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Reviews: Nintendo Wii

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Samurai Warriors 3

Adventure

23.07.2010

Autor: Matthias Küpper

 

 

Tecmo Koei und Nintendo bringen gemeinsam den nächsten Teil der Samurai Warriors Serie auf die Wii und damit einen weiteren Titel, der auch die erfahreneren Spieler anspricht. Wie der Name schon sagt, geht es um Samurais, die aus mehreren Schlachten als Sieger hervorgehen müssen. Als 3rd Person Action-Titel erwartet den Spieler einiges an Action im Kampfgeschehen. Austragungsort der Kämpfe ist das alte Japan, aber es fallen auch für Europäer ziemlich bekannte Städtenamen, wie die damalige Hauptstadt Kyoto.

 

 

Besiege hunderte Gegner...

 

Im Spiel geht es darum, dass der Spieler aus einer Schlacht als Sieger hervorgeht. Dazu muss man zuerst einmal die Hauptaufgaben erledigen, bei denen meistens die wichtigsten Männer des Gegners zu besiegen sind. In wenigen Fällen müssen Hauptmänner besiegt werden oder ein Hindernis beiseite geschafft werden. Neben den Hauptaufgaben gibt es auch taktische Aufträge, die einen Bonus geben, sofern die Aufgabe richtig erfüllt wird, meistens müssen Generäle besiegt werden. Allerdings gibt es immer eine Bedingung. So muss der General innerhalb einer gewissen Zeit besiegt werden oder eine bestimmte Anzahl an Feinden muss vorher schon getötet worden sein usw.

 

Mit den einzelnen Charakteren kann sich der Spieler in verschiedenen Modi behaupten. Im Story-Modus können jeweils fünf Kämpfe mit jedem Charakter bestritten werden. Allerdings stehen am Anfang nur ein paar der 37 verschiedenen Kämpfer zur Auswahl. Um weitere zu erhalten, muss Reis im Dojo eingezahlt werden. Dieser kann durch Schlachten oder mit dem Abschließen der Geschichte eines Charakters erworben werden. Doch es gibt auch noch weitere Dinge, für die Reis als Zahlungsmittel benötigt wird. Neben dem Story-Modus gibt es auch einen, in dem es darum geht, das Geheimnis der Burg Murasame zu lüften. Dieser Modus basiert auf dem NES-Spiel The Mysterious Murasame Castle und ist zum ersten Mal in einem Teil der Serie. Das Geheimnis kann mit allen Charakteren gelüftet werden, auch mit den Kämpfern, die im Dojo vom Spieler erstellt worden sind und logischer Weise keine eigene Geschichte haben.

 

Außerdem können die eigenen Charaktere auch im Freien Modus benutzt werden. Hier gibt es die Auswahl zwischen verschiedenen Schlachten, die sich in der Schwierigkeit unterscheiden. Doch auch im historischen Modus wird gekämpft. Hier nimmt der Spieler mit seinem Kämpfer an einer Schlacht teil, die auch wirklich stattgefunden hat. Für den, der mehr über die Geschichte Japans herausfinden möchte und dabei auch selbst etwas tun möchte, ist dieser Modus sicherlich sehr interessant. Durch das Absolvieren von Schlachten kommen nach und nach mehr Informationen ans Licht.

 

Vor der Schlacht ist es öfters ratsam zum zur Schmiedin zu gehen. Hier können die Effekte der einzelnen Waffen und Rüstungen mit Hilfe von Edelsteinen, die im Kampf erworben wurden, verstärkt werden. Allerdings gibt es nur eine gewisse Anzahl an Verbesserungen, die pro Waffe möglich sind. Die Edelsteine erhält der Spieler auch, wenn er Waffen und Rüstungen verkauft.

 

 

Das Dojo als gute Reisanlage

 

Während man in den Kämpfen immer wieder Reis bekommt, kann dieser im Dojo für neue Charaktere ausgegeben werden, wie oben schon erwähnt wurde. Außerdem kann für jeden Charakter eine besondere Waffe freigeschaltet werden oder das Aussehen geändert werden. Dazu bietet das Dojo die Möglichkeit, die Sequenzen, die bereits freigeschaltet wurden, im Tresor erneut aufzurufen. So können die Lieblingsszenen erneut geschaut werden. Außerdem können verschiedene Einstellungen zum Spiel getätigt werden. Das Dojo bietet dazu noch die Möglichkeit die maximalen Werte der Charaktere für Reis zurückzusetzen.

 

 

Die Ausrüstung der Charaktere und der Umfang

 

Vor der Schlacht besteht die Möglichkeit, seine Ausrüstung noch einmal zu verwalten. Außer den Waffen kann jeder Ausrüstungsgegenstand von jedem Charakter getragen werden. So müssen die einzelnen Rüstungen nicht dauernd verbessert werden; das spart einige Edelsteine. Außerdem stehen Pferde für alle zur Verfügung, was auch erfreulich ist. Bei den Waffen verhält es sich anders. Da jeder Kämpfer eine andere Waffe hat, muss natürlich auch für jeden eine Waffen erlangt werden. Am Anfang steht nur eine Waffe ohne Element und Fähigkeiten zur Auswahl, doch schon in der ersten Schlacht werden weitere erlangt.

