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N-Zyklopädie

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Nachbericht zum Ubisoft-Event mit Assassins Creed: Black Flag und Watch Dogs

24.10.2013

Autor: Christian Kohls

 

Ubisoft hat vor einiger Zeit eingeladen, bei fantastischem Catering und in entspannter Atmosphäre einige der kommenden Titel ihres Portfolios anzuspielen. Eine Einladung schlägt man bekanntlich nicht ohne guten Grund aus und so habe ich mich natürlich einmal für euch umgeschaut, was der Publisher denn demnächst so für Nintendo-Konsolen im Gepäck hat. Dies war leider nicht allzu viel, dafür waren aber mindestens zwei Hochkaräter dabei: Assassins Creed: Black Flag und Watch Dogs.

 

 

Assassins Creed

 

Nichts neues bei Assassins Creed, könnte man sagen wenn man den neusten Ableger der Reihe "Black Flag" anspielt. Genau genommen ist diese Aussage sogar fast zutreffend, wie ich bei einer Spielsession beim Ubisoft Event erfahren habe. Großartige Neuerungen gibt es nämlich nicht und finden sich meisten in Details. Zu einer der größten Neuerungen zählt wohl das Setting. Ihr bereist im neuen Abenteuer nämlich als Pirat die Meere und zahlreichen in diesem befindlichen tropischen Inseln und könnt so allerhand Piratenkram erledigen. Dazu besitzt ihr ein Schiff welches ihr relativ frei betreten könnt um wann ihr wollt damit in See stechen zu können. So könnt ihr zum Beispiel andere Schiffe plündern und Brandschatzen. Oder ihr lasst den gutmütigen Piraten heraushängen und rettet Schiffbrüchige und sammelt Treibgut ein. Die Steuerung des Schiffes sowie die verschiedenen Feuermodi wurden seit Teil 3 ein wenig verbessert und ausgebaut.

Die Spielwelt ist sehr offen und in der angespielten Demo konnte ich quasi frei die Welt erkunden. Diese besteht aus einem großen Ozeanabschnitt in denen zahlreiche Inseln auf ihre Erkundung warten. Besonders toll ist hierbei dass man nahtlos von der Schiffssteuerung in die Personensteuerung wechseln kann. Wenn man also irgendwo vor Anker geht muss man nicht erst eine Ladepause überstehen sondern verlässt einfach das Steuerrad und schwimmt zur Insel. Der gesamte Grafikstil hat keine Sprünge gemacht und sieht ähnlich wie Assassins Creed 3 aus, aufgrund des neuen Setting erweckt das Spiel allerdings den Anschein, dass es einen Ticken besser aussieht.

Ansonsten ist aber alles mehr oder weniger beim Alten geblieben. Euer Held kann immer noch klettern wie ein Affe, ihr könnt Attentate mit eurer versteckten Klinge durchführen und Nebenmissionen machen. Ein neuer Typ von Nebenmissionen den ich angespielt habe war ein ausgedehnter Tauchgang mit einer Tauchglocke. Während man unter Wasser auf der Suche nach Schätzen ist muss man immer wieder zur Tauchglocke zurück und Luft holen. Natürlich dürfen bei solch einer Aktion auch nicht die obligatorischen Haie fehlen.

Alles in allem reist sich Assassins Creed Black Flag kein Bein aus um großartig anders zu sein als seien Vorgänger. Neuerungen sind eher dezent eingesetzt.

 

 

Watch Dogs

 

Auch Ubisofts Antwort auf GTA konnte ich auf dem Event begutachten. Leider durfte ich nicht selbst Hand an Watch Dogs anlegen, sondern konnte nur dem anwesenden Leveldesigner und einem Redakteur eines anderem Magazins zusehen. Allerdings gab auch dies einige neue Einblicke in das Spiel. Zuerst einmal: das Spiel sieht wirklich sehr gut aus, also wirklich wie ein Next Gen Titel, aber Vorsicht, ich habe wahrscheinlich die PC Version des Spiels gesehen. Zuerst spielte der Leveldesigner eine Mission. Diese kann man nach dessen Angaben auf verschiedene Arten lösen. Es ist also freigestellt ob man lieber heimlich und geschickt vorgeht oder den Hobby Rambo mimt. Aiden kann durch Hacken verschiedene technische Geräte zu seinem Vorteil nutzen, etwa einen Gabelstaplerarm hochfahren um auf diesen drauf zu klettern und höhere Passagen zu erreichen. Oder man hackt eine Kamera und kann so einen sicheren Weg ausspähen. Interessant ist das Feature, dass man aus der Sicht einer Kamera die nächste hacken kann. So kann man quasi von einer zur nächsten springen und somit auch Gebäude infiltrieren.

