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Reviews: Nintendo Wii

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Red Steel 2

Action

06.04.2010

Zum Video-Review

Autor: Mario Kablau

 

 

Im Land der untergehenden Sonne!

 

Über drei Jahre nachdem Ubisoft mit Red Steel zum Wii-Launch ein sehr erfolgreiches Spiel auf den Markt gebracht hat, ist die Zeit reif für den Nachfolger. Der erste Teil setzte auf eine Kombination von Schwertern und Feuerwaffen, trennte diese beiden Elemente im Gameplay jedoch recht deutlich. Dazu kam eine nur ungenaue Erkennung der Bewegungen, was an der doch nicht so tollen Bewegungserkennung der Wii-Fernbedienung lag. Im zweiten Teil setzt Ubisoft daher nicht nur auf ein neues Setting und einen völlig anderen Grafikstil, sondern auch auf sehr viel schnelleres Gameplay, mit einer nun nahezu perfekten Schwertsteuerung dank Wii MotionPlus. Aber eins nach dem anderen.

 

Ihr erwacht in der Haut eines Charakters, der gerade scheinbar kurz vor dem Ende seines Lebens steht. Er wacht auf, nachdem er niederschlagen wurde. Seine Hände sind gefesselt und das andere Ende des Seils hängt an einem Motorrad, das plötzlich beschleunigt. Er wird hinterher gezogen und entgeht einige Male nur knapp einem großen Unglück. Doch eines davon, die Fahrt durch ein Feuer, verbrennt seine Fesseln, so dass er seine Pistole ziehen kann und damit den Fahrer vom Motorrad schießt. Er fliegt im nachfolgenden Unfall durch die Luft, fällt und steht auf, als wäre nichts passiert. Den herannahenden Fahrer des Motorrads schlägt er mit einem gepflegten Tritt in dessen Kronjuwelen zunächst in die Flucht und das Abenteuer beginnt.

 

Zuerst nur mit der Pistole bewaffnet, versucht der namenlose Held dem Unheil zu entkommen. Nach dem ersten Gefecht rettet er einen alten Mann, der sich als Schwertmeister des Kusagari-Klans entpuppt. Der Klan zu dem der Held auch einst gehörte bevor er verbannt wurde. Man erfährt, dass alle anderen Mitglieder des Klans das zeitliche gesegnet haben. Ein waschechter Krieg ist also im Gange bzw. bereits kurz vor dem Ende, was auch erklärt, warum der Held soeben beinahe getötet wurde. Da er sein Schwert verloren hat, bekommt es das von Schwertmeister Jian überreicht und hat nun beide Waffen einsatzbereit. Nach einer kurzen Einführung in die Schwertkunst geht es endlich richtig los. Das Schwarze Brett wird eingeführt, der Ort an dem man Missionen annimmt. Diese gilt es dann in der jeweiligen Umgebung zu erfüllen, um so die Geschichte voranzutreiben. Es gibt immer eine Hauptmission, die man erfüllen muss, um weiterzukommen und dazu noch Nebenmissionen, die zusätzlich zu weiteren Einblicken in die Geschichte auch für mehr Geld in der Tasche des Helden sorgen. Aber dazu später mehr.

 

In einer Welt, die man zeitlich nicht so genau einordnen kann, nimmt das Abenteuer des Helden seinen Lauf. Typische Western-Umgebungen treffen auf Hightech und Maschinen und alles dreht sich ums Überleben. Und natürlich darum, den Spieß herumzudrehen und dem feindlichen Klan das Licht auszuknipsen. Denn nur dann wird der Held wieder sicher sein. Doch warum der Krieg eigentlich ausgebrochen ist, verrate ich nicht. Dazu müsst ihr schon selbst Geld ausgeben. ;-)

 

 

Eine Hand - zwei Waffen!

 

Anders als im Vorgänger, sind die Übergänge zwischen den beiden Waffenarten nun absolut fließend möglich. Will man schießen, genügt ein Druck auf die B-Taste und zum Einsatz des Katanas muss nur die Wiimote geschwungen werden. Da der Held beide Waffen mit der rechten Hand steuert, lässt sich natürlich nicht beides gleichzeitig einsetzen, was vermutlich noch eine Spur cooler aber nicht steuerbar gewesen wäre, da man selbst ja nur eine Fernbedienung in der Hand hält.

