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Reviews: Nintendo Wii

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Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3

Beat 'em Up

12.05.2010

Autor: Lukas Strübig

 

 

Als großer Fan übertriebener Kampf-Animes, habe ich mich immer gefragt warum ich der Serie "Naruto" nie wirklich Beachtung schenkte. Vielleicht einfach, weil auf RTL2 nur Fetzen von dem laufen, was bestimmt mal eine tolle Sendung war, die amerikanische Fassung auch nicht besser ist und ich keine Lust habe, die ganze Zeit mit meinen Augen an Untertiteln zu kleben, während wirklich talentierte Synchronsprecher eine Sprache sprechen, die ich nicht verstehe.

 

Aber gut, hier ist Naruto Shippuden Clash of Ninja, mit all den Kämpfen, Charakteren, Dialogen und dem sonstigen Kram, der "Girlchan in Paradise" so lustig macht. (Seht es euch an!) Und das schon zum dritten Mal! Neu hier ist, dass sich die Entwickler dieses Mal die Shippuden-Serie vorgenommen haben, die die Original Mangas fortsetzt. Das bedeutet: Neue Charaktere kommen, alte gehen, das Ganze sieht ein wenig anders aus, ist aber trotzdem das Gleiche und einen Online-Modus gibt es auch noch.

 

 

Gameplay

 

Das Gameplay in Clash of Ninja ist eigentlich genau so, wie man es sich vorstellt. Es ist ein 3D Beat 'em Up. Mit zwei Tasten greift man an, mit zwei anderen weicht man aus, mit einer kann man Greifen und mit der letzten ein "Geheimes Jutzu" durchführen, aber dazu später mehr.

 

Die Kämpfe gehen dabei sehr schnell vorbei, sie dauern nicht einmal eine Minute, was einfach daran liegt, dass die Energie der Kämpfer zu schnell leer geht. Man kann im Menü zwar die allgemeine Angriffskraft senken, um die Kämpfe ein wenig zu strecken, aber einen wirklich großen Effekt hat das nicht. Und das finde ich sehr schade, denn aus irgendeinem Grund haben Button-Masher in diesem Spiel keine Chance, man muss die Spielmechaniken lernen, was schön einfach ist, um im Kampf wissen was man tut.

 

Dazu ist die Vielfalt der Charaktere sehr groß, mit über 30 spielbaren Kämpfern, die alle individuelle Eigenschaften und Angriffe haben. Gut gemacht ist hier, dass man zwei Charaktere gleichzeitig nehmen und sie im Kampf abwechelnd einsetzen kann. So wird der individuelle Kampfstil noch weiter ausgenutzt. Leider muss man die meisten Kämpfer erst freispielen, weshalb meine erste Wahl Ten-Ten war. Ich fand kleine Mädchen mit großen Schwertern schon in "Final Fantasy VII: Advent Children" sehr stilisch. (Sorry Fans ^^)

 

Um Charaktere freizuschalten braucht man Punkte, die man durch den Story Modus erhält. Und dort hat man ein Wiedersehen mit seinem alten Kumpel Geheimes Jutzu, der gekonnt alles versaut. Die meisten Kämpfe müssen hier nämlich mit diesem geheimen Jutzu beendet werden, wozu man aber eine volle "Chakra-Leiste" braucht. Leider leert sich diese schon, wenn man ausweicht. Also muss man auf seine eigene Energieanzeige gucken, um nicht zu sterben, auf die des Gegners, um zu sehen, wann man ihm mit einem Jutzu besiegt und dabei noch seinen Ausweichreflex unterdrücken, den einem das Spiel überhaupt erst beibringt.

 

Da der Storymodus aber eh seine Geschichte so erzählt, dass sie wie eine schlechte Fan Fiction wirkt, und dass, obwohl sie direkt aus dem Manga genommen wurde, habe ich ihm nach kurzer zeit den Rücken gekehrt und lieber meinen alles geliebten Arcade-Modus gespielt, durch den man auch Punkte erhält.

 

Hier sind aber die meisten Kämpfe auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad viel zu einfach und machen nur bedingt Spaß. Als Anfänger hat man noch seine Probleme, nach kurzer Einspielzeit fühlt man sich aber wie im ersten Level von Call of Duty 4. Ihr wisst schon, das Level, in dem man nur auf Pappkameraden schießt.