Nach der Missionsdemo wurde eine Openworld Demo gezeigt, die meines Erachtens wesentlich interessanter war. Zum einen konnte man erkennen dass die Spielwelt mehrere Stadtteile umfasst. Angefangen hat die Demo in einem Suburbanen Gebiet und führte bis ins Herz der Großstadt. Für viele Open World Spiele üblich kann euch auch in Watch Dogs die Polizei auf die Fersen rücken, wenn ihr zu viel Unheil anrichtet. Ihr müsst dann die Beamten abschütteln, indem ihr euch versteckt. Damit es gar nicht erst zu einer Verfolgung kommt, könnt ihr Passanten, die die Staatsgewalt rufen möchten, bedrohen. Die Stadt sah wirklich lebendig aus. Zu jedem Passanten könnt ihr euch übrigens Infos einholen, in denen dann Dinge wie Gehalt oder persönliche Schicksalsschläge stehen. Euch steht dann frei ob ihr deren Bankkonto hacken wollt und euch einen dicken Batzen Geld einheimst. Geldprobleme werdet ihr in Watch Dogs deshalb wahrscheinlich kaum haben. Die Frage, ob es irgendwelche Auswirkungen hätte wenn man sehr viele Passanten bestiehlt konnte nicht beantwortet werden. Nicht mit Geld aber mit einer anderen Ressource (die da wäre?) könnt ihr euch selbst neue Ausrüstung herstellen, dies sogar innerhalb einer Mission. Falls euch also einmal die Granaten ausgehen kann man sich flugs ein paar neue zusammenbasteln, MC Gyver lässt grüßen.

Zu guter letzt wurde noch ein interessantes Online Feature gezeigt. Andere Spieler können sich nämlich in euer laufendes Spiel einloggen, ohne das ihr dies mitbekommt. Diese können dann einen Hackversuch auf euch starten. Die Aufgabe ist es nun diesen anderen Spieler ausfindig zu machen indem ihr Passanten abscannt und Kameras einsetzt. Nach erfolgreicher Identifizierung muss der gegnerische Spieler auch noch erledigt werden.

Man wird wohl etwas wie eine Rangliste oder Trophähen Sammlung besitzen, in denen verzeichnet ist wie viele und welche Spieler man bereits erfolgreich gehackt hat.

Eine andere Möglichkeit, die Spieler haben die sich in eine fremde Session einloggen, ist dem anderen Spieler zu helfen oder zu schaden. So kann man beispielsweise elektronische Poller hochfahren sobald der Spieler über diese hinweg gefahren ist und dadurch die Polizei in diese crashen lassen. Natürlich kann man aber auch den Spieler durch die Poller aufhalten.

Ich hab es mir nicht nehmen lassen und dem anwesenden Leveldesigner auch noch ein, zwei Fragen gestellt. Leider konnte dieser mir keine Antworten auf die Frage liefern ob die Wii U irgendwelche besonderen Features aufgrund des Wii U Controllers liefern wird. Eigentlich ist es ja fast schon ein Muss, denn bei keiner anderen Konsole hat man per se ein Tablet in der Hand und somit ein ähnliches Gadget wie die Spielfigur. Zudem ist Aiden wohl bis zu einem gewissen Maße anpassbar. Das heißt man kann ihm neue Klamotten kaufen, allerdings wird er wohl immer einen Trenchcoat und eine Mütze tragen, Aiden bleibt halt Aiden.

Watch Dogs ist auf jeden Fall ein interessanter Titel, der allerdings erst noch beweisen muss, dass das viel versprechende Image standhalten kann.


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