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Reviews: Nintendo Wii

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Create

Strategie

31.01.2011

Autor: Philipp Breß

 

 

Wo soll ich bei diesem Spiel nur anfangen zu erzählen? Es gibt weder eine Story noch einen roten Faden in diesem Spiel, an dem man sich entlang arbeiten könnte. Versprochen wird zumindest ein Spiel, das sich in gewisser Weise an einen der großen Blockbuster der PS3 anlehnt, nämlich Little Big Planet. Aber auch EA eigene Spiele, wie z.B. die Sims oder Spore, bedienten sich in der Vergangenheit ja bereits der Möglichkeit, dass man frei und kreativ die Welt gestalten kann. Ob sich Create da mit einreihen kann?

 

 

Aufgabe um Aufgabe

 

Das Spielprinzip besteht daraus, in zehn unterschiedlich gestalteten Welten über 100 verschiedene Aufgaben und Herausforderung zu absolvieren. Dies passiert mit einer Auswahl verschiedenster Gegenständen und etwas Hilfe der physikalischen Gesetze. Eine Aufgabe könnte z.B. so aussehen, dass man einen Gegenstand über einen Abgrund transportieren muss. Dies kann man lösen, indem man dem Gegenstand einen fahrbaren Untersatz verpasst und diesen mittels einer Rampe über den Abgrund springen lässt. Alternativ könnte man den Gegenstand auch an einen Ballon hängen, ihn so über dem Abgrund schweben lassen und eine Rakete so positionieren, dass der Ballon über dem Ziel abgeschossen wird, so dass er direkt in das Ziel hineinfällt. Wie ihr seht, gibt es eine ganze Menge an Möglichkeiten. Natürlich gibt es verschiedene Arten von Aufgaben, wo es auch verschiedene Vorraussetzungen gibt. Bei dem einen muss man z.B. eine möglichst große Kettenreaktion hervorrufen und bei anderen muss man den Minimalisten raushängen lassen, da nur eine ganz geringe Vorgabe an zu verwendenden Items gegeben ist.

 

 

Kreativ? Fehlanzeige

 

Und jetzt wird es interessant. Ist der Name „Create“ überhaupt für dieses Spiel gerechtfertigt? Kann man wirklich richtig kreativ werden? Klar, wenn es um das Lösen der „Rätsel“ geht, kann man dies auf vielen unterschiedlichen Wegen tun, aber mehr auch nicht. Darüber hinaus hat man nur die Möglichkeit, statische Level mit Objekten, Stickern und Graffitis aufzuwerten, aber auch diese sind halt komplett vorgegeben. Wenn man es so betrachtet, kann man durch den Titel des Spieles schnell fehlgeleitet werden, denn so hält es nicht, was es verspricht.

 

Create profitiert aber stark von der Steuerung per Wiimote und Nunchuk, welche hier dem traditionellen Gamepad überlegen sein dürfte. Grund dafür ist, dass man sobald man einen Lösungsweg gefunden hat, oftmals viel Fingerspitzengefühl beweisen muss, um die Objekte exakt richtig anzuordnen. Da ist die Wiimote einfach die beste Lösung. Dagegen kann einem die statische Kamera gerne mal den letzten Nerv rauben, da man oftmals nicht weit genug rauszoomen kann, um das gesamte Level zu überblicken. Aber immerhin stimmt die Grafik, auch wenn die Welten gerne etwas phantasievoller hätten sein dürfen für ein Spiel, dass sich Create nennt .

 

Letzten Endes ist das größte Problem von EAs "kreativer" Wundertüte, dass es sich im Gegensatz zu Spielen wie Little Big Planet, die einen großen, ausgereiften Editor besitzen, einfach limitiert in der Handhabung anfühlt; nichts Halbes und nichts Ganzes eben. Man baut keine Dinge und verändert diese auch nicht. Man löst lediglich Aufgabe für Aufgabe und dekoriert eine bereits vorhandene Welt. Auch wenn es Spaß macht und motivieren kann, die verschiedenen Aufgaben zu lösen, so fehlt dem Spiel eine Seele, dank der Tatsache das es keine Charaktere oder ähnliches gibt, durch die man einen besonderen Bezug zum Spiel aufbauen kann.

 

 

Vielen Dank an Electronic Arts für das Testmuster.


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Fazit

Create versucht vieles, schafft aber nichts so wirklich. Es gibt einige kleine und gute Ideen, die aber letztendlich nicht gut ausgearbeitet und umgesetzt wurden. Das Fehlen von Charakteren macht es nicht unbedingt leichter, das Spiel zu mögen, vor allem wenn die Konkurrenz und EA selbst schon bessere Spiele dieser Art auf den Markt gebracht hat. Alles in allem ist Create eine Ansammlung von netten Aufgaben, die einem eine gewisse Zeit Spaß bereiten können, aber nichts für die Ewigkeit sind.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

64%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

18.11.2010

Developer

EA Bright Light

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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