Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Reviews: Nintendo Wii

< zurück

Die Abenteur von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn

Jump 'n Run

20.11.2011

Autor: Marc Müller

 

 

Früher war ja bekanntlich alles anders. Spiele erschienen in der Regel für eine oder zwei Plattformen. Heutzutage scheint Software der großen, plattformunabhängigen Publisher auf möglichst jedem System gleichzeitig erscheinen zu müssen um bloß den größtmöglichen Mehrwert aus dem Namen oder der Franchise herauszuziehen. So könnt ihr die Abenteuer von Tim und Struppi nicht nur auf dem 3DS erleben, sondern auch auf dem PC und allen aktuellen stationären Konsolen. Uns interessierte natürlich wie sich das Abenteuer auf der Wii macht.

 

Vorneweg sei bemerkt, dass es sich bei den verschiedenen Versionen um nahezu die selben Spiele handelt. Solltet ihr also riesige Fans von Tim und Struppi und / oder dem Filmvorbild sein und auf unterschiedliche Gameplay-Elemente bei den jeweiligen Spielen hoffen: Vergesst es. Natürlich wird die Grafik auf die Plattform angepasst und es gibt Unterschiede bei Steuerung und in Detailfragen, der allgemeine Storystrang bleibt aber gleich, wie es bei vielen Multiplattformern ja heutzutage der Fall ist.

 

Ein Schiffsmodell namens Einhorn

 

Das Herzstück des Titels ist die Kampagne in der ihr das Abenteuer mit den beiden Hauptprotagonisten und Kapitän Haddock erlebt. Der Anfang beginnt überraschend, urplötzlich befindet ihr euch in einem Flugzeug, welches durch ein massives Unwetter gesteuert werden muss. Die kleine Maschine hält dies allerdings, egal wie gut ihr euch anstrengt, nicht lange durch und ihr legt eine Bruchlandung in der Wüst hin. Nun folgt der eigentlich Vorspann mitsamt der Hintergrundgeschichte.

 

Ursprünglich hatte Tim nämlich überhaupt kein Abenteuer im Kopf gehabt. Auf einem Flohmarkt herumflanieren, danach stand ihm der Sinn und wie der Zufall es so wollte fand er auch einen recht alten aber dennoch interessanten Gegenstand: Ein hölzernes Schiffsmodell. Komischerweise interessierte sich dann doch noch jemand anderes für das Schiff namens Einhorn. Und zwar so vehement, dass das Modell nach einigen Handgreiflichkeiten geraubt wurde. Glücklicherweise bemerkte Tim aber vorher einen Mechanismus im Schiff, welcher ein Pergament freigab. Klar was nun folgt: Erstens die Diebe suchen, die Tim Überfallen haben und zweitens das Geheimnis der "Einhorn" lüften.

 

Frisches Gameplay voraus!

 

Zeitgemäß wie Ubisoft manchmal ist, wurde das Spiel an die WiiMotion Plus angepasst um die Steuerung optimal aus zu reizen. Ehrlich gesagt spürt man aber kaum einen Unterschied, wenn man die Erweiterung absteckt. Da ihr ohnehin hauptsächlich mit dem Nunchuk Tims Bewegungen steuert, fällt dies nicht allzu sehr ins Gewicht. Eigentlich benutzt ihr die Bewegungssteuerung nur um Gegner zu vermöbeln oder um kleine Sonderaufgaben, wie etwa das Drehen von Schlüsseln, zu meistern. Generell ist die Steuerung gut gelungen, und man hat eben nicht versucht eine überstarke Bewegungssteuerung ins Spiel zu zwängen.

 

Das eigentliche Gameplay des Titels findet meistens sidescrollend statt. Ihr bewegt euch durch Gänge, schaltet mit gekonnten Faustschlägen Gegner aus (Töten übrigens nicht möglich!), sucht eine Leiter aus verwinkelten Gängen, betätigt Schalter, etc. Damit dieses altbekannte Prinzip aber nicht zu langweilig wird, haben die Entwickler in vernünftigem Umfang weitere Herausforderungen eingebaut. Ab und zu müsst ihr mit Struppi Spuren erschnüffeln oder in der Haut von Kapitän Haddock Hindernisse aus dem Weg räumen. Es gibt aber auch gänzlich andere Passagen, die sowohl von Steuerung als auch von der regulären Perspektive abweichen. Der Anfangs erwähnte Flug ist ein Beispiel, in einer anderen Situation lauft ihr auf die Kamera zu während sich hinter euch Wassermassen ihren Weg bahnen und ihr im Sprint über Hindernisse springen müsst. Das Spiel ist also wirklich gut inszeniert und in Sachen Gameplay angenehm durchdacht!

 

In der Kürze liegt die Würze

 

Was für einen Eindruck macht die restliche Technik? Nun im großen und ganzen einen zufriedenstellenden. Die Optik geht in Ordnung und reicht für ein kurzweiliges Spielerlebnis aus. Die Animationen kommen gut rüber und das Leveldesign ist stimmungsvoll angelegt. Kleinere Schnitzer wie das dauernde Wiederholen der Animation des Ladevorgangs, ignorieren wir einmal höflich. Beim Sound sieht es sogar noch besser aus. Die Geräuschkulisse ist fast schon überdurchschnittlich und passt in der Regel vorzüglich zu den Situationen auf dem Bildschirm. Auch der cineastische Soundtrack sorgt für eine spannende und gelungene Atmosphäre.

 

Leider ist die Kampagne in recht flotten sechs bis acht Stunden durchgespielt. Dafür könnt ihr euch aber noch in vier verschiedenen Wettbewerben messen. Im Bereich Wettkampf könnt ihr gegen die Uhr Motorradrennen fahren, Flugzeuge fliegen oder einen Schwertkampf bestreiten. Dazu gibt es noch den "Tim und Haddok Modus" Hier könnt ihr im Coop oder allein bunt gewürfelte Levelabschnitte bestreiten und einige Goodies freischalten. Von der Idee her okay, langweilt der Modus aber recht schnell und offenbart auch in der Wii Version des Titels einen sehr dürftigen Multiplayer.

 

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters!


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Tim und Struppi ist ein ganz nettes "Zwischendurch-Spiel" geworden. Wem der Stil, bzw die Vorlage gefällt, wird kurz und gut unterhalten. Technisch sticht der Titel aus dem Meer von schlechter Lizenssoftware heraus. Der geringe Umfang und ein kaum ernstzunehmender Mehrspielermodus sind leider ein deutliches Ärgernis.

Grafik

ok

Sound

ok

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

69%

Singleplayer

52%

Multiplayer

Release

20.10.2010

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


Aktuell auf 10doTV

10do Show

Oktober-Ausgabe: Die Metroid-Reihe

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes