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Angespielt: Nintendo Wii

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LEGO Herr der Ringe

Action Adventure

01.09.2012

Autor: Lukas Strübig

 

 

Besser spät als nie

 

Warum erst jetzt, LEGO? Damals, als die Herr der Ringe Filme in die Kinos kamen war ich begeisteter LEGO Spieler. Ich hätte meine ganze Schlüsselanhänger Sammlung für ein LEGO Zelda oder LEGO Herr der Ringe her gegeben. Und ich war echt stolz auf meine Schlüsselanhänger Sammlung.

Aber gut, jetzt wo mit "Der Hobbit" Mittelerde erneut in die Kinos zurück kehrt, hat auch LEGO die Chance ergriffen, dieses Versäumnis gerade zu biegen. Als Figuren Set und als Videospiel.

 

 

Auf nach Mordor!

 

Die LEGO Spiele haben eines gemeinsam: An ihnen sitzen immer Leute, die nicht nur große Fans des jeweiligen Grundmaterials sind, sie haben auch eine Menge Verständnis für das Thema, das es behandelt. So wird auch LEGO Herr der Ringe einen großen Fokus auf die Charaktere und ihre emotionale Reise legen.

 

Schon zu Beginn der gezeigten Demo befinden wir uns im harmonischen Hobbingen, mit seinen grünen Wiesen, kleinen Häusern und Bauernhöfen. Im Hintergrund treibt die altbekannte Film Musik den Zuschauern Freudentränen in die Augen, man sieht LEGO Hobbits auf Schweinen durchs Bild reiten und in der Mitte stehen die LEGO Versionen von Gimli und Legolas. Letzterer steht nicht einfach nur so in der Gegend herum, sondern hält ausschau und spitzt immer wieder die Ohren nach einem entfernten Geräusch. Bereits hier wird der Fokus auf Charaktere deutlich. Jede Figur hat ein eigenes Inventar, eigene Waffen und eigene Fähigkeiten. So kommen wir recht bald an einer dunklen, schwarz dampfenden Tür vorbei, die lediglich von dunklen Figuren wie Sauron geöffnet werden kann. Legolas kann sich dafür elegant in bester Prince of Persia Manier von einer Stange zur nächsten schwingen, währen Gimli ganze Felsen aus dem Weg räumen kann, natürlich nicht, ohne seine Axt vorher einmal um seinen Körper zu schwingen.

 

Einer dieser Felsen versperrt eine Abkürzung von Hobbingen nach Bre, denn in dem Spiel wird es möglich sein, eine kleine Version von Mittelerde, völlig frei zu bereisen. Dabei wird man abseits des Hauptweges, der durch blaue LEGO Steine und einen Quest Marker markiert ist, auch einiges an Dungeons und Geheimnissen finden können, die selbst auch Anspielungen auf Legenden aus Mittelerde sind, die sich abseits von Der Herr der Ringe abspielten.

In der Demo wirkte diese Welt noch recht leer, da es weder Objekte noch Gegner in ihr gab, die Wasseroberfläche schimmerte durch Hügel hindurch und selbst einige Debug Features, wie zum Beispiel Geräusche bei Pop-Ups waren noch eingeschaltet, dennoch wirkte die Welt, die übrigens keinerlei Ladezeiten beinhalten soll (auch in der Wii Version nicht) schon unglaublich atmosphärisch.

 

Kurz darauf zeigten uns die Entwickler ein Level, das die Schlacht bei Helms Klamm darstellt. Vor allem der Story Aspekt wurde hier gut in die LEGO Welt eingebunden. Anders als noch bei LEGO Star Wars versucht man hier nämlich gar nicht, ohne die großartigen Dialoge aus dem Buch, bzw. den Filmen auszukommen, man übernimmt sie einfach. So sprechen die LEGO Figuren die tatsächlichen Dialoge aus den Filmen, wenn Aragorn also spricht, tut er das wirklich mit der Stimme von Viggo Mortensen. Diese epischen, ernsten Dialoge werden aber durch die Mimik und Gestik der Figuren und generell, die Gesamtsituation, dass es sich eben nur um LEGO Figuren handelt, auf respektvolle Weise ins Lächerliche gezogen.

Auf Anfrage erklärte der Entwickler im übrigen, das in der Lokalisierung nicht die Filmdialoge verwendet wird, ob das nun aufgrund von Rechten oder wegen der Lippensynchronität war wurde nicht gesagt, jedoch will man die selben Synchronstudios betrauen, die schon die Filme vertont haben, um dem Original möglichst nahe zu kommen.

 

Anders als die meisten anderen Herr der Ringe Spiele bestehen die Level jedoch nicht nur aus reinem Gemetzel. Zwar hat jede Figur ihre eigenen Waffen und Attacken, die man auch verstärken kann, viel wichtiger sind jedoch ihre Fähigkeiten. So muss Legolas die Armeen der Uruk-Hais abwehren, in dem er den obersten auf der Belagerungsleiter mit seinem Bogen erschießt, während Gimli die Leitern mit bloßer Gewalt wieder von der Mauer stößt.

Hier stieß mir persönlich die immer währende Präsenz des Questmarkers übel auf. Egal was zu tun war, er zeigte immer, was als nächstes anstand, um einem so auch noch das letzte bisschen Hirnaktivität abzunehmen. Selbst wenn man einmal den Fehler begeht und mit der falschen Figur eine Handlung ausprobiert, die sie nicht kann, wird einam sofort gezeigt, welchen Charakter man denn jetzt doch auswählen sollte. Ich weiß, dass die Zielgruppe für dieses Spiel eigentlich Kinder sind, doch so schwer sind die Rätsel in diesem Spiel nun wirklich nicht.

 

Vorab Fazit:

LEGO Herr der Ringe zeigt mit seinen Ambitionen sehr gut, was ein Spiel alles kann, wenn es nicht den Drang hat, eine mega fette Grafik präsentieren zu müssen.

 

Das, was man an super Detaillierten Modellen, hoch auflösenden Texturen und einer eigenen Sprachausgabe gespart hat, hat man in das Gameplay und die Spielwelt gesetzt.

Kein Herr der Ringe Fan sollte sich dieses Stück Software entgehen lassen, selbst, wenn es "nur" LEGO ist.

super

EU Release Chance

super

Tendenz

Release

Herbst 2012

Developer

Travelers Tell

Publisher

Warner Brothers

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1-2


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