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Angespielt: Nintendo Wii

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Super Smash Bros. Brawl

Beat 'em Up

09.05.2008

Autor: Mario Kablau

 

 

Die Smash Brothers sind zurück!

 

Als Masahiro Sakurai die Idee zu einem Spiel hatte, in dem sich die wichtigsten Maskottchen aus dem Hause Nintendo miteinander prügeln sollten, wurde dies zunächst nicht wirklich positiv aufgenommen. Doch das Spiel wurde dann doch entwickelt und als Super Smash Bros. für das Nintendo 64 veröffentlicht. Und damit war die Reihe nicht mehr zu stoppen. Es traf genau das, was die Fans haben wollten und so verkaufte sich der Titel absolut blendend. Zum Launch des GameCube stand mit Super Smash Bros. Melee ein Nachfolger bereit, der nicht nur durch bessere Grafik überzeugt, sondern auch an Umfang dazu gewonnen hatte. Auch dieser Titel konnte sich vor Erfolgen kaum retten: Melee ist das am meisten verkaufte GameCube Spiel überhaupt. Vor allem der grandiose und sehr umfangreiche Mehrspieler-Modus sorgte dafür, dass das Spiel vermutlich heute noch von nicht wenigen Leuten regelmäßig in die Konsole eingelegt wird.

 

Mit diesem Erfolg im Rücken war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis auch ein Teil für die Wii auf den Markt kommen würde. Doch als das Spiel auf der E3 2005 von Satoru Iwata angekündigt wurde, saß der Schöpfer Sakurai im Publikum und wusste noch nichts davon. Jedoch wurde diese kleine Ungereimtheit schnell aus der Welt geschafft und das kurz darauf neu gegründete Team konnte die Arbeit aufnehmen. Knapp zweieinhalb Monate später ist es endlich soweit: Super Smash Bros. Brawl ist da, zwar bisher nur in den USA und in Japan, aber dort dafür umso heftiger. Bis es in Europa erscheint, wird es noch einige Wochen dauern. Um euch diese Wartezeit zu versüßen, habe ich mir die US-Version sehr genau angesehen und erzähle in diesem dreiteiligen Preview, warum sich jeder Tag Wartezeit wirklich lohnt. Im heutigen ersten Teil befasse ich mich mit dem Erlebnis für Einzelspieler.

 

 

Einsam, aber trotzdem begeistert!

 

Ein großes Manko an den bisherigen Titeln der Reihe ist ganz eindeutig, dass man alleine zwar auch Spaß mit dem Spiel haben konnte, aber lange nicht soviel, wie mit Freunden zusammen. Dies hat sich Sakurai zu Herzen genommen und dem Spiel einen waschechten Einzelspieler-Modus spendiert, der für sich alleine betrachtet ziemlich viele Spiele locker in die Tasche steckt. Im Subraum-Emissär wird die Welt, auf der die Figuren leben, von einer seltsamen Macht angegriffen: Der uralte Minister jagt seine Schergen zunächst auf Mario und Kirby los, die sich in einem Kampf in einer riesigen Arena unter Zehntausenden Zuschauern, darunter als VIPs auch Zelda und Peach, miteinander messen. Der Minister lässt eine Bombe fallen, die von zwei ROBs aktiviert wird und der Countdown beginnt zu laufen. Drei Minuten haben die Kämpfer Zeit, sich aus dem Staub zu machen. Doch da kommt ihnen Mutant Tyranha in die Quere, die sich spontan Zelda und Peach geschnappt und Mario aus der Arena geschleudert hat. Das kann sich Kirby so natürlich nicht gefallen lassen und er schlägt zurück. Den Kampf gewinnt er natürlich, doch wenige Sekunden vor der Detonation der Bombe taucht auch noch Wario auf und trifft Zelda mit einer Waffe, die sie in eine Trophäe verwandelt. Er verschwindet und Kirby kann sich mit Peach gerade noch vor der gewaltigen Explosion des Subraums in ihre Welt retten.

