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Reviews: Nintendo Wii

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Pangya! Golf with Style

Sport

25.07.2007

Autor: Nico Schönfeldt

 

Die WiiMote als Golfschläger? Das kann sich wohl jeder vorstellen, der schon einmal WiiSports gezockt hat. Ball ausrichten, Schwung holen und Abschlag. Wer allerdings bei Pangya! Golf with Style eine realistische Golfumsetzung erwartet, wird wohl leider etwas enttäuscht werden. Das Spiel, vom Softwarehersteller Tecmo, ist eine Umsetzung von Albatross 18, einem, im Netz verfügbaren, online Multiplayer-Titel. Doch was taugt nun dieses Spiel auf der Wii?

 

 

Eine Legende wird zum Spiel

 

Die Geschichte um Pangya ist schnell erzählt und ebenso spannend. Lange Zeit, bevor es das Golfspiel auf der Insel Pangya überhaupt gab, suchte eine böse Macht das friedliche Eiland heim. Es errichte ein Kraftfeld und drohte damit die gesamte Natur zu vernichten. Die Inselbewohner entschieden sich schließlich, die Energie der Lebewesen in magische Kristallkugeln zu bannen, die sie „Mystischer Phoenix-Ball“ tauften. Dank dieser Kugeln sollte es ihnen möglich sein, die Energie aufsaugenden Löcher auf der Insel, zu verstopfen. Allerdings hatte die Sache einen Haken. Mit der bloßen Hand durften diese Kugeln nämlich nicht berührt werden, da sonst ihre Energie ausgelöscht würde. Darum benutzte man eine so genannte Air Lance, um die Kugeln in die Löcher zu schlagen.

 

Ein namenloser Held aus der „realen Welt“ sollte es sein, welcher der Insel wieder zu ihrem alten Glanz verhelfen sollte. Ihm zu Ehre wurde Pangya! Golf with Style ins Leben gerufen. Einmal im Jahr machen sich nun die Feen der Zeit auf die Suche, um Menschen aus der „realen Welt“ zu diesem Spiel einzuladen. Und dieses Mal bist DU an der Reihe!

 

 

Im Alleingang oder mit Freunden

 

Pangya ist kein reines Golfspiel, es ist auch kein Funsport-Titel, aber auch kein RPG. Es ist ein Mix aus all diesem, doch dazu später noch mehr. Der Spieler hat die am Anfang des Spiels die Auswahl zwischen drei möglichen Spielarten: Pangya-Festa, Zählspiel und Lochspiel.

 

Bei Pangy-Festa handelt es sich um einen Storymode. Nachdem ihr euch entschieden habt, ob ihr als Junge (Scout) oder Mädchen (Hana) das Spiel antretet, könnt ihr den ersten Event anwählen. Nach und nach schaltet ihr immer mehr Events frei und erlebt so die Geschichten der verschiedenen Charaktere. Nebenbei schaltet ihr so langsam die anderen Mitstreiter aus und könnt bei erfolgreichem Abschluss auch noch andere wertvolle Gewinne einheimsen.

 

Wem das alles zu müßig ist, der kann auf einen der beiden anderen Einzelspieler-Modi zurückgreifen. Beim Zählspiel müsst ihr 18 Löcher gegen einen Computergegner bestreiten. Der Sieg hängt dabei von der Gesamt-Score ab. Beim Lochspiel wird mit einer fest angelegten Anzahl an Löchern gespielt. Wer am Ende die meisten Löcher auf seinem Konto hat, darf sich mit einem Lächeln auf den Lippen über die Niederlage des Computergegners freuen.

Für die Turniersiege kann man allerlei Trophäen, Items und andere Belohnung verdienen.

 

Wer allerdings lieber mit einem menschlichen Gegner über den virtuellen Golfplatz streifen möchte, kann dies im Versus-Modus tun. Bis zu vier Spieler dürfen sich hier im Lochspiel, Zählspiel und Ballonplatzer probieren. Allerdings lässt sich das Zählspiel nur mit einem Gegner genießen. Ballonplatzer bietet hierbei wohl den größten Spaß. Hierbei geht es darum, in der Luft schwebende Ballons mit Hilfe seines Golfballs zum Platzen zu bringen. Je größer dabei der Ballon ist, desto lauter ist der Knall und die Möglichkeit steigt, einen Nachbarballon ebenfalls zum Platzen zu bringen. Allerdings braucht jeder Spieler bei diesem Spiel seine eigene WiiMote, was für den ein oder anderen mit Kosten verbunden ist. Wie aus anderen Genrevertretern bekannt, lässt sich auch hier das Spiel etwas manipulieren. So genannte Partyelemente können die eigenen Leistungen anheben und die der Gegner in den Keller schuppsen.

 

 

Geld regiert die Welt

 

So auch in der Welt von Pangya. Neben allerlei anderem Kram könnt ihr auch noch eure Geldbörse mit Pangs füttern. Diese Währung benötigt ihr beispielsweise für den Laden. Hier könnt ihr euch Caddies kaufen, Charaktere und Kleidungsstücke frei schalten oder Objekte wie neue Schläger erwerben. Darüber hinaus könnt ihr auch noch den „drehenden Dolfini“ anwählen. Wenn man im Spiel Lose für diesen drehenden Dolfini erworben hat, kann man an der Lotterie teilnehmen. Die Lostrommel, in Form eines dicken Etwas, welches sich passender Weise Dolfini nennt, lässt sich mit Hilfe der WiiMote drehen und spuckt per Zufallsprinzip Gewinne aus.