 

Über den Pointer zielt man und drückt dann per B-Taste ab, um eine der maximal vier Schusswaffen abzufeuern. Nachgeladen wird entweder über Minus oder automatisch, sobald das Magazin leer ist. Wechseln lässt sich die Schusswaffe jederzeit über eine der vier Richtungen auf dem Steuerkreuz. Die Bedienung des Schwertes ist dagegen ein wenig vielseitiger.

 

So gibt es neben den normalen Angriffen, die man durch stilvolles Schwingen der Fernbedienung einsetzt, jede Menge besondere Angriffe, die man zum einen nach und nach freischaltet und zum anderen auch käuflich erwerben kann. Doch zunächst zu den Grundlagen. Dank Wii MotionPlus erkennt das Spiel die Handbewegungen des Spielers sehr genau, so dass man in nahezu alle Richtungen schwingen kann und die Geste ohne Verzögerung auf dem Bildschirm umgesetzt wird. Trotz der Freiheiten unterscheidet das Spiel dennoch grundsätzlich zwischen vertikalen und horizontalen Hieben sowie Stichen, was nötig ist, um auch vernünftig abwehren bzw. die gegnerische Deckung überlisten zu können. Neben den normalen Schlägen dienen die härteren Angriffe, die man auslöst, indem man besonders hart und schnell schwingt, dazu, Gegner mit Rüstung davon zu befreien.

 

Damit es nicht langweilig wird, gibt es darüber hinaus noch acht Geheimschläge und fünf Kusagari-Kräfte. Letztere schaltet man frei, wenn man im Spiel fortschreitet. Der Adler wird eingesetzt, indem man A- und B-Taste gedrückt hält, um das Katana aufzuladen. Anschließend schwingt man die Wiimote nach oben, um einen Gegner in die Luft zu befördern. Mit der A-Taste kann man ihm dahin folgen und ihn hoch oben weiter bearbeiten. Schwingt man die Fernbedienung mit aufgeladenem Katana nach unten, dann setzt man den Bär ein, der ein Erdbeben, das Gegner benommen macht, auslöst. Mit dem Tiger, der durch Schütteln von beiden Controllern bei gedrückter A-Taste ausgelöst wird, geht man in eine Abwehrhaltung, die angreifende Gegner kurz straucheln lässt. Zuletzt noch ein paar Worte zur Kobra: Hält man die B-Taste gedrückt, lädt man die Schusswaffe auf und kann per Pointer Gegner anvisieren und danach das ganze Magazin zielgerichtet leer schießen. Extrem cool. ;-)

 

Die acht Geheimschläge gibt es in einem Shop im Spiel zu kaufen. Sie sind nicht ganz so mächtig wie die Kusagari-Kräfte, aber im Kampf dennoch sehr hilfreich. Sie werden meist durch einen kurzen Druck auf Ausweichen (A) eingeleitet und greifen den Gegner direkt aus der Ausweichbewegung an. So kann man leichter Deckungen umgehen und seine Gegner effektiv bekämpfen. Neben den normalen Angriffen haben auch die speziellen Attacken die Eigenschaft, Gegner irgendwann in einen nützlichen Zustand zu versetzen. Ist deren Energieleiste fast leer oder werden sie von einem besonderen Angriff getroffen, sind sie anschließend betäubt, kniend oder zu Boden geschlagen. Dann kommen die Finisher zum Einsatz, um den Kampf zu beenden. Dazu lassen sich sowohl normale Angriffe als auch Geheimschläge einsetzen, wobei letzteres dazu führt, dass man dank eines Multiplikators mehr Geld verdient. Womit wir nahtlos auf die Extras übergehen können.

 

 

Extras ohne Ende!

 

Besagtes Geld benötigt man nämlich, um den Helden weiterzuentwickeln. Doch das, was man in Kämpfen und als Belohnung für beendete Missionen erhält, ist bei weitem nicht genug für alle Extras. Deshalb findet man Geld noch in den verteilten Gegenständen, die man einfach nur kaputt hauen oder schießen muss, um den Rubel rollen zu lassen. Dazu gibt es hier und da noch Safes und Embleme, die eine Menge Geld bedeuten.