 

Auf diese Art und Weise werden in der ersten Hälfte des Abenteuers jede Menge Helden vorgestellt, die ihren Beitrag dazu leisten, dass der Kampf gegen den Minister gewonnen werden kann. So treffen sich Lucas und Ness mit dem Pokémon Trainer, Diddy Kong versucht gemeinsam mit Fox den Affen Donkey Kong zu retten, Samus und Pikachu suchen Samus´ Anzug und so weiter. Jede Gruppe von Charakteren wird immer mit 2-3 Missionen eingeführt und dann springt die Handlung zur nächsten Gruppe weiter. Mit fortlaufendem Spiel rücken sie immer näher beieinander und neue Kämpfer schließen sich an. Danach beginnt die Jagd auf den mysteriösen Drahtzieher des Angriffes. Werden die Smash Brothers ihre internen Differenzen hinter sich lassen können und die Bedrohung abwehren?

 

Als kurze Einführung in den Modus, der zum Durchspielen mit 100% etwa 15-20 Stunden in Anspruch nimmt, soll das genügen. Man selbst steuert immer vorgegebene Charaktere (bzw. eine Auswahl aus mehreren vorgegebenen) durch die zweidimensionalen Umgebungen. Dabei trifft man auf allerhand Gegner, die es zu besiegen gilt. Zum Ende eines Gebietes wartet ab und an ein Boss, der bezwungen werden muss. Vor und nach jedem Level wird die Geschichte durch grandiose Videos erzählt, die jedoch völlig ohne gesprochene Kommunikation auskommen, es gibt also weder Sprachausgabe noch zu lesende Texte. Aber die Helden und Bösewichte von Nintendo verstehen sich auch ohne Worte blendend. Wie lange die Videos in Summe sind, kann ich nicht abschätzen, aber es sind insgesamt etwa 120 Stück, die zwischen 10 Sekunden und knapp 3 Minuten lang sind. Alle bereits gesehenen Videos kann man sich natürlich jederzeit über das Hauptmenü des Spiels ansehen.

 

Die Videos sind mit das eindrucksvollste, was es je in einem Spiel von Nintendo gegeben hat. Sie sind ausnahmslos genial gemacht, teilweise lustig, teilweise selbstironisch und nicht selten auch extrem spannend. Einige darunter werde ich mit Sicherheit nicht so schnell wieder vergessen, weil sie zu dem Besten gehören, was man je in einem Videospiel gesehen hat.

 

Mit dem Abenteuermodus hat das Team um Sakurai auf jeden Fall eine wahre Meisterleistung vollbracht, denn ich war schon lange nicht mehr so von einem Spiel gefesselt. Meine 12 Stunden bis zum Abspann (bei 84%) habe ich in etwa 48 Stunden geleistet. Das kann sich absolut sehen lassen.

 

 

Noch mehr Abenteuer?

 

Wer nach dem Subraum Emissär, den man übrigens in fünf Schwierigkeitsgraden spielen kann, immer noch nicht genug von dem Spiel hat, für den gibt es noch allerhand weitere Dinge zu erleben und vor allem freizuschalten. Einen Großteil der Charaktere bekommt man zwar schon im Abenteuer, aber danach fehlen immer noch einige, ebenso wie viele Arenen und Extras. Um diese zu bekommen braucht man einerseits ziemlich viel Zeit und andererseits teilweise auch Freunde, da nicht alles als Einzelspieler sinnvoll gefunden werden kann.

 

So gibt es zum Beispiel wieder die aus Melee bekannten Events, in denen man mit vorgegebenen Charakteren bestimmte Aufgaben erfüllen muss. Als Neuerung gibt es nicht nur mehrere Dutzend für Einzelspieler, sondern auch genauso viele, die man nur im Team spielen kann. Bei den Events geht es entweder einfach nur darum, bestimmte Gegner zu bezwingen oder andere Aufgaben zu erfüllen. Ein paar Beispiele: Auf einer schnell nach oben scrollenden Arena als erster oben ankommen, als Yoshi alle Gegner gleichzeitig in Eier stopfen oder mit Samus einen Ultra Smash ausführen.

 

Neben den Events ist natürlich auch der klassische Modus wieder dabei. Darin muss man einfach nur 12 Gegner nacheinander besiegen und sich am Ende der Meisterhand stellen. Zwischendurch wird das Ganze durch Target Smash aufgelockert. Dabei muss man möglichst schnell alle Zielscheiben in der Umgebung zerstören, ohne dabei abzustürzen. Anders als in Melee hat nun jedoch nicht mehr jeder Charakter eigene Umgebungen, sondern es gibt bloß fünf verschiedene Schwierigkeitsstufen, die man mit allen Figuren spielen kann.

