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Angespielt: Nintendo Wii

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Prince of Persia Rival Swords

Action Adventure

21.02.2007

 

Wir wissen alle, dass Ubisoft mit ihrem Umsetzungswahn auf Wii ein wenig Kredit bei manchen von euch verspielt hat. Wer sich aber schon jetzt von Prince of Persia Rival Swords für Nintendos neue Konsole abwendet, der lässt sich möglicherweise eines der besten Spiele der kommenden Wochen entgehen. Ja, es ist auch nur eine Umsetzung von Two Thrones, was es schon seit über einem Jahr u.a. auch auf GameCube gibt, dennoch kann der Titel voll überzeugen.

 

Ehrlich gesagt sind wir auch nicht mit allzu hohen Erwartungen Anfang Februar zu Ubisoft nach Düsseldorf gefahren, als wir der Einladung gefolgt sind, den Titel ausführlich anzuspielen. Aber nach etwa 3 Stunden intensivem Zocken, kehrten wir gut gelaunt und positiv überrascht zurück.

 

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Rival Swords um eine Umsetzung von Two Thrones, welches das Ende der Trilogie der „modernen“ Prince of Persia Reihe darstellt. Das Geschehen findet direkt nach dem Vorgänger Warrior Within statt. Der Prinz kommt von seiner anstrengenden Reise nach Hause und muss feststellen, dass seine Heimat Babylon von den Schergen des Oberbösewichts überrannt und eingenommen wurde. Außerdem muss er erfahren, dass die Herrscherin der Zeit Kaileena, deren Bekanntschaft und Vertrauen er im Vorgänger gewonnen hat, von den Truppen des Wesirs entführt wurden. Natürlich macht sich der Prince auf den Weg Kaileena zu retten und die Stadt zu befreien.

 

Der Spieler befindet sich gleich mitten im Geschehen. Dabei fällt auf, dass die Grafik nur unwesentlich gegenüber der GameCube Version verbessert wurde. Außerdem gibt es noch einige Anti-Aliasing Probleme. Das wäre auch schon das einzig negative, was man über Prince of Persia Rival Swords berichten kann.

 

Das Leveldesign war schon in Two Thrones großartig und das hat sich auf dem Wii natürlich nicht geändert. Ubisoft Montreal hat es geschafft eine riesige Stadt zu kreieren, in welcher der Prince sich zwar linear, aber dennoch stetig fortbewegt. Man hat trotz des streng vorgegebenen Weges irgendwie das Gefühl ein riesiges Areal frei zu erkunden. Das liegt im wesentlichen daran, dass dem Spieler immer mehrere Möglichkeiten zum Erledigen von Gegnern oder erreichen bestimmter Stellen geboten werden. Die Architektur der Räume, Gassen und Höhle ist so vielseitig, dass man oft interessante Alternativwege findet, um vielleicht Gegnern aus dem Weg zu gehen oder diese von hinten zu überraschen.

 

Natürlich ist der Prince in Rival Swords genauso ein akrobatisches Supertalent wie in den Vorgängern auch. Es gibt sicherlich kaum eine Aktion, die er nicht beherrscht, sei es nun klettern, an Vorsprüngen hangeln, auf Balken balancieren, Wandsprünge oder Salti. Aber auch mit den Waffen ist er sehr behände und kann die Gegner auf die unterschiedlichsten Weisen ausschalten.

 

Somit wären wir auch bei dem mit Abstand größten Pluspunkt der Wii Version gegenüber den früheren Fassungen, nämlich der Steuerung. Was bei anderen Spielen manchmal aufgesetzt wirkt, scheint für Prince of Persia die Bestimmung zu sein. Nie ließ sich ein Abenteuer des Prinzen so gut spielen wie auf Wii und das soll keine maßlose Übertreibung sein. Zur Erklärung: Das Spiel nutzt die Wiimote und den Nunchuk. Mit dem Analogstick rennt der Prince. Drückt man dabei A wird eine gekonnte Rolle ausgeführt, steht der Prince oder bewegt sich auf einen Abgrund zu, dann kann man mit A springen. Die B Taste dient zum an den Wänden entlang laufen. Das ist natürlich alles noch nicht sonderlich revolutionär. Ausgeklügelter wird es dann schon bei der Kamerasteuerung. Diese bewegt ihr um den Prinzen herum, indem ihr die Wiimote nach links und rechts kippt. Der Clou dabei ist, dass die Entwickler es geschafft haben die Methode so umzusetzen, dass man sich nicht unfreiwillig umsieht, wenn man sich gerade mal auf dem Sofa lümmelt oder im Kämpfen den Controller einsetzt. Durch das Kippen der Wiimote fühlt sich die Kamerakontrolle plötzlich genauso intuitiv an wie bei einem Egoshooter. Unserer Meinung nach könnte das die Zukunft der Kamerasteuerung bei allen Third Person Spielen sein. Natürlich gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit an manchen Stellen eine Weitwinkel Perspektive zu aktivieren, um sich einen Überblick über den Raum zu verschaffen oder mittels Druck auf die Minus-Taste die Kamera hinter den Prinzen zu setzen.

