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Wii Tennis Cup 2007 - Finale (Hamburg)

28.05.2007

Autor: Tobias Mathes

 

Los ging es am Freitagmittag (18.05.2007) mit der Deutschen Bahn auf einer 4,5-Stunden-Fahrt von Bonn nach Hamburg mit dem ICE, die dank Notebook und Filmen sehr zügig (Achtung Wortspiel) vorüber ging. Die Tickets hätten 304 € für die Hin- und Rückfahrt für 2 Personen gekostet! Gut, dass Nintendo das gezahlt hat.

 

In Hamburg angekommen, haben wir erstmal im 4-Sterne-Renaissance Hotel eingecheckt. Das Hotel sah echt edel aus und wir waren positiv überrascht. Auf unseren Namen war ein gemütliches 2-Personen-Zimmer reserviert und ein Briefumschlag an der Rezeption hinterlegt, in dem die 2 Karten (im Wert von je 91 €!) für das Halbfinale der ATP Tennis Masters waren und 100 € (!!) "Taschengeld"!

 

Nach dem Einchecken und Inspizieren des Zimmers haben wir uns erstmal ein wenig Hamburg angeschaut und versucht mit Essen und Trinken und ein paar Cocktails im St. Pauli Beach die 100 € auszugeben. Wir sind dann aber auch relativ zeitig ins Bett, denn am nächsten Morgen sollte es schon sehr früh zur Sache gehen (um 9.45 Uhr). Eindeutig zu früh zum Aufstehen am Wochenende! Trotz Müdigkeit haben wir dann aber doch zum Tennis Masters gefunden - Taxi sei Dank. Anfangs war noch nicht so viel auf dem Gelände los, aber zum Halbfinale später sollte das Center Court dann doch schon ziemlich voll werden.

 

Nintendo war natürlich auch vor Ort vertreten: Es waren ca. 10 Wii-Stationen aufgebaut, an denen Interessierte spielen konnten und eine lebensgroße Mario-Figur ist hier und da rumgelaufen und hat für das eine oder andere Foto und eine Hand voll hyperaktiver Kinder herhalten müssen.

 

Aber bevor die ATP Profis ran mussten, gab es erstmal die Gruppenauslosung von Nintendo, wobei aber anscheinend nicht alle Städtesieger angetreten sind, weshalb dann noch der eine oder andere Platz aufgefüllt wurde. Insgesamt waren nur ca. 5 richtig gute Spieler vor Ort und ein extrem guter Spieler. Der zweite und dritte Sieger aus Köln hätten da auf jeden Fall mithalten können. Die meisten Teilnehmer waren Studenten in unserem Alter. Dazu eine Hand voll Kinder, die aber auch ziemlich gut gespielt haben und dann noch 2 ältere Typen: ca. 30-40 Jahre alt.

 

Die Auslosung sah zunächst ziemlich günstig für mich aus: Im ersten Spiel eine Frau, die dann doch besser gespielt hatte, als ich dachte, aber klar unterlegen war. Im zweiten Spiel, dann eine richtige Tennisspielerin, die von Nintendo gesponsert wurde, aber spieltechnisch nicht viel auf dem Kasten hatte. Im richtigen Tennis scheint sie dann aber doch recht gut zu sein, wenn sie mit geschätzten 12 Jahren schon so einen dicken Sponsor hat. Das Match konnte ich also auch klar für mich entscheiden und war damit auch schon im Halbfinale.

