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Reviews: Nintendo Wii

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Mystery Case Files

Adventure

13.10.2011

Auf zur Insel Malgrave

 

Alles beginnt mit der Aufforderung, zur Insel Malgrave zu kommen, um dort dem reichen Inselherren zu helfen, dessen Frau zu retten. Da die Insel auf der Postkarte einen wunderschönen Eindruck macht, erwartet einen sicherlich eine angenehme Aufgabe, die dann hoffentlich auch gut entlohnt wird. So oder so ähnlich werden wohl die Gedanken des Detektivs gewesen sein, da sich dieser sofort auf den Weg macht. Schließlich steht das Leben von Frau Malgrave auf dem Spiel.

 

 

Wo ist nur der Staubsauger?

 

Neben einer Postkarte gab der besorgte Herr Malgrave außerdem ein komisches Gerät mit, das fast so aussieht wie eine goldene Wii Remote. Um genau zu sein, handelt es sich bei diesem Gerät um ein technisches Wunder, das Staub von Gegenständen aufsaugt, der angeblich heilende Kräfte hat. Nebenbei wurde auch ein Lautsprecher eingebaut, damit der Inselherr jeder Zeit Befehle erteilen kann. Dieser schickt den Detektiv auch direkt in ein Bootshaus, da die Zeit drängt. Das Spiel geht also nach einer kleinen Einführung direkt los.

 

Sobald man in dem etwas alten Haus eintrifft, bekommt man den Auftrag, gewisse Gegenstände aufzusammeln, die mit dem Staub bedeckt sind. Diese sind oft gar nicht so leicht zu finden, da ebenfalls eine Menge nutzloser Plunder ebenfalls auf den Bildern zu sehen ist, die man absuchen muss. Immerhin gibt es eine Lupe, mit der man den Gegenstand häufig sofort findet. Wurden alle aufgelisteten Sachen genommen, wobei vom Löffel bis zum Bikini-Oberteil alles dabei sein kann, füllt sich das Gerät mit dem aufgesammelten Staub. Danach geht es weiter und schon bald kommt die nächste Stelle, an der Dinge aufgesammelt werden müssen. Am Ende bekommt man immer einen Gegenstände, der später im Spiel benutzt werden muss, um weiter zu kommen.

 

Neben diesen staubigen Sachen gibt es auch noch Postkarten und Hinweise, die darauf warten, gefunden zu werden. Ebenfalls gibt es Dinge, die überall verstreut auf der Insel zu finden sind und auf einem Bild dann abgehakt werden. Doch Postkarten und letzteres haben keine Auswirkungen auf das Spiel. Hier und dort gibt es dann auch mal das ein oder andere Rätsel, das gelöst werden muss, die aber alle nicht all zu viel Zeit erfordern. Zwar macht das Aufsammeln am Anfang noch Spaß, doch nach und nach wird es immer nerviger die Dinge zu finden. Der anfängliche Nervenkitzel ist einfach zu schnell verflogen. Lediglich die Story bringt einen dazu weiterzuspielen. Die ist nämlich ganz gut gelungen und bietet am Ende sogar noch eine Überraschung. Zum Beispiel stellt sich die Frage, warum die Insel unbewohnt ist und warum alles so heruntergekommen ist oder wann endlich Malgrave zu sehen ist? Nach fünf bis sechs Stunden sind diese Fragen beantwortet und der Fall liegt klar auf dem Tisch.

 

 

Point & Click

 

Dieses Spiel gehört zu den Spielen, die von den Steuerungsmöglichkeiten der Wii profitieren. Mit einem normalen Controller würde sich der Titel nicht so gut anfühlen. So aber wird einfach mit dem Pointer gezielt, um einen Gegenstand anzuklicken. Durch die Areale bewegt sich der Detektiv auf festgeschrieben Routen durch anklicken. Das funktioniert auch alles einwandfrei bis auf die Tatsache, das nicht immer der Gegenstand, der angeklickt wurde, auch als genommen gilt. Doch da der Spieler so wild um sich klicken kann, wie er will, ist das weniger ein Problem. Mehrere Steuerungsarten gibt es nicht, aber das ist nicht weiter schlimm, da die eine gut von der Hand geht, bis auf das kleine Problem mit dem Gegenstand anklicken.

 

 

Die Insel von ihrer schönsten Seite?

