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N-Zyklopädie

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Die Redaktion blickt zurück: Pokémon

13.04.2011

Autoren:

 

Die Redaktion blickt zurück – in dieser neuen Rubrik möchten wir immer mal wieder in herrlicher Nostalgie schwelgen und unsere persönlichen Anekdoten zu bestimmten Themen mit euch teilen. Im Zuge unserer Pokémon-Themenwoche erinnern wir uns nun an die Anfänge der Pokémon in Deutschland und all das, was wir bis heute mit den Taschenmonstern verbinden.

 

Dazu haben wir eigene Teams mit unseren Lieblingspokémon erstellt. Welcher Gruppe – casual oder hardcore – wir zugehörig sind, entscheidet Ihr mal besser selbst…

 

So sehr die Meinungen in der Redaktion heutzutage auch auseinander gehen, irgendwann in unserer Zockerlaufbahn hielten die Pokémon uns alle mal in ihrem Bann gefangen. Doch nun ist es Zeit, dass wir sie wieder einfangen – In dem Sinne: Gotta Catch 'em All!

 

 

Ein Blick zurück von Martin: Als die Pokémon Deutschland eroberten, war ich in der Grundschule und jeder, wirklich jeder, war verrückt nach Pikachu und seinen Freunden. Nur ich nicht. Der ganze Pokémon-Wahn war doch pure Geldverschwendung und für mich stand fest, ich würde niemals nie mein Taschengeld für so was ausgeben. Aber nicht mit reden zu können war dann doch nicht so toll und somit habe ich diese Einstellung alsbald vergessen. Und ich muss gestehen, das bereue ich bis heute nicht! Es war einfach eine tolle Zeit, denn als Kind konnte man sich in dieser Traumwelt wirklich wunderbar austoben. Jeden Tag habe ich den Anime gesehen, meine Karten Sammlung bewundert und versucht meine Mitschüler von einem guten Tausch zu überzeugen. Hat eigentlich jemals jemand das Kartenspiel tatsächlich gespielt? Ich glaube ich habe es mal versucht, mit abgeänderten Regeln, aber wirklich begeistern konnte mich das nicht. Ganz anders als die Videospiele, die ich aber erst später entdeckt habe. Auch heute noch kann mich das Spielkonzept begeistern – trotz, oder gerade wegen, der kindlichen Aufmachung. Das erinnert mich immer an meine Grundschulzeit und die lustigen Geschichten, die ich mit Pokémon verbinde. Wie damals, als mein Freund mir mein Schleimok geklaut hat und ich aus Rache gleich zwei Karten zurück stibitzt habe. Ja, heute lachen wir darüber…

 

Sein Team: Garados, Blitza, Mew, Lohgock, Ursaring, Lugia

 

Martin setzt auf ein ausgeglichenes Team aller Generationen. Die neuen Legendären können seinen Vorlieben zu den alten aber keinen Abbruch tun und so finden sich Mew und Lugia in seinem Team. Bleibt die Frage, woher er das Mew hat.

 

 

Ein Blick zurück von Lukas: Seine Erfahrungen und Kindheitserinnerungen gibt es noch in dieser Woche. Ausführlich. Versprochen ;)

 

Sein Team: Psiana, Blitza, Flamara, Nachtara, Aquana, Glurak

 

Lukas setzt auf die volle Evoli-Dröhnung. Es ist bislang nicht erforscht, ob dieses Team zusammen beim Gegner Verwirrungseffekte auslöst, jedenfalls hält er konsequent Linie und bedient viele Klassentypen. Glurak wird doch wohl nicht nur für das Fliegen zuständig sein?

