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Reviews: Nintendo Wii

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Madagaskar 3: Flucht durch Europa

Action

12.10.2012

Autor: Matthias Küpper

 

 

New York ist das Ziel

 

Die verrückte Gruppe aus dem New Yorker Zoo hat nach Afrika nun Europa erreicht. Sie sind immer noch sehr weit von ihrer Heimat entfernt und wollen zurückkehren. Dafür müssen sie in einem Zirkus auftreten. Sie müssen die Herzen der Besucher erobern und da kommt ihr ins Spiel. Gemeinsam mit Alex, Marty, Melman und Gloria müssen wir nun für den Erfolg sorgen. Also lassen wir uns von den Pinguinen herumkommandieren, obwohl wir damit schon schlechte Erfahrung gemacht haben.

 

 

 

Bereit für die Vorstellung?

 

Unsere vier tierischen Freunde sind nun in Europa gelandet und haben einen maroden Zirkus gekauft. Deshalb muss der Spieler nun einige Sachen kaufen, damit die von den Pinguinen geplante Aufführung auch stattfinden kann. Dazu wird er losgeschickt, um einen oder manchmal auch mehrere Gegenstände einzusammeln. Dabei müssen die jeweiligen Städte, in denen die Aufführung stattfindet, unsicher gemacht werden. Da Tiere aber nicht einfach über die Straße laufen, kann man sich inkognito machen. Was eine schwarze Brille so alles anstellen kann. Teilweise gibt es auch Tierfänger, die auf einen Jagd machen. Um zu den Gegenständen zu gelangen, müssen die Fähigkeiten der Tiere eingesetzt werden. Alex kann einen Doppelsprung, laut Brüllen und kann auch auf Laternen und Masten stehen. Marty kann weite Sprünge und sich mit der Kanone abfeuern lassen. Melman kann auf Seilen balancieren und Kisten zerstören. Gloria kann tauchen und ebenfalls balancieren. So hat jeder seine Stärken und Schwächen.

 

Deshalb lauft ihr immer mit zwei Tieren herum. Wenn ihr alleine spielt, solltet ihr zwischendurch mal wechseln, aber es besteht auch die Möglichkeit alles mit einem Mitspieler zu machen. Zwischen dem Sammeln gibt es immer wieder Rennen, in denen so viele Gegenstände wie möglich eingesammelt werden müssen oder vor einem Tierfänger weggelaufen werden muss. Das alles bietet aber nicht viel Abwechslung. Kurz vor dem Zirkus gibt es dann noch einen Stunt, der die Zuschauer herlocken soll, ohne das man Leute sieht, die einem zuschauen. Dabei muss ein Parcour mit den vier Freunden abgeschlossen werden. Es treten immer zwei Tiere gleichzeitig an und ihr müsste alleine für alle vier laufen. Mit einem Freund braucht ihr nur zweimal ran. Danach geht es endlich los mit dem Zirkus, den ihr am schnellsten hinter euch habt. Nach einander werden mehrere Minispiele heruntergerasselt, ohne großartig Story zu bieten. Ihr balanciert auf einem Hochseil, springt von Trapez zu Trapez und lasst euch durch eine Kanone durch Ringe schießen.

 

Darüber hinaus sollt ihr Karten per Knopf verkaufen, Essen verteilen und durch Feuerringe springen. Der Zirkus bietet am meisten Abwechslung, aber die Aufführungen bieten immer das selbe Schema nur mit einem höheren Schwierigkeitsgrad. Auch hier lässt sich alles zu zweit spielen. So etwas wie die Anspannung vor dem Auftritt oder eine Probe wird nicht gezeigt. Man wird direkt ins kalte Wasser geworfen und muss die Steuerung auf Anhieb verstehen. Allerdings lassen sich die Zirkusspiele auch im Menü wiederholen. Das selbe gilt auch für die Sammelquests, aber die haben keinen großartigen Wiederspielwert.

