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Reviews: Nintendo Wii

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Rune Factory Frontier

Action Adventure

17.05.2010

Autor: Matthias Küpper

 

 

Bis jetzt war es in jedem Harvest Moon immer so, dass man zum größten Teil nur Farmarbeit gemacht hat. Doch für den neuen Ableger hat sich Marvelous Entertainment eine Kombination überlegt. Nun könnt ihr neben der Farmarbeit auch noch gegen Monster kämpfen. So gibt es neben der auf die Dauer etwas eintönigen Arbeit auf dem Feld nebenbei interessante Kämpe.

 

 

Vom Besucher zum Farmer

 

Im Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle von einem Helden, dem man auch einen Namen geben kann. Dieser ist auf der Suche nach einer Bekannten von ihm, bei der er die letzte Zeit verbracht hat. Davor hatte er seine Erinnerungen verloren. Nach kurzer Zeit findet er das Mädchen schon und diese überredet ihn, in dem Dorf, das auf dem Namen Trampoli hört, als Farmer anzufangen.

 

Sie führt einen auch direkt zu der Farm, der man daraufhin einen Namen gibt. Danach bekommt man von ihr die ersten Sachen, die man für die Feldarbeit braucht und dann geht es auch schon los.

 

 

Das Arbeiten auf dem Feld

 

Für Neulinge ist das Arbeiten auf den Feld sicherlich nicht so einfach, da das Spiel keine Erklärung bietet, die automatisch kommt. Es wird auch nicht gesagt, dass sich im Haus ein Buch befindet, in dem man alles nachlesen kann. In der Gebrauchsanweisung steht dazu zwar auch genügend, aber es gibt sicherlich Spieler, die in diese nicht schauen.

 

Dennoch ist die Arbeit auf dem Feld relativ simpel. Zuerst muss man das Feld bestellen und danach muss erst einmal nur gegossen, gesät und geerntet werden. Es macht am Anfang noch Spaß, aber für viele ist sicherlich nicht die Motivation vorhanden, ewig herumzuhantieren, da sich diese Prozedur immer wiederholt.

 

Allerdings muss auch darauf geachtet werden, welche der vier Jahreszeiten, die jeweils 30 Tage lang dauern, gerade ist, wie es auch schon in den Spielen davor war. So wächst Frühlingsgemüse logischerweise nicht im Herbst. Im Winter wird nichts angebaut, aber es besteht zum Glück auch die Möglichkeit in Dungeons etwas anzubauen. Diese haben immer nur eine gewisse Jahreszeit, was für Gewächse, die mehr als 30 Tage brauchen, praktisch ist.

 

 

Das Kämpfen und viele andere Möglichkeiten

 

Neben der Arbeit auf der Farm besteht auch die Möglichkeit, in Dungeons zu kämpfen. Dort warten viele Monster darauf besiegt zu werden. Es ist nicht schlecht, nach der Farmarbeit ein bisschen in ein Dungeon zu gehen, um dort ein paar Monster zu besiegen und dadurch Rohstoffe zu bekommen. Diese können später wiederum in der Schmiede oder im Labor verwertet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Fische zu angeln und diese später in der Küche zu kochen. Das Spiel ist sehr frei und es ist keiner gezwungen, alles zu machen. Allerdings bringen die Dungeons neue Rohstoffe für bessere Werkzeuge und Waffen, während die Feldarbeit gute Rohstoffe zur Heilung oder einfach nur Geld einbringt.

 

Mit den Dorfbewohnern können auch viele nette Unterhaltungen geführt werden, die sich aber schnell wiederholen. Natürlich kann der Spieler auch eines der Mädchen heiraten, die im Spiel vorkommen und viele Beziehungen zu den anderen Bewohnern knüpfen. Jeder von ihnen hat einen anderen Typ und so muss man bei jedem Mädchen darauf achten, wie man ihr Herz gewinnt. Die Feste, die immer wieder kommen, machen das Dorf lebendig und bieten eine spaßige Abwechslung mit kleinen Minispielen zu dem Spielalltag. Auch die Runengeister bilden eine spezielle Rolle, da sie über die Fruchtbarkeit des Bodens bestimmen und einen in Dungeons weiter bringen. Außerdem können sie später über eine Bewohnerin spezielle Ereignisse hervorrufen wie zum Beispiel Regen.

