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Wii Tennis Cup 2007 - Vorrunde (Köln)

07.05.2007

Als Organisator von LAN-Partys habe ich mich schon lange daran gewöhnt, Turniere zu organisieren, aber nicht selber mitzuspielen. Als ich vom Wii Tennis Cup 2007 erfuhr, war mir sofort klar, dass ich mich bewerben müsste, denn ich wollte auch mal wieder selber am Ball sein. Circa 3 Tage nach der Bewerbung und 2 Tage vor dem Vorausscheid in Köln habe ich eine Bestätigung bekommen, dass ich tatsächlich teilnehmen darf. Die Vorfreude war groß und trotz anstehendem Umzug habe ich jede freie Minute genutzt, um fleißig zu üben, denn ich hatte das Spiel schon eine ganze Weile nicht mehr in meine Wii eingelegt. Mir war klar, dass ich zumindest den „Superaufschlag“ sicher hinbekommen muss, wenn ich Chance auf den Gesamtsieg haben wollte. Doch bevor ich von meinen Erlebnissen berichte, verliere ich zunächst mal ein paar Worte zum Wii Tennis Cup:

 

In insgesamt 11 Städten treten Tennisspieler gegeneinander an, um einen Sieger zu bestimmen. Dieser bekommt dann zwei Eintrittskarten für das Masters-Halbfinale in Hamburg und darf an diesem Wochenende außerdem gegen die anderen 10 Sieger im Finalturnier gegeneinander antreten, um unter Umständen der Gesamtsieger von Deutschland zu werden.

 

Ich befand mich dann also am 28. April in einem Tennisclub in Köln und sah mich 23 mehr oder weniger professionellen Gegnern konfrontiert. Losgehen sollte es um 14 Uhr, aber man sollte schon 30 Minuten vorher da sein. An drei der dort stehenden vier Wii-Stationen wurde das Turnier dann ausgetragen. Dazu wurden die Teilnehmer in drei Gruppen mit je acht Spielern eingeteilt, die dann im KO-System um den Einzug ins Endspiel kämpften.

 

Ich war in der zweiten Gruppe und hatte dort zunächst das dritte Viertelfinal zu bestreiten. Um es kurz zu sagen: Dies war das einzige Spiel, in dem ich den Sieg relativ locker nach Hause geschaukelt habe, um so ins Halbfinale der Vorrunde einzuziehen. Gespielt wurde ein Duell zwei aus drei Spielen und nach zwei Spielen war ich eine Runde weiter. Dort wurden dann drei aus fünf Spielen gespielt, wobei ich gegen eine Frau spielen musste, die es echt drauf hatte. Nachdem ich das erste Spiel verloren hatte, sah ich mich schon auf mein Turnierende zusteuern, doch ich konnte durch einen harten Kampf einen Stand von 2:2 erreichen und mich im letzten Spiel dann doch recht klar behaupten, weil meine Kontrahentin wohl in Gedanken schon eine Runde weiter war.

 

Im Endspiel der Vorrunde wurde es dann schon härter, denn man musste sich schon zweimal in je einem Spiel drei aus fünf durchsetzen, um unter die letzten Drei zu kommen. Auch hier hatte ich leichte Anlaufschwierigkeiten und verlor erstmal die ersten beiden Spiele. Nassgeschwitzt und kurz vor dem Nervenzusammenbruch konnte ich mich nochmal aufraffen und schaffte es, das Spiel noch 3:2 zu gewinnen. Mein Gegner hatte damit wohl nicht gerechnet, so dass ich im zweiten Duell gegen ihn relativ locker gewinnen konnte und war somit unter den besten Drei. Unglaublich, dachte ich, und sah mich im Kopf schon in Hamburg auf der Tribüne...

 

Im „Endspiel“ spielten dann die drei Gruppensieger jeweils ein direktes Duell gegeneinander. Um ein Duell zu gewinnen musste man zwei Spiele „3 aus 5“ gewinnen. Ich hatte zunächst Pause und beobachtete das erste Duell meiner beiden Kontrahenten sehr genau. Es war ein spannendes Spiel, das jedoch durch 3-4 glückliche Bälle relativ schnell entschieden war. Ich dachte mir dann, dass ich besser zuerst gegen den Verlierer zu spielen, um es spannend zu halten. Auch das war ein spannendes Spiel, das ich zuerst schon verloren geglaubt hatte, weil ich in der ersten Runde zwei Matchbälle gegen mich abwehren musste. Nachdem ich das erfolgreich überstanden hatte, konnte ich meinen ersten eigenen Matchball direkt verwandeln und habe damit meinen Gegner völlig aus dem Konzept gebracht. In Runde zwei machte ich dann kurzen Prozess mit ihm und legte mit meinem 3:0 den Grundstein fürs Endspiel der Endspiele.

 

Dort traf ich erstmals auf Tobias Mathes, der meine Freundin in Runde 1 aus dem Turnier geworfen hatte. Doch trotz hartem Siegeswillen und einen Kampf, der wegen der unglaublichen Hitze sprichwörtlich bis zu (meinem) letzten Atemzug geführt wurde, hat er mich solide und sicher abserviert. Lediglich in Runde 2 konnte ich ihm zwei Spiele abluchsen und ihn ein wenig unter Druck setzen. Unterm Strich war aber gegen einen Gegner, der immer einen perfekten Aufschlag macht und sogar dann unhaltbar returnieren kann, wenn ich perfekt aufschlage, kein Kraut gewachsen, so dass ich mich leider mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste und die Ehre meiner Freundin nicht wiederherstellen konnte.

 

Doch etwas traurig machte mich die Tatsache, dass ich für den zweiten Platz einen Preis bekam, über den ich mich zwar gefreut habe, der mich aber nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der erste eine Reise nach Hamburg mit Begleitung inklusive Übernachtung von Nintendo spendiert bekommen hat. Daneben fühlte ich mich mit meinem Wii Polo-Shirt irgendwie veräppelt. Ähnlich wird es wohl dem Drittplatzierten mit seiner Wii Baseball-Kappe gegangen sein...

 

Abgesehen von den sehr ärmlichen Preisen war es jedoch ein sehr schöner Event und es freut mich sehr, dass ich trotz meines recht fortgeschrittenen Alters noch einigermaßen mit den Jungspunden mithalten kann.

 

Sobald das Finale in Hamburg gelaufen ist, werden wir auch davon berichten, denn ich konnte Tobias glücklicherweise dazu bewegen, für uns dort Fotos zu machen und etwas darüber zu schreiben. Es wird also schon bald mehr von Wii Tennis Cup 207 bei uns zu lesen geben und man kann nur hoffen, dass es auch 2008 wieder ein solches Turnier geben wird, denn es hat sehr viel Spaß gemacht. Nur an den Preisen müsste seitens Nintendo noch einiges verbessert werden.


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