 

Der Home Run Contest ist natürlich auch wieder dabei, diesmal auch mit der Möglichkeit, zu zweit auf den Sandsack einzudreschen. Man hat hier nämlich 10 Sekunden Zeit, besagtem Sack so viel Schaden wie möglich zu bereiten, um ihn danach möglichst weit zu schlagen.

 

 

Zwischenfazit

 

Als ersten Einblick in den Einzelspieler-Modus soll das genügen. Es bleibt nur zu sagen, dass man endlich auch alleine mit dem Spiel extrem viel und extrem lange Spaß haben kann. Der Subraum Emissär ist einfach toll gemacht und zeigt die Nintendo Charaktere so, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat. Bitte mehr davon!!

 

Prügeln, was das Zeug hält!

 

Der Mehrspieler-Modus von Super Smash Bros. ist ohne Frage der wichtigste Teil im ganzen Spiel. Da sich hieran aber auch zu den Vorgängern kaum grundsätzliches geändert hat, wird dieser Teil recht kurz ausfallen.

 

Nach wie vor gibt es jede Menge Optionen und Einstellungsmöglichkeiten, wenn man mit Freunden vor dem eigenen Fernseher spielt. Zum einen ist der Abenteuer-Modus auch zu zweit spielbar, wobei der zweite Spieler jederzeit ein- und auch wieder aussteigen kann. Darüber hinaus gibt es die normalen Kämpfe, im neusten Teil der Serie passenderweise „Brawl“ genannt, in denen man mit bis zu vier Spielern direkt gegeneinander kämpft. Hier kann man entweder nach Leben, auf Zeit oder nach Münzen spielen. Dazu gibt es allerhand Items, die man einzeln aktivieren oder deaktivieren und auch in der Häufigkeit variieren kann. Hat man keine vier Spieler, will aber zu viert auf der Arena antreten, dann können die fehlenden Menschen durch Bots ersetzt werden, die man auf einer Stufe zwischen 1 und 9 an den eigenen Stärken ausrichten kann.

 

Die Brawl Kämpfe sind auf jeden Fall das, was den Spieler am längsten an den Bildschirm fesseln dürfte, vor allem, weil es erstmals auch einen Online-Modus gibt, der aber leider nur teilweise gut ist. Bei der Anzahl an Arenen und Charakteren wird man sich jedenfalls eine ganze Weile in diesem Bereich aufhalten können.

 

Verbindet man sich mit der Wi-Fi Connection, dann hat man zwei grundsätzliche Auswahlmöglichkeiten: Mit Freunden oder mit irgendwem. Bei der ersten Alternative benötigt man die besonders beliebten Freundescodes, um gegen bekannte Gesichter anzutreten, sich per Tastendruck kurze Nachrichten zuzuschicken zu können und alle Optionen zu haben, die man auch offline hat. Beim Duell gegen irgendwen ist die einzige Option, die man hat, die Auswahl der Items. Ein Kampf läuft immer genau zwei Minuten und es gewinnt derjenige, mit dem besten Punktekonto nach Ablauf der Zeit. Diese Einschränkung ist zwar teilweise verständlich – denn bei den zahllosen Optionen würde man wohl nie jemanden finden, der genau zu den eigenen gewählten Einstellungen passt – aber man hätte das Problem auch lösen können, indem Spieler einfach als Host ein Spiel aufmachen, die Regeln festlegen und andere Spieler suchen einfach nach ihren Vorlieben und finden die, die am besten dazu passen. So ist der Online-Modus ohne Freunde ziemlich beschränkt. Zu zweit vor einem Fernseher kann man übrigens online auch nicht antreten, nicht mal, wenn man in 2er Teams antritt.

 

Sobald einer der teilnehmenden Spieler eine langsame Verbindung hat, kommt es leider zu extremen Geschwindigkeitseinbrüchen, die alle anderen auch mitbekommen. Dieses Problem hätte man durch eine Server-Lösung vermutlich lösen können. Ebenso ist es total unverständlich, dass es keinerlei Statistiken oder Ähnliches gibt, so dass man nie weiß, wie gut man sich geschlagen hat. Kein Vergleich zu Mario Kart, leider!

