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Japantag 2013: Cosplayer und Kultur

30.05.2013

Autor: Gunnar Schreiber

 

Veranstaltet vom Japan-Tag Düsseldorf/NRW e.V. sowie der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH fand am 25. Juni der traditionelle Japantag in Düsseldorf statt. Über 600.000 Besucher aus ganz Deutschland bevölkerten trotz wechselhaften Wetters – erst schön Sonne, dann Regen – die Rheinuferpromenade von der Oberkasseler Brücke bis zum Landtag sowie die Altstadt. Der Höhepunkt war wie in jedem Jahr das Feuerwerk gegen 23 Uhr, das ich allerdings nicht schauen konnte oder wollte: schließlich war an dem Abend auch noch ein völlig unbedeutendes Fußballspiel...

 

 

Ziel des Japantags ist es seit je her, die japanische Kultur näherzubringen. Auf zwei Bühnen gab es deshalb japanische Musik, Tanzeinlagen und Vorträge zu bestaunen. Darüber hinaus gibt es entlang der Promenade jede Menge Buden, wo man u.a. Manga zeichnen oder Origami falten lernen kann. Nur leider geht wie in jedem Jahr der kulturelle Ansatz vollkommen unter. Durch die Massen an Besuchern scheint es unmöglich, sich in Ruhe über etwas zu informieren oder an Workshops teilzunehmen. An jeder Bude gibt es große Schlangen. Das Ganze hat dabei mehr den Charakter eines Volksfestes.

 

Gerade die unscheinbaren, billig wirkenden Pavillons, die allenfalls mit ausgedruckten DIN A4 Schildern gekennzeichnet sind, verraten kaum, was den Besucher erwartet. Hier würde ich mir wirklich aufwendigere, weitläufigere Stände wünschen. Wie wäre es mit Aufbauten, die etwas an japanische Gebäude erinnern? Oder zumindest mit großen Schildern, die schon von weiten klar machen, was wie wo zu finden ist? So hat das alles mehr den Charme eines Flohmarkts, denn einer Kulturveranstaltung.

 

 

Dazu tragen auch die ganzen Verkaufsstände bei, an denen man all erdenklichen Merchandise zu Mangas, Animes und Videospielen kaufen kann. An sich eine tolle Sache. Doch machen die Menschenmassen es kaum möglich, auch mal in Ruhe zu stöbern. Und hat man was gefunden, verderben einem die zumeist völlig überteuerten Preise die Kauflust. Aber das scheint die meisten irgendwie nicht zu stören.

 

 

Aber genug gemeckert. Ich war hauptsächlich wegen den Cosplayern da und habe dabei natürlich speziell nach Cosplayern Ausschau gehalten, die Nintendo-Charaktere darstellen. Dabei scheint die Zahl der Cosplayer von Jahr zu Jahr zu wachsen. Alleine über die Animexx-Community haben sich im Vorfeld über 4.500 Leute gemeldet, die dort sein wollen.

 

Natürlich schwanken Qualität und Originalität der Cosplays extrem. Für die meisten vor Ort gilt eh "Dabei sein ist alles", was auch ja nichts Schlimmes ist. Aber auf diese Weise begegnet man gefühlten 100 Pikachus oder ebenso vielen Akaktsukis, in gekauften Anzügen und Mänteln. Aber es gibt auch jede Menge tolle, aufwendig gestaltete Kostüme zu bestaunen. Einige davon natürlich besonders bei dem Cosplay-Wettbewerb, der auf einer Bühne ausgetragen wurde. Hier auf dem Foto sehen wir Ashe aus Final Fantasy XII:

 

 

Die meisten Nintendo-Cosplayer bedienen sich weiterhin dem Mario- und Zelda-Universum. Mario, Luigi, Waluigi, Wario, Peach, Zelda, Link und Sheik waren zumeist mehrfach zu finden. Aber auch ein paar etwas seltenere Cosplays wie zu Ike aus Fire Emblem oder eine Gijinka Variante des Pokémon Jirachi konnte ich entdecken. Auch wenn mein Fokus auf Nintendo-Cosplayer gelegen hat, konnte ich als bekennender Game of Thrones-Fan nicht widerstehen die beiden Daenerys abzulichten, genau wie Rosette Christopher aus Chrno Crusade, einem meiner Lieblingsanimes-/Mangas. (siehe Galerie rechts).

 

Alle Bilder sowie ein paar mehr findet ihr auch in besserer Auflösung auch hier in unserer Galerie auf flickr. Da ich von den meisten Cosplayern mehrere Bilder gemacht habe, gilt auch weiterhin das Angebot, dass ich euch die zusende, wenn ihr euch meldet.


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