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Reviews: Nintendo Wii

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Super Monkey Ball Step & Roll

Party

25.02.2010

Zum Video-Review

Autor: Martin Küpper

 

 

Die Affen rollen durch den Wald...

 

Wer auch immer bei Sega auf die clevere Idee gekommen ist, Affen in Glaskugeln zu stecken, um sie über knifflige Parcours zu jagen, wird sich bei Tierschutzvereinen keine Freunde gemacht haben. Dabei haben AiAi und seine Freunde offensichtlich Spaß daran gefunden, denn auch im neusten Ableger der Serie zeigt sich die Affenbande gut gelaunt. Ob sie den Spieler mit ihrer Euphorie anstecken können, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

 

Rollen wir ganz langsam an und beginnen mit einem Umriss des Spielkonzepts. In Super Monkey Ball Step & Roll schlüpft ihr als einer von vier Affen in eine Kugel, um über besagte Parcours zu rollen. Neben der Gefahr auf teils schmalen Abschnitten in die unendlichen Tiefen zu fallen, die schon manch einem Videospielhelden zum Verhängnis wurden, sitzt euch auch ein Zeitlimit von knappen 60 Sekunden im Nacken. Es gilt also, das richtige Verhältnis aus Achtsamkeit und Eile zu finden, um das Levelziel zu erreichen. Da das Spiel auf die Highscorejagd ausgelegt ist, empfiehlt es sich zudem Bananen zu sammeln, die überall auf den Parcours verstreut sind. Habt ihr 20 Bananen gesammelt, erhaltet ihr zudem ein Extraleben. Solltet ihr all eure Affenleben verlieren, könnt ihr euch zwar ins Spiel zurück kaufen und beim aktuellen Level weiter machen, doch der Preis ist mit dem Verlust sämtlicher Punkte immens.

 

Die Levels selbst fordern nicht nur mit engen und kurvenreichen Abschnitten euer Feingefühl, sondern verlangen auch ein wenig Kopfarbeit. So gibt es etwa ein Level, in dem man mittels Bodenplatten einen Streckenabschnitt dreht. Es gilt den richtigen Winkel abzuschätzen, da man später über diesen Abschnitt einen riskanten Sprung wagen muss. Darüber hinaus gibt es Portale, die euch an sonst unerreichbare Levelabschnitte schicken und natürlich so einige Hindernisse. Das Spiel schafft es ohne Frage für Abwechslung zu sorgen. Während man in einem Level einen riskanten Drahtseilakt wagen muss, heizt man im nächsten mit Höchstgeschwindigkeiten von weit über 100 km/h über die Strecke. Nun reicht eine Kollision mit einem Hindernis um euch komplett aus der Bahn zu werfen.

 

Insgesamt gibt es sieben Welten mit jeweils 10 Levels. Summa Summarum gibt es also nur 70 Parcours und im Gegensatz zum Vorgänger Banana Blitz erwarten euch auch keine Endgegner oder sonstige Bonusaufgaben. Wenn es einem nur darum geht, die Credits zu erblicken, die übrigens nach jeder sieben Welten laufen und erst beim zweiten Mal übersprungen werden können, ist man mit Step & Roll schnell durch. Da das Spiel jedoch stark auf Highscores baut, wird man die Welten wohl mehrmals beenden. Zumal es auch Achievements und einen Marathonmodus gibt, in dem man alle Levels hintereinander bestreiten muss. Dennoch wären mehr Levels durchaus wünschenswert gewesen - falls euch Highscores nicht interessieren, wird euch das Spiel nicht lange fesseln. Daran kann auch der kooperative Modus, bei dem der zweite Spieler im Stile von Super Mario Galaxy per Pointer ins Geschehen eingreift, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen, nichts ändern.

 

 

Bewegungs-Steuerung vs. Analogstick

 

Bevor wir auf die Minispiele zu sprechen kommen, möchte ich zunächst über die Steuerung schreiben, da sie einen wesentlichen Teil des Hauptabenteuers ausmacht. Nicht umsonst wird schon auf dem Cover verdeutlicht, dass ihr mit Wii Remote oder Balance Board steuern könnt. Wenn die Steuerung schon als Verkaufsargument dient, möchte man davon ausgehen, dass das Spiel davon auch profitiert oder zumindest einwandfrei funktioniert. Leider ist dem jedoch nicht so. Egal ob ihr die Kugel durch Neigen der Wii-Fernbedienung steuert oder durch die Gewichtsverlagerung auf dem Balance Board, man vermisst die Genauigkeit eines Analogsticks. Gerade wenn man die Kugel um scharfe Kurven lenkt oder die Richtung ändern will kann es zu Problemen kommen, die euch buchstäblich aus der Bahn werfen.

