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Angespielt: Nintendo Wii

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The Legend of Zelda: Skyward Sword

Action Adventure

17.07.2011

Autor: Timo Hellmund

 

 

Schwing dein... Schwert.

 

Reckt eure Schwerter gen Himmel, lasst die Klinge glühen, schneidet euren Widersachern durchs Fleisch und saugt ihre Überreste auf. So oder so ähnlich funktioniert Skyward Sword. Ob das Spiel neben dem fragwürdig poetischen Satz meinerseits dennoch etwas taugt, lest ihr in meinem Anspielbericht.

 

Wir erinnern uns: Als Mario und ich letztes Jahr vom Post-E3 Event zurückkamen, waren wir von Skyward Sword recht enttäuscht. Die Grafik war schwammig, die Demo zusammengewürfelt, der Stil nicht ausgereift. Einzig die Bewegungssteuerung ließ erahnen, was Nintendo mit dem neuen Zelda im Schilde führte. Wir waren uns einig, dass Nintendo noch einiges tun muss, um mit dem vielleicht letzten großen Highlight der Wii zu glänzen.

 

Seitdem ist ein Jahr vergangen. Nintendo hatte also ausreichend Zeit, dieses Mal eine bessere Demo bereitzustellen. Die Entwickler schienen die kritischen Stimmen der Fachpresse gehört zu haben und präsentierten in diesem Jahr eine deutlich längere und vor allem aussagekräftige Version. Es gab drei Abschnitte zu entdecken. Im Ersten lernt man das Fliegen mit dem Pelikan, das zweite Areal ist ein Ausschnitt eines Dungeons und die dritte Aufgabe ist der Kampf gegen den neuen Antagonisten Lord... Für Abwechslung war gesorgt.

 

Beginnen wir mit dem ersten Abschnitt. Er wird durch eine kurze Dialogsequenz eröffnet. Link ist einer von vier Schülern und steht kurz vor seinem ersten Flug mit dem Pelikan. Ein Erwachsener, wohl der Lehrer der Rasselbande, erklärt wie das Fliegen funktioniert. Wie das in der Schule so üblich ist, wird Link von den Mitschülern dafür aufgezogen, dass er das Ganze noch nicht erlebt hat und sie geben ihm keine Chance auf den Gewinn. Nach dem Gerede geht es auch schon los und der Spieler übernimmt die Steuerung. Man rennt auf den Abgrund der schwebenden Insel zu, drückt auf A um schneller zu sprinten und springt dann, wie in jedem 3D Zelda, automatisch ab. Dann muss man das Steuerkreuz nach unten drücken, um den Vogel zu rufen. Nun beginnt ein Minispiel, das an die Jagd nach dem goldenen Schnatz aus dem Harry Potter Universum angelehnt ist. Es gilt einen goldenen Pelikan, der vorneweg fliegt, einzufangen. Die Steuerung erweist sich dabei als recht kreativ und gut umgesetzt. Auf- und Ab-Bewegungen der Wii-Remote simulieren den Flügelschlag, mit A kann man einen Boost aktivieren. Kommt man nach einiger Zeit in die Nähe des Ziels, genügt ein weiterer Druck auf A und Link schnappt sich automatisch den goldenen Vogel, um dessen Bein eine Schriftrolle gebunden ist. Obwohl das Spiel suggeriert, dass euch die Mitstreiter stets besiegen können, habt ihr im Grunde doch nahezu unendlich Zeit, um das Spiel zu beenden. Die ganze Prozedur muss man zwei Mal machen, denn es kann ja nicht sein, dass ein Neuling gegen die eingeschworene Bande gewinnt. Danach endet der erste Teil der Demo.

 

Der zweite Abschnitt ist ein kleiner Auszug eines Dungeons. Wir vermuten, es ist einer der ersten im Spiel. Der große Raum ist rund und innen befindet sich ein seperater Zwischengegner. Ich kämpfe also gegen Spinnen, roten Gnome, Fledermäusen und bemerke, dass die Schwertsteuerung im Vergleich zum Vorjahr etwas präziser und nun sinnvoller geworden ist. Dank MotionPlus erkennt die Wii fast alle Schläge richtig. Sobald ich den Schalter oberhalb der verschlossenen Tür im Innenraum gesehen habe, aktiviere ich den Käfer. Mit dem fliege ich durch den Raum und treffe den Schalter. Die Tür geht auf und es erwartet mich etwas Bekanntes. Das gleiche Skelett wie in der letztjährigen Demo. Das zeigt durch seine Schwerthaltung an, wie man es treffen kann. Nach einigen Hieben ist das Vieh erledigt. So schwer war es dann doch nicht, wie sich einige andere Pressevertreter angestellt haben.

