und dennoch wird es euch im Nachhinein aufgrund der vorzüglichen Kurzweiligkeit vorkommen, wie nur wenige Stunden. Langeweile gibt es keine bei Resident Evil 4.

 

 

Ashley Graham und weitere Charaktere

 

Nach wenigen Stunden im Spiel findet Leon das Objekt seiner Begierde, Ashley Graham, eingesperrt in einem Nebenraum einer Kirche. Nun müssen beide gemeinsam flüchten und hoffen an einem vereinbarten Treffpunkt von einem Hubschrauber abgeholt zu werden. Doch dieser wird von den Los Illuminados, so heißt die mysteriöse Sekte, die die Bewohner durch Parasiten willenlos macht, abgeschossen. Vorwärts heißt nun die Devise. Ashley folgt Leon auf Schritt und Tritt. Sie hat ebenfalls eine Lebensenergieanzeige, die auch mit gelben Herbs erweitert werden kann. Wird sie von einem Gegner getroffen, dann kann Leon Ashley mit Kräutern etc. heilen. Während in den meisten anderen Spielen Charaktere, die einen begleiten und geschützt werden wollen, meistens nur nerven, ist die Präsenz von Ashley kein bisschen störend, im Gegenteil. Das liegt an der genialen künstlichen Intelligenz, die Capcom der Präsidententochter gegeben hat. Sie folgt Leon perfekt und bleibt nie irgendwo hängen. Springt Leon zum Beispiel aus dem ersten Stock einen Gebäudes, dann geht Ashley von alleine die Treppe nach unten, sucht sich eine Tür oder klettert im Erdgeschoss aus dem Fenster. Kommt es zu einem Schusswechsel und sie steht in der Schusslinie, bückt sich Ashley sofort, so dass sie nie getroffen wird, es sei denn, man legt es darauf an. Ein weiteres geniales Feature ist, dass man Ashley sagen kann, dass sie an einer Stelle stehen bleiben soll oder sogar, dass sie sich in Containern, die man hier und da mal findet, verstecken soll. So kann Leon in Ruhe die Gegner aus dem Weg räumen und Ashley wird nichts geschehen. Auch ist es dann kein Problem, wenn Leon sich mittlerweile am anderen Ende des Areals befindet. Ein Pfiff auf den Fingern und sie läuft eigenständig zu Leon. Einfach vorbildlich gelöst!

 

Neben Ashley, dem angesprochenen mysteriösen Händler und den Anführern der Los Illuminados spielen noch weitere Charaktere eine wichtige Rolle. Da wäre vor allem Luis Sera zu nennen, dem ihr schon relativ am Anfang begegnet und der das eine oder andere Mal euren Weg kreuzt. Außerdem hat Ada Wong, die Fans der Serie aus dem zweiten Teil kennen, ihren großen Auftritt. Aber was macht sie da? Stimmen die Gerüchte, dass sie mit einem der Drahtzieher von Umbrella zusammenarbeitet und sogar liiert ist? Auf wessen Seite steht sie? Diese spannenden Fragen werde ich natürlich nicht beantworten.

 

 

Technik von gestern?

 

Resident Evil 4 hat ganze 2 Jahre auf dem Buckel. Dennoch gehört es mit zu den am besten aussehenden Wii Spielen. Das ist zwar ein Armutszeugnis für alle Entwickler, die es immer noch nicht geschafft haben, die zusätzliche Leistungsstärke von Nintendos innovativer Konsole auszunutzen. Auf der anderen Seite bezeugt dies aber auch die grandiose Arbeit, die Capcom damals abgeliefert hat. Das Spiel ist einfach voll gepackt mit unterschiedlichen Texturen, tollen Architekturen, fett polygonisierten Objekten und Gegnern sowie atmosphärischen Partikel- und Lichteffekten. Natürlich ist man mittlerweile von den anderen Systemen mehr gewöhnt, dennoch sieht Resident Evil 4 auch heute noch sehr gut aus, was vor allem auch daran liegt, dass das Spiel alles andere als nach dem Baukastenprinzip entworfen wurde. Außerdem gibt es in der Wii Version erstmals eine 16:9 Modus, der aber leider etwas unzufriedenstellend wegen Balken oben und unten umgesetzt wurde und einen 480p Modus.

