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Reviews: Nintendo Wii

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Sin & Punishment: Successor of the Skies

Shoot 'em Up

30.06.2010

Autor: Arne Schreiber

 

Manchmal geschehen kleine Wunder. Das der N64 Titel Sin and Punishment aus dem Jahre 2000 dank der Wii Virtual Console auch hier bei uns erschien, war so eines. Anscheinend haben die Absatzzahlen im Westen dann dafür gesorgt, dass Nintendo erneut die Shoot ‚em Up Experten Treasure damit beauftragte, einen Nachfolger für die Wii zu entwickeln. Nach gut 10 Jahren war es dann im Mai 2010 soweit und Teil 2, der auf den Namen Sin and Punishment: Successor of the Skies hört, erschien in Deutschland.

 

 

Inneres und äußeres Universum? Egal, ich will ballern!

 

Von einem Shooter erwartet man für gewöhnlich keine ausgefallene Geschichte. Von daher wird man von der Story, die gut 2 Seiten in der Spielanleitung einnimmt, regelrecht erschlagen. Verstehen tut man sie aber nicht wirklich, und damit liegt das Spiel ganz in der Tradition des Erstlings. Zu wissen braucht man im Grunde nur, dass der Protagonist Isa der Sohn von Saki und Airan ist, die in Teil 1 die Hauptrolle spielten. Gemeinsam mit der Außerirdischen Kachi macht sich Isa nun auf, die Welt zu retten. Wem das immer noch zu viel Story ist, sei gesagt, dass es letztendlich nur darum geht, einfach alles wegzuballern, was sich auf dem Bildschirm tummelt.

 

 

Wo ist meine Spielfigur?

 

Und da ist wirklich einiges los. Wer bereits einige Shooter gespielt hat, kann sich bereits denken, was einen erwartet; dazu später mehr. Wollen wir zunächst einmal die grundlegenden Dinge klären. Das Spiel lässt euch die freie Wahl, auf welche Art und Weise ihr Isa oder Kachi , oder beide im 2-Spielermodus, bedienen wollt. Aber mal ganz ehrlich, warum sollte man auf einen GameCube Controller oder Classic Controller zurückgreifen, wenn man die Pointer Funktion des Wii Zappers- oder der Wii-Fernbedienung plus Nunchuk-Kombination nutzen kann?

 

Per Analogstick wird eine der beiden Figuren über den Bildschirm bewegt. Bewegt ist dabei der springende Punkt bei der Sache. Schließlich handelt es sich bei diesem Spiel um einen so genannten Rail-Shooter. Das heißt, die Level laufen von alleine von links nach rechts, von oben nach unten oder kreuz und quer ab. Eure Aufgabe ist durch die Bewegung den Geschossen des Gegners auszuweichen. Ganz wichtig dabei ist das Ausweichen per Druck auf den Z-Knopf. Wenn man in der Ausweichbewegung ist, ist man unverwundbar. Man kann also so selbst durch die dicksten Laserstrahlen hindurchrollen, ohne Schaden zu nehmen. Nur muss man dann aufpassen, wo die Bewegung endet, damit man nicht gleich in einer weiteren Kugel landet. Neben dem Zielen mit dem Fadenkreuz auf den Bildschirm braucht man ansonsten nur noch den A-und B-Knopf. Hält man B gedrückt, dann schießt man in hoher Frequenz seinen Blaster ab. Wird schnell gedrückt, beispielsweise bis zu 3 Mal für eine Kombo, führt man seinen Nahkampfangriff durch ein Laserschwert aus. Eine Tatsache, die für einen Shooter eher ungewöhnlich, aber bei Sin and Punishment ein essentielles Gameplay Element ist. Mit dieser Attacke ist es nicht nur möglich Feinden, die ein wenig zu viel Köperkontakt suchen, das Laserschwert über zu braten, sondern es ist auch möglich Geschosse wie Raketen abzuwehren und bestenfalls so abzulenken, dass sie einen Gegner treffen. Manche Endgegner setzen es sogar voraus, dass man mit seinem Säbel umzugehen weiß.