 

Positiv ist der Warteraum während der Suche nach Mitspielern. Anstatt stupide auf den Bildschirm zu schauen, kann man auf einer einfachen Arena auf einen Sandsack einprügeln und sich so ein wenig warmspielen.

 

Ansonsten hat sich am Mehrspieler-Modus nicht wirklich viel geändert. Unterm Strich macht er immer noch richtig viel Spaß, besonders, wenn man Freunde vor Ort hat, da man dann auch schön brüllen kann. Online geht das mangels Voice Chat ja leider nicht. Leider ist der Online-Modus generell eher eine Enttäuschung, zumindest, wenn man mit Fremden zocken will, mit Freunden ist es fast genauso genial, wie offline. Nebenbei mit Skype oder ähnlichem erreicht es das Offline-Niveau, allerdings eben nur über einen recht komplizierten Umweg.

 

 

Wie soll das noch getoppt werden?

 

Jeder, der das Spiel schon länger beobachtet, hat sicher schon hunderte Bilder gesehen, denn im Dojo wurde ja monatelang täglich über das Spiel berichtet, Auch einige Videos wurden schon gezeigt. Allerdings kann man mit Fug und Recht sagen, dass das gezeigte Material wirklich nur einen winzigen Teil aus dem gesamten Spiel zeigt, das an Umfang wohl kaum noch zu toppen ist.

 

Grafisch hat man sicher schon bessere Dinge gesehen, denn die Wii ist nun mal nicht die leistungsfähigste Konsole der aktuellen Generation. Dennoch ist es einfach unglaublich, was das Team geleistet hat. Die zahllosen Charaktere sind wunderschön dargestellt und animiert und die Kampfarenen und Umgebungen im Abenteuermodus strotzen nur so vor Abwechslungsreichtum. Dazu läuft das Geschehen jederzeit absolut flüssig bei 60 Bildern pro Sekunde. Selbst wenn zwei Kämpfer und sechs verschiedene Gegner auf dem Bildschirm unterwegs sind, während gleichzeitig noch so einiges im Hintergrund der Arena abläuft, kommt es nie zu Einbrüchen.

 

Musikalisch ist Super Smash Bros. Brawl das Nonplusultra für Nintendofans. Es gibt mit ziemlicher Sicherheit System übergreifend kein zweites Spiel, dass so viel und so abwechslungsreiche Musik zu bieten hat, sämtliche Rollenspiele eingeschlossen. Der Soundtrack umfasst wahnsinnige 312 Titel und über 15 Stunden Musik aus 14 großen Spielereihen von Nintendo plus der Musik aus Super Smash Bros. Melee und natürlich auch Stücke, die komplett neu für Brawl erstellt wurden. Die Titel aus anderen Reihen, wie z.B. Mario, Zelda, Donkey Kong, Metroid, Pokémon, Pikmin oder F-Zero sind teilweise originale aus bereits erschienenen Spielen und teilweise Remixes und Medleys.

 

Um einen Eindruck in die Genialität, der neu erstellten Songs zu geben, habe ich hier drei Lieder für euch ausgesucht und einen Ausschnitt daraus online gestellt.

 

Beispielmusik: Super Mario

 

Beispielmusik: The Legend of Zelda

 

Beispielmusik: Super Smash Bros. Brawl – Final Destination

 

Wie Sakurai schon selber gesagt hat: Sie haben es vielleicht ein wenig übertrieben, was die Musik angeht, aber ich bin sehr dankbar dafür. Soviel Abwechslung und so viele geniale neu interpretierte Lieder sorgen bei mir einfach für eine ganze Menge mehr Spielspaß, da auch die Ohren Abwechslung geboten bekommen. Natürlich hat man nicht alle Musiktitel von Beginn an zur Verfügung, sondern schaltet sie nach und nach frei, aber das sollte zusätzliche Motivation sein, denn die wirklich grandiose Musik kommen eher zu Ende erst ans Tageslicht, wie zum Beispiel das oben gezeigte Zelda Stück.