 

 

Ein Blick zurück von Philipp: Pokémon? Als ich im zarten Alter von 8 oder 9 Jahren das erste Mal Pokémon eingeschaltet habe, dachte ich es geht um Baseball. Finde es im Nachhinein schade, dass es sich tatsächlich nicht um Baseball gehandelt hat. Verdammt. War aber auch sonst ne coole Sache, die meine Jugend stark mitgeprägt hat. Egal ob es die Serie, die Sammelkarten oder letztendlich Pokémon Blau/Rot für den Gameboy waren. Hachja, damals hat man sich noch mit seinem besten Freund (Hallo Michael!) abgesprochen wer sich welche Version holt, damit man anschließend die Viecher austauschen kann. Haben wir genau einmal gemacht. Und gegeneinander gekämpft haben wir auf dem Gameboy glaube ich auch nie. Hat sich ja echt gelohnt! Abgesehen vom ersten Pokémon Stadium war das dann auch schon quasi meine gesamte Erfahrung mit diesem Universum, denn die Spiele die nach Rot/Blau kamen hab ich nicht mehr angepackt. Als die Versionen Diamant/Pearl raus kamen gab ich der Serie erneut eine Chance (nicht zuletzt weil es Testmuster waren), aber nachdem ich festgestellt habe, dass sich die Spiele im Gegensatz zu damals (es sind immerhin zwischenzeitig mehr als 10 Jahre vergangen) kein bisschen weiterentwickelt (welch gewiefter Witz) haben, hat sich das Thema Pokémon für mich erledigt.

 

Sein Pokemon Team: Karpador, Karpador, Karpador, Karpador, Karpador, Karpador

 

Das eindeutig stärkste Team unter den Redakteuren kann Philipp zugesprochen werden. Bei vernünftigem EP-Training muss dieses Team auf kommenden Turnieren unschlagbar sein. Die Redaktion hat auch schon erschreckende Niederlagen einstecken müssen. Übrigens: Karpador kann Surfer nicht erlernen.

 

 

Ein Blick zurück von Michael: Hallo Philipp! Erstmal muss ich den Klugscheißer spielen und dich korrigieren, so kleine Wutze waren wir damals nicht mehr und hatten schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel .

Mit Pokémon brach eine Erfolgsstory an, bei der es unglaublich ist, dass sie auch nach über zehn Jahren immer noch boomt und Rekorde aufstellt. Während Viele mit steigendem Alter die Faszination verloren haben, gerade die jüngsten Zocker hat Nintendo seit jeher fest in der Hand. Zwar wurde meine Beschäftigung mit der Serie im Laufe der Zeit auch immer sporadischer, aber ganz abgewendet habe ich mich nie. So konnten bis heute mit einigen Ausnahmen doch fast alle Titel den Weg in meine Sammlung finden. Und dank dem nötigen frischen Wind wird dies wohl auch die schwarze oder weiße Edition früher oder später tun. Ich kann nur hoffen, dass Nintendo irgendwann endlich das wahre Potential der Marke erkennt und mit einem vollwertigen MMORPG krönt. Hier liegt seit Jahren ein potentieller World of Warcraft-Killer auf dem Präsentierteller und Nintendo sieht es nicht. Eine riesige, lebendige Online-Welt mit Echtzeitkämpfen und Tausenden von menschlichen Mitspielern, davon träume ich seit jeher und ich bin mir sicher, dass es sich dauerhaft wie geschnitten Brot verkaufen würde.

 

Allen Abnutzungserscheinungen, die die Serie im Laufe der Jahre aufgewiesen hat, zum Trotz - die Marke Pokémon lebt wie eh und je. Die Faszination hat mich vom ersten Moment, als ich eines schönen Tages im Schulbus sitzend im Club Nintendo-Magazin davon las, gepackt und wird mich wohl in diesem Leben auch nie mehr völlig loslassen. Zuviele schöne Kindheitserinnerungen hängen dran.

 

