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Reviews: Nintendo Wii

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Spider-Man Dimensions

Action

26.01.2011

Autor: Philipp Breß

 

 

Vier Welten – Vier Fassadenkletterer

 

In den vergangen Jahren gab es etliche Spider-Man Videospiele, was nicht zuletzt an den erfolgreichen Comic-Verfilmungen lag. Allerdings gab es dabei allerhand, was man getrost in die Mülltonne werfen konnte, aber auch Spiele die ihr Potential genutzt haben. Zu den besseren Vertretern gehörte z.B. Web of Shadows, wohingegen die Lizenz-Titel zu den Filmen einige Schwächen aufwiesen. Und in diesem Jahr schickt Activison gleich vier Spinnen zum Preis von einer ins Rennen mit Spider-Man Dimensions.

 

Die Story ist, man mag es kaum glauben, identisch mit der der DS-Version, welche mein werter Redaktionskollege Sebastian getestet hat. Aber für euch auch hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung: Dreh und Angelpunkt ist eine mystische Steintafel, die Mysterio gerne sein Eigen nennen möchte, aber selbstverständlich findet das die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft nicht soooo gut, also gibt’s auf die Mütze. Bei der Auseinandersetzung zwischen den beiden Kontrahenten zerbricht die Steintafel in etliche Fragmente. Zu allem Übel ist das natürlich nicht genug und so verschwinden die Splitter einfach mal in andere Dimensionen. Was wohl nur unsere Aufgabe im Spiel ist? Für die Leser, die nicht drauf kommen: Die einzelnen Teile der Tafel müssen gefunden und wieder zusammen gesetzt werden! Und dabei wird’s erst richtig interessant.

 

Da Spidey selbst nicht durch die verschiedenen Dimensionen reisen kann, ist er auf die Hilfe seiner alternativen Egos in den anderen Welten angewiesen und jeder hat natürlich seine eigenen Fähigkeiten. Bleiben wir zunächst mal in unserer schönen Welt. Hier spielt man den altbekannten Amazing Spider-Man auf dem auch die Kinofilme beruhen. Eine gänzlich andere Spinne ist jene aus dem Noir-Universum, welches in den 30er Jahren platziert ist und sich durch Stealth-Action auszeichnet, zumindest optisch. Zurück in der Gegenwart, aber in einer anderen Dimension kann man die Kräfte des schwarzen Ultimate Spider-Mans nutzen und zu guter letzt gibt es dann noch Spider-Man 2099, der einige spezielle Modifikationen an seinem Anzug hat. Und jetzt kommt das Beste! Abseits der verschiedenen Fähigkeiten wurde jedem Spider-Man auch ein ganz eigener Stil in punkto Design gewidmet. Das Noir-Universum ist in den typischen Sepia-Schwarz-Weiß-Farben gehalten, wohingegen die Welt des Amazing und Ultimate Spider-Man einer klassischen Comic-Welt entspricht. Den Herrn Spinnenmann 2099 trifft man natürlich in einem extrem futuristischen Setting, das einen sehr an Corousant-City erinnert. Optisch bietet Dimensions also auch auf der Wii astreine Kost.

 

 

Es ist nicht alles Gold was glänzt

 

Zwar sind diese verschiedenen Stile super in Szene gesetzt, allerdings beschränkt sich das spielerische am Ende doch immer wieder auf denselben Ablauf. Durch den ersten Abschnitt schwingen bzw. kämpfen, Part 1 des Bosskampfes absolvieren, durch den nächsten Abschnitt kämpfen, Part 2 des Bosskampfes und so weiter und so fort. Auch wenn die Abläufe dieselben sind, so ist der Bosskampf an sich doch immer recht innovativ gestaltet, da man in diversen Kampfszenen automatisch zwischen Ego-Sicht und 3rd-Person-Sicht wechselt um so verschiedenen Angriffe auszuführen. Aber schade drum, dass es so linear geworden ist und ebenso schade ist es, dass die Welten nicht frei erkundbar sind, wie z.B. bei Spider-Man 3.

 

Tja, das führt dazu, dass es trotz vier verschiedener Welten zu einer gewissen Ödnis kommt, denn selbst an den besten Ideen hat man sich schnell satt gesehen, wenn sie übertrieben oft eingesetzt werden. Zudem hätte man z.B. aus den Stealth-Parts viel mehr rausholen können. Zwar muss man sich im Schatten halten (Sam Fisher lässt grüßen) und kann aus eben diesem die Feinde ausschalten, aber die KI reagiert so langsam, dass man sogar gemütlich zum Gegner spazieren kann, ohne das er irgendwas registriert. Da wäre mehr drin gewesen! Aber dennoch ist das Spiel irgendwie nicht schlecht; man hat immer den Drang weiter zu spielen, denn immer wieder gibt es neue kleine Aufgaben und versteckte Objekte die gefunden werden wollen.

 

 

How I Met Your Spider

 

Im tontechnischen Bereich vermag das Spiel nochmal aufzutrumpfen. Zwar glänzen die netten Einzeiler speziell durch deren Wiederholung, aber dafür sind die Synchronstimmen eine astreine Besetzung! So gibt sich für den Amazing Spider-Man Niel Patrick Harris, bekannt als Barney Stinson aus How I Met Your Mother die Ehre, um eben jenen zu synchronisieren! Und auch der Vater des Fassadenkletterers, Stan Lee, synchronisiert eine der Spinnen. Dafür gibt’s nen dicken Daumen nach oben! Und auch die Steuerung weiß zu überzeugen! Kein großer Schnick-Schnack. . gute Reaktionszeiten und genau ist diese auch noch! Was will man mehr?

 

 

Vielen Dank an Activision für das Testmuster.


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Fazit

Trotz einiger kleiner Schwächen macht Spider-Man Dimensions unterm Strich doch eine Menge Spaß! Und besonders Fans der Comic-Reihe dürften voll auf ihre Kosten kommen mit den vier unterschiedlichen Missionen. Darüber hinaus wurde das Spiel einfach gut vertont! Da kann ich zumindest auch mal über ein etwas eintöniges Gameplay hinweg sehen und ordentlich Spaß mit dem Spiel haben! Es lohnt sich auf jeden Fall mal reinzusehen!

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

79%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.09.2010

Developer

Beenox

Publisher

Activision Blizzard

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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