 

Es gibt zwar keine Sprachausgabe, aber dennoch geben alle Kämpfer natürlich Geräusche von sich. So hat zum Beispiel Mario alleine 83 Sounds, die man sich im Menü alle anhören kann. Die anderen Figuren sind zwar nicht alle so umfangreich ausgestattet, aber dennoch ausnahmslos mehr als ausreichend. Auch ansonsten ist das Spiel so umfangreich, wie kaum ein zweites, aber darauf bin ich in den ersten beiden Teilen ja schon sehr genau eingegangen.

 

Die Steuerungsoptionen

 

Sakurai hat großen Wert darauf gelegt, die Steuerung so perfekt wie möglich zu gestalten. Und was kann schon besser sein, als dem Spieler vier mögliche Controller anzubieten und gleichzeitig noch jede Aktion auf jede beliebige Taste legen zu lassen? Die vier Optionen sind: Wiimote (quer gehalten), Wiimote plus Nunchuk, Classic-Controller und GameCube Pad.

 

Mit dem GameCube spielt sich das Spiel genauso, wie der Vorgänger auch. Leute, die Melee bis zum Umfallen gespielt haben, werden sich also auch in Brawl direkt zu Recht finden. Da sich die Hauptcharaktere teilweise in ihren Attacken nur wenig verändert haben, ist man als Profi sehr schnell wieder voll im Spiel drin. Das GameCube Pad besticht dabei durch die vielen gut erreichbaren Tasten und die perfekte Griffigkeit.

 

Mit dem Classic-Controller spielt sich das Spiel ähnlich, allerdings für meine Begriffe etwas weniger gut, als mit Cube Pad, da der Classic Controller nicht so gut in der Hand liegt. Zwar ist das Steuerkreuz dort bedeutend besser, aber da es eh kaum gebraucht wird, gibt das keine Pluspunkte für diese Steuerungsart.

 

Spielt man mit Wiimote und Nunchuk, dann müssen sich Profis ordentlich umstellen, denn die vorgegebene Einstellung verlangt einige neue Kniffe. So muss man nun zum Beispiel mit einem Knopf an der linken Hand springen, statt wie früher mit einem an der rechten Hand. Das ist zwar änderbar, aber da die Wiimote nun mal nur zwei immer optimal und schnell erreichbare Tasten hat, muss man eben mit einer Funktion auf die andere Hand ausweichen. Nach kurzer Eingewöhnungszeit geht das aber ganz gut.

 

Spielt man nur mit der Wiimote, dann wird es etwas schräg. Man hält die Fernbedienung quer und hat nur sehr wenige Tasten zur Auswahl. Daher sind einige Tasten doppelt belegt, was das Erlebnis nicht unbedingt besser macht. Für Einsteiger ist diese Art aber auf jeden Fall gut geeignet, da man so schnell die wichtigsten Funktionen einzusetzen weiß und schnell ins Spiel einsteigen kann. Für Profis ist die Wiimote alleine aber keinesfalls eine sinnvolle Alternative.

 

Wie schon gesagt, kann man alle Tasten frei belegen. Man sollte sich also am Anfang einfach mal die Zeit nehmen, um zu experimentieren, welche Funktionen man am liebsten wo hätte. Ich persönlich habe mich für die Kombination Wiimote und Nunchuk entschieden, weil ich damit nicht per Kabel an die Konsole gefesselt bin. Im Prinzip muss einfach jeder alles mal ausprobieren und dann entscheiden, was am besten zu ihm passt. Umgewöhnungen sind auch nicht allzu schwer, da sich ja alles doch irgendwie ähnelt.

 

 

Meine Erlebnisse

 

Als das Spiel endlich offiziell angekündigt wurde, hab ich mich natürlich sehr gefreut, allerdings gab es durchaus andere Titel, auf die ich mich noch mehr gefreut habe, wie Super Mario Galaxy oder Zelda: Twilight Princess. Ich habe zwar Melee auch sehr viel gespielt, aber da auch aus der Not heraus, dass es zu dem Zeitpunkt auf dem GameCube einfach absolut keine Alternativen gab. Auf der Wii ist das anders, denn das System ist schon länger auf dem Markt und viele der großen Serien haben schon einen Auftritt auf der Konsole gehabt. Dennoch konnte ich es nicht mehr abwarten, bis das Spiel bei uns erscheint und habe mir die US-Version importiert. Diesen Schritt bereue ich absolut nicht!

