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N-Zyklopädie

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N-Warp VII: Ein kleines Resumé

04.12.2011

Autor: Philipp Breß

 

 

Stellt euch vor: Ein Dinosaurier, der Bananenschalen auf Asphalt verteilt und sich darüber amüsiert, wie eine fein gekleidete Prinzessin auf dieser ausrutscht. Klempner, die mit Schildkröten zusammen Fußball spielen und sich dabei mit Bomben bewerfen. Regenwürmer, die sich die Schlacht ihres Lebens liefern, indem sie fliegende Schafe auf ihrer Feinde regnen lassen. Mittendrin ein heißes Derby zwischen Celtic Glasgow und den Glasgow Rangers. Daneben eine pinkfarbene Kugel, die staubsaugerartig andere Lebewesen verschluckt und wieder ausspuckt. Und ganz beiläufig betet ein einfacher Keksbauer den großen heiligen Wal an.

 

Jetzt kommt man leicht in die Versuchung dieses abstrakte Schauspiel als kuriosen Traum eines dehydrierten 10do-Redakteurs abzustempeln. Und ich würde euch Recht geben, wenn ich es nicht selbst mit eigenen Augen gesehen hätte und ein Teil davon gewesen wäre. Ich spreche von der N-Warp, denn am vergangenen Wochenende war es mal wieder Zeit für ein Wochenende voller Videospielkultur, freundschaftlichem Miteinander und Nerdtum. Bereits zum siebten Mal fand die Veranstaltung im sauerländischen Meschede statt und wusste die Besucher zu verzaubern.

 

Ganz traditionell wurden erneut einige Turniere mit Spielen aus der Nintendo-Welt veranstaltet, wie z.B. die Klassiker Mario Kart Double Dash oder Mario Smash Football. Hier muss man anmerken, dass Kollege Michael und meine Wenigkeit auch am Smash Football-Turnier teilnahmen und uns im Halbfinale gegenseitig zerfleischen durften. Wobei man anmerken sollte, dass eigentlich nur ich zerfleischt wurde, obwohl ich mich mit einer perfekten Serie bis ins Halbfinale geschlichen hatte. Für Michael blieb am Ende aber auch „nur“ der zweite Platz. Egal! Aber auch etwas, sagen wir mal exotischere Games, wurden für Turniere verwendet, wie z.B. Worms für das N64 oder aber auch eine eigens für die N-Warp entwickelte Adaption des Gameshow-Klassikers „Ruck-Zuck!“. Besonders letzteres war ein echtes Highlight. Bei einer Mischung aus Alltags- und Nintendo-Begriffen redeten sich die Teams durch die Vorrunde bis ins Finale um Kopf und Kragen. Unvergessen Situationen wie die Erläuterung zu dem Wort „Strich“. Ich zitiere: „Eine Linie ist ein Strich“.

 

Aber der eigentliche Kern eines solchen Treffens ist es ja alte Freunde zu treffen, neue zu finden und sich mit anderen begeisterten Videospielern über das gemeinsame Hobby auszutauschen oder einfach nur Spaß zu haben. So traf man einige Besucher bei einer gepflegten Runde Basketball in der benachbarten Turnhalle an, wo hart um Cheeseburger gekämpft wurde (man schuldet mir übrigens noch drei davon!) und andere vergnügten sich bei einer spannenden Partie des Gesellschaftsspieles Quelf, was für Außenstehende wohl besonders abstrus wirken musste, denn hier galt es die verrücktesten Aufgaben zu bewältigen. Denn wer wollte nicht immer schon mal sich vor Ort einen funktionierenden Schnorchel bauen oder den heiligen Wal anbeten?

 

Alles in allem kann man erneut sagen, dass die siebte Auflage der N-Warp auch wieder eine mehr als gelungene Veranstaltung war, obwohl ich schon eine Vielzahl von Conventions besucht habe. Mittlererweile sieht man zwar fast mehr Xbox-Konsolen als Nintendo-Konsolen vor Ort, aber das verringert den Spaß ja bekanntlich nicht. Die nächste N-Warp ist im Übrigen auch schon wieder in Planung und wird aller Voraussicht nach im kommenden Frühjahr stattfinden. Also eine ganz ungewohnte Zeit, wo die Veranstaltung doch sonst immer im Herbst oder Winter stattfand.

 

Ein großer Dank gilt Oliver Probst für die Bereitstellung der Fotos!


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