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Reviews: Nintendo Wii

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Inazuma Eleven Strikers

Sport

16.10.2012

Autor: Julian Richter

 

 

Zurück auf dem Fußballfeld

 

Nach dem, sagen wir mal, mäßigen Erfolg von Inazuma Eleven 2, erfolgt sogleich mit diesem Titel der nächste ungebrauchte Kracher aus dem Hause Level 5. Erneut könnt ihr mit Team Raimon auf die Jagd nach dem legendären Striker-Cup gehen und es dabei wieder ordentlich krachen lassen. Da ich weder ein wirklich großer Fußballfan, noch einer von japanischem Manga bin, erwartet bitte keine allzu fachmännische Bewertung des Ganzen. Hier und heute gebe ich lediglich das wieder, was mir das Spiel an Eindrücken verschaffen hat.

 

Zu Anfang kann man sich dazu entschließen, das Tutorial anzuschauen. Geht man diesem nach, so erwartet einen ein Stapel von diversen Tastenkombinationen und Fachbegriffen, die kein Schwein versteht. Wenn ich mich recht entsinne, erhält man im Tutorial fünfzehn bis zwanzig Erklärungen zur Steuerung hintereinander zum eigenständigen Lesen vorgelegt. Es wird verlangt, sich nach einmaligem Anschauen diese zu verinnerlichen und auch zu behalten. Danach wird man eiskalt ins Spiel geworfen, ohne Plan, ohne Filmsequenzen, ohne Sinn hinter dem Ganzen. Das ein Spiel, in dem es rein um Fußball geht, nicht zwangsläufig eine Story braucht, erscheint plausibel, doch die Idee der Entwickler, jene, nach dem kitschigen Misserfolg ihres letzten Spieles, ganz wegzulassen, erscheint mir dann doch etwas feige. So landet man nach Absolvierung des Startbildschirmes erst einmal im Clubhaus von Team Raimon, von welchem aus man seine Spielmodi aussuchen kann.

 

Erwägt man den sogenannten „Story-Mode“ anzustreben, so wird man vor eine Reihe von Turnieren gestellt, die es zu bestreiten gilt. Gewinnt man eines davon, so landet man erneut im Clubhaus, erhält einige Punkte zur Aufbesserung des Teams, worauf ich später noch mal zu sprechen kommen werde, und kann das nächste Turnier auswählen. Somit kann man sich diversen Teams gegenüberstellen und immer wieder nach demselben Muster unzählige Wettkämpfe auslegen, bis hin zum Finale, in dem es um den sagenumwobenen Striker-Cup geht.

 

 

Einer für alle...

 

Egal für welchen Modus man sich entscheidet – zu Anfang wird erst einmal verlangt, ein Team zusammenzustellen. Natürlich hat dabei jeder Charakter seine speziellen Stärken und Schwächen. Vorteil bei solch einer Vielzahl an Charakteren ist, dass man nach einer gewissen Zeit ein Gespür dafür entwickelt, welchen Charakter man in welches Team steckt. Anfangs glaubt man zwar, dass kein deutlich wahrnehmbarer Unterschied zwischen den einzelnen Spielern besteht, doch wenn man sich bis zum Finale durchgerungen hat, weiß man wirklich, das Gegenteil zu behaupten. So benötigt man bei dem einen Turnier mehr Sprinter, wobei beim anderen wiederum mehr Kraftprotze von Nöten sind, um zu siegen.

 

Um nun einmal auf das "einer für alle" zu kommen: Zu Anfang des Spiels kann man ganz schon in Frustration geraten, wenn man die ersten drei, vier Turnier in Angriff nimmt, da von wirklichem Teamgeist hier nicht die Rede sein kann. Während sich der eine Spieler der eigenen Mannschaft doof das Feld anschaut, springt der andere schon weiß Gott wo herum und wartet auf den Pass seines Kollegen. Dieser Kollege wiederum versucht gerade einen Konterangriff zu starten, wofür er allerdings denjenigen braucht, der sich gerade die Löcher in den Bauch steht und in der Weltgeschichte herumguckt. Somit sollte man sich wirklich nicht wundern, wenn bei den ersten zehn Versuchen, das Debutspiel zu gewinnen, kein einziges Tor erzielt wird. Doch glücklicherweise lässt sich da was gegen tun. So ist es nämlich der Fall, dass, wenn man Spiele jeglicher Art gewinnt, die Spieler sogenannte »Freundschaftspunkte« erhalten. Diese Punkte helfen ihnen dabei, gegenseitig Vertrauen und aufzubauen. Je mehr Vertrauen sie im Endeffekt haben, desto leichter wird es später die Turniere zu gewinnen.