So erinnert man sich auch heute noch gerne an das Glück, als man tatsächlich doch noch zum Release ein Exemplar der roten Edition erwischen konnte, obwohl die Spiele fast überall restlos vergriffen waren. An die Aufregung im Bauch, bevor man das Spiel zum ersten Mal in den Game Boy einlegte. An die vielen schönen Stunden mit dem Anime, der einen zum Lachen und auch Weinen brachte. An dessen großartigen Soundtrack, aus welchem ich auch heute noch gern mal ein paar Titel höre. Daran, dass man auch nach langer Abstinenz den Pokérap immer noch fast fehlerfrei aufsagen kann, so sehr wurde er einem ins Gedächtnis gebrannt. An den Kultstatus, den das erste Intro des Animes bis heute hat. So sang man es damals als kleiner Kerl vor dem TV mit und tut dies auch heute noch mit vollster Kehle, wenn es auf einer Feier oder Festival plötzlich als Stimmungsmacher auch unter lauter Erwachsenen gespielt wird. An das viele Geld, was man für Merchandise jeglicher Art ausgab. Daran, wie es in der Schule die Klassen spaltete in Pokémon-Fans und die "hippen", pseudocoolen Kids, die sich mit zwölf Jahren dafür schon zu "erwachsen" fühlten. An unzählige Stunden Spielspaß.

 

Wenn ich mir das hier so vor Augen führe, merke ich irgendwie: Einen solchen emotionalen Bezug habe ich wohl zu kaum einer anderen Serie von Nintendo. Und so sehr wir über Vieles der neuen Pokémon-Generationen auch oft schimpfen, den Kids von heute wird es in zehn Jahren genauso ergehen wie uns jetzt.

 

Sein Team Arbok, Kokowei, Luxtra, Panferno, Kingler, Onix

 

Michael hat viele Pokémon der ersten Stunde in seinem Team – also die, die ich auch noch auswendig mit Namen kann. Mit Luxtra und Panferno aus der vierten Generation hat er sich meines Erachtens sehr coole Ergänzungen dazu ins Team geholt. Er sagt zu Martin und Lukas: wieso Blitza haben, wenn man auch Luxtra haben kann?

 

 

Ein Blick zurück von Sascha: Pokémon, den Begriff hörte ich zum ersten Mal in der Unterstufe des Gymnasiums. Man erzählte mir, dass man Taschenmonster in einem Gameboy-Spiel sammeln könnte und dabei gegen andere Trainer antritt. Außerdem liefen auf einmal alle mit Sammelbildsammlungen umher und tauschten, was das Zeug hält. Das Pokémon-Fieber war ausgebrochen, und bald war ich ebenfalls Teil davon.

 

Viele Jahre später - ich bin mittlerweile 23 - ist dieses Fieber eigentlich nie so richtig abgeklungen. Ich habe fast alle Spiele der Reihe gezockt und fühle mich bis heute nicht als zu jung dafür. Guter Indikator war letztens, als ich nach Köln zu McDonalds fuhr, um ein Celebi zu downloaden. Erstaunlicherweise war ein guter Anteil der Menschen meines Alters oder gar noch älter. Das wird bei mir wohl dazu führen, dass ich auch in 8 Jahren noch gerne Pokémon spiele.

 

Ja, der Einstieg könnte knapper ausfallen, beim 24. Pokémon-Abentuer brauche ich keine Einführung in jedes kleine Element. Ja, die Zufallskämpfe müssen weniger werden, gerade bei Schwarz/Weiß ist die Rate meines Erachtens unnötigerweise wieder angehoben worden. Ja, einige Animationen und Texturen könnte man wirklich verkürzen, z.B. beim VM-Einsatz oder beim Attackenlernen. Trotzdem bleibt für mich klar: es gibt wohl keine Spieleserie, die in ihrem Grundkonzept ausgereifter ist. Es mangelt bei neuen Titeln immer an (grafischen) Innovationen, aber bislang hat es immer gereicht, mich vollkommen in seinen Bann zu ziehen. Pokémon ist und bleibt Teil meines Zockerlebens, und ich bin nicht der Einzige! Nur den Anime gucke ich nicht mehr. So viel Veränderung muss dann doch sein.

 

Sein Team: Starmie, Voltula, Arkani, Glaziola, Stahlos, Dragoran

 

Sascha hat Pokémon vieler Generationen in seinem Team, wobei das vielseitige Starmie, das starke Dragoran und das elegante Arkani Standard sind. Voltula ist einfach ein cooler Käfer (coole Sau passt hier nicht) und sehr schnell, und ein Eis- und Stahl-Pokémon sind immer gut.

