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Angespielt: Nintendo Wii

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Kirby's Epic Yarn

Jump 'n Run

22.07.2010

Autor: Timo Hellmund

 

 

Von der Knutschkugel zum Wollfaden

 

Kirby ist endlich zurück. Wir konnten es auf dem Nintendo Pressetag spielen und sind begeistert. Zunächst eine allseits bekannte Frage: Wie haben die das gemacht? Kennt ihr diese Momente? Man sitzt vor einem Spiel, bekommt große Augen und fragt sich, wie die Entwickler das gemacht haben. So erging es uns beim Probespielen von Epic Yarn. Ich lehne mich weit aus dem Fenster und behaupte, der Stil ist der beste, den es seit Jahren in der Videospielebranche gab. So durchdacht und so süß umgesetzt. Eine Warnung vorweg: Das Spiel hat einen derart hohen Niedlichkeitsfaktor, ein Drogenrausch ist gar nichts dagegen.

 

Der Stil macht dem Namen alle Ehre. Die Umgebung besteht komplett aus Stoffen und Garnen und Gegner zerfallen in einzelne Fäden, wenn Kirby sie besiegt. Er selbst ist natürlich auch ein laufender Wollfaden. Dabei wirken die Animationen wie aus einem Guss und wunderbar verspielt. Springt man rhythmisch nach oben, werden Kirbys Füße zu einer Sprungfeder; sprintet man, wird er zum Auto.

 

Die Demo bestand aus zwei Levels und einem Endgegner. Das Spielprinzip ist klassisches 2D Jump 'n Run mit pfiffigen Ideen. Mit 2 springt man, mit 1 zieht Kirby alles mit einem Lasso heran, was nach etwas Interagierbarem aussieht: Gegner, Gegenstände und sogar die Umgebung.

 

In den Levels geht es immer sehr interaktiv zu. Jeder Meter der Spielfläche wird sinnvoll und ideenreich genutzt. Mal zieht man einen Flicken vom Hintergrund ab, hinter dem sich farbige Diamanten oder Schätze befinden. An anderer Stelle muss man ein Wollknäuel benutzen, um Kisten aus dem Weg zu räumen. Oder es geht „hinter“ die Fassade, denn an bestimmten Stellen kann man mit einem Druck nach oben die Ebene wechseln, hinter der Kirby durch eine kreisrunde Beule zu erkennen ist; sehr putzig. Besonders kreativ sind die Macher vor allem bei versteckten Bereichen. Mal zieht man an einem Reisverschluss, der Stoff klappt nach unten um und stellt einen geheimen Raum dar. Woanders zieht man einen kompletten Baum nach unten, um darüber an Diamanten zu gelangen. Diamanten sind die Punkte im Spiel und werden stilecht am oberen Bildschirmrand an einem Faden aufgehängt. Diese Leiste stellt zeitgleich auch Kirbys Energieleiste dar.

 

Die meisten interaktiven Stellen werden als Knöpfe dargestellt, die man ziehen kann. Das Spiel dürfte nicht allzu schwer werden und ist eindeutig auf familientaugliche Unterhaltung ausgelegt. Für Hardcore Spieler dürfte es sogar zu einfach werden, denn sterben kann Kirby nicht; zumindest nicht in der Demoversion.

 

Auch beim Koop-Modus hat man sich Mühe gegeben. So spielt der zweite Spieler einen grimmig dreinschauenden Gegenpart von Kirby. Man kann sich gegenseitig auf die Schultern nehmen und so in manchen Situationen ein Rätsel gemeinsam lösen, das alleine etwas länger dauern würde. Löblich.

 

Fazit

 

Kirby’s Epic Yarn ist zu Recht die Überraschung der E3 gewesen. Es bleibt mir nichts anderes übrig zu sagen, außer: Das war mein persönliches Highlight des Presseevents.

super

EU Release Chance

super

Tendenz

Release

Q1 2011

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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