 

Dieses setze man dann nicht nur ein, um die schon erwähnten Geheimschläge bei Tamiko, der Forscherin der Kusagaris, zu kaufen, sondern auch für jede Menge andere Dinge. So lassen sich bei ihr die Stärke des Katanas verbessern und die Effekte der Kusagari-Kräfte verstärken. Im Waffenshop von Calderas Sheriff Steve Judd gibt es drei zusätzliche Wummen zu kaufen und man kann die im Besitz befindlichen optimieren. So kann man schneller nachladen oder die Angriffsstärke erhöhen. Ebenso kann man die Munition verbessern und natürlich auch neue kaufen, was jedoch nicht wirklich nötig ist, da man mehr als genug findet, wenn man gründlich sucht. Und selbst wenn sie man ausgeht, hat man ja immer noch das Schwert zur Hand. Zuletzt gibt es noch den „Geschäftsmann“ Songan, bei dem sich die Nehmerqualitäten des Helden verbessern lassen. Eine bessere Kleidung sorgt für mehr Energie und eine Rüstung steckt einen Schlag pro Kampf spurlos weg. Bei ihm kann man auch Masken kaufen, die dafür sorgen, dass man Finisher länger einsetzen kann.

 

All diese Extras motivieren dazu, die Levels wirklich gründlich zu durchforsten und auch alle Nebenmissionen zu erfüllen. Das führt zwar verstärkt dazu, dass man bekannte Orte immer wieder besuchen muss, aber wirklich störend ist das nicht. Man sollte jedoch alle Missionen in einem Kapitel zeitnah erfüllen, denn mit dem Abschluss eines Kapitels verlässt man den aktuellen Ort dauerhaft. Es gibt kein zurück, worauf das Spiel jedoch glücklicherweise hinweist. So hält sich das Backtracking insgesamt in Grenzen, wenn man auf die Extras keinen Wert legt, dann kann man es noch weiter minimieren, so dass ich das nicht als störenden Faktor sehe. Ich kann jedem nur dazu raten, gleich beim ersten Mal gründlich zu sein, denn leider motiviert das Spiel nicht gerade dazu, ein zweites Mal gespielt zu werden.

 

 

Grafik, Sound und Steuerung!

 

Kommen wir mal zu einem ganz anderen Thema: die Technik. Grafisch ist Red Steel 2 auf jeden Fall eine Bank, optisch gibt es auf der Wii nur wenige Titel, die dieses Niveau erreichen. Der Comic-Look wirkt total cool, alles läuft jederzeit absolut flüssig, es gibt tolle Effekte und die Vielfalt ist auch nicht zu verachten. Okay, es könnte mehr verschiedene Gegnertypen geben und der Western-Look verfolgt den Spieler auch die ganze Zeit über, jedoch gehört das nun mal zu einem solchen Spiel dazu. Wer Endless Ocean kauft, meckert ja auch nicht darüber, dass es zum großen Teil unter Wasser spielt. ;-) Die von Ubisoft entwickelte LyN-Engine verrichtet ihren Dienst jedenfalls erstklassig, so dass ich persönlich hoffe, dass sie bald wiederverwendet wird.

 

Tontechnisch gibt es auch wenig Grund zur Klage. Zwar gibt es relativ wenig Musik, jedoch ist man nun mal die meiste Zeit alleine unterwegs und die spärlich eingesetzten Klänge sorgen dafür, dass das Gefühl des Alleinseins verstärkt wird. Dieser Teil ist ein bisschen mit Metroid zu vergleichen, wo die Musik ebenso kunstvoll eingesetzt wird. Zuletzt muss noch die sehr gute deutsche Sprachausgabe erwähnt werden, auch hier hat sich Ubisoft nicht lumpen lassen. Das einzige, was in diesem Zusammenhang stört ist die mangelhafte Lippensynchronität in den Zwischensequenzen. Das ist fast wie ein Dorn im Auge und hat mich immer wieder aus der Welt des Helden gerissen, weil es total komisch aussieht. Wer schon mal einen auf Deutsch übersetzten, amerikanischen Home-Shopping-Kanal gesehen hat, der weiß was ich meine.

