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Angespielt: Nintendo Wii

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Wii Party

Party

29.09.2010

Zum Trailer bei 10doTrailer

Autor: Mario Kablau

 

Die Wii Party-Party steigt!

 

Obwohl Mario Party 8 der bisher erfolgreichste Teil der Serie ist, will Nintendo die Serie scheinbar auf der aktuellen Konsole nicht mehr fortsetzen. Und dass trotz MotionPlus, welches das Spiel noch mal deutlich verbessern könnte. Stattdessen bringen sie mit Wii Party lieber das „1.111 Party Spiel für die Wii“ auf den Markt, einfach weil dafür die Zielgruppe größer ist. Kein Wunder, die Spiele mit Wii im Namen, wie Wii Sports, Wii Fit und Wii Party verkaufen sich wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Okay, mit Wii Music ist Nintendo der Erfolg (zum Glück) nicht gegönnt, weshalb sie sich wohl jetzt wieder etwas zurück in Richtung Spiel bewegen.

 

Doch damit kein falscher Eindruck entsteht: Wii Party ist kein Mario Party-Klon sondern ein Spiel, das ganz andere Dinge zu bieten hat als die Fete des Klempners. Ob das nun gut ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, ich versuche in den folgenden Zeilen eine kleine Entscheidungshilfe vor dem Release am 8. Oktober zu geben.

 

 

Drei Bereiche = dreifacher Spaß?

 

Die verschiedenen Spielmodi sind bei Wii Party in drei Bereiche unterteilt. Am ehesten mit Mario Party vergleichen lässt sich der Gesellschaftsspiele-Modus. Hier befindet sich zum Beispiel die „Insel der Abenteuer“, ein Brettspiel, bei dem jeder Mitspieler einmal pro Runde würfelt und am Ende ein Minispiel darüber entscheidet, wer Bonus-Würfel einsetzen darf. Wer zuerst den Gipfel der Insel erreicht, gewinnt das Spiel. Beim Bingo geht es ganz klassisch darum, zuerst eine senkrechte, waagerechte oder diagonale Reihe zu haben. Auf der pro Spieler 5x5 Felder großen Karte sind Mii-Gesichter abgebildet und aus einer Trommel wird pro Runde eine Mii-Kugel gezogen. Jedoch gibt es auch Minispiel-Bälle, die ein bestimmtes Minispiel auslösen. Der Gewinner darf dann ein beliebiges Mii-Gesicht auf seiner Karte streichen.

 

In eine gänzlich andere Richtung geht der Modus Teamspiele, der für maximal zwei Spieler ausgelegt ist. Hier geht es nicht um das Gegeneinander sonder darum, miteinander zu spielen. So muss man bei Schlagseite zum Beispiel kooperative Minispiele so gut wie möglich beenden, um in der Folge möglichst gleich schwere Mii-Figuren zu bekommen. Diese müssen die beiden dann anschließend auf einem Schiff platzieren, das in Balance gehalten werden muss. Bei Wellenlänge geht es darum, herauszufinden, wie gut man zusammen passt. Zunächst beantworten beide Spieler gleichzeitig identische Fragen und zum Abschluss wird ein Minispiel gemeinsam bestritten. Je nachdem, wie gut die beiden harmonieren, fällt der Punktestand aus.

 

Zuletzt gibt es noch den Zimmerspiele-Modus, der die Party aus dem Fernseher in den Raum tragen soll. Bei der Wii-FB-Jagd verlassen alle bis auf einen Spieler den Raum. Der versteckt dann eine Fernbedienung. Wer diese zuerst findet, bekommt Punkte. Als kleine Hilfe gibt die Remote hin und wieder Geräusche von sich. Das Tier Quiz stellt Schnelligkeit und gutes Hörvermögen in den Fokus. Auf dem Bildschirm erscheint ein Tier im Mii-Stil und aus den vier Fernbedienungen kommen Tiergeräusche, nur aus einer jedoch die richtigen. Wer die zuerst in der Hand hält, darf sich Punkte geben. Bei Zeitbombe muss man den Controller möglichst vorsichtig von Spieler zu Spieler weitergeben und dabei eine bestimmte Taste gedrückt halten. Sobald der nächste die ihm vorgegebene Taste gedrückt hält, kann man übergeben. Die Bombe geht hoch, wenn man die Taste loslässt oder die falsche drückt und auch, wenn man die Wii-FB zu stark bewegt. Das Ganze passiert natürlich unter Zeitdruck, der immer größer wird.

 

Abseits von diesen Party-Modi, von denen ich nur einen Ausschnitt vorgestellt habe, bei denen sinnvollerweise im Hauptmenü angezeigt wird, wie viel Zeit sie etwa in Anspruch nehmen, kann man die einzelnen Minispiele auch einfach nur so spielen. Was eine super Überleitung zu Selbigen ist.

