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Reviews: Nintendo Wii

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Alvin und die Chipmunks - Der Kinofilm

Musik

06.02.2008

Autor: Nico Schoenfeldt

 

 

Sie sind klein, tragen stets modische Pullis und singen, bis das Zwerchfell zerreißt. Ältere Semester unter uns werden Alvin und die Chipmunks sicherlich noch aus der gleichnamigen Trickfilmserie kennen, welche in den 1980er und 1990er über die heimischen TV-Bildschirme flimmerte. Die 3 kleinen Streifenhörnchen wurden von dem erfolglosen Musiker David Seville adoptiert und stellen seit dem sein Leben auf den Kopf. Dabei sind der Schlaukopf Simon, der schüchterne Vielfraß Theodore und der Draufgänger Alvin keineswegs nur Rabauken. Mit ihrem musikalischen Talent und  einmaligen Stimmen wollen sie nun auf dem größten Rockfest, dem Rockathonapalaooza, überzeugen.
Können die Gesangswunder auch auf der Wii zu Hochtouren auflaufen oder wird dieses Spiel eine weitere Bestätigung für schlechte Lizenzware?

 

 

Da steckt Musike drin.   

 

Bei „Alvin und die Chipmunks – Der Kinofilm“ handelt es sich um ein reines Musikspiel. Greift euch also Wii-Remote und Nunchuk und schwingt munter zur Musik die Steuereinheiten im Takt.

Auf dem Bildschirm wurden vier verschieden farbige Sterne auf die Ecken verteilt. In der Mitte ist noch ein kleinerer Stern zu erkennen, aus dem abwechselnd wiederum Sterne auftauchen und die großen Brüder in den Bildschirmecken ansteuern. Ziel ist es nun, im richtigen Moment Wii-Remote und Nunchuk zu schütteln. Treffen die Sterne oben auf ihre großen Brüder, muss zusätzlich zum Controllereinsatz der Z- oder B-Button gedrückt werden. Fliegen sie hingegen nach unten, reicht ein bloßes Schütteln.

Habt ihr dieses Spielprinzip verinnerlicht, könnt ihr euch durch insgesamt 35 Songs langweilen, denn mehr gibt es im gesamten Spiel leider nicht zu entdecken.

 

 

Schütteln will gewollt sein.

 

Die Bewegungserkennung gelingt trotz des recht simplen Spielablaufs nicht immer einwandfrei. Dennoch versammeln sich schnell hohe Punktzahlen auf eurem Konto. Eine knackige Highscrore-Jagd ist somit ebenfalls vom Tisch. Auch die Schwierigkeitsgrade Leicht, Mittel und Schwer können erfahrene Zocker nicht sonderlich anreizen. Gerade  jüngere Spieler, denen es doch stets nach Abwechslung dürstet und auf die das Spiel eindeutig zugeschnitten worden ist, dürften recht bald von Langeweile ergriffen sein. Die vielen bekannten Songs im Chipmunkstil wirken meist endlos, während man monoton vor sich hin schüttelt und wackelt. Die Entwickler scheinen es hierbei noch nicht einmal für nötig befunden zu haben, ein bestimmtes Schema einzuhalten. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass Übereinstimmungen zwischen den Sternen und dem Takt eher zufällig eintreten.

 

 

Präsentation, mangelhaft!

 

Der Sound des Spiels lebt eindeutig vom Chipmunks-Image. So handelt es sich bei den 35 Songs um Cover-Versionen gängiger oder legendärer  Pop- und Rock-Stücke. Darunter befinden sich Hits wie Culture Club „Karma Chameleon“, The Buggles „Video Killed The Radio Star”, Blink 182 “All The Small Things” und nicht zuletzt „The Chipmunk Song“ sowie die Rockversion des „Christmas Song“ der drei Nager.
Der Soundtrack hat also absolut nichts mit dem Film zu tun, sondern dient wohl eher dazu, ahnungslose Eltern durch bekannte Künstlernamen auf der Packung zum Kauf des Spiels zu animieren. Wer Freude an den piepsigen Stimmen der Nager hat, wird hierbei voll auf seine Kosten kommen. Für die anderen bleibt die Option offen, ob sie nicht einfach eine CD einlegen und den Fernseher auf stumm schalten. Mit etwas Glück passt die eigene Musik sogar noch besser zum Taktmuster.

 

Grafisch krankt der Titel leider auch an vielen Ecken. Zwischensequenzen werden mit Standbildern erzählt und durch englische Sprachausgabe sowie deutschen Untertiteln aufgewertet. Gerade für das junge Zielpublikum eine maue Vorstellung. Die Menüabschnitte präsentieren sich leider ebenso langweilig und einfallslos. Während des eigentlichen Spiels läuft im Hintergrund eine vorgefertigte Animation, welche die Chipmunks auf verschiedenen Bühnen im Einsatz zeigt. Aus verschiedenen Kamerawinkeln wird dem Spieler eine Grafikpracht geboten, die an Detail- und Texturarmut an die letzten Tage der 1. PlayStation erinnern. Die Animationen der Nagerband wirken steif, fast robotergleich und passen auch nicht immer ganz zum gewählten Song. So spielt Simon am Keyboard, obwohl nur das Schlagzeug zu hören ist.

 

Wer nicht alleine leiden will, schnappt sich einfach einen Kumpel, drückt ihm ebenfalls Wii-Remote und Nunchuk in die Hände und ihr könnt zu zweit unkoordiniert vorm Bildschirm loswackeln. Neben der 2 Player-Option und dem Abenteuer Modus gibt es noch die Möglichkeit, die frei gespielten Songs auch einzeln anzuwählen.

 

 

Wir bedanken uns bei Eidos für das Testmuster!


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Fazit

Achtung! Hier wird euch Wenig für viel Geld verkauft. Das Spiel steht mit ca. 50-60 € in den Händlerregalen und wird dem Preis in keiner Weise gerecht. Grafik und Präsentation sind altbacken, das Spielprinzip lahmt und langweilt, wo es nur kann. Einzig Freunde des Chipmunkssounds werden eventuell noch ihre Freude an dem Titel haben. Das Spiel wirkt lieblos und uninspiriert und ist sein Geld definitiv nicht wert!

Grafik

sch...

Sound

ok

Steuerung

schwach

Spielspaß

sch...

26%

Singleplayer

22%

Multiplayer

Release

04.12.2007

Developer

Brash Entertainment

Publisher

Eidos

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung


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