 

Anschließend muss man sich mit dem Käfer wieder aus dem Raum befreien. Hierbei fällt auf, dass die Steuerung des fliegenden Krabbeltiers äußerst schwammig rüberkommt. Enge Kurven mag er nicht, aber gerade das verlangt das Spiel von mir in dieser Situation. Ein kleiner Haken der sonst anschaulichen und gut funktionierenden Demo.

 

Als letzte Station geht es zum Kampf gegen den Lord. Hier kommt die Schwertkampfsteuerung besonders zur Geltung und durch das fehlende Pausieren des Spiels während man einen Heiltrank zu sich nimmt oder im Ringmenü hantiert, steigert sich der Schwierigkeitsgrad in angemessene Höhen. Leicht wird Skyward Sword auf jeden Fall nicht. Einfaches Draufschlagen auf den Gegner bringt euch hier nicht weiter. Der Lord blockt euren Schlag und greift sich das Schwert. Nun gilt es sich aus seinem Griff zu befreien. Einige Versuche später stelle ich fest, dass er Geschosse auf Link schleudert. Also das Schild gezückt und zurückgeschleudert. Erst jetzt kann man ihn treffen. In der zweiten Phase geht er sogar in den aktiven Angriff über und teilt so einige Schläge aus. Jetzt entwickelt sich der Kampf zu einem echten Schwertduell. Für mich war das der intensivste, weil schwerste Part der ganzen Demo. Wenn man nicht aufpasst, ist man hier schneller am Boden, als einem lieb ist. Es gilt geschickt zu parieren und noch geschicktere Schwerthiebe zu setzen.

 

Ist der (offensichtliche) Antagonist des Spiels besiegt, endet auch schon die Demo. Ich hatte das Zeitlimit überschritten und konnte nur noch kurz einen Blick auf Phi, die Fee im Schwert erhaschen. Sie spricht wie Midna in einer Fantasiesprache, scheint im ersten Moment aber nicht allzu nervig rüberzukommen.

 

Kommen wir zum größten Kritikpunkt unsererseits. Die Grafik hat sich sichtbar weiterentwickelt. Zwar wird dieses Zelda technisch nicht in einer Liga mit Super Mario Galaxy mitspielen, doch die Optik hat Nintendo gefestigt und viele Texturen wirken nun nicht mehr allzu matschig und hässlich. Skyward Sword wird stilistisch toll, das steht außer Frage. Da es keine weitläufigen Landschaften zu begutachten gab, konnte ich nicht überprüfen, ob die Weitsicht immer noch so arg schwammig ist, wie in der ersten zusammegewürfelten Version des letzten Jahres. Ein abschließendes Wort zur Musik. Die habe ich kaum gehört. Doch die Jingles sind bislang noch nicht in ihren Orchesterversionen zu hören gewesen. Nintendo wartet hier wohl bis zum Schluss.

 

Alles in allem macht Skyward Sword dieses Jahr einen deutlich besseren Eindruck. Der komplexe Schwertkampf als zentrales Element funktioniert bereits. Jetzt müssen nur noch Story und Spielwelt stimmen. Ich freue mich auf die Weihnachtszeit.

 

 

Martins Meinung zum Spiel (Update 28.08.2011)

Skyward Sword ist ein Zelda Spiel. Wir können uns also festlegen: Das Spiel wird gut. Aber der Anspruch eines neuen Zelda Titels sollte es nicht sein „bloß“ gut zu sein. Grandios, legendär, unvergesslich oder auch meisterhaft – das sind die Adjektive, die ein Zelda im Idealfall beschreiben sollten. Genau das ist bei Skyward Sword in meinen Augen noch nicht gegeben.

 

Die Demo war nett. Die Steuerung funktioniert, der Schwerkampf mit MotionPlus wertet das Spielgefühl auf und das Gameplay fühlt sich definitiv nach Zelda an. Auch die Dialoge sind gut geschrieben, die Charaktere wirken glaubhaft, der Soundtrack kommt vom Orchester. Alles wunderbar. Aber Gänsehaut? Große Augen? Nicht die Spur. Mir gefällt was ich sehe, mir gefällt was ich höre. Aber irgendwie löst es nichts in mir aus. Ich sagte es ja, die Demo war nett. Nicht mehr, nicht weniger.

 

Vielleicht ist es die Enttäuschung, (die Twilight Princess für mich war) die aus mir spricht. Aber ich habe Zweifel. Wird sich Skyward Sword so frisch anfühlen wie ich es mir erhoffe? Wird es große Momente geben? Werden meine Augen groß und meine Kinnlade locker? Ich weiß es nicht. Ich kann es nicht absehen. Daher ändere ich unsere Tendenz auf einen Pfeil schräg nach oben. Denn wenn ich den großen Namen (Zelda) mal ausklammre und nur das bewerte, was ich gesehen habe, gibt es momentan nicht viel, dass für ein unvergessliches Abenteuer spricht. Ich bin zwar guter Dinge, aber Restzweifel ist vorhanden.

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

18.11.2011

Developer

Nintendo

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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