 

Schon nach wenigen Minuten im Abenteuermodus, mit dem ich angefangen habe, war ich hin und weg. So habe ich das gesamte Abenteuer an drei Abenden /Nächten durchgespielt. So lange hatte ich wohl seit Ocarina of Time nicht mehr am Stück in ein Spiel investiert, einfach nur, weil ich nicht aufhören konnte (und nicht, weil ich es testen musste ;-) ). Die Geschichte ist zwar nicht sonderlich tiefgreifend, aber dennoch ist es einfach grandios die vielen ganz großen und einige der kleineren Helden von Nintendo bei einem gemeinsamen Abenteuer zu begleiten. Zu sehen, wie Freundschaften geknüpft, Differenzen überwunden und alte Feindschaften vergessen werden, um ein gemeinsames Problem zu lösen. Dazu kommen dann noch die tollen und zahllosen Videosequenzen und der große Umfang.

 

Aber auch nach dem Ende des Abenteuermodus ist lange kein Ende in Sicht, denn wo andere Spiele aufhören, da fängt Smash Bros. erst an. Es gibt so unglaublich viel zu sammeln und entdecken, dass ich den Titel mit Sicherheit noch Jahre später immer wieder in die Konsole einlegen werde. Mein Vorsatz, wirklich alles zu schaffen, soll zumindest irgendwann einmal erfüllt werden. Dazu habe ich jedoch noch einiges vor mir, denn manche der Aufgaben sind gewohnt schwer, aber dennoch motivierend, wie zum Beispiel der Boss im Abenteuer. Im ersten Versuch (mittlere Schwierigkeit), habe ich ihm kaum Schaden zufügen können, aber es wurde von Mal zu Mal besser und beim siebten oder achten Mal hat es dann endlich geklappt. Normalerweise halte ich nicht so viele Versuche am Stück durch, aber hier hatte es mich voll erwischt.

 

Ebenso beim Home Run Contest. In Melee habe ich hier nie hohe Weiten erzielen können und wurde von Profis schnell abgehängt. Einige der freischaltbaren Dinge haben mich hier aber schon so motiviert, dass ich mittlerweile mit jedem Charakter mehr als 1.200 Fuß erreicht habe und mein Rekord fast bei 2.000 liegt. Was das wert ist, wird sich zeigen, wenn ich meine Werte mal mit anderen vergleiche, aber das traue ich mich noch nicht. ;) Bei den Events bin ich leider noch nicht ganz soweit, vor allem bei denen für zwei Spieler nicht. Hier ist der Schwierigkeitsgrad extrem knackig. Wer sich an den letzten Auftrag aus Melee erinnert, der weiß wovon ich spreche. Hier ist es zum Ende hin auf der höchsten Stufe eher noch schlimmer geworden.

 

Meine ersten Online-Erlebnisse waren auch eher niederschmetternd. Da ich Melee lange nicht gespielt habe und andere das wohl getan haben, bin ich im Vergleich mit den meisten anderen sehr schlecht. Aber Spaß macht es trotzdem, wenn denn mal die Verbindung stabil ist. Die von Sakurai angekündigten möglichen Probleme sind nämlich leider etwas schwerwiegender als gehofft. Sobald einer der Teilnehmer eine zu schwache Verbindung hat, geht es nur noch in Zeitlupe weiter. Leider sieht man vor einem Duell nicht, wie gut die Verbindung der anderen ist, wie das zum Beispiel bei Mario Strickers Charged der Fall ist. Spaß gefunden habe ich vor allen Dingen am Beobachtungsmodus, denn hier kann man sehr viel lernen, weil mal einfach mal in Ruhe zusehen kann, was andere so treiben.

 

Ich freue mich auf jeden Fall schon extrem darauf, wenn das Spiel endlich auch bei uns erhältlich ist und ich auch gegen euch alle antreten kann, Hoffentlich bin ich bis dahin gut genug, um zumindest mit einigen Profis einigermaßen mithalten kann. Bis dahin trainiere ich fleißig weiter!

super

EU Release Chance

super

Tendenz

Release

27.06.2008

Developer

Sota Ltd.

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

2-4

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-4


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