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Reviews: Nintendo Wii

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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2

Action Adventure

26.07.2011

Autor: Matthias Küpper

 

 

Zum letzten Mal nach Hogwarts

 

Sechs Jahre lang ging Harry in Hogwarts zur Schule und auch im siebten Jahr führt in der Weg wieder dort hin. Doch dieses Mal findet dort der Kampf gegen Voldemort statt. Bei der ersten Hälfte des siebten Teils machte man sich auf die Suche nach dem ersten Horkrux. Nun geht es darum, die restlichen zu finden und zu vernichten. Die zweite Hälfte beginnt auch im Spiel dort, wo die erste aufhörte. Harry, Ron und Hermine müssen nach Gringots, um dort das nächste Horkrux zu vernichten.

 

 

Stupor und wie sie alle heißen

 

Nun kämpft sich der Spieler durch mehrere Kapitel, in denen er immer näher zum Endkampf kommt. Zu erst geht es darum die Wachen in Gringots auszuschalten, die einen leider entdeckt haben und daran hindern wollen, den Kelch in die Finger zu bekommen. Also verwendet ihr Stupor und schießt Zauber, was das Zeug hält. So war es auch schon im ersten Teil. Im Verlaufe des Spiels werden neue Zauber freigeschaltet, die das bekämpfen von Gegnern etwas leichter machen. Gestrichen wurden die Missionen zwischen der Story, in denen man andere Zauberer befreite und Todesser mit zahlreichen Zaubern beschoss. Diese waren aber eh viel zu monoton, da es eh nur darum ging, die Schergen des dunklen Lords zu vertreiben. Neu hingegen ist, dass der Spieler nicht nur Harry spielt, sondern auch andere Charaktere. So spielt man z.B. Ron, Hermine und sogar Neville, der auch zu einem großen Jungen geworden ist. Sie alle tragen ihren Teil dazu bei, dass der dunkle Lord aufgehalten wird. Gespeichert wird, wie auch zuvor, automatisch an gewissen Stellen. Innerhalb der Level lassen sich dann noch Extras finden, die neue Charaktere oder eine Herausforderung freischalten, in der ein Kapitel auf Zeit gespielt werden kann. Das Spiel bleibt aber wie der Vorgänger ziemlich monoton, da man eigentlich nur herumläuft, in Deckung geht und wild mit Zaubern um sich wirft. Nach drei Stunden hat man alle Missionen geschafft und kriegt noch einen kleinen Ausschnitt gezeigt, in denen alle Harry Potter Spiele zu sehen sind. Außerdem wird ein weiterer Schwierigkeitsgrad freigeschaltet, der noch schwerer ist als die, die am Anfang zu Auswahl stehen.

 

 

Copy und Paste

 

Die Steuerung hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht geändert. Der einzige Unterschied ist, dass der Tarnumhang nicht mehr genutzt wird und der Especto Pratonus nicht mehr verwendet werden kann. Dafür kommt aber das Apportieren dazu. Gespielt wird mit der Wii Remote und dem Nunshuck, Motion Plus wird nicht unterstützt. Mit der Fernbedienung kann sich der Spieler umsehen und Zielen, um dann mit B Zauber abzuschießen. Das Steuerkreuz dient zur Auswahl der Zauber. Mit C verwendet man den Abwehrzauber und mit Z visiert man an. Später im Spiel könnt ihr euch mit Minus zur nächsten Deckung apportieren. Das geht alles gut von der Hand und es steuert sich ähnlich gut wie der erste Teil. Allerdings verwendet man im späteren Verlauf des Spiels eh nur noch einen Zauber und drückt einfach nur B. Ein bisschen mehr taktische Tiefe hätte dem Spiel nicht geschadet. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

 

 

Eine solide Grafik

 

Das Spiel sieht ähnlich wie der erste Teil aus. Es geht zwar besser auf der Wii, aber es geht auch um einiges schlechter. Die Landschaft ist ganz gut gestaltet und die düstere Stimmung kommt einiger Maßen gut herüber. Allerdings ist es immer noch ein Problem, dass dauernd gegen die selben Todesser gekämpft wird. Wenn sie wieder kommen würden, wäre das ja noch eine Erklärung aber zum Teil sind Drillinge oder Vierlinge auf dem Schlachtfeld. Da hätte man schon etwas mehr Kreativität zeigen können. Die Musik stimmt aber und gefiel mir ganz gut. Allerdings wiederholen sich die Stücke auch immer wieder. Ein Problem war, dass die Musik in einem der Kapitel immer wieder neu anfing, weil ein Kampf beendet war und direkt der nächste begann. Die Sprachausgabe ist auch ganz gut und alles wurde mit den Stimmen aus dem Film vertont. Aber das war eh Pflicht. In den Sequenzen geht alles sehr schnell, damit der Spieler auch schnell wieder zum Spielen kommt. So kommt es, dass die Geschichte viel zu schnell erzählt wird.

 

 

Das geht viel besser

 

Das Spiel ist genau wie der Vorgänger zu monoton. Es gab eine Mission, in der man Sprengsätze befestigen musste, aber auch dort ließ man wie wild Zauber herumfliegen. Harry ist anscheinend zu alt für Rätsel und Sprungpassagen. Nun geht es nur noch darum in Deckung zu gehen und alle Todesser los zu werden. Es gibt auch keine Gegenstände, die für den Storyverlauf aufgesammelt werden müssen. Die Herausforderungen sind auch nur für einem selber und können nicht Online verglichen werden. Es wäre doch ein kleiner Anreiz gewesen, in einem Kapitel die beste Zeit zu haben. Aber auch diese Chance wurde vertan. Dazu ist das Spiel mit drei Stunden Spielzeit sehr kurz. Allerdings würde es sich ansonsten auch stark in die Länge ziehen, da im Prinzip immer das selbe geschieht und die Missionen der acht spielbaren Charaktere sind lediglich in ihrer Umgebung einzigartig, aber immerhin trifft das heldenhaft von der Verpackung zu.

 

Wir danken Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.


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Fazit

Das vermutlich letzte Harry Potter Spiel zu einem Film ist etwas besser, als das vorherige, aber es weißt immer noch einige der Mängel auf, die auch schon im letzten Test angesprochen wurden. Trotz der wechselnden Charaktere bleibt es zu monoton. Die Umgebungen wechseln immerhin öfter und die Missionen wurden herausgenommen. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass die Story nur heruntergerasselt wurde und einzelne Storysequenzen waren zu kurz. Dort wurde ebenfalls viel Potenzial verschenkt. Dazu können die Zeiten bei den Herausforderungen nicht mit anderen Spielern verglichen werden und so bringt eine Platinmedaille darin auch nicht viel. Doch wer Spaß daran hat, einfach nur mit Zaubern um sich zu werfen und darüber hinwegsehen kann, dass das Spiel nur drei Stunden dauert, der wird nicht enttäuscht. Allerdings ist das Spiel nicht den Vollpreis wert und es sollte gewartet werden, bis es billiger wird.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

54%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

14.7.2011

Developer

EA Bright Light

Publisher

Electronic Arts

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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