 

Wer also jedes T-Shirt frei spielen, jede Trophäe sein Eigen nennen möchte, der wird einige Tage und Wochen mit dem Spiel zu tun haben.

 

 

Die Mischung macht’s

 

Wie am Anfang schon erwähnt, setzt sich Pangya aus verschieden Elementen zusammen.

 

Während ihr auf dem Golfplatz um neue Rekorde buhlt, erhält euer Charakter Erfahrungspunkte. Wie bei einem guten RPG sammelt ihr für gute Leistungen Punkte, die sich auf euren Status auswirken. Wenn euer Rang steigt, öffnen sich neue Spielabschnitte. Im eigenen Quartier könnt ihr dazu jederzeit euren aktuellen Stand überprüfen und mit den erworbenen Pang-Punkte euren Charakter anpassen.

 

 

Eine bunte Truppe

 

Pangya kommt in einem bunten Look her, der von Manga-Figuren dominiert wird. Neben den beiden Spielern Scout und Hana gesellen sich im Laufe des Spiels immer mehr Charaktere. Darunter finden sich „normale“ Gestalten wie Onkel Bob, Cecilia, Max (ein gut aussehender Tennisspieler, dem es scheinbar nach neuen Herausforderungen dürstet), Arin, Lola und Quma. Aber auch Exoten wie der riesige Eisbär TitanBoo, die Delfindame Dolfini, die beiden Hexen Tiki und Brie oder der lebendige „Einkaufsbeutel“ Papel. Pipin, eine Fee, Cecilia und schräge Piratengöre Kooh (die im stylischen Emo-Rock-Kostüm daher kommt) sind ebenfalls mit von der Partie. Wer also den Stil der Japaner mag, der wird sich hier genau richtig fühlen. Für Kenner der Tecmospiele, bietet das Spiel noch einen besonderen Leckerbissen. Kasumi aus Dead or Alive bzw. Ryu Hayabusa aus Ninja Gaiden geben auf dem Golfplatz auch ihr Stelldichein.

 

 

Die Insel Pangya – Grafikpracht?

 

Die Insel bietet dem Spieler insgesamt 8 unterschiedliche Welten. Allesamt bestechen durch eine sehr fantastische Optik. Ob man sich durch die kalten Winde des Ice Cannon schlägt oder die Riesenpilze am Strand von Libera bewundert, alles erscheint einem nicht von dieser Welt. Die Welten selbst beherbergen zumeist mehre Golfplätze, die sich im Stil aber sehr ähnlich sind. Grafisch wird hierbei aber nicht alles aus der Wii herausgeholt. Die Umwelt wirkt irgendwie ziemlich starr und lässt etwas Dynamik, wie beispielsweise das Auf- und Abwippen von Palmenblättern, vermissen. Tolle Licht- und Wettereffekte werten dies aber wieder positiv auf. Die Charaktere selbst erstrahlen, wie schon oben erwähnt, im quietschbunten Anime-Look und sind dabei von erstaunlich guter Qualität.

 

 

Wie spielt es sich

 

Wem die virtuellen Schwünge aus WiiSports mittlerweile zu leicht von der Hand gehen, kann hier eine neue Herausforderung finden. Das Spiel bietet dem Anfänger einen Einführungskurs in Sachen Schläger halten und Abschlag. Dennoch braucht es einige Zeit, bis man sich an die etwas eigenwillige Schlägerhaltung gewöhnt hat. Denn wird der Ball nicht gerade getroffen, zieht er nach links oder rechts aus dem Bild und landet wohlmöglich noch im Aus. Gelingt hingegen ein sauberer Abschlag, wird man mit einem Pangya-Schlag belohnt. Der Ball fliegt jetzt nicht nur wie gewünscht in die richtige Richtung, nein, der Spieler wird auch noch mit reichlich Punkten belohnt. Das verlangt aber viel Übung und genauste Präzision.

 

Was allerdings etwas nervig ausgefallen ist, ist die zum Teil doch sehr schwankende KI der Computergegner. Mal wird man auf dem Platz abserviert, als hätte man vorher kein einziges Mal den Schläger zur Hand genommen, dann wieder staunt man nicht schlecht, wie viele Versuche der Computer kurz vor dem Loch vergeigt.

 

Der Klang der Insel

 

Die Sounduntermalung kommt sehr leicht und unterhaltsam daher. Es ist kein außergewöhnlicher Soundtrack, der einem noch wochenlang mit seinen markanten Melodien durch die Gehörgänge spuken wird, aber die zum Teil sehr jazzigen Stücke passen hervorragend zum Urlaubsflair der Insel.

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters


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Fazit

Pangya! ist, unter der zum Teil mauen Software für die Wii, ein heraus ragender Titel. Sowohl grafisch als auch spielerisch hat sich Tecmo bei der Umsetzung viel Mühe gegeben. Auch, wenn der Schwung des virtuellen Golfschlägers einige Übungsstunden fressen wird, macht das Spielen auf den Fantasieplätzen viel Freude. Freunde des Sammelns kommen bei diesem Titel besonders auf ihre Kosten. Eh man alle Schläger, Kleidungsstücke usw. erspielt hat, vergehen einige Spielstunden. Dazu kommt noch der interessante Genre-Mix aus Funsport, Golfsimulation und RPG. Alles in allem ein gelungener Port für die Wii, der sein Geld dank vielen Extras Wert sein dürfte.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

75%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Release

08.06.2007

Developer

Tecmo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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