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Reviews: Nintendo Wii

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Für immer Shrek

Action Adventure

06.07.2010

Autor: Philipp Bress

 

Was hat Activision sich nur dabei gedacht? In ein paar wenigen, raren Momenten huschte ein leichter Anflug eines Schmunzelns über mein Gesicht, der im nächsten Moment gleich wieder weggefegt wurde, von dem was mir hier geboten wird. Leicht optimistisch bin ich an dieses Lizenzspiel zum neusten Shrek-Film ran gegangen, da diese ja zumindest immer mit Witz und Charme überzeugen konnten. Aber selbst Esel, Kater und der Rest der Bande aus Weit Weit Weg konnten mich nicht positiv stimmen.

 

 

Grün, grüner, shreklich

 

Tja, da möchte sich der grünhäutige Oger Shrek nach den Strapazen aus den letzten drei Filmen einfach nur mal wieder für einen Tag wie ein richtiger Oger verhalten, da unterschreibt er auch schon einen Knebelvertrag beim hinterlistigen Rumpelstilzchen und landet in einer Welt, in der mal gar nichts so ist wie er es kannte. Shreks Vollblutweib Fiona erkennt ihn nicht mehr und ist die tapfere Anführerin der Ogerrebellen, der einst so stolze Kater ist zu einem Vorzeige-Garfield mutiert und Esel, naja, ist immer noch Esel. Jetzt müssen unsere Helden sich mal wieder zusammenraufen, um eine Lücke in dem tückischen Vertrag zu finden, damit sich doch wieder alles zum Guten wendet. Tragisch an der ganzen Sache ist, dass ihnen nur ein Tag Zeit bleibt, um diese Mamutaufgabe zu bewältigen.

 

So interessant die Story ist, so schlecht wurde die Lizenz mal wieder umgesetzt. Und das obwohl das Spiel doch tatsächlich Potential besitzt. Aber selbiges hatte auch die argentinische Nationalmannschaft und wo sie gelandet ist wissen wir alle. Um die Rätsel und Gefahren in „Für immer Shrek“ zu meistern, kann man während des gesamten Spieles zwischen Shrek, Fiona, Esel und Kater wechseln. So hat man für jede Situation den passenden Charakter startbereit. Denn, wie man es sich wohl schon denken konnte, hat jeder von ihnen verschiedene Fähigkeiten. Shrek kann schwere Gegenständige verschieben und schleimiges Sumpfviech für Zaubertränke fangen, Fiona hat 'ne feine Fackel dabei, um TNT-Tonnen anzuzünden, Esel kann Türen auftreten und so weiter.

 

Zudem darf jeder eine Spezialattacke sein Eigen nennen, die sich letztendlich aber nur in Aussehen und Klang unterscheiden. Der Effekt bleibt derselbe. Egal ob Shrek brüllt, Fiona mit der Nase trötet, Esel ein herzallerliebstes Liedchen trällert oder Kater seinen traurigen Blick aufsetzt, die Gegner werden nur betäubt. Die Rätsel sind nicht sonderlich schwer zu lösen, da es bei jedem Hinweise darauf gibt, welche Spielfigur benötigt wird. Insgesamt liegt der Schwerpunkt eh eher auf den Kämpfen im Hack 'n Slay Stil. Dank nur einer Attacke mit dem A-Knopf und gelegentlichen Wiimote-Schütteln gestalten sich diese aber auch recht schnöde und langweilen auf Dauer. Hinzu kommt eine recht geringe Spielzeit, aber besser so, als diese noch künstlich zu strecken. Denn soviel gibt ein ca. 90 Minuten Film langer nun auch wieder nicht her.

 

 

Technisch heiter bis wolkig

 

Leider kommt der Humor der Shrek-Filme auch nicht so richtig rüber, da die Geschichte eher Bruchstückhaft runter gerasselt wird. Nur in einigen Zwischensequenzen blitzt der Humor dann doch mal auf. Was mich richtig enttäuscht hat, ist, dass für das Spiel nicht die richtigen Synchronsprecher heran gezogen wurden. Was macht es denn bitte für einen Sinn, ein Videospiel zu einem Film zu machen, wenn ein elementarer Teil der Charaktere fehlt? So geht nämlich auch ein ganz großer Teil des Oger-Charmes verloren. Dagegen sind allerdings die lizensierten Popsongs aus dem Film vorhanden und geben den Kämpfen immerhin etwas pepp.

 

Optisch ist das Spiel nicht absolut schlecht, aber man hat auch schon definitiv Schöneres auf der Wii zu sehen bekommen. Ein weiterer Wermutstropfen ist die starre Kamera, die sich einfach nicht verstellen lassen will. Schade, ein anderer Blickwinkel im Spielgeschehen hätte das Game vielleicht noch anders erscheinen lassen.

 

Interessanter wird es, wenn man sich mit drei weiteren Freunden vor die Wii klemmt und sich im Coop-Modus durch das Königreich Weit Weit Weg prügelt. Hier übernimmt jeder Spieler eine Figur, sodass Teamwork gefragt ist. Versagt der eine, versagen alle. Und so kann man mit dem Spiel doch noch einiges an Spaß haben, da es streckenweise einen leicht an The Legend of Zelde: Four Swords und ähnliche Spiele erinnert.

 

 

Vielen Dank an Activision für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Für Fans der Filme oder einen lustigen Familienabend ist das Spiel ganz passabel. Wer allerdings ein gutes Action-Adventure erwartet, dem ist dieses Spiel nicht zu empfehlen, da es kaum Abwechslung bietet. Zudem kommt einfach kein echtes Shrek-Feeling auf, wenn nicht die originalen Synchronstimmen vorhanden sind. Das Spiel ist keinesfalls soooo grottenschlecht, wie es sich vielleicht anhört, aber es findet auch keinen Platz am Videospiel-Olymp.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

schwach

52%

Singleplayer

60%

Multiplayer

Release

24.06.2010

Developer

Activision-Blizzard

Publisher

Activision-Blizzard

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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