 

 

Aber hier geht es ja um den Online-Modus, richtig?

 

Ja, der Online-Modus. Den gibt es hier tatsächlich, und er funktioniert sogar. Nur leider nicht besonders gut, denn online läuft das Spiel deutlich langsamer und die Eingabe hat einen leichten Delay. Es ist also vergleichbar mit dem Online-Modus von Brawl. Man kann sich daran gewöhnen, aber man kann sich ja auch an Sand in den Schuhen gewöhnen. Außerdem dauert es etwas, bis man einen Gegner findet. Nach einem Kampf kann man dann seinen Gegner als Rivalen in sein Adressbuch eintragen, um ihn online zu finden, allerdings nur, wenn er das auch will und eine Kommunikation findet im Spiel nie statt.

 

Will man dann nicht mehr gegen seinen Gegner kämpfen und einen neuen Kampfpartner finden, macht einem das Spiel auch wieder einen Strich durch die Rechnung und verbindet dich wieder genau mit derselben Person, da es anscheindend immer den mit der besten Verbindung zu dir nimmt. Das geht deutlich besser!

 

Im lokalen Miltiplayer zeigt das Spiel dann aber doch seine Stärke. Man kann entweder normal zu zweit gegeneinander kämpfen oder in einem Zweierteam abwechselnd. Auch geht es gleichzeitig in einem 2 gegen 2 Kampf. Da das Spiel anpruchsvoll aber leicht zu lernen ist, wird es so zu einer 3D-Alternative zu Tatzunoko VS. Capcom.

 

Für die Steuerung emfpielt sich übrigens ein GC- oder ein Classic-Controller. Die Wiimote-Alternative macht nämlich denselben Fehler wie Spore Helden oder Drachenzähmen leicht gemacht und vermischt Knöpchendrücken mit Wiimotegewackel. Und das funktioniert einfach nicht.

 

 

Grafik- Ratet mal, was sich sonst so nicht geändert hat

 

Die Grafik von Clash of Ninja ist keinesfalls schlecht. Es ist nettes Cell Shading mit ordentlichen Effekten, der den Stil der Serie gut einfängt. OK, die Auflösung hätte höher sein können und auch sonst würde es wahrscheinlich auch auf einem GameCube laufen, doch die Details können überzeugen, schon alleine wie die Mäntel fliegen und auch die Angriffe der Charaktere können sich sehen lassen. Zwar nichts Besonderes, aber durchaus solide.

 

Einbrüche in der Framerate gibt es auch nur im 2 gegen 2 Modus, diese merkt man aber erst dann, wenn einer der Kämpfer besiegt ist und die Framerate wieder normal läuft.

 

Auch hat das Spiel eine Sprachausgabe, die leider etwas verwirrend ist. Die Dialoge im Storymodus sind zwar auf Englisch, die Sprüche im Kampf aber Japanisch. Wie gesagt, leicht verwirrend, aber wohl der beste Weg um Fans der Serie und Neueinsteiger in ein Boot zu holen.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Die Grafik ist wie immer, das Gameplay auch, der Online-Modus ist nicht wirklich gut und der Storymodus macht keinen Spaß. Naruto Shippuden: Clash of Ninja Revolution 3 ist kein Stern am Beat 'em Up-Himmel, es ist keine Evolution und eine Revolution ist es schon gar nicht. Aber es ist ein durchaus solider 3D-Prügler. Wer also ein gutes altes 3D Beat 'em Up auf der Wii vermisst wird hiermit glücklich. Der Singleplayer wird schnell langweilig, der lokale Multiplayer ist dafür aber schwer in Ordnung. Und vor allem in einer Zeit, in der das 3D Beat 'em Up Konsolen übergreifend keinen besonders guten Vertreter hat, kann man hier keinen Fehlkauf tätigen. Nur die besitzer von Clash of Ninja Revolution 1 und / oder 2 müssen sich überlegen, ob sich für ein paar neue Charaktere und einen eher unterirdischen Online-Modus der Kauf lohnt.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

71%

Singleplayer

80%

Multiplayer

Release

09.04.2010

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-4


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