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Reviews: Nintendo Wii

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The Amazing Spider-Man

Action

26.07.2012

Autor: Torsten Conraths

 

 

The amazing Spiderman

 

Nach 5 Jahren schwingt sich ein neuer Peter Parker durch die Straßen Manhattans und bekämpft die üblen Gestalten der Firma Oscorp.

Ob das Spiel zum Film allerdings genauso amazing ist, wie der Titel verspricht, erfahrt ihr im folgenden Text.

 

 

Die Spinne, die Echse und der Roboter

 

Das Spiel beginnt dort, wo der Film aufgehört hat. Der Genforscher Dr. Connors wurde in eine Nervenheilanstalt gesteckt, nachdem er als "The Lizzard" Angst und Schrecken in Manhattan verbreitet hat. Seine Forschungsergebnisse liegen allerdings weiterhin in den Händen von Oscorp Industries.

Und genau da liegt das Problem: Es wurde fleißig weiter mit den Genen von Mensch und Tier herumgespielt, sodass in der ganzen Stadt erneut Tier/Mensch-Kreuzungen herumlaufen, die es nach und nach zu besiegen gilt. Doch das ist nicht das ganze Übel. Hinzu gesellen sich noch die Roboter von Dr. Smythe, Professor für Robotik. Sein Vorhaben ist es, die "Monster" in der Stadt zu vernichten. Das wird aber auch der netten Spinne aus der Nachbarschaft zum Verhängnis, denn dieser wurde ja von einer genmanipulierten Spinne gebissen. Also machen auch die Roboter Jagd auf Spidey.

 

Mit Dr. Connors Hilfe versucht Spider-Man so der Invasion der Mutanten und Roboter Einhalt zu gebieten.

 

 

Die Geschichte wird dabei von Zwischensequenzen in Spielgrafik voran getrieben und zwischendurch erledigt man die ein oder andere Nebensequenz.

 

 

 

Schwingen, Krabbeln, Schlagen

 

Ist man zu Beginn noch zu Fuß in den Laboren von Oscorp Industries unterwegs, so versucht man später den Boden zu vermeiden und schwingt sich mit dem Netz durch die teils schlauchartigen Level.

Dabei trifft man auf die unterschiedlichsten Gegner.

Zuerst können die einfachen Wachposten unserer Spinne nichts anhaben, wenn man sich richtig anstellt. Doch sobald sie Maschinengewehre oder andere Waffen dabei haben, wird es schon kniffliger, da der Held auf normalem Schwierigkeitsgrad (hiervon gibt es drei, die man vor dem Spiel auswählen kann) schon recht schnell das Zeitliche segnet.

Doch sind das nicht die einzigen Gegner. Es gibt auch größere Gegner (Bosse) im Spiel, wie die Robots oder irgendwelche Mutanten. Die Kämpfe gegen solche Ungetüme stellen hier das Highlight ins Sachen Kampf dar, denn es reicht hier nicht, sie mit einfachen Netzattacken zu schlagen. Jeder hat individuelle Schwachpunkte und muss mit einer speziellen Technik besiegt werden.

Aber wir wären ja nicht Spider-Man, wenn wir nicht an Wänden herumkrabbeln, zwischen Stahlträgern hin und her schwingen und uns in Lüftungsschächten oder hinter Gegenständen wie z.B. Containern verstecken könnten. Und das klingt auch so cool, wie es sich anhört. Wir können an jeder Wand -bis unter die Decke- krabbeln und uns an jeden beliebigen Punkt schwingen.

Durch die eben erwähnten Lüftungsschächte können wir unter Umständen den gegnerischen Angriffen ausweichen und diese an einer anderen Stelle überraschen, je nachdem, wo uns der Schacht hinführt. Im Kampf können wir auch unsere Umgebung mit einbeziehen, so stehen immer mal wieder Gasflaschen herum, die explodieren können oder es hängen Container an der Decke, die wir zum Abstürzen bringen und damit mehrere Gegner gleichzeitig besiegen können.