 

Gestaltet ist das Spiel in einem netten Zeichenstil, der auf der Wii die richtige Wahl war. So konnten die Entwickler eine schöne Landschaft schaffen, ohne bis an die Grenzen der Wii oder darüber hinaus zu gehen. Dazu steht das meiste still, was aber in diesem Fall auch zu dem Spiel passt. Auf der Insel scheint sich nichts zu tun und nur die Aktionen des Detektivs, also des Spielers, setzten etwas in Bewegung. Denn bis auf den Hausherren, seiner Frau und einem selbst scheint niemand auf der Insel zu sein. Doch trotzdem hat das Spiel eine recht große Atmosphäre von der es durch das monotone Gameplay aber auch abhängig ist. Vor dem Verlassen der Bewohner handelte es sich bestimmt um eine wunderschöne Insel, die friedvoll und erholend war.

 

Dazu bietet das Spiel eine Sprachausgabe, die aber recht selten zum tragen kommt, da der Hausherr die meiste Zeit den Mund hält und den Spieler alleine mit den Rätseln lässt. Diese ist ganz gut gelungen und auf englisch. Deshalb müssen wir dann letztendlich doch wieder lesen, aber daran hat man sich inzwischen ja gewöhnt. Die Musik ist eher im Hintergrund doch auch sie trägt in gewisser Weise zur Atmosphäre bei, ohne das es direkt auffällt. Die Stücke sind zwar keine Ohrwürmer, doch sie passen zu den Augenblicken.

 

 

Sammele den Staub doch selber!

 

Genau dieser Gedanke kommt einem, wenn zum x-ten Mal Gegenstände auf einem Standbild gesammelt werden müssen. Der Detektiv muss ein großes Durchhaltevermögen haben, wenn er so etwas mit sich machen lässt. Schließlich ist das eine ziemlich degradierende Aufgabe, wenn man lediglich Staub einsammeln muss. Zwar stellt er nebenbei auch Nachforschungen an, doch das ist eigentlich nicht sein Auftrag. Der größte Schwachpunkt ist definitiv die Monotonie des Staubsammelns. Da ändern auch die Rätsel nicht viel daran und für den ein oder anderen ist die Story auch kein Argument dafür, warum sie so oft so viele Sachen suchen müssen. Am Anfang läuft es eh darauf hinaus, dass einfach nur ein Gegenstand gebraucht wird, um weiter zu kommen, bevor dann endlich das erste Rätsel kommt, bei dem mehr erforderlich ist als Gegenstand xy. Dazu bietet die Story nicht zahlreiche Wendungen, wie auf der Verpackung versprochen wird sondern lediglich zwei, die jeweils ein wenig absehbar waren. Aber das findet ihr schon selbst heraus, sofern ihr euch dazu entscheidet, dass Spiel zu spielen.

 

 

Zu viert auf Suche

 

Die Entwickler hatten ebenfalls die Idee, einen Multiplayer einzubauen. Bei diesem müssen ebenfalls Gegenstände gesucht werden. Dort kämpft man dann in verschiedenen Gegenden gegeneinander. Doch irgendwann hat der Besitzer des Spiels doch einen großen Vorteil, weil er die Verstecke ungefähr kennt. Vielleicht mag das dem einen oder anderen Spaß machen, die meisten werden mir aber recht gegeben, dass das recht überflüssig ist. Nachdem das Spiel durchgespielt wurde, gibt es eigentlich keinen Grund, den größten Kritikpunkt auch noch mit seinen Freunden zu spielen, oder?

 

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung eines Testmusters.


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Fazit

Mystery Case Files hat mich letztendlich doch überrascht. Die Story war mehr packend, als ich erwartet habe. Doch leider ist das Spiel auf die Dauer zu monoton und einen Wiederspielwert hat es auch nicht, da die meiste Zeit nur die Story vorantreibt. Mehr Rätsel und weniger Gesuche hätten dem Spiel sicherlich nicht geschadet. Die Grafik ist hübsch und die wenige Sprachausgabe ist solide. Dazu noch eine passende Musik und eine zum Teil schöne Insel. Der Multiplayer besteht leider aus dem größten Kritikpunkt des Spiels und ist deshalb nicht so gut. Wer darüber hinwegsehen kann und das Genre mag, macht aber bei einem Preis von ca. 30 Euro nichts falsch.

Grafik

gut

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

71%

Singleplayer

46%

Multiplayer

Release

09.09.2011

Developer

Big Fish Games

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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