 

Dort traf ich allerdings auf einen absoluten extrem guten Spieler. Anders kann man es kaum ausdrücken. Der Typ hatte erstmal rein optisch Ähnlichkeit mit Daniel Küblböck und war auch vom Verhalten her ein richtig krasser Typ. Gespielt hat er leider ziemlich gut - wird wahrscheinlich auch nichts anderes machen - und konnte so im Viertelfinale schon mal einen richtig guten Spieler aus Essen rauswerfen. Im Halbfinale sollte dann, wie gesagt, ich gegen ihn spielen, wobei sich dann um uns herum eine Traube gebildet hatte und ich einen großen "Fan-Club" aus den Wii-Spielern, die vorher ausgeschieden waren und einigen Zuschauern hatte. Auf jeden Fall haben mich die Leute um uns herum angefeuert und zu mir gehalten, aber auch das konnte mir nicht helfen. Gespielt wurden 2-mal 3 von 5 Gewinnsätzen, wovon mein Gegner das erste Spiel mit 3 - 0 ganz klar gewonnen hatte. Im zweiten Spiel habe ich dann 2 - 0 hinten gelegen, konnte mich dann aber fangen und mich auf ein 2 - 2 vorkämpfen. Im letzten Satz ging es dann super spannend zur Sache, denn zunächst kam es zum Einstand und danach haben wir uns ziemlich oft mit dem Vorteil abgewechselt. Leider hat er dann doch noch das 3 - 2 erzielt und ich war damit draußen. Hat also leider nicht mal aufs Treppchen gereicht.

 

Von den Nintendo Leuten hieß es vorher, dass wir das Wii-Tennisturnier für das erste Halbfinale der ATP Tennis Masters unterbrechen, dass wir da auch zuschauen konnten, was wir (Anna, ich und der „Fanclub“) dann auch direkt gemacht haben. Gespielt hat Roger Federer gegen Carlos Moya. Wir hatten alle überhaupt keine Ahnung vom Tennis oder den Spielern. Ich fand es anfangs ganz interessant. Auch die Atmosphäre war ganz nett, aber nach dem ersten Satz wurde mir auch ziemlich langweilig, weshalb wir dann später auf das zweite Halbfinalspiel verzichteten. Unter den Zuschauern waren auch einer der Klitschko Brüder und Roberto Blanko. Unsere Plätze waren auch relativ gut: Nicht zu weit hinten, aber auch nicht ganz vorne. Also vollkommen in Ordnung.

 

Nach dem Spiel sind wir dann zurück zum Nintendo-Stand, um uns das Finale anzuschauen, mussten allerdings feststellen, dass die das Finale einfach schon gespielt hatten! Super! Irgendwie war das nicht so besonders gut organisiert...

 

Naja, der Typ, gegen den ich verloren hatte, hat dann das Turnier gewonnen, wobei einer der Nintendo Leute meinte, dass es der Sieger im Halbfinale (also gegen mich) deutlich schwerer hatte als im Finale... da kann man wohl nichts machen. Das KO-System greift da gnadenlos zu. Bei der Siegerehrung haben genau zweit Leute für ihn applaudiert: Die Mutter und die Freundin. Irgendwie hatte der Typ nicht so die Sympathiepunkte gesammelt... Zweiter wurde ein kleiner Junge (~12 Jahre alt) und Dritter einer der älteren Semester.

 

Ohne diesen unschlagbaren Kerl hätte ich das Turnier sehr wahrscheinlich gewonnen... Naja, was solls. Für die zwei Tage in Hamburg hat es sich aber allemal gelohnt an der ganzen Geschichte teilzunehmen. Der Sieger hat, neben der Backstage-Führung, außerdem noch eine Wii bekommen. Für den zweiten gab es einen DS lite und der Dritte hat ein Nintendo Fan-Paket (T-Shirt, Kappe, etc.) bekommen. Man kann zwar nicht meckern, weil der Sieger immerhin eine Wii bekommen hat, allerdings wird er die vermutlich schon haben. Ein Spielepaket wäre also sicherlich sinnvoller gewesen.

 

Allerdings habe ich auch was ganz Neues gelernt: Es gibt eine Aufschlagtechnik, die eine extrem gute Ausgangsposition zum punkten gibt: Man wirft den Ball hoch und schlägt dann erst ganz spät von unten. Dadurch geht der Ball nur knapp über das Netz und prallt sehr nahe an selbigem auf, so dass er extrem schwer zu retournieren ist. Wenn man ihn kriegt, dann nur mit einem Lob, was wiederum den nächsten Schlag schwer haltbar werden lässt.


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