 

Aber auch bei den Kämpfen kommen die Controller voll zum Einsatz und bereichern das bekannte Free-Form-Fighting System um einige ganze Menge Authentizität. In Auseinandersetzungen mit feindlichen Schergen dient der Nunchuk als die linke und der Wiimote als die rechte Hand des Prinzen. Schüttelt man die Wiimote, dann schlägt der Prinz, ähnlich wie in Zelda, mit seiner Primärwaffe zu. Dasselbe macht er mit seiner Sekundärwaffe, indem man den Nunchuk bewegt. Die Zweitwaffen wie Dolche und Äxte nutzen sich aber ab, und müssen nach einiger Zeit weggeworfen werden. Da der Protagonist aber jederzeit die Waffen verstorbener Gegner aufnehmen und auch welche in Kisten etc. finden kann, ist dies kein Problem. Selbst wenn man nur mit beiden Controllern rumfuchtelt, sieht das aufgrund der tollen Animationen des Prinzen und auch der Gegner schon richtig cool aus. Wer aber ein wenig effektiver und weniger gesundheitsgefährdend für den Helden zu Werke gehen möchte, der sollte gezieltere Methoden wählen als einfach wild auf Feinde einzuschlagen. Dabei ist die effektivste Angriffstaktik der so genannte Speed Kill. Kann man sich einem Gegner ungesehen nähern, indem man sich von hinten oder oben anschleicht, dann verändert sich das Sichtfeld ein wenig und deutet somit an, dass ein Speed Kill möglich ist. Dazu stürzt man sich auf die Gegner, wartet jeweils bis der Dolch des Prinzen blau aufleuchtet und schlägt dann mit einer entsprechenden Bewegung der Wiimote zu. Das sieht nicht nur verdammt cool aus, sondern fühlt sich auch ebenso an. Zusätzlich gibt es auch noch jede Menge Combos zu erlernen, die sich im Wesentlichen durch Bewegungen der Controller in Kombination mit der A Taste triggern lassen.

 

Nach etwa einer guten Stunde Spielzeit verwandelt sich der Prinz erstmals in sein dunkles Ich. Warum dies so ist, werden wir natürlich nicht verraten. Aber wir wollen auf jeden Fall auf dessen Besonderheiten eingehen, weil die sehr erwähnenswert sind. Die Abschnitte, in denen man den dunklen Prinzen spielt, sind relativ überschaubar. Kommt er mit Wasser in Berührung, verwandelt er sich zurück. Während also der normale Prinz mit Wasser seine Lebensenergie wieder auffüllt, benötigt sein dunkles Ich dazu Sand. Und den braucht er auch extrem dringend, denn der dunkle Prinz verliert konstant Lebensenergie und kann diese nur durch gefundenen Sand in Kisten etc. oder durch den Sand von besiegten Gegnern wieder auffüllen.

 

Im Kampf dient auch hier wieder der Nunchuk als linke und die Wiimote als rechte Hand. Genial ist aber, dass der dunkle Prinz eine Kette zur Verfügung hat. Mit einer kreisenden Bewegung des Nunchuks lässt man diese über dem Kopf rotieren und kann sie dann auf die Gegner schleudern. Hält man während des Kreisens die Z Taste gedrückt, dann potenziert sich der Schaden der Kette und wird durchaus verheerend. Eine sehr spaßige Angelegenheit. Natürlich kann die Kette auch genutzt werden, um über größere Abgründe zu kommen, vorausgesetzt es gibt etwas, wo man die Kette festhaken kann wie z.B. eine Fahnenstange. Ist dies der Fall springt man einfach in Richtung Abgrund und wirft die Kette mit einer entsprechenden Bewegung mit dem Nunchuk nach oben, damit sich diese um die Stange wickelt. Die Steuerung ist insgesamt sehr gut durchdacht und funktioniert einwandfrei.

 

Nach einer guten Stunde Spielzeit bekommt man dann den Dolch der Zeit, welcher es dem Prinzen ermöglicht die Zeit, wie in den Vorgängern auch, zurückzudrehen, um so z.B. einen Fehlsprung in einen Abgrund rückgängig zu machen.

 

Während der zweite Teil der Trilogie ziemlich düster war, orientiert sich Rival Swords sowie von dem Setting als auch von dem Humor her wieder eindeutig an Sands of Time. Der Humor kommt vor allem durch die Selbstgespräche zustande, die der Prinz während des Abenteuers führt, vor allem ab dem Moment, wo er sich mit seinem dunklen Ich auseinandersetzt. Da ist dann schon mal der eine oder andere Schmunzler dabei.

 

Zusammenfassend muss man sagen, dass wir, wie eingangs erwähnt, sehr überrascht von Prince of Persia Rival Swords gewesen sind. Das Spiel machte schon jetzt einen sehr fertigen Eindruck. Die Steuerung funktioniert einwandfrei, mehr noch, sie bereichert sogar tatsächlich das typische Prince of Persia Gameplay enorm. Technisch gesehen wäre auf Wii sicherlich mehr drin gewesen, obwohl man auch festhalten muss, dass architektonisch und animationstechnisch gesehen gar nichts zu meckern gibt. Wir freuen uns auf den Release am 29. März!

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

29.03.2007

Developer

Ubisoft Montreal

Publisher

Ubisoft

USK Freigabe

16+


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