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Reviews: Nintendo Wii

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Tom Clancy's Ghost Recon

Action

01.12.2010

Autor: Martin Küpper

 

 

Was habe ich mir da nur angetan?!

 

Ghost Recon auf der Wii, eines dieser Spiele für die ich mich nie interessiert habe. Als das Testmuster in die Redaktion geflattert ist, habe ich mich nur gemeldet, da ich auf der Suche nach einem neuen Koop-Titel war. Erst als das Muster schon auf dem Weg zu mir war, habe ich mich mal ein wenig über das Spiel informiert und bin unter anderem auf den Test von IGN gestoßen. Die Endnote: 3.0! Insbesondere die Grafik „one of the worst looking Wii titles of the year” und der Sound „so bad it hurts“ aber auch das Gameplay kamen nicht gerade gut davon „it does everything poorly“. Alter Falter dachte ich, was habe ich mir da wieder für einen Mist angelacht!

 

Als das Muster ankam, habe ich es dementsprechend missmutig in die Wii geschoben und wollte erstmal selbst sehen wie schlecht das Spiel wirklich ist. Meinen Freund, mit dem ich das Spiel eigentlich im Koop spielen wollte, habe ich vorsichtshalber auch erst mal wieder ausgeladen. So ein mieses Spiel kann Freundschaften zerstören! Bereits nach wenigen Sekunden habe ich mir unsicher die Augen gewischt. Wie war das noch? „One of the worst looking Wii titles of the year“? Bitte was? Klar einen Grafikaward gewinnt Ghost Recon sicher nicht, aber so schlecht? Nein. Die Grafik geht in Ordnung – nicht mehr, aber ganz gewiss auch nicht weniger. Mein Bruder testet gerade iCarly, DAS ist eines der hässlichsten Wii Spiele des Jahres!

 

 

Ein tolles Team!

 

Während Ghost Recon auf den HD-Konsolen ein überaus taktischer Shooter ist, in dem man im Team arbeiten muss, um Terroristen und andere Bedrohungen zu eliminieren, ist es auf der Wii nur ein Onrail-Shooter. Gibt es davon nicht schon genug? Nichtsdestotrotz erschließt sich mir die niederschmetternde Kritik nicht wirklich. Mit dem Pointer der Wii Remote kann man seine Feinde wirklich genau ins Visier nehmen. Sonderlich intelligent verhalten sich die CPU Gegner zwar nicht, sie suchen etwa nicht wirklich nach Deckung, aber können euch doch ganz schön auf's Korn nehmen, besonders wenn sie mit Raketenwerfern oder Scharfschützengewehren feuern.

 

Was mir wirklich gefallen hat, ist, dass man von Deckung zu Deckung huschen kann – und das eben nicht automatisch, sondern auf Knopfdruck (auf die angebotene Deckung zeigen und „A“ drücken). So habt ihr oft die Wahl zwischen verschiedenen Positionen und müsst überlegen, von wo aus ihr eure Feinde am besten unter Beschuss nehmen könnt. Das hat noch einen weiteren Vorteil: während man in den meisten Onrail-Shootern auf einer festen Bahn gefangen ist und Schaden nur verhindern kann, in dem man schneller ist als der Feind und ihn ausschaltet, kann man hier aus der Deckung gezielt so feuern, dass man nicht von feindlichen Geschossen getroffen wird. Mir hat das Spiel wirklich Spaß gemacht, nur mein CPU-Kollege (auch wenn man alleine spielt ist man zu zweit unterwegs) hat nicht immer logisch gehandelt.

 

Ich habe meinen Freund also wieder eingeladen und mich gemeinsam mit ihm weiter durch die Story geballert. Neben den normalen Missionen gibt es auch Abschnitte in denen man mit einem Panzer oder einer Art Metal Gear durch die Gegend heizt und alles kaputt ballert, was sich einem in den Weg stellt. Im Kontrast dazu stehen Missionen, in denen man verhindern muss, dass die Gegner Alarm schlagen. Das heißt, man muss sich genau überlegen wie man seine Gegner am schnellsten ausschaltet ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen. „Welchen Feind greifen wir zu erst an? Okay, du nimmst den rechts ins Visier, ich den links. Zielst du auch auf den Kopf? Also bei drei. Eins... zwei... drei BAM!“ in diesen Situationen fühlt man sich wirklich wie ein eingespieltes Duo, das irgendwo mitten in Russland für den Weltfrieden kämpft. Auch der bereits angesprochene Aspekt der Deckung ist zu zweit ein Stück tiefer. Man kann sich zum Beispiel so absprechen, dass man seine Gegner von rechts und links ins Visier nehmen kann.

 

 

Ohrenbluten?

 

Um es kurz zu machen: auch hier kann ich nicht zustimmen. Die Musik ist nicht wirklich auffällig und plätschert meist im Hintergrund vor sich hin. Aber „so bad it hurts“? Wieso? Dazu gibt es eine deutsche Sprachausgabe, die ebenfalls ganz okay ist.

 

Nur in Punkto Story kann ich IGN zustimmen. Die Handlung ist ziemlich belanglos und derart uninteressant, dass ich sie gar nicht mehr im Kopf habe. Irgendwas mit supernationalen Russen die in Norwegen eingefallen sind. Glaubt mir, das ist nicht von Interesse – fällt daher aber auch nicht schwer ins Gewicht. Es ist ein Actionspiel, da ist nicht wirklich von Belang, wieso man die bösen Buben in die Hölle ballert, Hauptsache man tut es!

 

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Ich weiß nicht welchen Maßstab der wehrte Kollege bei IGN ausgepackt hat. Ich kann nur mit dem Kopf schütteln und unterstützt von meinem Koop-Kumpanen das Gegenteil behaupten: Ghost Recon macht gerade mit einem Kumpel kurzweilig Spaß. Nichts außergewöhnlich Großartiges, aber ganz sicher auch nicht schlecht.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

68%

Singleplayer

75%

Multiplayer

Release

18.11.2010

Developer

Ubisoft Paris

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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