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Reviews: Nintendo Wii

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PokéPark Wii: Pikachus großes Abenteuer

Adventure

29.07.2010

Zum Video-Review

Autor: Martin Küpper

 

 

Willkommen im PokéPark!

 

Durch ein merkwürdiges Loch im Boden fallen Pikachu und seine Freunde in eine fremde Welt: den PokéPark. Ursprünglich war der PokéPark ein wunderbarer Ort, an dem die verschiedensten Pokémon in Frieden und Freundschaft miteinander gelebt haben, doch seitdem sich die Anführer der verschiedenen Zonen des Parks zerstritten haben, ist nichts mehr beim Alten. Es liegt an euch, die Streithähne wieder zusammen zu bringen und Pikachus verschwundene Freunde zu finden. Darüber hinaus beauftragt euch Mew, die mysteriösen Prismensplitter zusammeln. Was es wohl damit auf sich hat?

 

 

Um die Aufgaben zu lösen, besucht ihr mit Pikachu die verschiedenen Zonen des Parks (Grünzone, Strandzone, Eiszone, Höhlenzone, Magmazone, Spukzone und Steinzone), um neue Freundschaften zu schließen und Minispiele zu bestreiten. Insgesamt gibt es 14 Minispiele, die sich glücklicherweise mit unter stark unterscheiden. So gilt es etwa Geister mittels Pointer unter Beschuss zu nehmen, durch schnelles Schütteln der Wii Remote Wettrennen zu gewinnen oder einen Ball im Breakout-Stil im Spiel zu halten und die Steintafeln zu treffen um Punkte zu kassieren. Meistert ihr ein Minispiel, gibt es einen Prismensplitter als Belohnung, für besonders gute Leistungen gibt es obendrein noch einige Bären (die Währung des Spiels). Für erfahrene Spieler ist das entschieden zu einfach, aber darüber kann man sich nicht wirklich beschweren, da das Spiel ganz klar auf Kinder zugeschnitten wurde.

 

 

Wollen wir nicht Freunde sein?

 

Da alle Pokémons unterschiedliche Stärken und Schwächen haben, empfiehlt es sich, die richtigen Monster für die Minispiele auszuwählen. Bevor ein Pokémon für euch antritt, müsst ihr euch aber erst mit ihm anfreunden. Die meisten Pokémon bieten euch eure Freundschaft an, nachdem ihr sie im Versteckspiel, beim Fangen oder im Kampf besiegt habt. Im Kampf könnt ihr euren Gegenspieler rammen, einen deftigen Elektroschock verpassen oder mittels Eisenschweif eines über die Rübe geben. Ungewöhnliche Mittel um Freunde zumachen, aber so ticken Pokémon nun mal. Wollt ihr auch gegen die stärksten Pokémon eine Chance haben, solltet ihr einige Bären in das Antrainieren eurer Stärken und Fähigkeiten investieren. Doch zurück zu den Pokémon, die sich nicht durch die drei angesprochenen Wege mit euch anfreunden wollen: Einige Monster werden im Verlauf der Story automatisch euer Freund, anderen müsst ihr einige große Bären bringen (die nicht als Währung sondern nur als Nahrung gelten). Für die stärksten Pokémon müsst ihr bestimmte Anforderungen erfüllen, zum Beispiel benötigt ihr eine gewisse Anzahl an Freunden.

 

 

Wenn ihr euch gerade nicht mit Pokémon anfreundet oder euch in Minispielen versucht, lauft ihr vermutlich wie blöd durch die Gegend. Ständig werdet ihr im Spiel von Punkt A nach B nach C, wieder nach A und schließlich nach D geschickt. Das kann teilweise wirklich langwierig sein. Manchmal müsst ihr auch Gegenstände durch die Gegend schleppen. Das wäre ja gar nicht so schlimm, wenn Pikachu dabei nicht so unglaublich langsam wäre. Geduld ist nun wirklich nicht die größte Stärke von Kindern.

 

 

Steuerung

 

Ihr steuert Pikachu mittels quer gehaltener Wii Remote, lauft also per Steuerkreuz. Das ist vielleicht nicht ideal, aber funktioniert dennoch gut. Die A-Taste löst einen Donnerschock aus, mittels „1“ setzt ihr zum Sprint an und mit „2“ springt ihr in die Luft oder sprecht Pokémon an, wenn sie sich in eurer Nähe befinden. Die Attacke Eisenschweif, die ihr nur im Kampf einsetzen könnt, löst ihr durch Schütteln der Remote aus. Die Steuerung der einzelnen Minispiele wird euch im Vorfeld verständlich gemacht und ist stets akurat.

 

 

Präsentation

 

Obwohl PokéPark Wii ganz offensichtlich für Kinder gemacht wurde, hat Nintendo das glücklicherweise nicht als Ausrede benutzt, um sich bei der Grafik keine Mühe machen zu müssen. Sicher, einen Grafikpreis kann Pikachus großes Abenteuer nicht abstauben, da die Texturen einfach zu matschig sind, aber die Umgebungen und Pokémon sind durchaus liebevoll gestaltet und haben ihren Charme.

 

 

Der Soundtrack reicht von sehr dezenten Stücken bis zu melodischen Songs, die stets zur jeweiligen Zone passen. Auch hier gibt es nicht wirklich etwas zu meckern.

 

 

Meckerecke

 

Das gilt jedoch leider nicht für das gesamte Spiel. Wie schon erwähnt, zerrt es oft stark an den Nerven des Spielers, da das Spieltempo teils einfach zu langsam ist – auch oder gerade für ein Kinderspiel, denn wie angesprochen sind Kinder nicht gerade für ihre endlose Geduld bekannt. Das ihr ständig von einem Ort zum nächsten geschickt werdet, kann einem auch übel aufstoßen. Dies ist wohl auch der Grund, wieso das Spiel trotz nur 14 Minispielen einige Stunden in Anspruch nimmt, bevor man es beendet hat. Der größte Kritikpunkt ist aber ohne Frage das Fehlen eines Mehrspielermodus. Wieso um alles in der Welt kann man die gelungenen 14 Minispiele nicht auch mit seinen Freunden spielen? So schwer kann das doch nicht sein...

 

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

PokéPark Wii: Pikachus großes Abenteuer ist ein sehr einfach gestricktes Spiel, in dem die Minispiele das eindeutige Highlight sind. Die typische „Schnapp-sie-dir-alle-Sucht“ gibt es auch hier im Ansatz, denn irgendwie hat man schon einen Anreiz, sich mit möglichst allen Pokémon zu befreunden. Insgesamt ist es okay; nicht mehr, nicht weniger. Wenn ihr euch für den größten Pokémon-Fan auf dem Planeten haltet oder ein Spiel für euer Kind sucht, macht ihr hier sicher nichts verkehrt. Alle anderen sollten aber wirklich ihre Finger vom Spiel halten, da es einfach zig bessere Alternativen gibt.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

62%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.07.2010

Developer

The Pokémon Company

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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