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Angespielt: Nintendo Wii

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Micky Epic

Action Adventure

19.07.2010

Videos zum Spiel

Autor: Timo Hellmund

 

 

Micky Maus ist wieder da!

 

Micky hat etwas Schlimmes getan und nun macht er sich auf, seinen Fehler zu beheben. So viel zur Geschichte des Spiels, die man im Storytrailer der E3 schon ansatzweise sehen konnte. Leider war es mir nicht möglich, weitere Details zur Story zu erfahren. Die Damen an der Anspielstation haben gekonnt jeglichen Ansatz von Insiderantworten mit einem „Das werdet ihr dann sehen“ abgeblockt. Dennoch dürfte uns eine typische Disney Geschichte erwarten, mit viel Liebe zum Detail und einer gesunden Prise Humor angereichert.

 

Doch kommen wir zum eigentlichen Spiel. Es ist, wie wir seit der E3 wissen, in drei Spielbereiche unterteilt; den Adventure-, den Jump ’n Run- und dem Action-Part. Alle erfüllen einen bestimmten Zweck und spielen sich grundverschieden. Micky kann an vielen Stellen seine Pinsel verwenden, die blaue Farbe dient zum Einfügen, die grüne zum Löschen. Hier kommt eine kleine Einschränkung zur Geltung: Die Farbe hat nur an markierten Stellen eine Funktion. Es ist nicht möglich, wirklich alles aus einem Gebiet zu löschen. Dennoch bietet das Leveldesign zahlreiche Möglichkeiten für den Einsatz und das Feature wirkt zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt oder deplatziert.

 

Die Demo beginnt in Adventureland. Smee ist traurig und vermisst drei Gegenstände. Erfüllen wir seinen Auftrag, öffnet er Micky den Weg in das nächste Gebiet. Nun gilt es, in Rollenspiel-Manier die Charaktere im Gebiet zu befragen und deren Anliegen nachzugehen, um sie zur Herausgabe der benötigten Gegenstände zu bewegen. Warren Spector und sein Team geben dem Spieler möglichst viel Freiheit und Feedback bei ihren Aktionen. In der Tat kann man jeden Auftrag und jede noch so kleine Situation auf mindestens zwei Arten lösen. Und das lassen die Figuren Micky im Nachhinein spüren.

 

Ein Beispiel: Ein Pirat ist in Henrietta verliebt, eine Disney-typisch aussehende Kuhdame. Nun kann sich der Spieler entscheiden, ob die beiden ein Paar werden oder nicht. Im örtlichen Shop kann man entweder einen Strauß Blumen oder ein Eis kaufen. Kauft man die Blumen und gibt sie dem Piraten, gibt es ein Happy End. Kauft man das Eis, zerbricht die sich anbahnende Beziehung, denn Henrietta verträgt keine Milchprodukte. Laut den netten Damen am Stand haben solche Entscheidungen teils deutliche Auswirkungen auf den Fortlauf der Geschichte. Wir dürfen gespannt sein, was Junction Point uns bieten wird. Nachdem Smee seine Gegenstände hat und seine Tränen getrocknet sind, gelangen wir in die Travel Zone. Dies ist ein klassischer Jump ’n Run-Part, dieser hier ist im Stil des ersten Micky Cartoons aus den 20ern gehalten. Nostalgie-Freunde werden hier garantiert feuchte Augen bekommen.

 

Der dritte Abschnitt ist auf Action ausgelegt. Er heißt Skull Island und erinnert an Peter Pan – oder an Monkey Island, um mal die Konkurrenz zu erwähnen. Hier muss Micky ein Schiff aus dem See aus Verdünner bergen, indem er drei Anker löscht. Auch hier bieten sich mehrere Lösungswege an. In welcher Reihenfolge man die Anker beseitigt, steht dem Spieler frei. Zudem gibt es ein Sidequest im Gebiet, das man optional lösen kann. Mit der Füllfarbe lassen sich Gegner bekehren, die anschließend für Micky kämpfen oder neutral sind. Der Verdünner beseitigt die Gegner. Alternativ kann man sie mit einem Schlag (durch Schütteln der Wii-Fernbedienung) in den See aus Verdünner treten. Je nachdem wie man spielt, ändert sich auch hier laufend die Situation. So weit ich es verstanden habe, ist sogar der Himmel und somit die Lichtstimmung im Gebiet ein Indikator für die Spielweise.

 

Im Actiongebiet gibt es versteckte Fernseher. Mit denen können Gegner abgelenkt werden und man kann sich an ihnen vorbei schleichen. Ebenfalls eine Möglichkeit, die einzelnen Situationen zu lösen. Nachdem das Schiff wieder einsatzbereit ist, muss ich nur noch das Steuerrad ausmalen und fertig ist die Demo. Man wird mit einer netten Zwischensequenz belohnt, die allesamt in einem Zeichenstil gehalten und außerordentlich liebevoll gestaltet sind.

 

Am Ende der Vorstellung gab es dann doch einen kleinen Hinweis bezüglich der Geschichte. Von Micky tropft permanent schwarze Farbe nach oben. Dies soll ein zentraler Aspekt der Handlung sein. Ich vermute, dass dies ein Indikator für „Guter Micky, Böser Micky“ ist.

 

Micky Epic hat mir beim ersten Anspielen viel Spaß gemacht. Hier und da sind noch einige Bugs zu erkennen, die jedoch bereits an Warren Spectors Team weitergeleitet wurden, versprach die Nintendo-Mitarbeiterin. Auch die Kamera und die Kollisionsabfrage bei Sprüngen sind noch nicht perfekt. Dennoch zeigt schon die Demo den typischen Stil der Warren Spector Spiele. Möglichst viel Freiheit und maximaler Wiederspielwert trotz eigentlich linearem Spielverlauf. Das zeichnete bereits seine Meisterwerke wie Deus Ex oder System Shock aus.

 

Die Grafik ist in einem bunten Stil gehalten und der weiß zu gefallen. Die leider recht matschigen Texturen stören den Gesamteindruck etwas. Dafür sind die Charaktermodelle klasse. Bei all dem Lob müssen vor allem Fans der neueren Cartoons stark sein, wenn es um den Sound geht: Die liebgewonnenen Stimmen von Micky, Goofy und Co. werden in Micky Epic nicht zu hören sein. Das Spiel wird lediglich Fantasie-Gebrabbel beinhalten.

 

 

Fazit

 

Sollte die Übersetzung der Texte reibungslos verlaufen, dürft ihr euch Micky Epic unter den Weihnachtsbaum legen. Ich kann es kaum erwarten, das finale Spiel in meine Wii einzulegen. Wenn die kleinen Bugs und Kameraprobleme behoben werden, erwartet uns hier ein echtes Highlight.

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

Winter 2010

Developer

Junction Point

Publisher

Disney Interactive

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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