 

 

Steuerung und Technik

 

Gespielt wird das Spiel mit der Wii Remote und dem Nunchuk. Allerdings wird keine Motion Steuerung genutzt, sondern das Spiel steuert sich eher klassisch, weshalb es seltsam ist, dass kein Classic Controller unterstützt wird. Beim normalen herumlaufen, werden die Knöpfe für Aktionen, Charakter wechseln und Springen genutzt und der Control Stick fürs laufen. In der Zirkusnummer werden dann immer die Knöpfe angezeigt, die für die anstehende Aufführung gebraucht werden. Das Ganze steuert sich recht gut, aber das Drehen der Kamera läuft nicht so flüssig, wie es könnte. Was die Grafik angeht, erwartet einem ein durchschnittliches Lizenzspiel, welches eine animierte Grafik verwendet. Bei den Arealen wurde sich nicht viel Mühe geben nach den besuchten Städten auszuschauen. Dazu gibt es matschige Texturen und die Charaktere hätten auch besser Aussehen können. Die Musik ist ganz in Ordnung, bleibt aber auch nicht im Ohr. Gut gelungen ist hingegen die Sprachausgabe, da hier die Original-Stimmen verwendet wurden. Diese sind dementsprechend gut. Ob der Humor gut herüberkommt, ist dann wieder Ansichtssache. Mich hat er persönlich nicht angesprochen.

 

 

Zu zweit doppelt so viel Spaß?

 

Das komplette Spiel lässt sich auch zu zweit spielen. Dabei spielen beide Spieler parallel in dem Level und müssen einander helfen. Im Splitscreen sieht man auf dem Bild aber kaum mehr etwas und es ist sehr schwer, sich zurechtzufinden. Außerdem macht man das selbe wie im Einzelspieler, nur mit dem Unterschied, dass jetzt noch jemand mitleiden muss. Denn auch zu zweit wird das Sammeln von irgendwelchen Sachen nicht wirklich interessanter. Dafür ist der Zirkus aber deutlich besser, da es nun auch darum geht, dass beide Spieler sich gut anstellen, um die höchste Wertung zu bekommen.

 

 

Zu wenig Abwechslung

 

Was sehr schnell auffällt, ist, dass die Missionen nicht sehr abwechslungsreich gestaltet sind. Dadurch wird das Spiel schnell langweilig und zwischen Paris und Rom besteht irgendwie kein Unterschied. Überall müssen Sachen eingesammelt werden und das immer und immer wieder auf die selbe Weise. Auch die paar Rennen dazwischen, wiederholen sich zu häufig, als dass man sie als Abwechslung bezeichnen könnte. Auch kleinere Kinder brauchen so etwas. Da helfen auch nicht die paar Gespräche der vier Freunde. Dazu hätte man sich bei der Grafik deutlich mehr Mühe geben können. Zudem sieht man einfach keine neuen Rätsel. Im Tutorial wird alles erklärt und danach benutzt der Spieler immer wieder das Gelernte. Warum lernen die Tiere nicht mal neue Stunts, die man dann auch verwenden kann? Dazu wird nichts von der eigentlichen Vorbereitung der Tiere auf die Show gezeigt. Es gibt keine Übungen, man sieht den Zirkus nur in der Manege. Das Zirkusleben kann sehr interessant sein, wenn es nicht mit irgendwelchen Sammelaufgaben präsentiert wird.

 

 

Wir danken BandaiNamco für die Bereitstellung des Testmusters!

 

 


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Fazit

Madagaskar 3: Flucht durch Europa hätte ein ganz nettes Spiel werden können. Doch die Entwickler haben es viel zu eintönig gemacht, so dass man nicht wirklich Lust hat, es durchzuspielen. Dabei ist einem die Story auch recht egal, da es den Film ja im Kino gibt. Das Spiel bietet zu wenig verschiedene Aufgaben, beim Zirkus entwickelt sich über die Laufbahn der Karriere auch nicht viel und das wahre Zirkusleben wird überhaupt nicht gezeigt. Dazu gibt es dann ein paar mal mehr und mal weniger lustige Bemerkungen von den vier tierischen Freunden. König Julien und die Pinguine dürfen natürlich auch nicht fehlen. Auch Kinder können sich hierbei recht schnell langweilen und da helfen auch keine Original-Sprecher mehr. Letztendlich ist das Spiel wieder ein gewöhnliches Lizenzspiel, das einige Mängel aufweist und die Erwartungen leider nicht übertrifft.

Grafik

ok

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

ok

60%

Singleplayer

65%

Multiplayer

Release

14.09.2012

Developer

Bandai Namco

Publisher

Bandai Namco

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

2


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