 

 

Ein Party mit 80 Minispielen!

 

Die eben vorgestellten Modi geben, mal abgesehen von den Zimmerspielen, ja nur den Rahmen vor. Entschieden wird die Party in den einzelnen Minispielen, von denen ich auch einige ausprobieren konnte. Insgesamt gibt es 80 Stück, von denen die meisten kompetitiv sind und einige kooperativ. Ein paar Beispiele:

 

Beim Hütchenspiel geht es darum, der Kugel mit dem eigenen Mii zu folgen. Drei Runden lang muss man jeweils auf das richtige Hütchen setzen, um 1, 2 und abschließend 3 Punkte zu kassieren. Dafür zeigt man einfach per Pointer nach Abschluss der Runde dahin, wo man meint, seine Kugel zu finden. In einem anderen Spiel geht es mehr um eine Mischung aus Glück und Geschicklichkeit. Es ist eine Art „Reise nach Jerusalem“ nur mit Scheinwerfern, die über eine Bühne flackern. Irgendwann bleiben sie stehen und wer es nicht mehr schafft, sich unter einen zu stellen, der fliegt raus. Hier wird die eigene Figur im NES-Stil per Steuerkreuz bewegt.

 

Es gibt jedoch auch Spiele, die ausschließlich Glückssache sind, so zum Beispiel die Blitzwolke. Hier entscheidet man in jeder Runde, ob man auf der roten oder blauen Klappe stehen will. Beide öffnen sich und während die eine Seite einen sicheren Weg zur nächsten Ebene bietet, wird man auf der anderen vom Blitz getroffen. Nach zwei Treffern ist man aus dem Spiel. Ein anderes reines Glücksspiel findet auf Schienen statt. Hier muss man sich an jeder Weiche entscheiden, ob man geradeaus, nach links oder nach rechts abbiegen will. Ein Weg davon endet jeweils in einer Sackgasse. Wer als letzter noch fährt, gewinnt die Runde. Die Spiele sind zwar ganz lustig, aber von mir aus könnte man solche reinen Glücksspiele auch komplett verbannen, ein bisschen Können sollte meiner Meinung nach immer abverlangt werden.

 

Wie zum Beispiel beim Lianenspiel. Hier schwingt man die Wii-FB um Schwung zu holen und muss im richtigen Moment A drücken, um abzuspringen. Dann fliegt das Mii ziemlich weit; oder auch nicht. Nach meinem ersten Versuch mit 3 Metern (der Rekord im Spiel lag bei ca. 160) dachte ich schon, ich wäre schlecht. Als ich dann aber jemanden bei einem Flug zu -46 Metern beobachtete, relativierte sich mein schlechtes Ergebnis doch wieder...

 

Zum Abschluss noch ein Beispiel für ein kooperatives Spiel: Man muss gemeinsam Angeln, was sich leichter anhört als es ist. Ein Fisch beißt gleichzeitig an zwei Angeln an und beide Spieler müssen die Wiimote im richtigen Moment hochreißen, um ihn einzufangen. Dazu empfiehlt es sich, die Arme einzuhaken, denn sonst endet das schnell im totalen Chaos.

 

Insgesamt ist mein erster Eindruck von den Minispielen recht positiv, sie sind lustig und vor allem abwechslungsreich. Das einzige was mich stört, ist die Länge. Teilweise dauert die Erklärung länger als das eigentliche Spiel, andere hingegen sind sinnlos in die Länge gezogen worden. Hier wäre der Mittelweg und etwas weniger Variation besser gewesen. Sehr positiv ist dahingegen die abwechslungsreiche Bedienung, mal setzt man den Pointer ein, mal braucht man den NES-Stil und hin und wieder geht es sogar um ganz klassisch-stupides Button Mashing.

 

 

Vorab-Fazit

 

Unterm Strich bin ich recht positiv überrascht von Wii Party. Die Modi machen Spaß und sind abwechslungsreich und es gibt genug und ausreichend Minispiele. Vor allem die Zimmerspiele sind eine lustige Idee, wenn man sich drauf einlassen möchte. Grafik und Sound dagegen sind erwartungsgemäß schwach, den Vogel schießt aber der Moderator ab, der aussieht wie eine billige Handpuppe und beim „Sprechen“ Geräusche macht, die nach spätestens 0,5 Sekunden total auf den Keks gehen. Wer oft mit vier oder mehr Leuten gelangweilt zu Hause rum sitzt, dem kann ich Wii Party uneingeschränkt empfehlen, allen anderen eher nicht, denn es fehlt mal wieder ein Online-Modus, aber der ist ja gegen Nintendos Philosophie, warum auch immer. Genaueres wird euch der Test sagen können, für den wir uns noch ausführlicher mit dem Spiel befassen werden. Ach ja, eine Wiimote liegt dem Spiel auch noch bei, weshalb es gar nicht so teuer sein wird, wenn man eh noch eine kaufen will.