 

Dadurch, dass mit jedem Charakter der Story-Modus gespielt werden kann und sich die Geschichten nur zum Teil überschneiden, bietet das Spiel einen relativ großen Umfang. Außerdem gibt es ja noch das Geheimnis der Burg Murasame und den historischen Modus, der auf den Spieler wartet. Es gibt also genug zu tun. Durch die verschiedenen Schwierigkeitsstufen können auch unerfahrene Spieler leicht in die Geschichte eintauchen, während erfahrenere sehr gefordert werden. Das Spiel hält also das Versprechen, auch Coregamer anzusprechen.

 

 

Mit Controlstick und Buttons

 

Glücklicherweise haben sich die Entwickler gegen eine Steuerung entscheiden, bei der die Wiimote geschwungen werden muss. Ansonsten wäre das Spiel nämlich sehr anstrengend, da es bedeuten würde, dass in einem Kampf über 500 Mal die Fernbedienung durch die Luft sausen müsste. So muss in Samurai Warriors nur eine Taste gedrückt werden und schon wird angegriffen. Es besteht neben der Wiimote und dem Nunchuk auch die Möglichkeit, mit einem GameCube- oder Classic-Controller zu spielen. Die Steuerung mit jeder der drei Möglichkeiten gut von der Hand, da sie sich auch kaum unterscheidet.

 

 

Technische Umsetzung

 

In den vielen Sequenzen sieht das Spiel richtig gut aus. Auch die Charaktere haben ein gutes Aussehen. Allerdings ist die Landschaft etwas schlecht umgesetzt worden. Doch bei den Kämpfen wird eh weniger auf die matschige Grafik geachtet, wenn darüber 50 Feinde stehen. Die Musik ist passend zum alten Japan, aber in den Kämpfen ist sie etwas eintönig, was ein wenig schade ist. Ansonsten bietet das Spiel aber einen guten Soundtrack.

 

Auch die Sprachausgabe ist nicht schlecht. Es besteht die Möglichkeit, zwischen englischer und japanischer Sprachausgabe zu wählen. Diese kann in den Einstellungen umgeändert werden. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht, was in den Kämpfen etwas nervig sein kann, da der Text gelesen werden muss, während gekämpft wird. Allerdings sind die Gespräche nicht unbedingt so wichtig. Sie handeln meistens eh nur darüber, wer der stärkere der beiden ist oder warum sie sich gegenüber stehen.

 

 

Mehr Innovation:

 

Leider setzt das Spiel zu sehr auf das Abmetzeln von vielen Gegnern, was auf die Dauer eintönig wird. Schön wäre es, wenn es mehr Duelle zwischen zwei Samurais geben würde, die dann auch mit einer anderen Steuerung ausgeführt würden. So werden in den Schlachten immer dieselben Knöpfe gedrückt und wenn es zum Kreuzen der Klingen kommt, wird der A-Button gedrückt, bis der Balken zugunsten des eigenen Charakter entscheidet. Bei solchen Duellen hätten die Möglichkeiten der Wii besser ausgenutzt werden können. Allerdings wäre das dem Spielprinzip in die Quere gekommen, da die Steuerung mit drei verschiedenen Varianten und die Waffenvielfalt ansonsten nicht möglich wäre. Dadurch ist das Spiel aber leider zu eintönig.

 

 

Der Multiplayer:

 

Es besteht die Möglichkeit, dass man zusammen mit ein Freund den Story-Modus bestreitet oder an einer Schlacht teilnimmt. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird lokal an einer Konsole gespielt oder über das Internet. Es ist ein wenig schade, dass nicht die Möglichkeit besteht, gegen einen Freund zu kämpen. Es wäre schließlich interessant zu sehen, wer die bessere Koordination in einer Schlacht hat. So wird dasselbe wie im Einzelspieler gemacht, nur das eben zusammen gespielt wird.

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Samurai Warriors 3 ist ein gelungenes Spiel, welches durch die verschiedenen Schwierigkeitsgrade auch erfahrenere Spieler anspricht. Dadurch, dass in den Kämpfen immer dasselbe getan wird, ist das Spiel leider viel zu eintönig. Da helfen auch das schöne Setting und der zum Teil echt hörenswerte Soundtrack nicht viel weiter. Schließlich kann das Spiel nicht mit einer sehr guten Grafik beeindrucken, wie es bei anderen Konsolen der Fall gewesen wäre. Dennoch hat es mir gefallen, obwohl ich solche Spiele nicht zu meinen Lieblingsspielen zähle. Stupides Abschlachten kann schon manchmal richtig spaßig sein, besonders wenn der beste Freund dabei hilft. Allerdings wird es irgendwann nun einmal zu langweilig und das Spiel landet im Schrank. Aus diesem Grund sollten Spieler, die auf ähnlich verlaufende Schlachten wenig Lust haben und nicht andauernd den selben Angriffsknopf drücken möchten, lieber das Spiel im Regal stehen lassen. Wer aber dennoch zuschlägt, bekommt genau das was er erwartet: Ein paar nette Schlachten mit den verschiedensten Waffen. Über den Umfang kann auch nicht geklagt werden, da alleine der Story-Modus mit seinen 37 Charakteren sehr viele Stunden beschäftigt.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

73%

Singleplayer

72%

Multiplayer

Release

28.05.2010

Developer

Omega Force

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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