Aber kommen wir mal zum eigentlichen Kampfsystem. Dieses spielt sich ähnlich flott, wie bei den großen Brüdern, den Batman-Spielen. Per Knopfdruck führt ihr eine Schlag- oder Netzattacke aus, wirbelt den Gegner herum, klebt ihn am Boden fest oder beschießt ihn einfach mit Netzkugeln.

Eine große Hilfe ist da der Netzsprint, eine Art Zeitlupenmodus. Dieser erlaubt euch, das Geschehen kurzzeitig zu verlangsamen, um so eure Aktionen genau zu planen.

Das ganze ist dank gelungener Animationen auch schön anzusehen aber dazu später mehr.

Leider ist die Steuerung nicht immer ganz so präzise/einfach, wie man es sich vielleicht wünscht und die Kamera sitzt auch nicht immer optimal.

 

Abseits des Kampfgetummels müsst ihr aber auch ein paar Rätsel lösen. Dabei sind einige ziemlich einfach (ihr müsst etwa den richtigen Code an einer Steuereinheit drücken – die richtigen Tasten werden euch aber kurz vorher angezeigt) oder eben etwas komplizierter (auf die andere Seite eines Raumes gelangen, ohne dabei von roten Lasern getroffen zu werden, die entweder einen Abwehrmechanismus auslösen oder die zu erreichende Tür wieder verschließen).

 

Missionen wählt ihr in der Wii-Version, anders als auf der PS3/xBox360, über eine Pinnwand aus, die die Karte von Manhattan zeigt. Ihr könnt also nicht die Stadt selber frei erkunden, sondern wählt immer nur den Ort aus, wo ihr gerade hin wollt, bzw. wo gerade etwas los ist.

 

 

Die Technik des Spiels

 

Wie eben schon kurz angesprochen, sind die Animationen von Hauptfigur und NPC gut gelungen. Das kann man zur Qualität der Texturen aber leider ganz und gar nicht sagen. So amazing kommen diese nämlich nicht rüber. In den Laborräumen hat jede Wand und jeder Boden die gleiche, eintönige Farbe, die Häuserwände sehen aus wie Tapeten aus dem Baumarkt und auch die Kleidungsstücke der Personen sehen nicht aus wie solche, sondern eher wie gut gelungenes Bodypainting. Da hat man auf der Wii schon deutlich Besseres gesehen.

Die musikalische und soundtechnische Seite kann dagegen aber überzeugen. Die Sprecher klingen professionell und man merkt, dass die Texte nicht bloß abgelesen sind. Dass die Stimmen allerdings nicht die gleichen wie im Film sind, tut hier kaum etwas zur Sache, da sie dennoch, wie erwähnt sehr gut, und vor allem ähnlich, klingen.

Auch der Soundtrack ist absolut in Ordnung, da er sich an Stücken aus dem Film bedient.

An dieser Sache gibt es also kaum etwas zu bemängeln. Höchstens die Tatsache, dass das gesprochene oft nicht zu den Gesten/Mimiken der Charaktere passt, was allerdings schlicht an den Animationen dieser liegt.


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Fazit

The Amazing Spiderman für die Wii ist ein nettes Spiel für Fans der Spinne. Mehr aber auch nicht. Der Sound ist gut, die Grafik... nunja, man gewöhnt sich schnell an die Schlichtheit und das Kampfsystem macht Spaß. Soweit so gut. Doch dass es keine Stadt gibt, die es zu Erkunden gilt, ist ein unverzeihlicher Fehler, denn so schlecht z.B. Spider Man 3 (das Spiel für Wii) auch ausgesehen hat, es hat sehr großen Spaß gemacht, als Spiderman durch die Straßen zu schwingen. Das Fehlen eines solchen "Features" (eigentlich ist es mehr als nur das), tötet ein Spiel wie dieses hier schon fast.
Aber nichtsdestotrotz bietet dieses Spiel einige Stunden Spielspaß.

Grafik

schwach

Sound

gut

Steuerung

ok

Spielspaß

ok

68%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

29. Juni 2012

Developer

Beenox Software

Publisher

Activision

USK Freigabe

12+


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