 

 

Steuerungsmöglichkeiten

 

Es besteht die Möglichkeit, das Spiel mit der Wiimote und einem Nunchuk zu spielen oder mit dem Classic Controller. Bei der Steuerung mit Wiimote und dem Nunchuk könnt ihr die Aktionen entweder durch leichtes Schütteln der Fernbedienung oder mit dem A-Knopf ausführen. Es gibt also nicht wirklich eine andere Steuerung als mit dem Classic Controller, was sehr schade ist, da sicherlich besonders bei der Farmarbeit und beim Kampf in den Dungeons eine spezielle Steuerung das Spiel noch besser gemacht hätte.

 

 

Die Präsentation und der Umfang

 

Das Spiel hat eine Grafik im Animestyle, welcher zum Teil an die Tales of Spiele erinnert. Die Charaktere sind relativ detailliert und auch die verschiedenen Früchte auf dem Feld sehen sehr gut aus. Auch Monster gibt es viele verschiedene. Die englische Sprachausgabe im Spiel kommt nur bei gewissen Unterhaltungen zum Einsatz. So gibt es immer wieder Texte, die auch gesprochen werden, während andere nur lesbar sind. Das Dorf wirkt aber sehr lebhaft, sobald mehr Bewohner dazu gekommen sind und es gibt auch öfters lustigere Szenen. Auch die Videos sind grafisch wunderbar umgesetzt, nur leider sehr kurz.

 

Die Musik im Hintergrund ist ein netter Begleiter und wurde auch auf die Dauer nicht nervend. An Festen gibt es eine spezielle Melodie und auch die Dungeons haben eine eigene Melodie, so dass es auch Abwechslung dabei gibt. Der Umfang des Spiels ist gewaltig. Sofern unterwegs nicht die Motivation abhanden kommt, kann man viele nette Stunden mit Rune Factory Frontier verbringen, in denen man eine Menge verschiedene Dinge machen kann, da kaum Grenzen gesetzt sind. Ob ihr Abends in der Bar oder lieber im Dungeon seid, bleibt schließlich euch überlassen.

 

 

Kritikpunkte

 

Das Spiel ist gut, aber es gibt auch einige Punkte, die man besser hätte umsetzen können. So sind die Steuerungsmöglichkeiten der Wii-Fernbedienung nicht optimal genutzt, was den Spielspaß sicher verbessert hätte. Natürlich sollte sie nicht eins zu eins umgesetzt sein, weil das Spiel dann sicherlich zu anstrengend wäre. Außerdem sind die Videosequenzen, wenn sie denn mal kommen, leider viel zu kurz. Man hätte sie also auch weglassen können.

 

Außerdem ist das Spiel für absolute Neueinsteiger, die von der Farmarbeit überhaupt keine Ahnung haben, etwas schwierig am Anfang. Eine kleine Einführung hätte sicherlich nicht geschadet. Obwohl das Spiel bestimmt auch einige weibliche Spieler anspricht, gibt es leider nicht die Möglichkeit, ein Mädchen im Spiel zu spielen. Das liegt aber wohl auch daran, dass die meisten Bewohner des Dorfs weiblich sind und eine schwangere Frau schlecht die Farmarbeit übernehmen kann.

 

 

Vielen Dank an Koch Media für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Das Spiel ist überzeugend und ist sicherlich besser als der Vorgänger Magical Melodies, in dem die Motivation nicht ganz so gut war. Es gibt einige gute, neue Ideen, die aber leider noch nicht alle optimal umgesetzt worden sind. So fehlt ein bisschen die Spielführung, was aber auch daran liegt, dass der Spieler viele Freiheit haben soll. Mit Rune Factory Frontier kann man viele spaßige Stunden verbringen und so lange einem auch nur ein bisschen an der Arbeit auf dem Feld liegt, ist es sicherlich kaufenswert.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

02.04.2010

Developer

Neverland

Publisher

Rising Star Games

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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