Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo Wii

< zurück

Transformers: Mission auf Cybertron

Action

14.08.2010

Autor: Sebastian Jünemann

 

 

Wieder mal von Autos und Flugzeugen

 

Bevor ich zum eigentlichen Testen des Spiels komme, möchte ich gerne vorher ein paar Sätze zum Thema Transformers äußern, um euch damit eine kurze Einleitung zu geben. Die Story des Spiels basiert nämlich keinesfalls auf den Kinofilmen, auch wenn diese natürlich super gemacht waren, sondern gehen strikt auf den Pfaden der Urserie. Anfang der Achtziger wären sie nur Spielzeugprodukte von Hasbro, bis im Jahr 1984 zu Werbezwecken von Marvel eine Zeichentrickserie produziert wurde, was den Grundstein für das heutige Transformers lieferte und bis zum Anfang der neunziger Jahre vor allem in Japan und den USA großen Erfolg hatte. Hierzulande setze sich die Serie der sogenannten Generationen 1 und 2 weniger durch, auch der direkte Nachfolger Beast Wars wurde schnell abgesetzt und das Ganze verschwand einfach von der Bildfläche. Erst die Michael-Bay-Filme machten Transformers für viele Leute wieder interessant und eine neue Fangemeinde entstand.

 

Die Kerngeschichte von den Transformers sind die Kämpfe zwischen den friedlichen Autobots unter Optimus Prime und den boshaften Decepticons mit dem tyrannischen Anführer Megatron, die auf ihrem Heimatplaneten Cybertron sowie auch später auf der Erde einen Krieg um die Herrschaft des Planetens austragen. Das Spiel beschränkt sich aber nur auf die Vorgeschichte auf Cybertron und weitere Details würden jetzt den Rahmen sprengen.

 

 

Wir befinden uns auf Cybertron; und wie geht's weiter?

 

Vor dem Spielgeschehen muss man sich zunächst zwischen zwei Kampagnen entscheiden. Die Entscheidung richtet sich danach, wie nicht anders zu erwarten, ob man gerne die Autobots oder die Decepticons spielen möchte, wobei man beide durchspielen muss, wenn man sich nicht mit einer Spielzeit von etwa vier Stunden begnügen und alle Atworks als Boni sammeln möchte. Ist die Auswahl dann erstmal getroffen, wird die erste Mission auch schon gestartet. Bevor man jedoch richtig loslegen kann, durchläuft man zunächst eine von vielen Zwischensequenzen im Spiel, die für Fans der Serie sehr spannend sind. Neben den bekannten Charakteren wie Optimus Prime, Megatron und Bumblebee, haben diesmal auch Nebencharaktere wie Starscream und Soundwave eine größere Rolle als in der Serie oder den Filmen. Neben der Auswahl des Roboterlagers gibt es die Möglichkeit, die Kampagne mit einem zweiten Spieler zu spielen, was den Spielspaß auf jeden Fall steigert.

 

Der Spielablauf ist in zwei verschiedenen Abschnitte unterteilt. Im einen muss der Roboter als Auto oder Flieger Gegner abschießen und Hindernisse überwinden. Im anderen hingegen muss er sich vor Gegnern ducken und seine Feinde durch die Fernbedienung mittels Fadenkreuz ausschalten. Dabei kann man zwischen den vier Waffen Scharfschützengewehr, Machinengewehr, Raketenwerfer und Plasmagewehr wechseln, die man je nach Gegner entsprechend auswählen sollte. Dieser Spielablauf mag sich beim Lesen ziemlich eintönig anhören, aber es macht denoch in vielen Situationen großen Spaß und ist manchmal auch sehr herausfordernd. Zum Beispiel kann es passieren, dass man in einer vorgegebenen Zeit eine bestimmte Anzahl von Kameras mit dem Scharfschützengewehr eliminieren muss. Wird da nicht haargenau getroffen, geht sofort der Alarm los und man schafft die Zeit durch viele angreifende Gegener nicht, was mich manchmal schon etwas Nerven und Zeit gekostet hat.

 

Nett in den Zwischensequenzen und dem Spielablauf sind die Sprüche der Protagonisten, die sich definitiv an die Zeichentrickserie orientieren. So hat Starscream, ganz anders als in den Kinofilmen, den Charakter eines Möchtegernanführers und wird dabei lustigerweise immer wieder von Megatron zurecht gestutzt. (Das erinnert mich irgendwie an die Chefetage der Redaktion, aber als einfacher Pöbel halte ich besser die Klappe.)

 

 

Die Mecker- und Technikecke

 

Wenn ich neben der kurzen Spielzeit und der, wenn auch spaßigen, eingeschränkten Spielehandlung sonst noch was zu bemängeln habe, ist es die Technik des Spiels. Der Sound ist durch die Auswahl der coolen Musikstücke noch sehr gut zu ertragen, aber wenn ich mir die Grafik anschaue, muss ich wirklich nachschauen, ob ich doch eine PlayStation 2 mit einer Wii-Fernbedienung spiele. Denn da bin ich wirklich enttäuscht und mal abgesehen von der DS-Version machen sich die Portierungen auf den anderen Konsolen grafisch qualitativ bemerkbarer. Die Steuerung dagegen ist wegen ihrer Unkompliziertheit um einiges besser, nur manchmal hakt es beim Abschießen der Gegner ein wenig, da man sich beim Wechseln der Waffe über das Steuerkreuz leicht verklicken kann.

 

Als Fan frage ich mich nur noch, wie Megatron eigentlich in diesem Spiel ein Panzer, im Kinofilm ein Flieger und in der Zeichentrickserie eine Pistole als Transformation sein kann. Ist Megatron Chuck Norris? Eigentlich nicht, aber wenn ich mir diese einzige fatale Abweichung des Spiel so anschaue, muss ich schon stutzen.

 

 

Vielen Dank an Activision für die Bereitstellung des Testmusters.


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Für Fans der Serie darf das Spiel in der Wii-Sammlung nicht fehlen und vor allem die Zwischensequenzen sowie Dialoge der Protagonisten lassen Fanherzen höher schlagen. Für Nichtfans ist es nur lohnenswert, wenn ihr Baller-, Renn- und Flugzeugspiele mögt und die schlechte Grafik ertragen könnt, denn daraus besteht das ganze Spiel. Außerdem lässt es sich in etwa acht Stunden mit oder ohne zweiten Spieler leicht durchspielen. Ich kann nur hoffen, dass das nächste Transformers auf der Wii besser, dabei aber die Thematik aus diesem Spiel beibehalten wird.

Grafik

schwach

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

60%

Singleplayer

64%

Multiplayer

Release

25.06.2010

Developer

Next Level Games

Publisher

Activision

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes