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Reviews: Nintendo Wii

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Monster Jam: Pfad der Zerstörung

Rennspiel

14.04.2011

Autor: Lukas Strübig

 

 

Pfad der Zerstörung

 

Ich weiß gar nicht, was ich groß zu Monster Trucks sagen kann. Sie sind groß, sie sind kräftig und sie können so ziemlich alles überrollen. Dazu sind sie, wenn man Klischees glauben will, sehr beliebt in den US of A. Monster Jam: Pfad der Zerstörung war genau aus diesem Grund eine große Herausforderung für mich. Was will der Monster Truck Fan in seinem Spiel haben?

 

 

Gameplay

 

Monster Jam ist ein typisches Motorsport-Spiel. Als aufstrebender Fahrer bereist man die gesamte USA und versucht Ruhm, Geld und Prestige zu erlangen. Ziel ist das ganz große Monster Truck Turnier in Las Vegas!

 

Bis dahin ist viel zu tun! In verschiedenen Arenen der Vereinigten Staaten müssen daher Rennen gefahren, Stunts gezeigt und Autos geplättet werden! Durch Siege steigt man Level auf und kann so aus immer mehr Fahrzeugen wählen. Wem die 28 Trucks, die alle auf echten Modellen basieren, nicht gefallen kann sich auch einfach seinen eigenen Monster Truck erstellen und individualisieren. Durch höhere Level schaltet man weitere Stadien frei. Insgesamt gibt es acht, aber die unterscheiden sich leider kaum.

 

Die Steuerung ist echt gut gelungen. Die Monster Trucks reagieren schnell und präzise, zu meiner eigenen Überraschung sogar, wenn man mit dem WiiWheel spielt. Selbst die Hinterräder lassen sich unabhängig von der Vorderachse bewegen und erlauben dem Spieler so viel Freiraum wie möglich, um alle möglichen Stunts hinzulegen. Diese werden von dem Spiel erfasst und fließen immer in die Wertung ein, es kann also vorkommen, dass man selbst für einen Unfall noch Punkte erhält, weil sie eben genau wie ein Stunt geschehen sind.

 

Im Grunde gibt es zwei Modi: Den Stunt-Modus, in dem man entweder einen vorgegebenen Stunt oder eine Reihe selbst bestimmter Stunts hinlegen muss, und den Rennmodus, indem man, nunja, eben als erster im Ziel sein muss. Und hier ist das große Problem des Spiels: Es wird sehr, sehr schnell langweilig. Es ist nunmal nicht besonders spannend, immer nur im Kreis zu fahren und alte Autos zu schrotten. Die Rennen sind da auch nicht großartig anders, da sie eher langsam und durch enge Strecken verlaufen.

 

Das Problem ist eben nur, dass ein Spiel über Monster Trucks wohl viel besser nicht sein kann. In einem Spiel über einen Sport, indem man im Kreis fährt und Autos schrottet, muss man eben nur im Kreis fahren und Autos schrotten. Da kommt auch im Mehrspieler-Modus nicht viel mehr Spaß auf, vor allem, weil die "direkten" Mehrspieler-Duelle, wie sie auf der Verpackung angepriesen werden, nur ein Euphemismus für einen fehlenden Online Multiplayer darstellen.

 

Und das war's dann auch. Viel mehr kann ich zu Monster Jam nicht sagen. Was es macht, bekommt es solide hin, es macht aber eben einfach viel zu wenig.

 

 

Grafik und Sound

 

Um ehrlich zu sein war ich sehr überrascht, dass Monster Jam auch für die HD-Konsolen erschien. Die Grafik ist nicht schlecht, die Monster Trucks sind echt gut gestaltet und haben gute Schadensmodelle, dazu ein paar saubere Texturen.

 

Dafür ist der ganze Rest auf typischem PS2 Niveau. Die Schrottautos, die es zu zerstören gilt, sind aus ein paar Flächen, wie Pappkartons, zusammen gebaut und fallen bei starker Kollision auch so auseinander. Wenn man sie weniger hart trifft, verbiegen sie sich eben nach vorgegebener Manier. Die Zerstörung ist also kein wirkliches Spektakel. Dazu kommt es mir komisch vor, dass einige der Schrottautos vergoldet sind. Ich meine, ein paar Texturen hätte man doch noch einbauen können, oder? Die Zuschauer sind dazu ziemlich weit entfernt und kein bisschen animiert, allerdings achtet man eh recht selten auf sie, daher fällt der Punkt nicht ganz so ins Gewicht.

 

Soundtechnisch gibt es da schon weniger zu meckern. Die typisch harte Rock Musik geht in das eine Ohr rein und durch das andere wieder hinaus, die Autos hören sich authentisch an und die Zuschauer rufen zumindest ordentlich. Einzig der Kommentator geht ein wenig auf die Nerven, die Stimme ist zwar gut gewählt (Man hörte ihn zuletzt als Frank Woods in CoD: Black Ops.) allerdings wiederholen sich die viel zu ähnlichen Sprüche allzu oft.

 

 

Wir danken Activision für das Testmuster.


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Fazit

Was erwartet der Monster Truck Fan von seinem Spiel? Nun, wenn er es mag, sinnlos im Kreis zu fahren bis er einschläft: Das ist sein Spiel!
Aber mal Spaß bei Seite: Der eigentliche Monster Truck Aspekt ist an sich gut umgesetzt und die Steuerung funktioniert, vor allem, weil man auch kreative Stunts machen kann. Aber das reicht eben nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass das echte Monster Truck ein interessanter Sport ist, aber bei einem Spiel kommt da eben nicht diese Action auf, vor allem nicht, wenn die Zerstörung lahm aussieht.
Somit bleibt Monster Jam: Pfad der Zerstörung ein Spiel, das 5 Minuten lang ganz cool ist, danach aber recht schnell langweilig wird.

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

schwach

50%

Singleplayer

50%

Multiplayer

Release

11.03.2011

Developer

Virtuos

Publisher

Activision

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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