 

Aus eigener Erfahrung habe ich gemerkt, dass man vor Beginn des Sorymodus' erst einige Testspiele durchführen sollte. Denn diese sind wesentlich leichter zu gewinnen, und bescheren einem darüber hinaus auch noch einen ordentliche Schub an Freundschaft. Neben dem Fußballspielen gibt es noch eine weitere Möglichkeit Freundschaft aufzubauen, und zwar durch Minispiele. Diese können zusammen mit einem anderen Charakter ausgeführt werden, was das Vertrauen zwischen diesen beiden noch mal gewaltig hebt. Da es mühselig ist, wirklich mit ALLEN Zweierkombinationen, die mit den Charakteren möglich sind, diverse Minispiele zu spielen, sollte man dies doch auf gewisse Einzelfälle beruhen lassen. Denn wichtig zu wissen ist, ist, dass die Freundschaften untereinander unterschiedlich ansteigen, sodass bei Bedarf einzelner, diese dadurch noch weiter ausgeprägt werden kann. Die Minispiele haben im Grunde nichts mit Fußball zu tun, sie belaufen sich auf simple Sachen, wie Tauziehen, Reifenschaukeln und Bäume kicken.

 

 

Kunst kommt von Können

 

Ich sprach bereits an, dass jeder Charakter so seine eigenen speziellen Fähigkeiten besitzt. Dies zeigt sich auch bei seinen Kontern in Spielen. So kann der eine beispielsweise einen mächtigen Wirbelsturm entfachen, der den Gegner umpustet, und der Nächste wühlt vielleicht die Erde so kräftig auf, dass dadurch alles drumherum erschüttert wird. Selbst der Torwart hat einige coole Tricks, wie zum Beispiel eine Flutwelle, eine Feuerwand oder aber eine mächtige Steinhand, parat.

 

Sollte das Team jedoch tatsächlich mal Unterstützung gebrauchen, so bietet es sich an, neue Teamkollegen anzuwerben. Auch dies geschieht im Clubhaus. Um neue Mitglieder anzuwerben benötigt es hingegen Teampunkte. Diese erwirbt man neben den Freundschaftspunkten in Turnieren oder Testspielen. Ist eine bestimmte Anzahl vorhanden, kann man sich neue Mannschaftskameraden besorgen. Nebst dem lassen sich mit diesen Teampunkten auch noch im Itemshop des Clubhauses nützliche Gegenstände erwerben, die den Spielern in Wettkämpfen durchaus hilfreich sein könnten. (Und da sag noch mal einer Doping sei verboten.) Diese Items haben zur Folge, dass die Charaktere schneller, stärker oder trickreiche agieren können.

 

 

Fußball zusammen »genießen«

 

Natürlich lässt sich Inazuma Eleven Strikers auch mit mehreren Spielern spielen. Da man sich jedoch sehr gut absprechen muss, um Fehler zu vermeiden, empfehle ich es nicht, mit Amateuren zu spielen. Viel mehr lässt sich darüber auch gar nicht sagen. Der Multiplayer-Modus ist halt da und das war's. Somit hat man eben einen Spieler weniger selbst zu betrauen. Ob das nun positiv oder negativ ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich habe da keinen Unterschied empfunden.

 

 

Musik, Grafik und Steuerung

 

Also über die Grafik lässt sich streiten. Ich persönlich finde sie nicht berauschend, aber schlecht ist sie für Nintendoverhältnisse auch nicht. Wie schon gesagt, ich bin kein Anime-Fan, also spricht mich die Grafik in der Hinsicht, wie sie vielleicht seien sollte, nicht wirklich an. Ich finde bloß sie Grafik, die ich im Spiel sehe, nicht gerade meisterlich. Die Musik ist auch keine Pracht für die Ohren, aber sie begleitet dennoch das Geschehen ganz schön.

 

Die Steuerung ist stellenweise echt kompliziert und nervig. Um nochmal die etwas karge Einführung am Anfang des Spiels anzusprechen; es ist bedauerlich, dass man nicht noch einmal während des Spiels wenigstens im Story-Mode auf gewisse Befehle hingewiesen wird. So muss man sich echt, wenn man etwas nicht verstanden hat, nochmal den ganzen Schund im »Tutorial« durchlesen und darauf hoffen, dass man es beibehält.


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Fazit

Inazuma Eleven Strikers wird die Fußballfans unter den Gamern bestimmt in ihren Bann ziehen. Vor allem, wenn man Fan dieser Serie ist. Mich persönlich hat es durch nervige Steuerung, bescheidene Grafik und fehlende Story eher negativ geprägt. An vielen Ecken, vor Allem zu Beginn, gerät man als Amateur in diesem Genre echt an die Grenzen seiner Nerven und verliert schnell die Motivation weiterzumachen. Der Drang nach dem ultimativen Sieg treibt vielleicht den ein oder anderen (mich eingeschlossen) an, sich dann doch noch bis zum Ende durchzukämpfen und die Chance zu widerlegen, durch Items und richtig eingesetzter Freundschaften dies auch zu schaffen. Alles in allem würde ich sagen: Level 5 sollte den Fußball in der Ecke lassen und sich lieber dem widmen, was sie können; Rätsel für Professor Layton schreiben! ;-)

Grafik

schwach

Sound

schwach

Steuerung

schwach

Spielspaß

schwach

70%

Singleplayer

67%

Multiplayer

Release

28.09.2012

Developer

Level-5, Shade

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+


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