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Reviews: Nintendo Wii

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Just Dance 4

Musik

25.10.2012

Autor: Julian Richter

 

 

Möge die Party beginnen!

 

Ubisoft bittet nun mit diesem Teil schon zum vierten Mal auf die Tanzflächen von Just Dance. Auch dieser Teil verspricht wieder aufregend und spaßig zugleich zu werden. Zu Anfang stehen einem erst einmal zwei Modi zur Verfügung. Natürlich der „Just Dance“ -Modus und daneben noch der „Just Sweat“-Modus. Da wir nachher noch etwas tiefer in die Mateirie eintauchen werden, möchte ich vorerst einmal etwas über den „Just Dance“-Modus loswerden.

 

Natürlich stehen einem zu Beginn des Spiels schon eine ganze Reihe von Musikstücken zur Verfügung. Angefangen bei Jennifer Lopez, über Katy Perry, bis hin zu Elvis Presley. Sogar unser Freund Justin Bieber ist diesmal vertreten. Eine Freude für alle kleinen Mädchen. Gut, Spaß beiseite. In dieser bunten Mischung aus modernen und klassischen Songs wird wohl jeder seinen ganz besonderen Liebling finden. Andernfalls lässt sich die ganze Palette im Laufe des Spiels noch einmal etwas erweitern. Dazu jedoch später mehr.

 

Schwing' die Hüfte!

 

Kommen wir zum Bedeutendsten des gesamten Spiels: dem Tanzen. Wie üblich enttäuscht uns Just Dance mal wieder mit der fehlenden Unterstützung der Wii-Ferbenbedienung Plus und somit auch der ungenaueren Wahrnehmung einzelner Bewegungen. So gesehen kann man sich auch einfach nur hinsetzten und ein wenig mit den Armen wedeln, wenn man lediglich darauf aus ist, fünf Sterne zu holen, um den Mojobalken zügig zu füllen. Nimmt man sich jedoch einmal ernsthaft vor ein wenig Spaß beim Tanzen zu haben, sollte man die Bewertungsanzeige links lieber aus den Augen lassen. Denn allzu oft gibt sie einem trotz noch so guter Nachahmung des Tänzers nicht mehr als ein schnödes „OK“; und das kann schon richtig frustrierend sein.

 

Was mir verstärkt aufgefallen ist, war, dass die „neuen“ Tanzmoves sich im Vergleich zu den Vorgängern in keiner Weise verändert haben. Einige wiederholen sich sogar innerhalb der Songs von Just Dance 4 komplett. Spätestens hier hätte ich mir ein wenig mehr Einfallsreichtum gewünscht. Stattdessen haben sie einfach mehr Songs hineingepackt und alte Choreographien noch einmal - wenn überhaupt - überarbeitet.

 

Am Gameplay hat sich auch nichts geändert. Wie üblich fahren unten rechts kleine Piktogramme ins Bild, die einem so ungefähr klarmachen wollen, welchen Move man als nächstes ausführen soll. Je nachdem, wie man die Wii-Remote schüttelt, erhält man eine Bewertung am linken Bildschirmrand, welche zur Folge hat, dass sich eine Punkteleiste füllt. In bestimmten Abständen kreuzt diese Leiste einen Stern. Je nachdem, wie gut man „tanzt“, das heißt, wie gut das Spiel die wahrgenommen Bewegungen bewertet, kann man somit insgesamt fünf Sterne erreichen.

 

Tanzen bis zum Umfallen

 

Wem das normale Herumhüpfen zu den einzelnen Songs dann schließlich zu langweilig wird, dem kann ebenfalls Abhilfe geschaffen werden. Hat man nun ein paar Songs mit einer akzeptablen Bewertung abgeschlossen, so sollte man irgendwann einen Stufenaufstieg erhalten. Dies passiert immer dann, wenn sich die Mojoleiste zu hundert Prozent gefüllt hat. Zusätzlich zu dem Stufenaufstieg darf man sich dann noch in Form eines „Glücksrades“ eine Belohnung erspielen. Im schlechtesten Fall erhält man bloß eine graue Karte mit einer Figur, welche man sich im Optionsmenü als Avatar anlegen kann. Im besten Fall erhält man einen neuen Song. Die wirklich interessanten Belohnungen jedoch folgen jetzt:

 

Der Battle-Mode:

Im Battle-Mode werden zwei Songs gegenübergestellt. Die Songs werden dabei von ihren Tänzern repräsentiert, wobei der Spieler sich für einen der beiden Tänzer entscheiden muss. Hat er dies getan so folgen jeweils kurze Ausschnitte der beiden Lieder. Der Tänzer, der dabei die besseren Moves hinlegt, fügt dem anderen dadurch Schaden zu und zwingt ihn zu verlieren. Der Battlemode umfasst fünf Runden. Die Auswahl der jeweiligen Musikfragmente wird durch den Sieger der vorherigen Runde bestimmt. Tritt beispielsweise Justin Bieber gegen Carly Rae Jepsen an, und verliert dabei, so wird in der nächsten Runde ein Ausschnitt aus Carly Rae Jepsens Lied gespielt.

