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Reviews: Nintendo Wii

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Eurosport Winter Stars

Sport

30.12.2011

Autor: Matthias Küpper

 

 

 

Ein Unfall

 

Im Leben läuft nicht immer alles so, wie es soll und das gilt auch für die Welt des Sports. Nach einem Sturz beim Ski muss der arme Sportler feststellen, dass bei seiner Rückkehr nur noch drei Leute aus seinem Team da sind. Der Rest ist verschwunden. Doch sie wagen einen Neuanfang und melden sich für das nächste Event an. Der noch nicht ganz genesene Fahrer soll der Manager für das Team werden, welches sich „Flames“ nennt und den Schnee zum Schmelzen bringen will. Und ab hier kommt der Spieler ins Spiel.

 

 

Kämpfe dich an die Spitze

 

Die Aufgabe des Spielers ist es jetzt, jeden Cup zu gewinnen und mehrere Herausforderungen zu schaffen. Am Anfang müssen dazu die Disziplinen Bobfahren, Biathlon, Eiskunstlaufen und Skifahren gemeistert werden. Wichtig ist, dass man schon beim ersten Cup auf den ersten Platz am Ende landet, da es ansonsten nicht weiter geht. Schafft man den Wettbewerb nicht, muss man noch einmal neu anfangen. Nach dem ersten Cup kommt es dann zu den ersten Herausforderungen. Während man die Cups im Familienmodus spielen kann, der den leichtesten Schwierigkeitsmodus bildet und indem lediglich ein paar Aktionen ausgeführt werden müssen, wird dieser bei den Herausforderungen ausgeschaltet, wodurch der Spieler direkt alles übernehmen muss. Da fragt man sich, wofür so etwas überhaupt eingeführt wird, wenn das den Spielspaß bei absoluten Anfängern steigern soll, die aber direkt nach dem ersten Cup merken, dass sie bei den Herausforderungen die gesamte Steuerungen können müssen. Diese wird aber verständlich in Tutorials erklärt. Da es elf verschiedene Disziplinen gibt, gibt es auch viele verschiedene Steuerungsvarianten. Durch das Fahren der Wettbewerbe oder Herausforderungen werden Erfahrungspunkte ergattert, die gegen neue Ausrüstung eingetauscht werden können. Dadurch werden die Fahrer nach und nach besser. Es gibt aber auch Cups, bei denen es so schon Ausrüstungen gibt oder es wird ein neuer Fahrer fürs Team freigeschaltet. Der größte Rivale sind die „Black Knights“, die rücksichtslos auf die Pisten gehen und quasi das Sagen auf der Piste haben, bis der Spieler ihnen zeigte, dass die Newcomer mehr können. Durch die vielen Cups und Herausforderungen kann man sich sehr lange mit dem Spiel beschäftigen, gerade wenn man alles freischalten wird. sieben bis zwölf Stunden sind im Einzelspieler locker drin, je nachdem wie schnell man die einzelnen Aufgaben löst.

 

 

Ab aufs Board

 

Bei der Steuerung gibt es pro Sportart zwei verschiedene Varianten. Das Spiel lässt sich einmal mit der WiiRemote und dem Nunchuk gespielt und einmal mit dem Wii Balance Board. Da es viele verschiedene Sportarten gibt, die sich auch in der Steuerung unterscheiden, nenne ich nur ein paar Beispiele. Beim Biathlon wird zum Beispiel durch das Neigen des Spielgeräts nach links und rechts wird der Charakter gelenkt. Wenn es bergauf geht, kann durch das schütteln der Charakter schneller hinauf und wenn es bergab geht, ist man schneller, wenn man die Fernbedienung und den Nunchuk neigt nach vorne neigt. Beim Schießen ist die Steuerung am besten umgesetzt, da man sehr gut zielen kann. Dazu muss die Luft angehalten werden, um ein Ziel wirklich gut treffen zu können. Im Familienmodus müsst ihr lediglich im richtigen Moment schießen. Auf dem Balance Board lenkt ihr durch das Verlagern des Gewichtes. Beim Ski verhält es sich ähnlich, da nur das Schießen wegfällt und beim Paraski kommt noch der Aspekt dazu, dass das Neigen nach vorn einen Steigen lässt und das Neugen nach hinten einen sinken lässt. Beim Bobfahren, wird ebenfalls durch das Neigen nach links und rechts gelenkt. Auf gerade kann durch drücken von A eine Beschleunigung stattfinden. Beim Start muss die WiiRemote und der Nunshuck geschüttelt werden, um einen perfekten Start abzulegen. Danach muss viermal nach unten geschwungen werden, um die Fahrer einsteigen zu lassen. Beim Snowboarden verhält es sich ähnlich wie beim Ski, nur das Tricks hinzukommen, die ebenfalls durch Neigen oder Schütteln gemacht werden. Dazu kann gegrindet werden, wobei das Gleichgewicht durch die Remote und den Nunchuk gehalten werden.