 

Mit dem A-Knopf lässt sich sowohl ein Ziel ‚einloggen’, als auch der Schuss aufladen. Letztere Fähigkeit ist ebenfalls besonders von Nutzen in diesem Spiel. Für das Abschießen der schier endlosen Schar an komischen Außerirdischen, Tier ähnlichen Wesen, Robotern oder Menschen bekommt man natürlich Punkte. Was auch sonst, bei so einer Art von Genre. Je mehr Ziele vom Bildschirm geholt werden, ohne, dass man dabei selbst getroffen wird, umso mehr Punkte bekommt man mit jedem Abschuss. Verliert man Energie, verringert sich der Multiplikator jedoch. Wenn man das zeitliche segnet, geht sogar der gesamte Punktestand flöten. Das kann sehr ärgerlich sein, schließlich ist es möglich den Highscore eines Levels hochzuladen, um sich so mit den Spielern auf der Welt messen zu können. Und wenn man dann einmal über die Milchstrasse gegangen ist, bringt es wenig nur 80.000 Punkte online zu stellen.

 

Dass man das eine oder andere Leben verliert, ist sogar auf der leichtesten Stufe keine Seltenheit. Vor allem, wenn man einen neuen Level spielt, kommen die Augen manchmal gar nicht mit, weil man regelrecht mit Attacken, Kugeln, Laserstrahlen und Raketen vom Gegner bombardiert wird. Da ist es manchmal nicht leicht in der Schnelle herauszufinden, auf welchen Feind man sich zunächst konzentrieren sollte. Für die Art des Spieles ist das aber im Grunde normal. Nur gibt es paar Situationen, wo man die eigene Spielfigur, zwischen grellen Waffenfeuer und Objekten, denen man gleichzeitig ausweichen muss, nur noch schwer ausmachen kann. Dadurch stirbt man ebenfalls den einen oder anderen Bildschirmtod. Diese Tatsache ist der wirklich einzige große Kritikpunkt am Spiel. Glücklicherweise lernt man selbst solche Extremsituation zu meistern, wenn man einen Level erneut spielt. Nicht verwunderlich, dass der zweite Spieler im kooperativen Spielmodus nur ein Fadenkreuz spendiert bekommt. Eine zweite Figur würde der Übersicht nur noch zusätzlich schaden. Ansonsten kann man Treasure nur beglückwünschen, die auf dem Bildschirm dargebotene Action ist einfach nur furios.

 

 

Flüssig, krachende Explosionen und trotzdem zum Teil hässlich

 

Ungefähr so lässt sich die Grafik von Sin and Punishment 2 beschreiben. Das Auge erfreut sich an zum Teil riesigen und dutzendfach gleichzeitig angreifenden Gegnern, schönen Licht- und Explosionseffekten und dem stets flüssigen Spielablauf. Dem gegenüber stehen aber auch schlecht aussehende Charaktermodelle, hölzerne Animationen in den Zwischensequenzen und matschige Texturen, wo hin man schaut. Aufgrund der packenden Action sind einem diese Punkte nahezu egal und fallen nicht groß ins Gewicht. Trotzdem erinnern vor allem die Zwischensequenzen an eine vergangene Zeit, übertrieben ausgedrückt, an den N64 Vorgänger.

 

Die Soundeffekte und die musikalische Untermalung geben sich jedoch keine Blöße. Hier passt alles zusammen und wirkt sich bereichernd auf das Spielgeschehen aus. Die Sprachausgabe ist zwar nicht das gelbe vom Ei, aber das liegt auch eher an den Dialogen, die sehr konfus sind, wie eben die Story vom gesamten Spiel. Aber wie schon eingangs erwähnt, wen interessiert die Geschichte?

 

Wir danken Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters!

 


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Fazit

Um damit sind wir beim Fazit angelangt, was durchweg positiv ausfällt. Treasure hat wieder einmal bewiesen, dass sie in diesem Genre zu den ganz Großen gehören. Teil 2 ist genauso gelungen wie der Erstling und bietet darüber hinaus eine doppelt solange Spieldauer, sodass man gut 2-3 Stunden für das erste Durchspielen braucht. Das hört sich zwar immens kurz an, ist aber für das Genre vollkommen normal, beziehungsweise schon ungewöhnlich lang. Am Leveldesign der sieben Level gibt es nichts auszusetzen. Immer bekommt das Auge was anderes geboten und alle naselang wartet ein Bossgegner. Diese packende Nonstop- Action ist erst dann wirklich vorbei, wenn man beim Abspann angelangt ist. Denn dort wird im Gegensatz zu sonst kein treibender Beat um die Ohren gepfeffert, sondern im Hintergrund läuft ein ruhiges Lied, welches mit einer sanften Stimme vorgetragen wird. Exzellent!

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

super

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

88%

Multiplayer

Release

07.05.2010

Developer

Treasure

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

2


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