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Angespielt: Nintendo Wii

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Soul Calibur Legends

Action Adventure

20.02.2008

Autor: Gunnar Schreiber

 

Richtig gute Hack & Slay Spiele sind für Wii bisher Mangelware. Im kommenden Sommer bringt Ubisoft Soul Calibur Legends, was von Bandai Namco entwickelt wurde, exklusiv für Wii auf den europäischen Markt. Ob dieses Abenteuer im Soul Calibur Universum ein richtig gutes Hack & Slay wird, können wir nach unserer Anspielerfahrung zwar noch nicht sagen, dennoch empfehlen wir jedem Fan des Genres den Titel im Auge zu behalten.

 

Am Anfang des Spiels begeht Siegfried einen folgenschweren Fehler. Geleitet durch den Wunsch nach Stärke und Rache erliegt er den Lockrufen des bösen Schwertes Soul Edge, das über Jahre hinweg in einem verlassenen Piratenschiff auf einen neuen Träger wartete. Als Siegfried Soul Edge aus den Stein zieht, steigt eine Kilometer hohe Lichtsäule gen Himmel empor, die unzähligen Monstern wie Drachen und anderen Kreaturen als Tor zu dieser Welt dient. Auch wenn Siegfried sich eigentlich nur um seinen eigenen Rachefeldzug kümmern möchte, packt ihn sein König bei der Ehre, indem er ihm erzählt wie enttäuscht doch Siegfrieds Vater, treuer Diener des Reiches, wäre, wenn er nicht dem König beistehen würde. Also schnappt sich der Protagonist das mächtige Schwert Soul Edge, um die bösen Schergen mit der Klinge aufzuhalten, die sie erschaffen hat.

 

Die Geschichte wird in aufwendigen Videosequenzen samt guter Sprachausgabe oder in wenig animierten Standbildern wie in den Fire Emblem Spielen erzählt. Auch wenn die Story sicherlich im Laufe des Spiels ein wenig holprig sein wird, da ja irgendwie sämtliche Charaktere des Soul Calibur Universum ihren Auftritt haben sollen und somit in den Kontext gepresst werden müssen, ist die Geschichte dennoch spannend genug, um den Spieler bei der Stange zu halten.

 

Das Abenteuer ist in viele unterschiedliche Levels aufgeteilt, wobei man manchmal sogar mehrere zur Auswahl hat. Diese spielen an verschiedenen Orten in Europa und können auf einer Karte ausgewählt werden. Hierbei fällt eine Sache zugleich mal negativ auf. Um einen Level auszuwählen, bewegt man den Cursor auf das Icon und bestätigt mit der A Taste. Allerdings kann man den Cursor nicht via Bewegung der Wiimote platzieren, sondern nutzt dafür unverständlicherweise den Analogstick des Nunchucks.

 

Die einzelnen Levels sind sehr linear aufgebaut und erinnern stark an eine aufgebohrte Version des Abenteuermodus, den vielen GameCube Besitzern noch aus Soul Calibur 2 bekannt sein dürfte. Im Wesentlichen geht es meistens darum, ein bestimmtes Item zu finden, jemanden zu befreien oder einfach ein Areal von Gegnern zu säubern. Dabei bewegt ihr euch von Raum zu Raum, wobei sich Türen oft nur dann öffnen, wenn zuvor alle Feinde niedergemetzelt wurden. Darüber hinaus muss man hier und da mal ein kleines Rätsel lösen und kann die Einrichtung zertrümmern, um nützliche Items zu finden. Das alles klingt sicherlich ziemlich unspektakulär.

 

Dass der Titel aber dennoch Spaß macht, liegt am sehr flüssigen und intuitiven Kampfgeschehen. Die Steuerung wurde dabei ziemlich gut umgesetzt. Ihr schnetzelt mit eurer Waffe, indem ihr die Wiimote horizontal oder vertikal bewegt. Je nachdem, in welcher Reihenfolge ihr das macht, ergeben sich auch schon mal ansehnliche Kombos. Die Bewegungserkennung funktioniert sehr zufriedenstellend. Zusätzlich könnt ihr, wenn eine Leiste aufgefüllt ist, mit einem Druck auf die C Taste in einen speziellen Modus wechseln, bei dem alle Attacken noch stärker sind und sich andere Kombos ausführen lassen. Nach mehreren Kombos hintereinander, bekommt ihr dafür besonders viele Punkte. Diese sind wiederum nötig, um nach und nach einen Level aufzusteigen, was eure Kämpfer natürlich stärker werden lässt. Außerdem könnt ihr mit der Z Taste blocken und via Nunchukbewegungen Attacken ausweichen.

 

Gleich in der ersten Mission trefft ihr auf einen riesigen Drachen, der euch gerne rösten möchte. Nachdem ihr dem Monstrum einiges an Energie abgenommen habt, kommt euch Ivy zur Hilfe und vertreibt den Feuerspucker. Von diesem Moment an seid ihr in jeder Mission zu zweit unterwegs und dürft jederzeit zwischen den Charakteren wechseln. Das ist von Vorteil, wenn ein Protagonist nur noch wenig Energie hat oder wenn man die unterschiedlichen Fähigkeiten der Charaktere nutzen will. Vor jeder Mission hat man nun die Option, welche zwei Kämpfer den Level betreten werden. Am Ende werden fast alle bekannten Gesichter aus dem Soul Calibur Universum verfügbar sein. Ein besonders Schmankerl ist der Koop-Modus, bei dem man die Missionen auch zu zweit zocken kann.

 

Technisch ist das Spiel mehr als solide. Der Sound ist wirklich klasse: Die Sprachausgabe überzeugt und der orchestrale Soundtrack untermalt die epische Stimmung perfekt. Die Grafik hat viele positive Aspekte. So läuft das Geschehen sehr flüssig über den Bildschirm, die Areale sind sehr abwechselungsreich gestaltet, die Animationen der Charaktere und Gegner sehen sehr gut aus und alles wirkt sauber programmiert und schön scharf. Auf der anderen Seite erscheinen aber auch viele Räume etc. wie aus dem Baukasten, da vieles ziemlich eckig und etwas inspirationslos daherkommt.

 

Soul Calibur Legends hinterließ nach dem ersten Anspielen auf jeden Fall einen guten Eindruck und scheint für Fans des Genres, vor allem für diejenigen, die gerne mal kooperativ zocken, ein sehr interessantes Spiel zu werden. Dabei sollte man sich auch nicht von den bisher eher durchschnittlichen Noten aus den USA beeinflussen lassen.

 

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

Q2 2008

Developer

Bandai Namco

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

2


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