 

Die Steuerung habe ich ja schon ausführlich vorgestellt. An dieser Stelle möchte ich nur wiederholen, dass Ubisoft die Umsetzung wirklich sehr gut gelungen ist. Die Angriffe mit dem Schwert gehen sehr gut von der Hand, die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, die man zum Beispiel aus The Conduit kennt, machen das Spiel für jedem zu einem Erlebnis und auch die Spezialangriffe sind extrem intuitiv. So muss sich ein Spiel steuern lassen.

 

 

Meckerecke

 

Doch leider ist nicht alles Gold was glänzt und so hat auch Red Steel 2 einige Schwächen, die dafür sorgen, dass es nicht in noch höhere Wertungsregionen vordringen kann. Am meisten störend sind der lineare Spielverlauf und das eher monotone Missionsdesign. Die meisten Zusatzaufgaben sind einfallslos und nicht wirklich variantenreich. Allerdings helfen die Nebenmissionen auch dabei, dass strikt lineare Gameplay etwas aufzulockern, da man innerhalb eines Kapitels die Aufgaben schon beginnen kann, ohne dass man die Mission angenommen hat. Auch sorgt das Lösen der freiwilligen Aufgaben dafür, dass man sich innerhalb eines Kapitels frei fühlt, obwohl man es eigentlich nicht ist.

 

Dazu kommen hin und wieder leider ein paar Bugs. So lassen sich manche Gegner einfach nicht angreifen. Sie stehen auf einem Fleck und es dringt keine Kugel und kein Schwertschlag zu ihnen durch. Das ist seltsam, aber meist nach wenigen Augenblicken überstanden, wenn die Gegner aus ihrem Tiefschlaf wieder erwachen. Auch bin ich hin und wieder auf unerklärliche Weise in Türen stecken geblieben und konnte nur zurück gehen. Ging man ein Stück in die andere Richtung und kehrte später zur defekten Tür zurück, war das Problem Geschichte...

 

Auch nervig ist es, wenn man von mehreren Gegnern belagert wird. Zwar kann man jederzeit mit der Z-Taste auf dem Nunchuk den anvisierten Gegner ändern, jedoch springt der Fokus im automatischen und halbautomatischen Modus gerne man auf einen anderen Gegner um, was kurzzeitig für Verwirrung sorgen kann. Gerade in engen Umgebungen hat mich das einige Leben gekostet. Zwar kann man das Problem umgehen, wenn man den Fokus auf manuell schaltet, jedoch war mir das zu viel des Guten, man muss ja schon ständig drei Tasten und die Wiimote bedienen.

 

Was mich dazu noch gestört hat, ist das automatische Speichern. Man hat keine Möglichkeit, selbst den Spielstand zu sichern und muss daher immer warten, bis man einen Speicherpunkt erreicht hat, wenn man eine längere Pause einlegen will. Außerdem verhindert dies, mehrere Speicherstände anzulegen, um sich davor zu schützen bei einem heftigen Bug wieder von vorne anfangen zu müssen. Davor hatte ich die ganze Zeit Panik, aber zum Glück ist nix passiert. Ubisoft hat wohl seit Prince of Persia und Beyond Good & Evil dazugelernt. ;-)

 

Zu guter letzt hier noch eine Entwarnung: Ich musste MotionPlus während der gesamten Spielzeit nicht einmal neu kalibrieren, der längste Abschnitt war dabei über zwei Stunden lang. Hat man doch mal das Gefühl, man müsste das tun, dann geht es schnell und einfach im Menü direkt im Spiel.

 

 

Zweitmeinung von Gunnar

 

Auch ich gebe Mario recht, dass Red Steel 2 eine Menge richtig macht. Die technische Umsetzung ist unbestritten erstklassig: Der Grafikstil passt, die größtenteils zerstörbaren Umgebungen laden zu allerlei Unfug ein und der Sound ist einfach klasse. Mir gefällt auch die Tatsache, dass das Abenteuer in einer Stadt spielt, die man sukzessive erkundet. Durch die vielen Nebenmissionen wirkt selbst das strikt lineare Gameplay ziemlich frei, was auch dadurch verstärkt wird, dass man selbst Bereiche betreten kann, die für die aktuelle Mission völlig irrelevant sind. Außerdem gefallen mir manche oldschool Spielelemente, wie zum Beispiel die Suche nach versteckten Sheriff Sternen und Tokens. Zudem finde ich die Upgrademöglichkeiten der Waffen und der Angriffe sehr motivierend.