 

 

Ein Blick zurück von Nico: Als die Pokémon nach Deutschland gespült wurde, war ich schon fast dem Zielgruppenalter entwachsen. Obwohl - kann man bei dieser Serie überhaupt von einer Zielgruppe sprechen, wenn man darin nicht einfach sammelwütige Jungs und Mädchen jeden Alters meint? Fakt ist jedoch, dass die Hauptkonsumenten häufig noch zur Schule gehen und somit jede neue Generation Pokémon auch wieder ihre Zielgruppe finden wird.

 

Ich war diesem Alter also schon fast entwachsen, da traf mich folgende Nachricht: In Japan kam es nach der Ausstrahlung einer sehr beliebten Zeichentrickserie zu einem Zwischenfall. Nachdem mehrere Sekunden lang geflimmer über den Bildschirm lief, erlitten viele der jungen Zuschauer epileptische Anfälle. Sehr schön auch in der Simpson-Episode karikiert, in der die Familie Japan besucht. Nun wurde bald darauf die Serie auch in Deutschland ausgestrahlt und ich wollte mir dieses Monster daher auch ansehen. Statt dem Monster Epilepsie ereilten mich aber viele kleine Monster und eine neue Serie auf dem Privatsender RTL2, welche fortan häufig bis regelmäßig eingeschaltet wurde. Kurz darauf veröffentlichte Nintendo die Hosentaschenmonster auch die dazu gehörige Software. Sie spielte sich zwar irgendwie anders als die Serie im TV (Farben fehlten, Pikachu war nur ein Monster von vielen ...), aber sie machte Spaß. Die "Rote Edition" ist und bleibt seither auch die einzige Episode in meinem Leben, in der ich in die Welt von Pokémon eingetaucht bin. Jetzt ist mir die Monsterjagd einfach zu müßig geworden. Dennoch kommt man auch weiterhin nicht um die Monster herum, will man mit Nintendo spielen. Und so wie auch ich in jener Zeit, gibt es heute wieder eine neue Generation, die ihren Fernseher einschate um die Serie auf RTL2 zu verfolgen und die neuste Edition der Taschenmonster zockt.

 

Sein Team: Enton, Enton, Enton, Karpador, Karpador, Karpador

 

Heißester Konkurrent mit Philipp um den Sieg in der redaktionsinternen Ausscheidung ist vor allem Nico, dessen Team - ganz puristisch - ausschließlich mit den stärksten Wasser-Pokémon bestückt ist. Um den Gegner zusätzlich in Boxhorn zu jagen, hat er jedes gleich drei Mal im Team. Denn wenn das erste Karpador erstmal im mühsamen Kampf besiegt wurde, denkt der Gegner spätestens beim zweiten Exemplar sich nur noch: "Wann ist diese Hölle wohl vorüber?"

 

 

Ein Blick zurück von Matthias: Meine ersten Erfahrungen mit Pokémon habe ich einmal über die Serie und über die Sammelkarten gemacht. Zu erst wusste ich gar nicht, dass es die Spiele gab. Das erste Spiel, was ich dann gespielt habe, war Saphir. Da ich ein großer Fan von Rollenspielen bin, hat mir auch Pokémon gefallen. Da die Version aber von meinem Bruder war, konnte ich natürlich nicht so spielen, wie wenn es meine eigene gewesen wäre.

 

Aber auch in der Schule haben damals dann plötzlich alle die alten Editionen noch einmal ausgepackt. Dort erfuhr ich auch von Celebi, welches ich damals total cool fand, da es nur auf einer Tour zu bekommen war. Aber einer aus meiner Klasse hatte es, wodurch es sich in der Klasse dann vermehrt hat.

 

Sein Team: Lohgock, Guardevoir, Dragoran, Garados, Tauboss, Kyogre

 

Eine bunte Mischung bietet auch Matthias, und setzt auf viele Pokémon mit zwei Entwicklungsstufen (Guardevoir, Dragoran, Tauboss), ein legenädres Pokémon (Kyogre) sowie zwei weitere durchaus starke Vertreter (Lohgock, Garados). Mit diesem Team ist ervor allem gewappnet außer meinem Glaziola gegen seinen Drachen.

 

 


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