 

 

Leise rieselt der Schnee

 

Durch den Schnee wirkt die Landschaft sehr hell und diese ist auch ganz in Ordnung. Zwar bietet das Spiel keine Grafik wie Mario Galaxy, aber was die Landschaft angeht, gab es schon Schlechteres. Doch die Charaktere hätten deutlich schöner aussehen können. Mario Galaxy hat eindrucksvoll gezeigt, wie schön die Figuren auf der Wii aussehen können, doch hier wird das nicht einmal annähernd erreicht. Das Spiel macht in der Hinsicht vielen anderen Titeln Konkurrenz. Besonders fällt das bei den Sequenzen auf, bei denen ich mich frage, warum man nicht zur Not einfach vorgerenderte Szenen gezeigt hat. Dazu gibt es wenig bis gar keine Musik, was das Spiel aber auch nicht unbedingt braucht. Ein Fluchen bei einem Fehler oder ein Aufschrei bei einem Crash fehlt aber auch. Die Sprachausgabe in den Sequenzen ist ganz okay und auch der Ansager macht seine Sache ganz gut. Allerdings gibt es auch hier Steigerungspotenzial.

 

 

Mehrspieler

 

Im Mehrspieler könnt ihr mit bis zu vier Spieler offline und online antreten. Dabei stehen euch alle Disziplinen zur Verfügung. Lizenzen gibt es bei dem Spiel nicht, wodurch keine bekannten Sportler ausgewählt werden können, was sehr schade ist. Dabei können Cups, Herausforderungen oder einfach nur einzelne Disziplinen gespielt werden. Gelungen hierbei ist, dass der Familienmodus für jeden Spieler ein und aus geschaltet werden kann. Dadurch können Anfänger auch gegen ihre Freunde, die das Spiel besitzen eine Chance haben. Durch die elf verschiedenen Sportarten gibt es hier viel Abwechslung. Allerdings muss man ein Freund vom Wintersport sein, um wirklich Spaß daran zu haben. Spielt man offline mit weniger als drei Freunden werden die restlichen Charakter zu NPC, die auch mitmachen.

 

 

Kritik

 

Das Spiel verspricht mit den verschiedenen Sportarten viel Spaß. Allerdings ist es schade, dass keine Lizenzen für Sportler und Strecken verwendet werden. Auf echten Strecken mit echten Sportlern würde das Spiel deutlich mehr Spaß machen. Gerade für Leute, die schon immer in die Haut eines Sportlers schlüpfen wollten. Dazu kann man sich die Teammitglieder nicht aussuchen, was dem Spiel deutlich mehr Freiraum gegeben hätte. Der Familienmodus ist für Anfänger eine gute Sache, allerdings sollte er dann auch bei den Herausforderungen einschaltbar sein. Denn dadurch springen die Anfänger letztendlich wieder ins kalte Wasser und müssen von jetzt auf gleich die Steuerung beherrschen. Dazu kommt noch die Grafik, die nicht so gut umgesetzt ist. Die Charaktere sehen aus der Nähe nicht gut aus. Aus größerer Entfernung geht es noch. Vielleicht ist aber auch einfach mein Fernseher zu groß für das Spiel.


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Fazit

Eurosport Winter Stars ist ein nettes Spiel, welches gerade Freunde vom Winter Sport ansprechen sollte. Mit den elf verschiedenen Sportarten bietet das Spiel eine menge Möglichkeiten und es gibt im Einzelspieler einiges zu machen. Der Familienmodus ist eine nette Sache für Anfänger, allerdings bringt es nichts, wenn er bei den über 40 Herausforderungen ausgeschaltet wird, die für das Weiterkommen gemeistert werden müssen. Die Grafik ist auch nicht so toll. Gerade die Charaktere hätten deutlich besser gestaltet werden können. Die fehlenden Lizenzen sind dann auch noch ein Aspekt, der dem Spiel nicht so gut tut. Dazu kommt noch, dass man ein Fan der einzelnen Sportarten sein muss, um wirklich die volle Freude am Spiel zu haben. Gerade Leute, die auch Freunde haben, die gerne Wintersportspiele spielen, werden ihren Spaß mit dem Spiel haben. Wer nicht so der Fan vom Wintersport ist und mit den Sportarten nichts anfangen kann, sollte eher zu anderen Spielen greifen.

Grafik

schwach

Sound

ok

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

49%

Singleplayer

55%

Multiplayer

Release

18.11.2011

Developer

49Games

Publisher

Deep Silver

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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