 

Der Mash-Up-Mode:

In diesem Modus werden lediglich mehrere Tänzer innerhalb des Songs eingeblendet. Diese führen dann ihre aus anderen Songs bekannten Tanzmoves vor. Egal, ob diese zum Rhythmus passen, oder nicht. Mehr Punkte oder sonstige Vorteile lassen sich daraus allerdings nicht schöpfen. Es handelt sich bloß um ein Zusammenführen vieler Tänzer in ein und demselben Song.

 

Der Extreme-Mode:

Wem das bisherige Zappeln immer noch zu läppisch war, der kommt garantiert hierbei auf seine Kosten. Denn im Extremmode werden noch einmal alle Songs um zwei Stufen schwerer. Die Bewegungen sind schneller, die Reaktionen wilder und der ganze Stil einfach nur total verrückt und anstrengend. Anfänglich ging ich noch mit einem skeptischen Lächeln in diesen Modus, doch als das Lied dann nach gefühlten zwanzig Minuten zu einem jähen Ende kam, war ich doch ganz schon geschafft. Wer sich also mal selbst so richtig auspowern möchte, für den ist der Extremmode auf jeden Fall das Richtige.

 

Der Unendlichkeits-Mode:

Der wohl innovativste Modus im ganzen Spiel ist jener hier, denn dort könnt ihr einfach all eure Lieblingssongs zusammenpacken und an einem Stück durchtanzen. Ganz hart gesottene wählen alle zur Verfügung stehenden Songs aus und legen los!

 

Innovatives Training

 

Neben den normalen Tanzschritten, die der „Just-Dance“-Mode bietet, wurde auch noch ein weiterer, sehr nützlicher Modus eingefügt, und zwar der „Just-Sweat“-Mode. In diesem Modus ist es einem Möglich mithilfe klassischer Song aus vierziger bis neunziger Jahre oder auch moderner Songs ein intuitives Fitnesstraining zu entwickeln. Dabei kann man sich entscheiden ob man lieber ruhiges Training bevorzugt, oder aber knallhartes Workout. So habe ich mich beispielsweise an Yoga, mit Musik aus den Sechzigern zehn Minuten lang treiben lassen, bevor fünfundvierzig Minuten lang zu den Charts gerannt bin. In der Hinsicht weiß ich jedenfalls, dass noch einiges geht.

 

Hat man alle Songs ausprobiert und fängt immer noch an sich zu langweilen, kann einem bestimmt der Shop weiterhelfen, in dem nach und nach immer neue Songs verfügbar sein werden. So auch zum Beispiel „Gangnam Style“ von PSY, was ja von Ubisoft bereits groß angekündigt wurde.

 

Die Grafik

 

Da ich glaube, zur Musik nicht mehr allzu viel sagen zu müssen, als dass für jung und alt was dabei ist, beziehe ich mich noch abschließend auf die Grafik. In dieser Hinsicht kann ich nur sagen, dass sich da nicht allzu viel gegenüber der Vorgänger geändert hat. Sie ist schlicht und erfüllt ihren Zweck. Ich glaube auch, dass sie eine sehr passende, partymäßig lässige Atmosphäre schafft. Nichts wirklich Rühmliches, aber doch schon zweckerfüllend.


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Fazit

Just Dance 4 bietet trotz der Tatsache bereits vorhandene Tanzstile erneut aufgegriffen zu haben, sehr viele Möglichkeiten und eine Menge Abwechslung. Durch kontinuierliches Spielen können immer neue Features und Spielinhalte freigeschaltet werden und lassen es für viele Wochen nicht langweilig werden. Ich selbst habe auch noch nicht alles gesehen, aber alles, was grundlegend neu ist, dürfte abgefrühstückt sein. Ob allein oder gemeinsam mit Freunden, Just Dance 4 macht einfach nur Spaß und ist für jeden, der Musik von damals bis heute liebt wirklich sehr empfehlenswert.
Durch den intuitiven „Just-Sweat-Mode“ ist es den Spielern nun außerdem möglich ein Fitnesstraining auf die Beine zu stellen und mit Spaß und Freude die Pfunde purzeln zu sehen. Ergo, eine rundum gelungene Sache.

Grafik

ok

Sound

super

Steuerung

ok

Spielspaß

super

88%

Singleplayer

90%

Multiplayer

Release

2. Oktober 2012

Developer

Ubisoft

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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