Das Spiel ist jedoch weit davon entfernt, unspielbar zu sein und ihr werdet nach einer kurzen Eingewöhnung, die euch das Spiel glücklicherweise gönnt, auch ganz gut klar kommen. Das liegt aber vor allem daran, dass die Entwickler sich dessen wohl auch bewusst waren und die Levels so gestaltet haben, dass die fehlende Genauigkeit nicht ganz so schwer ins Gewicht fällt. Mit einem Analogstick wären jedoch noch deutlich kniffliger Parcours möglich gewesen und es gibt leider noch einige Situationen, in denen man nach dem guten alten Stick schreit.

 

 

Minispiele ganz groß!

 

Bei den Minispielen lautete das Motto wohl Qualität statt Quantität. Es gibt zwar deutlich weniger Spielchen als in Banana Blitz, doch dafür machen sie einfach viel mehr Spaß. Was im Vorgänger mehr Qual als Spaß war, ist nun eine runde Sache. Die 21 Minispiele machen zu viert wirklich Laune und sind eine Bereicherung für das Spiel. Dabei wird euch von Hürdenlauf bis Flipper so einiges geboten. So müsst ihr etwa Feuer löschen, indem ihr mit dem Pointer auf die Flammen zielt und durch Schütteln des Nunchuks Wasser aus dem Schlauch pumpt. Gerade so simple Spiele wie das Hula-Ringen, bei dem es darum geht, den anderen Spieler durch einen Hüftschwung aus dem Ring schupsen, wissen zu gefallen und machen deutlich, wie Minispiele bei einem Mario Party auf Wii aussehen sollten. Wer Freude an kleinen spaßigen Spielchen hat, der wird mit dieser Dreingabe jedenfalls deutlich besser unterhalten als mit manch anderer reinrassiger Minispielsammlung.

 

 

Grafik und Sound

 

Die zuckersüße Comic-Grafik lässt sich in einem Wort als nett beschreiben. Die Effekte sind nichts Besonderes und Charaktere sowie Umgebung sind nicht besonders aufwändig dargestellt. Unterm Strich gibt es aber nicht viel zu meckern zumal das Spiel mit 60 Bildern pro Sekunde angenehm flüssig läuft. Selbst einen Widescreen Modus gibt – zu dumm nur, dass der auch bei 4:3 Fernsehern aktiv ist und somit schwarze Balken das Bild schmälern.

 

Die Melodien passen zu dem jeweiligen Setting der Welt und laufen im Hintergrund vor sich hin. Kein Ohrwurm aber auch nicht nervtötend. Bei den Songs, die bei den Credits laufen (bei jeder Welt läuft ein anderer), lassen hingegen jedem Segafan das Herz aufgehen. Die Songs mit Gesang in unterschiedlichen Sprachen, sind einfach typisch Sega! Wirklich nervig sind hingegen die Laute der Affenbande. Schon im Disk-Kanal werdet ihr mit schrecklich schrägem Affengejauchze empfangen. Da möchte man ihnen glatt mit einer Banane das Maul stopfen.

 

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Super Monkey Ball Step & Roll ist kein schlechtes Spiel. Es hätte nur deutlich besser sein können, wenn man auf die Bewegungssteuerung gepfiffen- und stattdessen auf den Analogstick gesetzt hätte. Zugeben, das ist auf der Wii ein mutiger Schritt und manch ein Kritiker hätte dem Spiel dann Ideenlosigkeit nachgesagt, doch ich kann ohne Zweifel sagen: Früher ging es genauer und somit konnten die Levels auch wirklich herausfordernd sein. Da auch der Umfang nicht gerade überzeugend ist, kann ich Super Monkey Ball nur Highscorejägern ans Herz legen. Dank gelungener Minispiele dürfen aber auch Leute zuschlagen, die auf der Suche nach kurzweiliger Unterhaltung mit Freunden sind.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

62%

Singleplayer

74%

Multiplayer

Release

12.02.2010

Developer

Sega

Publisher

Sega

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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