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Reviews: Nintendo Wii

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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1

Action Adventure

06.01.2011

Autor: Matthias Küpper

 

 

Das große Finale in greifbarer Nähe

 

Der finale Kampf zwischen Voldemort und Harry Potter rückt näher und der dunkle Lord wird mit jeder Stunde mächtiger. Harry, Ron und Hermine begeben sich auf die Suche nach den Hokruxen, die der Schlüssel zu Voldemorts Untergang sind. Aber vorher muss Harry noch vom Liguster Weg abgeholt werden. Da es gefährliche Zeiten sind, kommen natürlich die besten Auroren vorbei, damit Harry auch ja nichts passiert. Auch Hagrid ist mit von der Partie, der ein Motorrad mit Beiwagen steuert. Die Zauberer benutzen Vielsafttrank, um in Harrys Gestalt die Todesser zu verwirren. Auf der Flucht darf der Spieler zum ersten Mal im Spiel den Zauberstab zücken und mit Flüchen um sich werfen.

 

 

Harry Potter hat viele Feinde

 

Es sind dunkle Zeiten und die Todesser können machen, was sie wollen. Deshalb lauern sie auch an jeder Ecke. Aus diesem Grund muss die Gruppe sehr oft gegen sie kämpfen. Im Spiel folgt fast eine Schlacht der anderen. Das Ziel im Spiel ist es zu überleben und durch die einzelnen Abschnitte zu kommen. Allerdings wird nicht nur gekämpft. So schleicht Harry bewaffnet mit dem Tarnumhang durch das Ministerium oder durch London.

 

Um gegen die Todesser zu kämpfen, gibt es die Möglichkeit verschiedene Zauber und Items einzusetzen. Darunter sind z.B. Stupor und ein explosiver Trank. Allerdings stellen sich natürlich nicht nur Todesser in den Weg. So müssen auch Spinnen zur Freude von Ron besiegt werden. Es gibt auch viele bekannte Orte aus dem Buch. So ist die Hochzeit im Spiel und auch Godric's Hollow. Zwischen mehreren Story Acts gibt es dann auch noch Missionen, die gemacht werden müssen. In ihnen wird eigentlich meistens dasselbe gemacht, wie während der Story mit dem Unterschied, dass Harry immer alleine ist. Um die mugglestämmigen Zauberer zum Beispiel zu befreien, müssen meistens auch Voldemorts Schergen besiegt werden. Dazu reicht es, einfach mit einem Zauber um sich zu werfen. Nur die Dementoren bilden eine Ausnahme, da sie nur durch Pratonuszauber besiegt werden können. Jump & Run Passagen, sowie Rätsel gibt es im siebten Teil keine und auch der Umfang ist mit fünf Stunden etwas kurz.

 

 

Nur eine Steuerungsmöglichkeit

 

Das Spiel bietet nur eine Steuerung, die genutzt werden kann: Wii-Remote und Nunchuk. Die Zauber werden nicht durch das Schwingen der Fernbedienung ausgelöst, sondern durch Knopfdruck. Um zu zielen, wird der Pointer benutzt und wohin Harry geht wird mit mit dem Analogstick entschieden. Wie schon erwähnt, gibt es keine andere Möglichkeit und das ist schade, da das Zielen nicht ganz einwandfrei läuft. Außerdem wäre die Option einer Classic-Controller Steuerung sicherlich für manche Spieler schön gewesen. Außerdem hätten die Bewegungssensoren der Wii bei einem Spiel, in dem mit einem Stab gezaubert wird, sicherlich besser genutzt werden können.

 

 

Gestaltung & Technik

 

Die Grafik von Harry Potter 7 Teil 1 ist zwar nicht die beste, aber sie ist ganz in Ordnung. Zum Teil ist die Umgebung zu eintönig und auch die Texturen sind ein bisschen schwammig, aber es gibt durchaus Spiele, die viel schlechter aussehen. Von der anderen Sorte gibt jedoch ebenfalls genügend. Allerdings gibt es bei den Charakteren nicht so viele Modelle. Zum Teil wurde nach dem Aussehen drei Mal dieselbe Person in einer Mission befreit und auch die Gegner scheinen nur eine handvoll hartnäckige und immer wiederkehrende Schurken zu haben.

 

Dazu ist der Soundtrack nicht wirklich überzeugend. Es gibt Momente, in denen das Gefühl kommt, dass überhaupt keine musikalische Untermalung da ist. Es ist kein Lied da, was wirklich einen Ohrwurmcharakter hätte, obwohl es sich um Harry Potter handelt. Hier hätte noch einiges mehr daraus gemacht werden können. Die Sprachausgabe ist dagegen in Ordnung, aber auch hier gibt es zu wenige Stimmen. Natürlich haben die Protagonisten alle verschiedene Sprecher, aber bei den Todessern und bei den sonstigen Leuten, gab es anscheinend nicht viel Auswahl. Dadurch wirkt es schnell so, als würden immer wieder dieselben Gegner und Gefangenen im Spiel vorkommen.

 

 

Die guten alten Zeiten

 

Ja wo sind sie nur hin? Gerade bei Harry Potter sind die Spiele mit der Zeit einfach schlechter geworden. Es gibt vieles, was dem neusten Teil fehlt oder es ist einfach schlecht umgesetzt worden. Die Kämpfe sind auf die Dauer ziemlich langweilig, da sie immer nach Schema F ablaufen. Jeder wirft wild mit Zaubern um sich. Dazu sind die Missionen zwischendurch nicht sehr kreativ gewählt und sie enthalten zum Teil Orte, die auch während der Story besucht werden.

 

Dazu spielt sich das Spiel oft mehr wie ein Third Person Shooter, in dem die Waffen Zauberstäbe sind. Warum gibt es keine Rätsel mehr und warum springt Harry nicht mehr? Ist er dafür zu alt geworden? Lara Croft ist etwas älter und macht es dennoch mit. Dazu rennt man durch die meisten Bereiche einfach nur von A nach B und das war es dann. Die Story wird auch nicht so gut erzählt, wie es im Buch und im Film der Fall ist. Oft geht die Geschichte im Spiel viel zu schnell voran. Es gibt auch keine Möglichkeit sich wirklich frei zu bewegen, aber anscheinend wollten die Entwickler möglichst genau an den Film halten, weshalb kaum etwas abseits geschieht. Auch das Levelsystem, welches einem neuen Zauber ermöglicht, ist nicht unbedingt gelungen. Der letzte Spruch wird auf Stufe 11 erlernt, während Harry am Ende gut und gerne Level 25 ist. Mehr HP und eine stärkere Zauberkraft machen auch kaum etwas im Kampf aus. Auch hier ist viel Luft nach oben.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für das Testmuster.


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Fazit

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 ist keine gute Alternative für den Film oder das Buch. Vieles wird viel schlechter erzählt oder kommt gar nicht vor und außerdem ist das Spiel viel zu linear. Dazu kommt der geringe Umfang für den Preis, so dass sich nicht einmal ein Fan das Spiel holen sollte. Dafür sind die Kämpfe viel zu monoton und auch die einzelnen Passagen sind nichts Besonderes. Auch der Soundtrack kann nicht überzeugen und die Grafik ist nur Mittelmaß. Wieder einmal wurde viel Potenzial verschenkt und es bleibt dabei, dass die ersten Teile von Harry Potter nach wie vor auch die besten sind.

Grafik

ok

Sound

schwach

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

49%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

18.11.2010

Developer

Electronic Arts

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

12+


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