 

Allerdings gibt es auch einiges zu meckern, so dass meine Note etwas geringer ausfallen würde, als die 87% von Mario. Zum einen kann ich den bereits genannten Kritikpunkten voll zustimmen. Darüber hinaus gibt es aber meiner Meinung nach noch mehr zu monieren. So halte ich die Steuerung zwar auch für die beste Schwertkampfsimulation, die es bisher in einem Videospiel gegeben hat, aber dennoch ist sie weit davon entfernt perfekt sein. Das hat teilweise mit den begrenzten Fähigkeiten von Wii MotionPlus zu tun, was zwar eine genaue Erkennung der Bewegung und der Stärke der Schläge zulässt, aber nicht wirklich bestimmen kann, wo im Raum sich die Wiimote befindet. Dadurch kommt es immer wieder zu kleineren Ungenauigkeiten und auch einigen Problemen, die die Entwickler sich selbst eingebrockt haben. Zum Beispiel habe ich immer versucht möglichst alle herumstehenden Kisten etc. mit dem Katana kaputt zu machen, um Pistolenmunition zu sparen. Aber bei Kisten, die relativ klein sind, wird das manchmal echt zu einem Problem, da die Erkennung von tiefen Schlägen gelegentlich nicht so recht funktioniert und dafür sorgt, dass das Fadenkreuz kurz spinnt. Während man alle anderen Gegenstände auch einfach zerstören kann, indem man die A-Taste drückt, was den Helden sein Schwert zücken und die Objekte automatisch zerdeppern lässt, werden kleine Sachen davon nicht getroffen. Unverständlich.

 

Außerdem muss man eine klare Warnung aussprechen für diejenigen, die einen Egoshooter mit ein paar Schwertkampfeinlagen erwarten. Denn für einen Egoshooter gibt es einfach zu wenig Waffen und zu wenig Gegnertypen. Auch ist deren KI nicht gerade bahnbrechend. Sie suchen keine Deckung, geben sich keinen Feuerschutz, rufen keine Verstärkung, lösen keinen Alarm aus und Granaten gibt es ebenfalls nicht. Alles ist ziemlich auf das coole Einsetzen des Katanas ausgerichtet, was dazu führt, dass man verschiedene Kombos erlernen muss, was in dem Genre normalerweise nicht üblich ist. Wenn man wie ich eigentlich genau das nicht mag, hinterlässt alles ein wenig einen faden Beigeschmack.

 

Als letztes möchte ich anführen, dass ich es extrem schade finde, dass Red Steel 2 keinen Multiplayermodus oder einen sonstigen Wiederspielwert wie z.B. Challenges oder Koop-Modi bietet. Da hat Ubisoft die einmalige Chance verpasst, ein extrem eigenständiges Produkt zu schaffen, was auch Freunde von gemeinsamen Zocksessions anspricht und sicherlich für lange Zeit konkurrenzlos bleiben würde.

 

Auch wenn es also meiner Meinung nach, ergänzend zu Marios Kritikpunkten, noch einiges mehr zu meckern gibt, würde ich dem Spiel dennoch eine sehr gute 84% Bewertung geben, weil es letztendlich ein sehr erfrischendes Setting sowie eine frische Gameplayerfahrung bietet und somit für jeden Wii Corespieler zu einem Pflichtkauf avanciert.

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Mit Red Steel 2 ist Ubisoft das gelungen, was sie mit Red Steel vor einigen Jahren versprochen haben. Den Spieler erwartet schnelle Action aus der Egoansicht mit dem besten Schwertkampf, den ich je erlebt habe. Auch wenn die Erkennung nicht wirklich 1:1 ist, hat man dank der zahllosen Angriffe doch das Gefühl, das Schwert tatsächlich in der Hand zu halten. Dazu kommen eine tolle Technik, mit 15 Stunden ausreichend Umfang und eine recht spannende Geschichte, die jedoch leider sehr abrupt endet und nicht wirklich zum erneuten Spielen einlädt. Ich hatte viel Spaß mit dem Spiel und nun einen sehr viel muskulöseren rechten Arm als noch vor zwei Wochen. Daher rate ich euch: kauft Red Steel 2, denn so müssen Spiele auf der Wii aussehen.

Grafik

super

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

87%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

25.03.2010

Developer

Ubisoft Paris

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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