 

Auch die Ohren dürfen sich freuen: Die Musik ist geheimnisvoll, die Soundgeräusche knackig, die Sprachausgabe ist exzellent und auch die Surroundabmischung lässt kaum Wünsche offen.

 

 

Augen auf beim Spielekauf oder mehr Spiel fürs Geld

 

Die deutsche Version von Resident Evil 4 ist zwar von der Gewaltdarstellung her ungeschnitten und hat somit die ab 18 Jahre Freigabe mehr als verdient. Leider fehlt aber wieder der Mercenaries Modus, den man nach dem ersten Durchspielen bekommt. In diesem Modus kann man in abgesteckten Arenen in fest definierten Zeiten mit verschiedenen Charakteren versuchen Punkte zu sammeln, indem man möglichst viele Gegner eliminiert. Wer scharf auf diesen Bonus ist, muss sich eine Version aus dem europäischen Ausland besorgen.

 

Ferner schaltet man nach dem ersten Durchspielen neue Schwierigkeitsgrade, Kostüme und Waffen sowie die Spielmodi Ada’s Assignment und Ada’s Seperate Ways frei. In diesen Modi bekommt man extra Missionen aus der Sicht von Ada Wong zu spielen, die ebenfalls zusammen noch mal für mehrere Stunden Spielspaß sorgen. Ein besonderer Clou dabei ist, dass man alles aus ihrer Perspektive sieht, teilweise in Räume vordringt, wo man mit Leon nicht hin konnte und man einige, vor allem für Fans der Serie, sehr spannende Informationen zu der Vergangenheit, der Gegenwart und einer möglichen Zukunft von Resident Evil erfahren kann. Wenn ihr wissen wollt, warum Ada wirklich da ist, dann freut euch auf die Zusatzmissionen. Vor allem Seperate Ways ist eine tolle Sache. Die Zusatzmissionen sind in 5 Kapitel eingeteilt, die zusammen locker nochmal 5 Stunden Spielspaß bieten. Ab dem vierten Kapitel wird es dann fast schon großartig, da dieses in einem fast komplett neuem Bereich und Setting spielt. Außerdem gibt es im fünften Kapitel noch 2 tolle Endkämpfe.

 

Seperate Ways hat allerdings einen großen Makel. Da dieser Bonus damals für die PlayStation 2 Version des Spiels entworfen wurde und diese deutlich schlechter aussah als die GameCube Fassung, fällt auch in der Wii Edition die Grafik der Bonusmission sichtbar schlechter aus. Das ist besonders deshalb auffällig, weil in der PS2 Version manche Bereiche und Objekte abgeändert werden mussten, um Polygone und Texturen einzusparen. Da man aber der gerade die Wii Version noch gespielt hat, fällt einem sofort auf, dass es anders aussieht. Trotzdem ist Seperate Ways eine tolle Ergänzung zum Hauptspiel, da es spielerisch natürlich keinen bisschen schlechter ist.

 

Wir danken Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters!


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Fazit

Die Wii Edition ist die ultimative Version von Resident Evil 4. Das Gameplay ist genauso genial wie vor 2 Jahren und wurde durch die Anpassung an die Fähigkeiten von Wiimote und Nunchuk sogar noch verbessert. Auch audiovisuell kann das Spiel immer noch mit aktuellen Wii Spielen mithalten. Da der Titel zum Budgetpreis von etwa 35€ erschienen ist, avanciert Resident Evil 4 zum einem Muss für jeden erwachsenen Action Adventure Fan, der das Spiel bisher noch nicht gezockt hat. Aber selbst Kenner und vor allem Fans des Horror Spektakels sollten sich die ultimative Version eines der besten Spiele der letzten Jahre nach Hause holen. Wenn das Spiel nicht schon 2 Jahre alt wäre, dann wäre die Note noch höher ausgefallen!

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

super

Spielspaß

super

93%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

erhältlich

Developer

Capcom

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

18+


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