 


 

gamescom Preview vom 25. August 2010

 

Autor: Timo Hellmund

 

 

Casual Gamer feiern eine Party

 

Wir haben nicht viel erwartet nach der Präsentation auf der diesjährigen E3. Auf der gamescom konnten wir nun überprüfen, ob diese Zurückhaltung berechtigt war. Bevor ich ins Detail gehe: Die Zweifel waren mehr als berechtigt, denn Wii Party hinterlässt einen faden Beigeschmack und die Frage nach dem Warum.

 

Auf dem Messestand von Nintendo gab es mehrere Demostationen zu Wii Party. Wir haben uns dazu entschlossen, den Brettspielmodus zu probieren. Zunächst wählt man, wie bei allen Spielen dieser Art, seinen eigenen Mii aus. Nun würfelt man wie in jedem beliebigen Mario Party Spiel seinen Spielzug aus. Mit dem Unterschied, dass es hier nicht um Sterne geht sondern um das Erreichen des Levelziels. Auch anders sind die Würfel, die hier keine zehn Augen haben, sondern wie echte Würfel sechs. Je nachdem wie man in den Minispielen abschneidet, die ebenfalls eindeutige Anleihen an Mario Party haben, kommt ein zweiter Würfel hinzu, der die Laufschritte auf dem Spielbrett erhöht, um dem Spieler so einen Vorteil zu verschaffen. Einzelne Felder auf dem Brett sind mit Extras versehen. Ein Teil davon bringt den Mii einige Schritte nach vorne, andere werfen ihn zurück. Auch einige Aktionsfelder wurden eingebaut. Hier muss u.A. eine bestimmte Augenzahl überboten werden, um weiterzukommen.

 

Apropos Minispiele:

Die sind natürlich kein Vergleich zum berühmte Vorgänger. Hier wird die Ausrichtung auf den – das muss nun gesagt werden – offensichtlich für stupide gehaltenen Casualgamer mehr als deutlich. Das erste Minispiel war ein Sprungparcours. Mit einfachem Aufschwung der Wii-Remote springt der Mii über ein Hindernis. Mit darauffolgendem Wedeln hält man sich für längere Hindernisse in der Luft. Man kann sich das Spiel in etwa so vorstellen, wie das Skateboard fahren, nur ohne dauerhaftes Mashen des B-Knopfes... und ohne Niveau.

 

Das zweite Minispiel war ein Pferderennen. Hier muss man das Pferd so antreiben, dass der Energiebalken am unteren Bildschirmrand über eine Runde verteilt hält. Gute Einteilung ist der Schlüssel zum Erfolg. Am Ende des Rennens sollte man noch so viel Energie übrig haben, um einen Spurt zu reiten. Das einzige, was man in diesem Spiel machen muss, ist die Wii-Remote ein paar Mal zu schwingen. Langweilig für jemanden, der bereits auf Marios Hausparty getanzt hat.

 

Das dritte und zwangsweise letzte Minispiel erinnert stark an Atlasphere aus American Gladiators oder das Kugelspiel in Mario Party 1. Die Kontrahenten müssen in Löcher am Rande des Spielfelds gestoßen werden. Hier hält man die Remote waagerecht und neigt sie, um die Kugel zu steuern. Das Spiel ist schneller vorbei, als es angefangen hat - es dauerte keine 10 Sekunden.

 

Wie bereits erwähnt, mussten wir danach zwangsweise aufhören. Der Standaufseher, der für diese Konsole zuständig war, spielte als dritter Spieler neben mir und Matthias mit und hatte eher die Bühne, die hübsche Arbeitskollegin oder Kirbys Epic Yarn im Sinn. Zu Recht, wie wir finden.

 

Casualgamer, die bereits mit einem Wii Fit glücklich waren, werden hier sicherlich ihren Spaß haben. Für einen netten Spieleabend mit der ganzen Familie ist die Party allemal geeignet. Doch selbst die wollen ab und an gefordert werden. Das tat Wii Party in den von uns gespielten Minispielen leider nicht. Und die Frage nach dem Warum bleibt Nintendo mir auch nach dieser Preview schuldig.

 

Warum gebt ihr uns „Hardcore Zockern“ nicht einfach Mario Party 9?

super

EU Release Chance

ok

Tendenz

Release

08.10.2010

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

ohne Altersbeschränkung

Anzahl Spieler (Lokal)

1-4


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